automagazin 01/2022

P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 1/22 Euro 5,50 Audi RS Q E-Tron VW Taigo Suzuki S-Cross Hyundai Ionic Renault Arkana Cupra Born Moto Guzzi Lebenslang für eine Philosophie Hybridfahrzeuge – Fluch oder Segen? Bulli goes on and on Cupra VZ5 Rallye WM 2022 VW Multivan T7 Katalanischer Heißsporn

Symbolfoto. 1) Unverbindlich empfohlener, nicht kartellierter Aktionspreis (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung) inkl. USt., inkl. etwaiger NoVA gültig bis 31.01.2022. 2) Unverbindlich empfohlener, nicht kartellierter vom Listenpreis abzuziehender Nachlass (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung) inkl. USt. bei Ford Credit Leasing, gültig bis 31.01.2022, vorbehaltlich Bonitätsprüfung der Ford Credit. Ihr Ford-Partner macht Ihnen gerne ein individuelles Leasingangebot. Aktion gültig bei Ihrem teilnehmenden Ford-Partner. Nähere Informationen bei Ihrem Ford-Partner oder auf www.ford.at. *Bei voller Aufladung. Die nach dem WLTP-Verfahren ermittelte rein elektrische Reichweite von bis zu 64 km gilt für eine verfügbare Konfiguration. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren (Wetterbedingungen, Fahrverhalten, Fahrzeugzustand, Alter der Lithium-Ionen-Batterie) variieren. Ford KUGA: Kraftstoffverbrauch kombiniert 4,7 – 7,2 l/100 km | CO2-Emission kombiniert 124 – 166 g/km (Prüfverfahren: WLTP) Ford KUGA PLUG-IN-HYBRID: Kraftstoffverbrauch gewichtet kombiniert 1,0 – 1,3 l/100 km | CO2-Emission gewichtet kombiniert 22 – 29 g/km | Stromverbrauch: 15,6 kWh/100 km | Elektrische Reichweite: bis zu 64 km* (Prüfverfahren: WLTP) DIE FREIHEIT DES ANTRIEBS Wählen Sie einen zukun sorientierten Antrieb, der zu Ihnen passt: Entscheiden Sie sich jetzt für den Kuga Hybrid mit Allradantrieb und Automatikgetriebe oder für den Kuga mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und bis zu 64 km* rein elektrischer Reichweite und fahren Sie mit den neuesten Technologien in die Zukun . DER FORD KUGA JETZT AB€ 25.090,–1) FORD KUGA HYBRID ZUSÄTZLICH BIS ZU€ 1.800,– FINANZIERUNGSBONUS2)

RACING IS LIFE... EVERYTHING BEFORE AND AFTER IS JUST WAITING. WHEN I BELIEVE IN SOMETHING, I FIGHT LIKE HELL FOR IT. STEVE MCQUEEN ACAPULCO BLUE METALLIC FORD MUSTANG GT 390 ⁄ 7,3 SEC ⁄ 191 KMH 6387 CCM ⁄ 8 CYL ⁄ 324 PS ⁄ 407 NM WWW.DIETER-HUBER.COM ⁄ ZWISCHENGAS_07

24 20 40 16 62 Titelthema 62 Rallye Dakar – Audi Debüt 2022 Ab in die Wüste NEWS 08 Toyota Aygo X Mikro-SUV für die City 09 MG Modelloffensive Reichweiten Steigerung 12 Suzuki S-Cross Underdog zeigt Kante 16 VW Multivan T7 Bulli goes on and on 20 Ford Mustang Mach-E GT Supersportwagen ohne Superlativ 24 Cupra Formentor VZ 5 Katalanischer Heißsporn 38 VW Taigo Groß wird kleiner Service 10 Sicher durch die Dunkelheit 14 Umweltthema Reifen Wohin mit dem Abrieb? 15 Bücher 22 Lifestyle: Bugatti Champagnerflasche 36 Produkte Tuning 40 Renault Alpine Power Update 41 H&S Tuning Widebody für den Mustang Motorsport 58 Technikvorschau Rallye-WM 2022 Hybridfahrzeuge – Fluch oder Segen? 28 Nachruf Roland R. Firtinger Querformat forever 2-Rad 68 Mobilität der Zukunft 2-Rad Teil der Lösung? 70 Moto Guzzi VT85 TT Lebenslang für eine Philosophie Roadbook 46 Mercedes-Benz E 400 d 4Matic T-Modell Premium-Praktiker 48 Subaru Forester 2.0 I Sport Edition Förster im Sport-Dress 49 Renault Kangoo Renault Kangoo 50 W Golf VIII GTI Three Letter Car 51 Vw Polo 1.0 TSI Golf-Wagerl 52 Toyota Proace City Verso Family+ Zweckgebunden 53 Škoda Fabia Tsi Style Willkommen Im Upgrade 54 Toyota Yaris Cross 1,5 Hybrid i-AWD Brüderlein Fein 55 Renault Arkana E-Tech Hybrid 145 Agil und Trendy 56 Dacia Duster Prestige Blue dCi 115 4WD Generation Z 72 Termintacho 73 Impressum 74 Rückstrahler 75 Vorschau NEW Mobility 30 e-Fuels: Synthetischer Kraftstoff soll den 911er retten 32 Hyundai Ionic 5 New Mobility Ikone 42 Cupra Born Alpha 58 Born in the E.S.P. SERVICE ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 4

