Jorden Dolischka fährt in Mugello auf Platz sechs

Jorden Dolischka fährt in Mugello auf Platz sechs – Beste Platzierung in der italienischen GT4 Mugello wurde für Jorden Dolischka zur Hitzeschlacht – und gleichzeitig zum Schauplatz ihres bislang größten Erfolgs im GT-Sport. Die 21-jährige Vorarlbergerin erreichte gemeinsam mit ihrem Schweizer Teamkollegen Noah Massa im fünften Saisonrennen der italienischen GT4-Meisterschaft den starken sechsten Platz. Im Sonntagsrennen legte das Duo mit Rang acht nach und sammelte damit weitere wichtige Punkte in der Pro-Am-Wertung.

Die Bedingungen auf dem legendären Mugello Circuit in der Toskana verlangten den Fahrerinnen und Fahrern alles ab. Im Cockpit herrschten Temperaturen von deutlich über 60 Grad. Dazu kamen ein anspruchsvoller Kurs und äußerst enge Zeitabstände im Qualifying. Dolischka ging das Wochenende von Startplatz zehn aus an und konnte bereits im Rennen zeigen, dass deutlich mehr möglich war.

Der Start gelang der Österreicherin diesmal ohne Zwischenfälle. Nach einer halben Stunde übergab sie den Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport auf Position sechs an Noah Massa. Der Schweizer verteidigte den Platz bis ins Ziel und machte damit die bisher beste Platzierung des Fahrerduos in der GT4 Italy Series perfekt.

„Der Start hat bestens geklappt, wir sind endlich einmal ohne Kollisionen durchgekommen und konnten eine Steigerung hinlegen“, analysierte Dolischka nach dem Rennen. Für die beiden Rookies war der sechste Platz nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Achtungsergebnis im internationalen Starterfeld. Gleichzeitig waren Dolischka und Massa das beste nicht-italienische Duo im Klassement.

Ein wichtiger Faktor für die Leistungssteigerung war die Vorbereitung. Mugello war die erste Strecke im Kalender, auf der Dolischka zuvor zumindest einen kurzen Test absolvieren konnte. Gerade für eine junge Fahrerin, die noch ihre ersten Erfahrungen im GT-Sport sammelt, kann diese zusätzliche Streckenkenntnis entscheidend sein.

„Es war die erste Strecke, auf der ich vorher zumindest einen kurzen Test fahren konnte. Man ist dann einfach gelassener und findet sich schneller zurecht“, erklärte die Vorarlbergerin. Die zusätzliche Erfahrung zahlte sich vor allem in einem Rennen aus, in dem es auf konstante Rundenzeiten und einen möglichst fehlerfreien Rhythmus ankam.

Auch am Sonntag bestätigte das Duo seine starke Form. Trotz der extremen Hitze erreichten Dolischka und Massa erneut eine Platzierung in den Top Ten. Rang acht brachte weitere Punkte für die Pro-Am-Wertung. Die späte Startzeit machte den zweiten Renntag allerdings nicht einfacher. Die Fahrer mussten über Stunden in der Hitze auf ihren Einsatz warten.

„Wir mussten den ganzen Tag in der Hitze warten, bis es endlich losging – das hat an den Kräften gezerrt“, schilderte Dolischka die außergewöhnlichen Bedingungen.

Für die junge Österreicherin ist Mugello damit ein wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Gerade im GT-Sport zählen neben purem Speed auch Rennroutine, Reifenmanagement, Zweikampfverhalten und die Zusammenarbeit mit dem Teamkollegen. Gemeinsam mit Massa tritt Dolischka für die Alex Fontana Academy an und sammelt damit wertvolle Erfahrung auf einigen der bekanntesten Rennstrecken Europas.

Nach der Sommerpause geht die italienische GT4-Meisterschaft in ihre entscheidende Phase. Anfang September wartet mit Imola ein weiterer Traditionskurs auf das Duo. Den Saisonabschluss bildet im Oktober das Rennen in Monza. Dolischka hat in Mugello jedenfalls gezeigt, dass sie im internationalen GT4-Feld angekommen ist – und dass weitere Top-Platzierungen durchaus möglich sind.

Die nächsten Rennen:
4.–6. September: Imola
9.–11. Oktober: Monza