Alpine A110 – Kunst trifft Technologie

Alpine A110 – Kunst trifft Technologie – Die Franzosen geben einen ersten Ausblick auf die dritte Generation der legendären A110 – allerdings noch nicht in Form eines fertigen Sportwagens. Eine spektakuläre Skulptur verbindet vielmehr Kunst, Design und Technologie und zeigt, wohin sich die französische Sportwagenikone entwickeln könnte.
Seit 71 Jahren steht der Name Alpine für französische Sportwagen mit besonderem Charakter. Nun beginnt für die legendäre A110 ein neues Kapitel. Zum dritten Mal in ihrer Geschichte steht die Ikone der Marke vor einer grundlegenden Erneuerung. Wie ihre Vorgängerinnen soll auch die kommende Generation den Zeitgeist aufnehmen, ohne dabei die charakteristische DNA der A110 zu verlieren.
Einen ersten Vorgeschmack auf das Design liefert Alpine mit einer ungewöhnlichen Skulptur. Unter einem scheinbar schwebenden, blauen Schleier zeichnet sich die Silhouette der zukünftigen A110 ab. Die Form wird dabei bewusst nicht vollständig enthüllt. Vielmehr spielt Alpine mit dem Spannungsfeld zwischen Verbergen und Zeigen – und lässt bereits wesentliche Proportionen und Linien erkennen.
Der Schleier als Symbol
Der blaue Schleier ist dabei mehr als ein gestalterisches Element. Er soll einen Moment höchster Dynamik darstellen: den Augenblick, in dem die Schallmauer durchbrochen wird. Als Inspirationsquelle diente unter anderem die legendäre Concorde. Ihre charakteristische Silhouette steht wie kaum ein anderes französisches Technikprojekt für Geschwindigkeit, Aerodynamik und technologischen Fortschritt.
Genau diese Eigenschaften möchte Alpine auch auf die nächste A110 übertragen. Die Skulptur vermittelt Bewegung, Leichtigkeit und Spannung, obwohl sie selbst statisch ist. Das Ergebnis ist eine Art eingefrorener Moment – eine Sportwagenform, die sich scheinbar gerade durch den Raum bewegt.
Gleichzeitig bleibt die Verbindung zur Geschichte der A110 deutlich erkennbar. Die Designer greifen bekannte Elemente der Alpine-Designsprache auf und interpretieren sie für die Zukunft neu. Dazu zählen die markante V-förmige Front, die angedeutete doppelte Lichtsignatur, die skulptural geformten Flanken sowie das charakteristische Zusammenspiel aus sinnlichen Formen und technischer Präzision.
Neue technische Basis
Unter dem neuen Design steckt allerdings weit mehr als eine optische Weiterentwicklung. Die zukünftige A110 basiert auf der neuen Alpine Performance Platform – kurz APP. Diese technische Plattform wurde bereits im Frühjahr im Rahmen des Strategieplans „FutuREady“ der Renault Group vorgestellt.
Einen ersten fahrbaren Vorgeschmack auf die neue technische Basis gab Alpine im Juli beim Goodwood Festival of Speed. Dort war der Entwicklungsträger Alpine A110 Future erstmals öffentlich zu sehen. Seine Karosserie entsprach noch weitgehend dem aktuellen A110-Modell, wurde allerdings bereits an die veränderten Dimensionen und technischen Anforderungen der neuen Plattform angepasst.
Die jetzt präsentierte Skulptur geht einen Schritt weiter: Sie zeigt erstmals, wie die Designer die neue technische Basis in eine zukünftige Formensprache übersetzen wollen.
Die A110 bleibt eine A110
Trotz aller Zukunftsorientierung soll die dritte Generation auf den ersten Blick als Alpine erkennbar bleiben. Die ausgewogenen Proportionen, die niedrige Fahrgastzelle, die kraftvoll modellierten Radhäuser und das abgesenkte Heck bilden weiterhin die Grundlage.
Besonders interessant ist dabei das Verhältnis zwischen Aerodynamik und emotionalem Design. Die Linienführung spannt sich von der Front bis zum Heck und soll Dynamik vermitteln, ohne die elegante Grundform der A110 aufzugeben. Die Fahrgastzelle wirkt wie zwischen den ausgeformten Radhäusern positioniert und unterstreicht damit den sportlichen Charakter.
Noch bleibt offen, wie viel der Skulptur tatsächlich in die endgültige Serienversion übernommen wird. Fest steht jedoch: Alpine möchte die nächste A110 nicht einfach neu zeichnen, sondern die traditionelle Formensprache mit einer modernen technischen Basis verbinden.


