Porsche Mission X: Ein Hochleistungs-Konzeptfahrzeug

Porsche präsentierte anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „75 Jahre Porsche Sportwagen das Hochleistungs-Konzeptfahrzeug Mission X. Der Mission X mit 4,5 Metern Länge und zwei Metern Breite ein vergleichsweise kompaktes Hypercar.

Vorstandsvorsitzender Oliver Blume (l.) und Michael Mauer, Leiter Style Porsche, präsentierten den Mission X.

Der Radstand liegt bei 2,73 Metern und entspricht damit dem von Carrera GT und 918 Spyder. Zugunsten der Fahrdynamik verfügt das Konzeptfahrzeug über Mischbereifung mit 20-Zoll-Rädern an der Vorder- und 21-Zoll-Rädern an der Hinterachse.

Der nicht einmal 1,20 Meter hohe Elektro-Zweisitzer mit Sichtcarbonteilen ist von einer Leichtbau-Glaskuppel mit einem Außenskelett aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff überdacht.

Die Le-Mans-Türen sind an der A-Säule und am Dach angeschlagen und öffnen nach vorne oben. Das Türkonzept kam bereits beim Motorsportklassiker Porsche 917 zum Einsatz.

Von historischen Rennfahrzeugen inspiriert

Die vertikale Grundform der Hauptscheinwerfer ist von historischen Rennfahrzeugen wie Porsche 906 oder 908 inspiriert und weit in Richtung Fahrbahn heruntergezogen. Eine High-Tech-Tragwerkstruktur rahmt die LED-Lichtmodule ein und präsentiert die freiliegenden schmalen Elemente von Tagfahr- und Blinklicht. Eine durchgehende, scheinbar schwebende Leuchteneinheit prägt das Heck des Mission X mit transparentem, leuchtendem Porsche-Schriftzug. Die Heckleuchte steckt in einer Tragwerkstruktur und ist in vier Elemente segmentiert. Beim Ladevorgang pulsiert das „E“ im Markennamen.

Als besonderes Detail debütiert beim Porsche Hochleistungs-Konzeptfahrzeug Mission X das modernisierte Porsche-Wappen. Es ist aus gebürstetem Edelmetall mit dreidimensionaler Wabenstruktur, aufgefrischtem Wappentier in dezenterer Goldfarbe.

Im Innenraum Parallelen zum Motorsport

Der Innenraum ist asymmetrisch ausgelegt und stark auf den Fahrer ausgerichtet. Bis auf die andaluzbraunen Leder-Pads ist der Fahrer-Sitz in Kalaharigrau gehalten. Er bildet mit Mittelkonsole und Instrumententafel eine farbliche Einheit. Der Beifahrer-Sitz hingegen ist in der Kontrastfarbe Andaluzbraun ausgeführt. Neben den ins Monocoque integrierten Sitzschalen aus CFK mit Sechspunkt-Gurten bildet das nach oben offene Lenkrad mit Mode-Schaltern und Wippen eine weitere Parallele zum Motorsport. An Bord sind mehrere Kameras. Die Aufzeichnung startet, sobald der Fahrer den REC-Button des Multi-Purpose-Controllers drückt.

Uhrenmodul von Porsche Design

Auf der Beifahrerseite ist in die Instrumententafel ein Bajonettsystem eingelassen, an dem sich ein Uhrenmodul befestigen lässt. Porsche Design hat für das Hochleistungs-Konzeptfahrzeug Mission X eigens ein besonderes Uhrenmodul mit Analog- und Digitalanzeige entworfen. Es ist sowohl für den Rundstreckeneinsatz als auch für Rallyes konzipiert und kann unter anderem die Rundenzeiten oder Vitaldaten des Fahrers anzeigen.

Sollte es eines Tages eine Serienversion des Mission X geben, soll es nach Porsche-Vorstellungen das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife sein. Mit einem Leistungsgewicht von ungefähr einem Kilogramm pro PS. Außerdem soll der Elektroflitzer etwa doppelt so schnell laden wie ein Taycan Turbo S. (aum)