EDI TORIAL Seit dreieinhalb Jahrzehnten bauen wir empirisch „erfahrene“ Brücken zwischen den Automobilherstellern und unseren Lesern. Als eines der etablierten automotiven Medien feiern wir 2022 also erneut einen runden Geburtstag. In diesem Jubiläumsjahr laden wir unsere Leserschaft aber nicht wie sonst üblich zu einer weiteren Zeitreise durch unsere Geschichte individueller Mobilität ein, sondern wollen gemeinsam mit ihnen auf die nächsten, spannenden 35 Jahre individueller Mobilität vorausblicken – mit all den Veränderungen, die da bevorstehen. Um dafür bestmöglich gerüstet zu sein, entwickeln wir uns und unsere Kanäle – Print, Online, Bewegtbild – natürlich ebenso ständig weiter. Das Ergebnis dieser Weiterentwicklung in Sachen Print halten Sie jetzt gerade in den Händen. Wir hoffen, dass Sie mit „am – All Mobility“ genauso viel Freude haben, wie wir. Viel Freude also beim Blättern, Schmökern und Lesen! Jeder Verlag, jeder Herausgeber möchte seine Leser von Mal zu Mal mit zeitgemäßer, interessanter Berichterstattung informieren und unterhalten. Dafür ist es unumgänglich, all jene Vorstellungen, die man im Kopf hat, auch bestmöglich umzusetzen. Das funktioniert jedoch nur, wenn das Redaktionsteam aus den besten Leuten besteht und diese zudem mit voller Motivation anpacken. Genau das galt seit jeher als unsere Devise, gewinnt aber in Zeiten wie diesen noch mehr an Bedeutung. Und so verbindet uns mit vielen Mitarbeitern neben einer langjährigen beruflichen Beziehung auch eine Freundschaft, welche über die gemeinsame automotive Leidenschaft hinaus geht. Freilich haben sich im Laufe der Zeit Prioritäten und Aufgaben stark verändert. So konnten wir im Jahr 1995 als erstes automotives Medium Österreichs mit „www.automagazin.at“ stolz den Schritt in die digitale Kommunikation verkünden. Ein weiterer großer Schritt nach vorne gelang uns dann im Jahr 2015. Die erste Produktion eines Beitrags mit bewegtem Bild stand auf der Agenda. Es galt, „Blunzenkönig“ Schauspieler Alex Linhart, seines Zeichens ehemaliger automagazin Mitarbeiter, zu portraitieren. Die Fragen dazu stellte Hans Karl Lange, Buchautor, Journalist und automagazin Mitarbeiter der ersten Stunde. Stolze 228 Aufrufe verzeichneten wir damit auf unserem YouTube-Channel. Heute, nur knappe sieben Jahre später, konnten wir bereits mehrfach die 200.000er-Marke knacken, Tendenz steigend. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Arbeit und Leidenschaft bei uns decken und wir jedes Mal aufs Neue versuchen, unsere Begeisterung in die Berichterstattung einfließen zu lassen. 35 Jahre Automotives Karl Hartner Wenn sich Arbeit und Leidenschaft decken ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 5

Als einzigartige Kombination aus SUV und Coupé ist der neue Taigo nicht nur auffallend eindrucksvoll, sondern meistert auch nahezu jedes Detail des Alltags mit Stil. Serienmaäßig mit LED-Scheinwerfern, Multifunktionslenkrad, Digital Cockpit, Front Assist, Lane Assist u. v. m. Der neue Taigo Jetzt Probe fahren Als einzigartige Kombination aus SUV und Coupé ist der neue Taigo nicht nur auffallend eindrucksvoll, sondern meistert auch nahezu jedes Detail des Alltags mit Stil. Serienmaäßig mit LED-Scheinwerfern, Multifunktionslenkrad, Digital Cockpit, Front Assist, Lane Assist u. v. m. Jetzt Probe fahren

Stromverbrauch: 18,4 – 18,9 kWh/100 km. CO₂-Emission: 0 g/km. Symbolfoto. Stand 9/2021. Medieninhaber, Herausgeber: Porsche Austria GmbH & Co OG, Louise-Piëch-Straße 2, 5020 Salzburg. volkswagen.at volkswagen.at 1) Das Unlimited Paket beinhaltet diverse Ausstattungshighlights und ist optional im neuen Taigo mit einem Preisvorteil gegenüber der Auswahl einzelner Sonderausstattungen bestellbar. Im Paket enthaltene Ausstattungen und Preise können je nach Modellvariante bzw. Motorisierung variieren. Kraftstoffverbrauch: 5,4 – 6,9 l/100 km. CO₂-Emission: 124 – 156 g/km. Symbolfoto. Stand 12/2021. Das Unlimited Paket Viel erwarten, noch mehr bekommen Ihr Ausstattungspaket mit bis zu 45 % Preisvorteil1)

Toyota Aygo X Mikro-SUV für die City NEWS Der 3,70 Meter kurze Viertürer dreht mit nur 9,40 Metern Wendekreise um 180 Grad und bietet mit 1,74 Meter Breite genügend Raum, damit auch vier Insassen auf die Reise gehen können. Kräftige Farben, große Räder und humane Preise sollen die Attraktivität des nur mit einer Motorisierung erhältlichen Stadtzwerges steigern, die gibt es aber nur für die höheren Ausstattungslevel. Das Basismodell startet bei rund 11.000 Euro. Design & expressive Formen Formal hat Toyota den Aygo X scharf gezeichnet. An der wuchtigen Front ist jedoch nur wenig vom X, das als Markenzeichen auserkoren wurde, übriggeblieben. Den Buchstaben trägt der Neue eher im Namen als im Gesicht. Beim aktuellen Aygo ist es umgekehrt. Statur bekommt er vor allem durch die bis zu 18 Zoll großen Räder und die Zweifarblackierung. Das Heck zieren stark geschwungene Rückleuchten, LED-Technik ist nicht nur hier zu haben, auch die Frontscheinwerfer nutzen das strahlende Licht. Gestaltet wurde der Aygo X im europäischen Designzentrum nahe Nizza, er basiert auf der gleichen Plattform wie der größere Yaris. Innen setzen sich die expressiven Formen fort. Große Flächen teilen die Schalttafel auf, der hochauflösende Touchscreen ist bis zu neun Zoll groß, jegliche Smartphone-Einbindung ist gegeben. Maße, Gewichte & Motorisierung Der Aygo X ist ohnehin deutlich höher als sein Vorgänger, 1,53 Meter streckt er sich Richtung Himmel, das dürfte das Einsteigen erleichtern. Wer noch mehr Kopffreiheit wünscht, kann sich für ein Canvas Roof entscheiden, ein Stoffschiebedach, wie wir es einst beim Käfer oder Corsa gesehen haben. Trotzdem bleibt er ein Leichtgewicht. 940 bis 1015 Kilogramm bringt er auf die Waage. Weniger Wahlmöglichkeiten gibt es beim Antrieb. Es bleibt beim bereits bekannten 1,0-Liter-Dreizylinder, der auch bisher unter der Haube des Aygo zu finden ist. Er liefert 71 PS /53 kW und stellt mäßige 93 Newtonmeter Drehmoment bei 4.400 Umdrehungen bereit. Er kann entweder gegen Aufpreis mit einem stufenlosen Automatikgetriebe oder mit einer FünfGang-Handschaltung kombiniert werden. Mit ihr schafft der Aygo X 156 km/h Spitze, mit dem Automaten gehen fünf km/h Endgeschwindigkeit verloren. Bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h hat es die CVT-Einheit hingegen eiliger. Sie erledigt den Standardsprint in 15,1 Sekunden, eine halbe Sekunde schneller, als es mit der manuellen Schaltung möglich ist. Zum Verbrauch: Der Hersteller gibt 4,9 Liter mit der Automatik und 4,7 Liter Benzin auf 100 Kilometer handgeschaltet an. Das entspricht einem CO2-Äqivalent von 110 und 107 Gramm je Kilometer. “Autos sollen nach dem Willen vieler raus aus den Städten, Toyota fährt in die andere Richtung. Der Kleinwagen Aygo X soll ab Frühjahr vorzugsweise auf städtischen Straßen rollen. Zumindest dem Format nach.” ham ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 8

