Pech fürs GT4 European Team „True Racing“ in Brands Hatch

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Eine Zeitstrafe nimmt dem Duo Kraihamer/Kofler im ersten Lauf Gesamtrang vier doch Eike Angermayr holt trotz unglücklicher Umstände im 1. Rennlauf Punkte für P8.

Auch das zweite Rennwochenende der GT4 European Series lief unglücklich für „True Racing“

Stéphane Kox wurde im freien Training in ihrem KTM X-BOW GT4 mit der Startnummer 23 bereits nach wenigen Runden von einem Audi „abgeschossen“. Darauf konnte Ihr „Co“ Eike Angermayr keine einzige Runde auf der für ihn neuen Strecke absolvieren. Auch die Mechaniker von Reiter-Engineering hatten viel zu tun: Der Vorderwagen war beschädigt, unter anderem ging auch die Lenkung kaputt. Immerhin lief es beim Schwesterauto mit der Nummer 22 besser, Laura Kraihamer und Reinhard Kofler landeten in beiden freien Training-Sessions auf Rang 13.

Das Qualifying verlief gemischt

Die Qualifyings brachten dann ebenfalls gemischte Ergebnisse: Reini Kofler konnte für das erste Rennen Startposition zwei erobern, Laura Kraihamer positionierte sich für den zweiten Lauf auf Startplatz 25 – dabei fehlte ihr im enorm starken Feld gerade einmal eine Sekunde auf Startplatz fünf… Ähnlich erging es Eike Angermayr: Der junge Oberösterreicher hatte natürlich mit der fehlenden Streckenkenntnis zu kämpfen: Startposition 26 für Lauf 1, Startposition 40 für Lauf 2 – eine große Aufgabe für die beiden Rennen, die er nach dem Ausfall von Stéphane Kox alleine bestritt.

Im ersten Rennen konnten sich die KTM Piloten gut in Szene setzen. Wenn auch auf unterschiedliche Weise

Kofler und Kraihamer kämpften lange um eine Podiumsplatzierung. Nach dem Boxenstopp verteidigte Laura Kraihamer Rang vier, als sie bei einem Überholmanöver in einen Unfall verwickelt wurde. Die Rennleitung erteilte daraufhin eine 20-Sekunden-Strafe. Diese wirkte sich aufgrund der zu diesem Zeitpunkt geltenden Safety-Car-Phase leider doppelt hart aus. So wurde das Duo im Endklassement auf Rang 30 zurückgeworfen. Immerhin fuhr Eike Angermayr – alleine und daher mit 30 Boxenstopp-Strafsekunden belegt – bis auf Rang acht nach vor.

Im zweiten Rennen fehlte aber das Glück komplett

Safety-Car-Phasen und ein taktischer Fehler im Zuge der Boxenstopps verhinderten eine mögliche Aufholjagd. Einsatzleiter Hans Reiter sah dennoch viel Positives: „Ja, wir wurden unter Wert geschlagen und waren wieder nicht vom Glück verfolgt. Aber die Leistungen der Fahrerinnen und Fahrer waren sehr gut. Startplatz zwei von Reini, starke Rundenzeiten sowie ein kämpferisches, tolles Rennen von Laura, und schließlich die sensationelle Performance von Eike, der ohne Streckenkenntnis und mit Strafzeit bis auf Platz acht vorfährt – wir schauen optimistisch nach Misano!“