ADAC-Anhänger-Test: Zwei Pkw-Anhänger fallen durch

Im aktuellen ADAC-Anhänger-Test fallen zwei Pkw-Anhänger durch. Pkw-Anhänger mit 750 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht sind für die private Nutzung weit verbreitet. Der ADAC hat sechs ungebremste Anhänger getestet. Das Ergebnis: Drei der einachsigen Anhänger zeigen deutliche Schwächen, zwei davon fallen durch.

ADAC Anhänger-Test

Testsieger mit „gut“ ist der Stema Variolux 750 (Gesamtnote 2,3) mit bestem Fahrverhalten und guten Noten in der Handhabung. Zweitplatzierter ist der Brenderup 1205 SUB 750 mit der Note 2,5. Großes Plus: Der Benderup besitzt eine klappbare Deichsel. Durch die kann man ihn platzsparend abstellen. Positiv ist neben der Kippfunktion auch die Ausstattung mit Sicherungsseil und einem 13-poligen Anschlussstecker.

„Befriedigend“ (Note 2,7) lautet das Urteil über den Humbaur Steely. Auffallend sind die sehr guten Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung. Und die umfangreiche Zubehörliste. Negativ fiel auf: Unebenheiten werden beim Fahren kaum abgefedert. Der Steely-Anhänger ist – wie drei weitere Testkandidaten – nur mit einem 7-poligen Anschlussstecker ausgestattet. Dieser überträgt – anders als ein 13-poliger Stecker – zum Beispiel kein Rückfahrtlicht.

Sicherheitsmängel

Bei den Anhängern MST71A der Firma Stedele und TL-EU2-AR von TPV-Trailer besteht folgende Gefahr. Dass der Reifen bei Ausweichversuchen in voll beladenem Zustand den Rahmen beziehungsweise den Aufbau touchiert. Die Folge können Reifenschäden und Beeinträchtigungen im Fahrverhalten sein. Zudem kann ungenügende Reifenfreigängigkeit als erheblicher Mangel gewertet werden. Ein solcher Anhänger dürfte im Straßenverkehr nicht mehr betrieben werden. Beim getesteten Anhänger von Stedele wurden für den Radtyp nicht vorgesehene Radbolzen benutzt. Da besteht die Gefahr, dass sich die Radbolzen lockern.

Auch Unsinn WEB10 zeigt Schwächen. Er verliert im Dauerhaltbarkeitstest die Holzschrauben am Unterboden. Die dienen zur Fixierung des Ladebodens. Die verlorenen Schrauben reduzieren nicht nur die Stabilität des Hängers. Sie werden vor allem zum Sicherheitsrisiko für den nachfolgenden Verkehr. Das führt zum ADAC-Urteil 3,6.

Weiterer Kritikpunkt: Bei fast keinem Anhänger ist das genaue Leergewicht angegeben. Der Nutzer weiß nicht, wieviel er zuladen darf. Ohne das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Der ADAC fordert deutliche Hinweise am Anhänger. Zu Nutzlast, Luftdruck und Ladungssicherung. Außerdem empfiehlt er ein Sicherungsseil. Das ist in einigen europäischen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben. Ein 13-poliger Stecker sollte Standard sein.