MG Modelloffensive In dichter Abfolge schickt die StromMarke MG Motors Modelle auf den Markt. 2021: EHS, Marvel R und ZSFacelift. 2022: MG5, den weltallerersten E-Kombi. Spricht man heutzutage von Reichweite, so ist in erster Linie vom elektrischen Atem teil- oder vollstromender Fahrzeuge die Rede. So ist es auch bei MG Motors, der Marke der chinesischen Mutter SAIC Motor. Schwerpunkt SUV Was Österreich betrifft, so hatte MG Motors erstmals Anfang 2020 aufgezeigt, mit dem vollelektrischen ZS EV, einem SUV im City-Maß mit 143 PS und 263 Kilometern Reichweite. Auf einen Vertriebspartnerwechsel nach einem Jahr, von Frey zu Asia Car Import Austria, folgte zunächst der EHS PHEV. Wieder ein SUV, dieses Mal im Kompaktformat, ein Teilzeit-Stromer, ein Plug-In-Hybrid, mit 258 PS Systemleistung und bis zu 52 Kilometern elektrischem Aktionsradius. Im vorigen Jahr setzte MG den nächsten Streich, erneut im SUV-Segment: den Marvel R Electric, einen Vollstromer, eine Größen- (und Mitgift-)Klasse höher. Im Sinne der Reichweiten-Steigerung mit respektablem elektrischen Atem: 402 Kilometer mit 180 PS, 370 Kilometer mit 288 PS, die erste Version von zwei Aggregaten an der Hinterachse, die zweite Variante zusätzlich von einem dritten Motor an der Vorderachse angetrieben. Zwischenzeitlich wurde der ZS überarbeitet, optisch und technisch. Dazu kommt höhere Akku-Kapazität, 50,3 oder 70 kWh, folglich ein längerer elektrischer Radius, jetzt bis zu 320 respektive 440 Kilometer. Weltpremiere E-Kombi Im Sinne der Absatzreichweite ist jetzt das nächste Modell startklar. Das Debut des MG5, gleichzeitig eine Weltpremiere: Es ist der allererste rein elektrisch angetriebene Kombi überhaupt. Zur Abwechslung ein Fronttriebler mit 156 PS Leistung, 400 Kilometern Reichweite und 578-1.456 Litern Kofferraumvolumen. keckx Reichweiten Steigerung NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 9

Sicher durch die Dunkelheit SERVICE Viele Autofahrer fühlen sich bei Dunkelheit nicht sonderlich wohl hinter dem Steuer. Einer Umfrage des Leuchtmittelherstellers Tungsram zufolge gibt gut die Hälfte zu, dann Probleme beim Fahren zu haben. Gerade im Winter, wenn es auf dem Weg zur Arbeit erst später hell wird oder die Sonne auf dem Heimweg schon verschwunden ist, erfordern schlechte Sichtverhältnisse, blendender Gegenverkehr und nicht selten eine generelle Müdigkeit erhöhte Konzentration beim Fahren. Für sichere Fahrten im Dunkeln ist eine gut funktionierende Beleuchtung am Fahrzeug unabdingbar. Nicht nur, damit man selbst besser sieht, sondern auch, dass man besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Jeder Autofahrer kann selbst darauf achten und dafür sorgen, dass die Scheinwerfer sowie Rückleuchten, Blinker und Bremsleuchten nicht verdreckt sind. Auch die Scheiben sollten sauber sein, da die Sicht bei Nachtfahrten sonst noch schlechter als ohnehin ist und Schlieren zu Blendungen führen können. Deshalb sollte auf keinen Fall beim Wischwasser an Frostschutzmittel sowie Reiniger gespart werden. Und was gerne vergessen wird: Es bringt viel für eine gute Sicht, wenn die Scheiben des Wagens auch von innen gesäubert werden. Das Goslar Institut für verbrauchergerechtes Versichern rät zudem dazu, in der dunklen Jahreszeit alle Assistenzsysteme eingeschaltet zu lassen, da sie den Fahrer aktiv unterstützen und somit entlasten. Doch gilt natürlich vor allem: Die Geschwindigkeit ist den Sichtverhältnissen anzupassen. Konkret bedeutet dies, das Tempo so zu wählen, dass man innerhalb der einsehbaren Strecke anhalten kann. So sieht es der Paragraph 3 der StVO vor. Doch gerade dagegen verstoßen viele Autofahrer – insbesondere bei Dunkelheit und ohne es zu wissen. Denn wie Experten erläutern, reicht das normale Abblendlicht vielfach nur so weit, dass höchstens Tempo 70 zulässig wäre. “Für sichere Fahrten im Dunkeln unabdingbar: eine gut funktionierende Beleuchtung am Fahrzeug.” aum Tipps für gute Sicht ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 10

* Preis beinhaltet € 6.000,- Preisvorteil (beinhaltet bereits € 2.400,- Herstelleranteil am E-Mobilitätsförderpaket). Sofern alle Voraussetzungen der Förderaktion erfüllt sind, ist eine weitere Auszahlung eines € 3.000,- E-Mobilitätsbonus als Anteil des Bundesministeriums BMK möglich (Details unter www.umweltfoerderung.at). E-Mobilitätsbonus gültig für Elektro (BEV) Modelle. Nähere Infos bei Ihrem Hyundai Partner. Preis inkl. Händlerbeteiligung. Preis/Aktion gültig solange der Vorrat reicht bzw. bis auf Widerruf bei allen teilnehmenden HyundaiPartnern, inkl. Hersteller- und Händlerbeteiligung. Stromverbrauch: 16,7 - 18,1 kWh / 100 km, Elektrische Reichweite nach WLTP: bis zu 481 km (72,6 kWh Batterie). 1 Die Hyundai 5 JahresNeuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai-Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2 Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km (IONIQ 5) Laufleistung, je nachdem was früher eintritt. Symbolabbildung. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Hyundai IONIQ 5 schon ab € 39.990,-*. Gleich informieren und testen: hyundai.at/IONIQ5 Power your world. Was sind 5 Minuten? Ein schneller Kaffee. Etwas Entspannung. Ein paar Gedanken der Vorfreude auf das Wochenende. Für den Hyundai IONIQ 5 sind 5 Minuten 100 Kilometer. Ultraschnelles Laden serienmäßig. 80% Ladung in nur 18 Minuten. Dank einer konkurrenzlosen 800 V Technologie. Warum sollten Sie auch länger warten, um Ihre Fahrt fortzusetzen? 100 km in 5 Minuten laden. IONIQ 5. Ultraschnelles Laden serienmäßig.

