Mazdas CO2-Abscheideverfahren im ersten Praxistest

Mazdas CO2-Abscheideverfahren im ersten Praxistest – Nachdem man das System Ende Oktober auf der Japan Mobility Show im Konzeptfahrzeug Vision X Coupé vorgestellt hat, hat sich das neue CO2-Abscheideverfahren erstmals auch in der Praxis bewährt. Ein mit der „Mazda Mobile Carbon Capture”-Technologie ausgestatteter 3er hat an einem vierstündigen Rennen der Super-Taikyu-Serie auf dem Fuji International Speedway in Japan teilgenommen.

Mazda 3 mit „Mazda Mobile Carbon Capture”-CO2-Abscheidetechnik

Dabei wurde das Fahrzeug mit dem klimafreundlichen Dieselkraftstoff HVO 100 betrieben, um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern. Das System nutzt eine poröse Zeolith-Struktur, um Kohlenstoffdioxid aus dem Abgas abzuscheiden. An zwei parallelen Strängen zweigen je ein Gebläse abwechselnd einen Teil der Motorabgase ab, führen diese durch einen Entfeuchter und anschließend durch einen CO2-Abscheider auf Zeolith-Basis. Ist einer der Abscheider vollständig gefüllt, wechselt das System auf den anderen. Die CO2-reduzierten Abgase werden anschließend zurück in den Auspuff geleitet. Der jeweils gefüllte Abscheider wird erhitzt, wodurch das gespeicherte CO2 wieder freigesetzt wird. Es wird dann in einem im Fahrzeug untergebrachten Tank, der ebenfalls Zoelith enthält, chemisch gebunden.

Das abgeschiedene Kohlendioxid kann vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise zur Herstellung von Kunststoffen, zur Anreicherung von Gewächshausluft mit CO2, um das Pflanzenwachstum zu fördern, oder zur Produktion von Biokraftstoffen.