Motorradfahren in der Gruppe

Motorradfahren in der Gruppe – Im Sommer sind sie häufig unterwegs. Große Motorradgruppen mit acht, zehn oder mehr Maschinen. Das wirkt beeindruckend, stellt die Gruppe im Straßenverkehr aber auch vor besondere Herausforderungen.
An Ampeln, Kreuzungen oder beim Abbiegen kann der Verband schnell auseinanderreißen. Nicht selten entsteht dann Hektik, weil einige Fahrer versuchen, den Anschluss nicht zu verlieren. Das muss nicht sein, meint ein Institut für Zweiradsicherheit.
Der Rat der Motorradexperten lautet: Größere Gruppen sollten sich in kleinere von vier bis sechs Motorrädern unterteilen. Die Erfahrung zeige, dass solche Gruppen harmonischer unterwegs sind, leichter zusammenbleiben und jeder entspannter fahren kann. Zudem kann der Tourguide besser das Tempo anpassen, Überholvorgänge werden übersichtlicher und Wartezeiten an Ampeln und Kreuzungen für das hintere Ende seltener.
Dem Gruppenerlebnis tut das keinen Abbruch – im Gegenteil. In der nächsten Pause oder an einem vereinbarten Treffpunkt kommen die einzelnen Gruppen dann entspannt wieder zusammen. So bleibt mehr Zeit für das eigentliche Ziel der Tour: gemeinsame Erlebnisse, gute Gespräche und unbeschwerter Fahrspaß.
Sollte dennoch einmal der Kontakt zur Gruppe abreißen, gilt auch weiterhin die einfache Regel: Es geht immer geradeaus. Spätestens wenn es an einer Abbiegung noch rechts oder links, halten alle an und warten auf den letzten Mitfahrer.
Gruppenausfahrten sind grundsätzlich erlaubt und eine Obergrenze für die Anzahl der Fahrer gibt es auch nicht, solange sich alle an die Verkehrsregeln halten, betont IfZ-Forschungsleiter André Lang. Zu einer nicht genehmigten Kolonnenfahrt kommt es demnach erst, wenn sich die Gruppe wie ein Verband verhält, also zum Beispiel nebeneinander oder geschlossen über eine rote Ampeln gefahren wird und damit andere Verkehrsteilnehmer behindert werden.


