Daimler – Split und Umbenennung

Im Zug einer Änderung der Konzernstruktur steht Daimler vor einem Split und einer Umbenennung. Der Daimler-Konzern will sein Lastwagen- und Bus-Geschäft abspalten und noch heuer Jahr an die Börse bringen. Mit diesem Schritt soll das bisherige Daimler-Geschäft in zwei unabhängige Unternehmen aufgeteilt und der Fokus auf Elektromobilität und Fahrzeug-Software gerichtet werden. Die geplante Trennung der Geschäftsbereiche bringe dem Unternehmen zufolge Vorteile für beide Teile.

Sieben Lkw- und Bus-Marken vereint die Daimler Truck AG

Der Mehrheitsanteil von Daimler Truck geht an die heutigen Daimler-Aktionäre. Der bisherige Konzern will eine Minderheitsbeteiligung behalten. Das Lkw-Geschäft soll volle unternehmerische Freiheit erlangen und eine eigenständige Struktur bekommen. Mit einem unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden.

„Ein historischer Moment für Daimler und der Anfang für eine tiefgreifende Umgestaltung des Unternehmens,“ so Vorstandsvorsitzender Ola Källenius. Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses arbeiten in verschiedenen Branchen mit spezifischen Kundengruppen, Technologiepfaden und Kapitalanforderungen. Der Grund für den Split und die Umbenennung von Daimler.

Daimler will sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Mercedes-Benz umbenennen

Mercedes-Benz sei die wertvollste Luxus-Automarke, die anspruchsvollen Kunden die begehrenswertesten Autos der Welt anbietet. Daimler Truck liefere den Kunden eine Vielzahl von branchenführenden Transportlösungen und Dienstleistungen. „Beide Unternehmen sind in Industrien tätig, die sich technologisch und strukturell umfassend verändern. Diesen Wandel können sie deutlich effektiver gestalten, wenn sie dabei als unabhängige Einheiten agieren – ohne die Einschränkungen einer Konglomerats-Struktur“, so Källenius.

Daimler Truck ist der weltweit größte Hersteller von Lkw und Bussen. Mit mehr als 35 Hauptstandorten weltweit und insgesamt mehr als 100.000 Mitarbeitern.