Underdog zeigt Kante NEWS Er ist ein Underdog unter den CrossoverModellen, der jetzt in die dritte Modellgeneration geht. Die völlig neu gestaltete Karosserie wirkt moderner und kantiger. Für Vortrieb sorgt zum Marktstart ein effizienter 48-Volt-Hybridantrieb mit 1,4-Liter-Ottomotor und Turbo-Aufladung. Die Leistung liegt bei 129 PS, das maximale Drehmoment beträgt 235 Nm. Mit einem Leergewicht von 1.195 Kilogramm einschließlich Fahrer ist der neue S-Cross relativ leicht. Entsprechend günstig dazu auch die Verbrauchswerte mit 5,1 Litern. All Grip, Design & Turboboost Ein großer, schwarzer Kühlergrill, scharf gezeichnete Scheinwerfer mit leuchtstarken Drei-Punkt-LEDs sowie eckige Radhäuser vorne und hinten tragen in Verbindung mit den auffälligen silbernen Zierleisten an Front und Heck zum SUVCharakter bei. Zum Einstandspreis von € 22.290,- ist der neue S-Cross bereits relativ komplett ausgestattet. Stets an Bord sind LED-Scheinwerfer, elektrische Fensterheber rundum, Sitzheizung vorn, ein schlüsselloses Zugangssystem und ein umfassendes Paket an Assistenzsystemen. Lediglich die Automatik kostet Aufpreis. Beim Spitzenmodell um € 31.990,- in der Ausstattungslinie Flash ist sie aber bereits enthalten, außerdem gibt es dort Allradantrieb sowie ein Panoramadach und ein Navigationssystem. Hochvolt für die Zukunft Nächstes Jahr soll das Angebot um einen Hochvolt-Hybriden ergänzt werden, der mit automatisiertem Schaltgetriebe ausgerüstet ist. Gute Voraussetzungen, um der neuen Modellgeneration etwas größere Verbreitung zu verschaffen. Suzuki S-Cross hak ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 12

MEHR ERFAHREN: CUPRAOFFICIAL.AT/BORN Stromverbrauch: 15,5 – 19,4 kWh/100 km. CO2-Emission: 0 g/km. Stand 12/2021. Symbolfoto. *5 Jahre Garantie oder 100.000 km Lau eistung, je nachdem, was früher eintritt. JAHRE GARANTIE* 5 DER NEUE CUPRA BORN. 100 % ELEKTRISCH. DER IMPULS EINER NEUEN GENERATION.

Egal ob Pkw, Motorrad oder Linienbus: Ist das Profil der Pneus abgefahren, müssen neue Reifen her. Alleine im vergangenen Jahr wurden rund 48,5 Millionen Pkw-Reifen verkauft – so die aktuelle Schätzung des Reifenhandels. Doch wohin verschwindet der Reifenabrieb? Dieser Frage ging die Anstalt für Gewässerkunde und Straßenwesen in einem Forschungsprojekt nach. Fahrzeugreifen bestehen etwa zur Hälfte aus vulkanisiertem Naturkautschuk oder synthetischem Gummi und enthalten darüber hinaus eine Vielzahl von Füllmitteln und anderen chemischen Zusatzstoffen. Der Abrieb von Autoreifen ist damit eine der größten Mikroplastikquellen – deutlich vor Faserabrieb, der beim Waschen von Kleidung aus Kunstfasern entsteht. Reifenabrieb bildet sich an den Laufflächen von Fahrzeugreifen, vor allem bei Beschleunigungs- und Bremsvorgängen. Dabei entstehen Partikel, die aus einer Mischung von Gummi und Straßenabrieb bestehen. Wo geht der Reifenabrieb hin? Berechnungen nach gelangen jährlich 60.000 bis 70.000 Tonnen Reifenabrieb in den Boden und 8.700 bis 20.000 Tonnen in Oberflächengewässer. Die Forschungsarbeiten zeigen, dass es maßgeblich darauf ankommt, wo der Reifenabrieb entsteht: Auf Straßen in Ortschaften und Städten spült Regen den Reifenabrieb über kurz oder lang in die Kanalisation. Handelt es sich um ein sogenanntes Mischwassersystem mit Kläranlage, werden dann mehr als 95 Prozent des Reifenabriebs zurückgehalten. An Straßen außerorts findet die Versickerung der Straßenabflüsse in der Regel über Bankett und Böschung statt. Die Effekte auf bodenbewohnende Organismen sind bisher kaum bekannt, ebenso die ökotoxischen Wirkungen für Wasserorganismen. Deshalb empfehlen Experten alle wasserwirtschaftlichen Maßnahmen weiter zu optimieren, welche die Einträge in Gewässer mindern. Die Verbesserung der Reinigung von Straßenabflusswasser und die gute Unterhaltung der Behandlungsanlagen sind hier ebenso wie intermodale Transport- und Verkehrskonzepte wichtige Schritte. Aber auch langlebige, abriebarme Reifen, leichtere Fahrzeuge und ein ruhiges Fahrverhalten könnten einen Beitrag zu weniger Reifenabrieb leisten. Wohin mit dem Abrieb? Umweltthema Reifen SERVICE Sehr guter Schadstoffrückhalt, gute Einbindung in die Landschaft und betriebsdienstfreundlich – schilfbepflanzter Bodenfilter an einer Autobahn. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 14

