Klaus Edelsbrunner zieht sich zurück

Klaus Edelsbrunner zieht sich zurück – VÖK würdigt langjährigen Branchenvertreter für sein Engagement und seine verbindliche Art der Interessenvertretung
Nach mehr als neun Jahren an der Spitze des österreichischen Fahrzeughandels hat KommR. Ing. Mst. Klaus Edelsbrunner seine Funktion als Bundesgremialobmann mit 31. Juli 2026 aus persönlichen Gründen zurückgelegt. Der Verband Österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe -VÖK – nimmt den Abschied zum Anlass, die jahrzehntelange Arbeit des erfahrenen Branchenvertreters zu würdigen.
Edelsbrunner war dabei weit mehr als ein Funktionär. Als Unternehmer kennt er die täglichen Herausforderungen des Fahrzeughandels aus eigener Erfahrung und konnte diese Perspektive mit seiner langjährigen Tätigkeit in der Interessenvertretung verbinden. Dieses Zusammenspiel von unternehmerischer Praxis und branchenpolitischem Engagement prägte seine Arbeit über Jahrzehnte.
Bereits auf Landesebene engagierte sich Edelsbrunner im Fahrzeughandel, später übernahm er auch Verantwortung auf Bundesebene. Eine wichtige Station war zudem seine Tätigkeit im Händlerverband von Peugeot, dem er mehr als 15 Jahre als Vorstandsmitglied angehörte. Heute ist dieser Bereich unter dem Dach von SRAA beziehungsweise Stellantis organisiert.
Gerade diese Verbindung verschiedener Ebenen machte Edelsbrunner für den VÖK zu einem wichtigen Ansprechpartner. Als Dachorganisation der Marken-Händlerverbände vertritt der Verband zahlreiche Interessen innerhalb des österreichischen Automobilhandels. Edelsbrunner habe die Arbeit dieser Verbände nicht nur anerkannt, sondern auch aktiv unterstützt und vorangetrieben, betont der VÖK.
Dabei dachte er stets über einzelne Themen hinaus. Für ihn gehörten beispielsweise die Ausbildung der Automobilkaufleute, die Bedeutung der Garanta als Branchenversicherer, der Dialog mit den Fahrzeugherstellern und die Unterstützung der Händler bei operativen wie strategischen Herausforderungen zu einem großen Gesamtbild.
Diese Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und unterschiedliche Interessen miteinander zu verbinden, war eine seiner besonderen Stärken. Ebenso wichtig war seine Bereitschaft zum Kompromiss. Edelsbrunner suchte den Interessenausgleich und pflegte den Dialog mit den unterschiedlichsten Akteuren der Branche – von den Autohäusern und Händlerverbänden bis zum Arbeitskreis der Automobilimporteure.
Sein Kommunikationsstil galt dabei als klar und gleichzeitig verbindlich. „Klaus Edelsbrunner hat die Sorgen und Ängste der Branche und Betriebe ebenso ernst genommen wie die Chancen und Entwicklungen, die sich daraus ergeben“, sagt VÖK-Obmann Bernhard Kalcher. Damit beschreibt er eine Haltung, die Edelsbrunners Tätigkeit über viele Jahre geprägt habe.
Besonders herausfordernd waren die Jahre seit seinem Amtsantritt als Bundesgremialobmann Anfang 2017. Die Automobilbranche wurde in dieser Zeit mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert. Die Corona-Pandemie, der weltweite Chipmangel und massive Lieferengpässe stellten den Fahrzeughandel vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig veränderten sich die Vertriebssysteme der Hersteller grundlegend.
Auch rechtliche und wirtschaftspolitische Fragen beschäftigten die Interessenvertretung. In Edelsbrunners Amtszeit fällt unter anderem das sogenannte Büchl-Urteil, das für die rechtliche Position des österreichischen Fachhandels gegenüber den Herstellern von Bedeutung war. Darüber hinaus wurden praxisorientierte Korrekturen bei der Normverbrauchsabgabe erreicht.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Qualifizierung und Weiterbildung innerhalb der Branche. Angebote wie die IDD-Akademie sollten dazu beitragen, das Know-how der Mitarbeiter und Betriebe weiterzuentwickeln und den Fahrzeughandel für die wachsenden Anforderungen fit zu machen.
Für den VÖK endet mit Edelsbrunners Rückzug damit nicht nur eine Funktionärslaufbahn, sondern ein langjähriges Kapitel erfolgreicher Zusammenarbeit. Seine Erfahrung als Unternehmer, sein Netzwerk innerhalb der Branche und vor allem seine Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, haben die österreichische Interessenvertretung des Fahrzeughandels über viele Jahre geprägt.
Der Verband bedankt sich bei Edelsbrunner für sein langjähriges Engagement und seine hervorragende Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren persönlichen und beruflichen Weg alles Gute.


