Nachwuchspiloten begeistern beim DTM Young Driver Test

DTM Rookie 2019 -Jonathan Aberdein

Für Ferdinand Habsburg, Sacha Fenestraz und Jonathan Aberdein stand diese Woche ein wichtiger Termin im Kalender, ihre Teilnahme am Young Driver Test der DTM. Die drei Talente waren im Vorjahr noch in der Vorgängerserie des Formula European Masters aktiv und überzeugten nun bei ihrem Auftritt in Jerez de la Frontera.

Insgesamt eine Umstellung

Ferdinand Habsburg pilotierte einen Mercedes-AMG C63 DTM. „Das Jahr mit einem solchen Test zu beenden ist schon klasse. Ein DTM-Auto ist schwerer als ein Formel-3-Fahrzeug, hat aber auch mehr Leistung und verfügt über Carbon-Bremsen. Außerdem entwickelt es mehr Downforce. Das war insgesamt schon eine Umstellung für mich. Zudem ist es in einem geschlossenen Tourenwagen deutlich heißer als in einem offenen Formel-Renner. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei dem Test so ins Schwitzen komme“, gibt der Österreicher zu. Habsburg bestritt 2018 seine zweite Saison in der FIA Formel-3-Europameisterschaft und feierte mit Carlin in Misano einen Podestplatz.

Die Performance ist erstaunlich

Jonathan Aberdein bewegte einen Audi RS 5 DTM um die südspanische Rennpiste und zeigte sich nachher ebenso begeistert. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin dankbar für diese Möglichkeit. Ich fand erstaunlich, welch gute Performance das Auto angesichts seiner Größe an den Tag legt. Auch der Überblick, den man aus einem Rennwagen mit Dach hat, war anfangs ungewohnt für mich, denn bisher bin ich nur mit Formel-Fahrzeugen gefahren.“ Der Südafrikaner konnte vergangene Saison als Rookie drei dritte Plätze für das Team Motopark erobern.

Trotz Crash – Eine einmalige Erfahrung

Sogar einen Sieg feierte Sacha Fenestraz 2018 für Carlin, der wie Aberdein Rookie war. Der französische Renault-Junior gewann bei seinem Heimrennen in Pau einen Lauf und erhielt als Belohnung für seine Leistung ebenfalls eine Einladung zum Young Driver Test. Auch er griff bei einem Audi RS 5 DTM ins Steuer. „Ich hätte nicht erwartet, dass die DTM-Rennautos so unglaublich schnell sind. Meine Stints liefen richtig gut – bis auf einen Ausrutscher kurz vor Testende, als ich von der Strecke abgekommen und eingeschlagen bin. Mir ist nichts passiert, aber natürlich war es mir unangenehm, dass das Auto dabei beschädigt wurde. Nichtsdestotrotz war der Test eine einmalige Erfahrung für mich.“

DTM Rookie - Sacha Fenestraz
Sacha Fenestraz

2019 startet die Serie

Die Einladung zum Young Driver Test zeugt von einer engen Zusammenarbeit der DTM mit dem Formula European Masters. Die Nachwuchsserie wird 2019 komplett im Rahmen der DTM starten.

Foto-Credits: Audi Communications Motorsport / Malte Christians