BÜCHER Hercules - eine wechselvolle Geschichte Junge Fans mit Liebe zum Stern Bücher Autodesigner Peter Schreyer wird mit Buch geehrt In Seoul wird er auf der Straße erkannt und genießt bei den Südkoreanern den höchsten Respekt. Der deutsche Autodesigner Peter Schreyer ist für Hyundai ein wahrer Glücksgriff gewesen. Als Präsident und Leiter Designmanagement hat der jetzt 68-jährige Bayer Hyundai und Kia eine neue Identität gegeben und ist maßgeblich für deren internationalen Erfolg verantwortlich. Jetzt ist das Buch „Roots and Wings“ über Leben und Bedeutung des einflussreichen Designers im Verlag Gestalten erschienen. Hercules, Kreidler, Zündapp und Maico – das waren in den 70er- und 80er-Jahren die angesagtesten deutschen Zweiradmarken bei Jugendlichen. Die Namensrechte von Kreidler und Zündapp sind längst in chinesischer Hand, Motocross-Maschinen von Maico werden nur noch in Eigenregie von einem Händler gebaut und der Name Hercules findet sich heute nur noch auf Fahrrädern und Pedelecs. Der bildreiche Rückblick endet mit der Schließung von Entwicklung und Fertigung im Jahr 2005. Das hat 224 Seiten mit ca. 370 Abbildungen und kostet € 29,90. Frisch, bunt und jung: Der Inhalt des neuen Mercedes-Benz Classic Magazins hält, was der Titel verspricht. Das beginnt mit dem faszinierenden Titelbild eines 280 SE 3.5 Coupé (W 111), das Fotokünstler David Klammer und Artdirector Ayhan Belge als Hommage an die Pop-Art der 1970er- und 1980er-Jahre in Szene gesetzt haben. Neben dem 280 SE 3.5 Coupé gehören dazu ein 380 SLC (C 107), ein 280 CE (C 123) und ein CL 500 (C 215). ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 15

Bulli goes on and on VW Multivan T7 Er ist bereits auf der Straße, sorgt für Aufsehen und wurde von seiner Fan-Gemeinde auch schon mit großer Spannung erwartet. Einige darunter dürften aber überrascht sein. Zwar firmiert der T7 als logischer Nachfolger des T6.1, ist aber wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte wesentlich billiger als sein Vorgänger. Und zum ersten Mal zieht Hybridtechnik im Antriebsstrang ein. Motorisierungen & Preise Die Preisliste startet bei € 49.000,- und endet vorläufig bei € 57.555,-. Dafür gibt es einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 100 kW (136 PS), der mit 220 Newtonmeter Drehmomentspitze aber wirklich die Basis markiert. Kräftiger gibt sich der TSI mit zwei Litern Hubraum und 204 PS (150 kW), der dann schon 320 Nm als maximale Durchzugskraft anbietet. Das aktuelle Spitzenmodell ist der 1,4-l-e-Hybrid, dessen Verbrennungsmotor auf 150 PS (110 kW) kommt. Im Verbund mit dem elektrischen Kollegen entsteht eine Systemleistung von 218 PS (160 kW) und 350 Nm Drehmoment. Angetrieben werden bisher ausschließlich die Vorderräder, ein Allradantrieb ist in Planung. Die LithiumAntriebsbatterie des e-Hybrid hat eine Kapazität von 10,4 kWh, das reicht für 46 bis 50 Kilometer rein elektrische Fahrt. Geladen wird sie an einem 3,6 kW-Lader NEUVORSTELLUNG ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 16

VW MULTIVAN in rund dreieinhalb Stunden, an einem mit 2,3 kW in fünf Stunden. An Bord ist immer ein automatisches Doppelkupplungsgetriebe, beim Hybrid-Bulli hat es sechs Gänge und wurde speziell für diese Antriebsform entwickelt. Die Benziner und ein im nächsten Jahr folgender Diesel mit 150 PS (110 kW) werden mit einem siebengängigen DSG ausgerüstet. Raumgefühl & Gewichte Soviel zur Theorie, steigen wir also ein und stellen fest, dass es weniger hoch hinaus geht als beim T6.1. Der Fahrer sitzt niedriger als bisher. Aber der notwendige Schritt fällt nicht kleiner aus, denn es gilt nicht die Höhe, aber die Breite des Türschwellers zu überwinden. Das Cockpit ist aufgeräumt, das Armaturenbrett glatt und flächig. Die neue Innenraumarchitektur soll wohl zeigen, dass hier eher der Vergleich mit Golf und Co. angesagt ist. Dafür gäbe es aber Gründe zur Genüge. Denn VW hat den Multivan ordentlich abgespeckt, mehr als 200 Kilogramm wurden eingespart. An Gewicht verloren haben die vorderen Kotflügel dank Aluminium-Einsatz, am Fahrwerk wurde gefeilt und die gewiss angenehmste Erleichterung verschaffen die neuen Sitze. Sie wiegen je nach Ausführung zwischen 23 und 29 Kilogramm, 25 Prozent weniger als im bisherigen Multivan. Systemleistung & Standardsprints Der e-Hybrid startet wie die meisten seiner Art, nämlich lautlos. Der Antrieb teilt nur über die Signalleuchten seine Einsatzbereitschaft mit, die elektrische Parkbremse gilt es zu lösen, dann bringt insbesondere die E-Maschine - ihr Potenzial liegt bei strammen 86 kW /115 PS - den Multivan ordentlich auf Trab. Sehr nachhaltig ist der Beschleunigungsdrang allerdings nicht. Während der T7 e-Hybrid beim Ampelstart zum City-König wird, verlassen ihn die Kräfte beim Zwischenspurt auf der Landstraße doch etwas ab Tempo 80. So braucht er dann auch 11,6 Sekunden für den Standardsprint, 2,2 Sekunden mehr als der 2.0 TSI, der die Übung in 9,4 Sekunden erledigt. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit kann er nicht mithalten und schafft nur 190 km/h Spitze, während der starke Benziner zehn Stundenkilometer schneller ist. Datencheck VW Multivan T7 Maße, Gewichte, Ladevolumen LxBxH (m) 4,97 x 1,94 x 1,91 Radstand (m) 3,12 Antrieb: R4-Benziner, 1395 ccm, Direkteinspritzung, Turbolader, 6-Gang-Automatik, Plug-in-Hybrid E-Motor: 86 kW Systemleistung: 160 kW / 216 PS Systemdrehmoment: 350 Nm bei 1000–4100 U/min Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 11,6 Sek. NEFZ-Durchschnittsverbrauch: 1,5 L CO2-Emissionen: 34 g/km Leergewicht / Zuladung: min. 2120 kg / max. 669 kg Kofferraumvolumen: 469–3672 Liter Max. Anhängelast: 2000 kg Basispreis: € 53.600,– “Zwar firmiert der T7 als logischer Nachfolger des T6.1, ist aber wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte wesentlich billiger als sein Vorgänger.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 17

Bulli für Abenteurer Der VW Bulli ist seit 70 Jahren ein klassenloses Kultmobil: Mit ihm cruisten schon die kalifornischen Blumenkinder auf dem Highway Nr. 1. Der Familienvater hierzulande bringt dagegen ganz profan seine Kinder in die Schule und die Reichen und Schönen lassen sich im Bulli shutteln. Abenteurer hingegen schätzen den Bulli für seine Praktikabilität und Robustheit. Da das Herz von delta4x4 von jeher für Abenteurer besonders schnell schlägt, hat sich die bayrische Tuningschmiede Gedanken gemacht, wie man den VW T7 Multivan geländegängiger, breiter und höher bekommen kann. Um dies zu erreichen, entwickelte man einen Fahrwerkssatz mit speziell abgestimmten Bilstein-Stoßdämpfern und Eibach-Federn für die Vorder- und Hinterachse, der die Karosserie um zirka 40 mm anhebt. Unter den neuen Radhaus-Verbreiterungen im Retro-Style werden dann Räder von 17 bis 22 Zoll Platz finden. So gerüstet, passt auch der Loder AT#1 des „vermutlich kleinsten Reifenherstellers der Welt“ perfekt in die Radhäuser – im Format 255/55R18 die Idealbereifung für alle Einsätze abseits der Straße. Der Tuningsatz soll aber auch Emotionen bedienen. So entwickelte man einen Frontbügel, sowie eine Sport-Auspuffanlage, die dem Bulli einen sonoren Sound verleiht und gleichzeitig den Gasdurchsatz des Endschalldämpfers optimiert. Und da man auf großer Tour nie genügend Staumöglichkeiten zur Verfügung haben kann, hat delta4x4 ein neues Dachträger-System in sein Programm aufgenommen. T7 schon getuned NEUVORSTELLUNG 18 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022

mk Verbrauch & Ladevolumina Für den Chauffeur steht eher die Frage des Verbrauchs im Vordergrund. Die Angaben zum Konsum sind, wie bei allen Plug-in-Hybriden, eher Augenauswischerei. 1,5 Liter Benzin sollen dem elektrifizierten Bulli auf den ersten 100 Kilometer mit vollgeladener Batterie ausreichen. Die 7,25 kWh, die sie dazu beigesteuert hat, finden sich in der Rechnung nicht wieder, egal ob der Ladestrom aus grüner Energie oder Kohle erzeugt wurde. Zumindest ist für die Distanzen jenseits der messrelevanten Strecke mit einem deutlich höheren Verbrauch zu rechnen, wir prognostizieren etwa sieben Liter, was immer noch nicht zu viel ist. Der kleine Benziner kommt laut Verbrauchsnorm mit 6,6 Liter über 100 Kilometer, der stärkere verlangt 7,6 Liter Benzin. On top: Neu ist ein 1,8 Quadratmeter großes Panorama-Glasdach, auch Car2-Car-Gefahrenmeldungen sind künftig möglich. Die Langversion kostet mindestens € 1.500,- Aufpreis. Die Sicherheitsassistenten versammeln sich in Mannschaftsstärke, immer dabei sind die City-Notbremse, Ausweichunterstützung und Abbiegeassistent, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung sowie der Spurhalteassistent. “Sensationelle Aussicht: Das 1,8 Quadratmeter große Panorama-Glasdach sorgt für Cabrio Feeling.” ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 19

Supersportwagen ohne Superlativ Ford Mustang Mach-E GT Es ist noch nicht allzu lange her, dass Autos mit 480-plus-X-PS und Beschleunigungen in Dreikommairgendwas-Sekunden zu den Supersportwagen zählten. In E-Mobilitätszeiten aber, wo jede biedere Tesla-Limousine mit solchen und mehr Leistungen durch die Gegend zuckelt, gilt das nichts mehr. Um dennoch eine sportliche Ausnahmestellung für sich zu reklamieren, braucht es also andere Parameter, am besten eine gute Geschichte, neudeutsch: Narrativ. Die erzählt Ford immer wieder gern, von den Zeiten der legendären PonyCars oder, als sie mit dem GT40 auf der Rennstrecke Ferrari davongefahren sind. Diesen Spirit soll namentlich der 487 PS starke Mustang Mach-E GT ins ElektroZeitalter tragen. Mustang GT im Detail Tatsächlich kam wohl noch kein Supersportwagen so unspektakulär daher. Man muss nämlich schon genau hinschauen, um die leistungsstärkste Version des vollelektrischen Crossover-SUV von seinen „normalen“ Brüdern zu unterscheiden. Eindeutiger aber sind die exklusiven Metallic-Lackierungen in orange und blau mit schwarzem Dach, der mattgraue Polycarbonat-Grill, die Bugschürze mit Spoiler-Lippe und zusätzlichen Lufteinlässen, glanzgedrehte 20-Zoll-Räder mit rot lackierten Brembo-Bremssätteln und NEUVORSTELLUNG 20 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022

natürlich die GT-Schriftzüge an Heck und Einstiegsleisten. Innen finden sich Ford Performance Sportsitze mit viel Seitenhalt in Leder-Optik, passend zum Sportlenkrad in Wildleder-Optik. Alles übrige wie Matrix-LED-Scheinwerfer, den riesigen 15,5-Zoll-Touchscreen inklusive des aktuellen Ford-Sync 4-Infotainment-Systems mit intuitivem Zugriff auf Navigations-, Musik- und Konnektivitätsfunktionen übernimmt der Mustang Mach-E GT von seinen allradgetriebenen Brüdern. Beschleunigung & Antrieb Wer einmal den Tritt ins Kreuz und den leichten Schwindel erlebt hat, wenn die beiden ölgekühlten Permanentmagnet-Synchronmotoren an Vorder- und Hinterachse zupacken und das mehr als 2,3 Tonnen schwere Trumm im Rollstart in 3,7 Sekunden bis zur Hunderter-Marke katapultieren, glaubt das auch sofort. Mit diebischer Freude lässt sich damit auf der Landstraße an den Vorausfahrenden ranzoomen, um dann ansatzlos innerhalb eines Wimpernschlags an ihm vorbeizuziehen. Durch den tiefen Schwerpunkt der Akkus im Fahrzeugboden liegt der Wagen dabei wie das sprichwörtliche Brett, wenngleich das adaptive Hochleistungsfahrwerk mit magnetisch gesteuerten Dämpfern auf den Buckelpisten Istriens, wo die Präsentation des Mustang Mach-E GT stattfand, ordentlich arbeiten musste, um die Spur zu halten. Auch die Spezialreifen von Pirelli im Format 245/45 R20 konnten nicht verhindern, dass wir dabei durchgeschüttelt wurden. Dafür setzen die großen schwarzen Rundlinge aber gekonnt und bravourös den für E-Autos plötzlich einsetzenden Schub in Vortrieb um. Den darf der Fahrer hier sogar in einem neuen Racemodus erleben. Neben den bekannten Fahrmodi „Zahm“ („Whisper“), „Aktiv“(„Active“) und „Temperamentvoll“ („Untamed“), kann über das zentrale Display nun auch die Einstellung „Temperamentvoll Plus“ („Untamed Plus“) ausgewählt werden. Sie lässt dem ESP und der Traktionsregelung mehr Spiel und soll zusätzlich mit simuliertem Herunterschalten und künstlichem Sound den Fahrspaß steigern. Nun ja, bislang wäre nicht bekannt, dass Elektroauto-Fahrer bevorzugt durch Kurven driften und dabei die Umgebung beschallen. Begrenzungen & Onboardladen In die gleiche Kerbe schlägt hier auch die elektronische Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h. Für Autos mit Leistungen eines Supersportwagen zwar völlig indiskutabel, aber das hatten wir eingangs schon: in elektromobilen Zeiten zählen ganz andere Qualitäten für Sportwagen. Zum Beispiel, wieviel Energie sie speichern können, wie weit diese reicht und wie schnell sie nach den Ladezwangspausen wieder an den Start kommen. Hier rangiert der Mustang Mach-E GT mit seiner nominell 98,7 kWh großen Batterie - nutzbar 88 kW/h - ganz oben, mit 500 Kilometer Reichweite, die im besten Fall mit maximal 150 kW am DC-Schnelllader in 45 Minuten wieder zu 80 Prozent erneuert ist, dagegen nur im Mittelfeld. Fürs Wechselstromladen legt Ford zwei Ladekabel bei: ein sechs Meter langes Mode 3 für öffentliche AC-Ladesäulen und Wallboxen mit Typ 2-Anschluss sowie ein 6,7 Meter langes für die normale 230 Volt-Steckdose sowie den blauen CEE-Anschluss. Und auch das Preis-Leistung-Verhältnis ist vielleicht nicht ganz unwichtig. Hier liegt der Mustang Mach-E GT mit seinen € 75.000,- im Vergleich zur Konkurrenz gut im Rennen. hak Datencheck Ford Mustang Mach-E GT Maße, Gewichte, Ladevolumen LxBxH (m) 4,74 x 1,88 x 1,61 Radstand (m) 2,98 Antrieb: 2 Elektromotoren vorne und hinten, elektr. Allradantrieb, einstufige Automatik Gesamtleistung/Leistung: 358 kW / 487 PS Max. Drehmoment: 860 Nm Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h Batterie: 98,7 kWh brutto / 88 kWh netto Elektr. Reichweite: 500 km (WLTP) WLTP-Durchschnittsverbrauch: 20,0 kWh Effizienzklasse: E-Fahrzeug CO2-Emissionen: 0,0 g/km Leergewicht (EG)/ Zuladung: min. 2348 kg/369 kg Kofferraumvolumen: 402-1420 + 81 Liter (Front) Basispreis: € 75.000,– „Mit diebischer Freude lässt es sich damit auf der Landstraße an den Vorausfahrenden ranzoomen, um dann ansatzlos innerhalb eines Wimpernschlags an ihm vorbeizuziehen.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 21

LIFESTYLE Champagner mit Satelliten-Technik Exklusiver – vielleicht aber auch dekadenter in Zeiten allgemeiner pandemischer Verschuldung – geht´s gerade nicht: Bugatti und Champagne Carbon haben eine Champagnerflasche präsentiert, die ebenso wie ihre Aufbewahrungsbox aus Carbonfaser gefertigt ist, mit Narbenleder und LED-Licht in Szene gesetzt und mit Satelliten-Technik kühl gehalten wird. Das in 150 Arbeitsstunden handgefertigte Einzelstück heißt „La Bouteille Noire“ in Anlehnung an den 2019 für einen Bugatti-Enthusiasten ebenfalls in Handarbeit hergestellten Hypersportwagen „La Voiture Noire“. Die 15-Liter-Flasche ruht auf einem rot beleuchteten Sockel aus sandgestrahltem Acrylglas, der mit roten LEDs beleuchtet wird und in dessen Oberfläche aus gebürstetem Aluminium der Schriftzug Bugatti prangt. Die Box öffnet und schließt, gehüllt in sanftes blaues Licht, durch Drücken eines Edelstahlknopfes. Die Türen aus lasergeschnittenem Aluminium verfügen über Spezialscharniere und ein Getriebe, das beim langsamen Aufklappen den Hals der Flasche frei gibt. Die Kühlzelle im Innern funktioniert nach dem Prinzip der Festkörperthermodynamik wie sie normalerweise nur bei erdumlaufenden Satelliten zum Einsatz kommt, wobei 14 High-End-Lüfter dafür sorgen, dass innerhalb der Box stets kühle Luft zirkuliert. Vintage Blend aus Chardonnay & Pinot Noir Champagner ist natürlich auch drin – und zwar einen der besten Weinjahrgänge, die das Unternehmen Champagne Carbon zu bieten hat: Der Vintage Blend aus 60 Prozent Chardonnay und 40 Prozent Pinot Noir ist „das Ergebnis der hochwertigsten Grands Crus, die in den Weinanbaugebieten der Champagne zu finden sind“, sagt dessen CEO Alexandre Mea. Was die Luxus-Pulle samt Box kostet, wurde bei der exklusiven Vorstellung im neuesten Londoner Fünf-Sterne-Hotel „The Londoner“ am Leicester Square natürlich nicht verraten. Dafür darf das gemeine Volk außerhalb des weltweit ersten Super-Boutique-Hotels den Bugatti „La Voiture Noire“ in einer beleuchteten Glasvitrine bestaunen. hak ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 22

LIFESTYLE Hartan by Mercedes Benz Lexus geht unter die Gitarrenbauer Automobili Lamborghini & Cartiera Mit dem neuen Mercedes-AMG Kinderwagen im Alpingrau der Silberpfeile zitiert Hartan die legendären Rennwagen. Die hellgrauen Griffnähte und das Fahrgestell in graphitgrau-silber verleihen dem Modell AMG GT optisch die Driving-Performance, die man von einem echten AMG kennt. Das Modell AMG GT zeichnet sich besonders durch sein ultra-kompaktes Faltmaß 69 x 58,5 x 31 cm aus. Die Kreuzspeichenfelgen erinnern ebenfalls an das AMG-Design. Für Gitarrenliebhaber: Der Hals der Fender Lexus LC Stratocaster ist aus 3A-Flammenahorn gefertigt und mit hochglänzendem Urethan lackiert. Für das Griffbrett verwendete Fender erstmals tiefblaues, poliertes Richlite: Der Verbundwerkstoff ist für seine klanglichen Eigenschaften, strukturelle Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung und Feuchtigkeit bekannt. Das Griffbrett hat einen flacheren 12-Zoll-Radius und 22 Medium-Jumbo-Edelstahlbünde, auf abgedunkelten Bühnen leuchten die weißen Luminlay-Griffbretteinlagen in kräftigem Blau. Das mit Vinyl samt Karbonfaserstruktur ummantelte Gehäuse zieren schwarze Lederabschlüsse und ein eingesticktes Lexus-Logo im Deckel. Take it easy - Qnux Hängematte „Mit Qnux beginnt die Entspannung nicht erst beim Liegen in der Matte, sondern bereits beim Aufbau und Transport“, so Michael und Alexander Kitzberger. „Durch das patentierte System ist ein leichtes und problemloses Aufstellen an jedem Ort ganz einfach. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Hängematten kann Qnux überall aufgebaut werden – ganz ohne Baum oder komplizierte Werkzeuge.“ Qnux bietet ein breites Zubehör an Freizeitgadgets für Relaxer. So werden neben der mobilen Hängematte weitere Produkte – beginnend bei Sonnenschutz, über Nackenpolster bis hin zur Tablethalterung – angeboten. Für die Zukunft ist eine Erweiterung der Produktpalette mit weiteren Gadgets zum Chillen geplant. Mehr Infos unter www.qnux.eu Die Fakten Ultra-strong: 200 kg Tragegewicht Ultra-light: nur 9 kg Eigengewicht Kompakt: 1,10 m zusammengeklappt „Einseilsystem“ für einfachen Aufbau in nur sieben Schritten Hochwertige Materialien: Körper aus Aluminium, Arme und Beine aus Aluminium mit Holzkern Die Kooperation der beiden Unternehmen aus der Emilia-Romagna untermauert das wachsende Engagement von Lamborghini für die Teilnahme an und Förderung von Kreislaufwirtschaftsprojekten. Das Recycling von hochwertigem, direkt aus dem Werk von Sant’Agata Bolognese stammendem Leder erfolgt im Rahmen einer ethischen und sozial verantwortungsbewussten Produktion. Konkret beginnt das „Upcycled Leather Project“ mit diesen vier ersten Lederprodukten: einer Tragetasche, einer Smartphone-Hülle, einem Kartenetui sowie einem Schlüsselanhänger, die alle das Wappen-Logo von Automobili Lamborghini tragen. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 23

TRACKTEST Katalanischer Heißsporn Cupra Formentor VZ 5 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 24

CUPRA FORMENTOR VZ 5 Vor drei Jahren öffnete Cupra seine „Garage“ in Barcelona und rollte die ersten Modelle – damals noch sportlich aufbereitete Varianten der Muttermarke Seat – auf den Markt. Seitdem konnte Seats dynamischer Nachwuchs 65.000 Fahrzeuge absetzen und legte dabei jedes Jahr zweistellig zu. Gleichzeitig übertraf das Unternehmen, jetzt passend zum dritten Jahr seines Bestehens, zum ersten Mal die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Mit dem Formentor stellte Cupra zudem sein erstes eigenständiges Design vor und zeigte mit der elektrifizierten Version gleichzeitig, wie sich das Unternehmen seine Zukunft vorstellt. „Bis zum Jahr 2030“, so Österreich Chef Wolfgang Wurm, „wird Cupra eine elektrische Marke sein.“ Also wenigstens fast, denn zu den elektrischen Modellen der Marke zählen auch die Plug-in-Varianten, bei denen sich Verbrennungs- und Elektromotoren den Vortrieb teilen. Aktuell erreicht der elektrifizierte Anteil beim Formentor 50 Prozent. Bei seinem Motorsportengagement setzt Cupra zudem auf die verschiedenen Serien für Elektrofahrzeuge. Bevor Cupra jedoch in die Welt der Elektromobilität fährt, zelebrierte das Unternehmen allerdings mit dem brandneuen Cupra Formentor VZ5 noch einmal die ganze Herrlichkeit des Verbrennungsmotors – „VZ“ steht im Spanischen übrigens für „veloz“ = schnell. Unter der Haube des Sport-SUV, dem die Designer der Cupra-Garage einen eigenständigen Auftritt schneiderten, arbeitet der Fünfzylinder aus dem Audi-Regal mit 390 PS und einem Drehmoment von 480 Newtonmetern. Zwischen 0 und 100 km/h vergehen gerade einmal 4,2 Sekunden. Fahrer und Copilot sind dabei gut in Sportschalensitzen untergebracht. Bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch gestoppt. Offensichtlich besteht zwischen Barcelona und Ingolstadt eine ganz besondere Beziehung, denn als Volkswagen den 2,5-Liter TSi-Motor übernehmen wollte, winkten die Audi-Verantwortlichen ab. Ein breites Grinsen dazu deswegen auch bei Wayne Griffiths, der vor einigen Jahren von Audi zu Seat wechselte. Dem Cupra-Chef ist etwas gelungen, was andere vergeblich versucht haben. Die Spanier konnten also Audi deren Kultfünfzylinder aus dem Fertigungsregal leiern. Bei Audi treibt der 2,5-Liter-Turbobenziner RS3, RS Q3 und TT RS an und liefert dabei satte 400 PS ab. Soviel darf es zumindest offiziell im Cupra Formentor VZ5 nicht sein - aber Griffiths breites Grinsen wird noch breiter, wenn er hoch und heilig versichert, in dem Cupra liefere das Aggregat nur 390 PS und man halte sich damit an die Hausordnung im Konzern. „Mit dem Formentor stellt Cupra sein erstes eigenständiges Design vor und zeigt mit der elektrifizierten Version gleichzeitig, wie sich das Unternehmen seine Zukunft vorstellt.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 25

TRACKTEST Genau das will der Formentor VZ5 sein. Erwartet hatten wir einen schnelleren Formentor. Geworden ist es ein Power- und Kurven-Spielzeug vom feinsten, das sogar ehemalige Formel 1 Piloten wie Patrick Friesacher zum Schwärmen bringt. So gesehen ein absolut alltagstaugliches Sportgerät. Im VZ5 stecken also offiziell gezähmte 390 PS mit einem Drehmoment von 480 Newtonmetern und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit 4x4 Antrieb. Für die Verzögerung sorgen 375er-Scheiben mit sechs Kolben vorne, die 20-Zoll-Räder sind mit 255/35er-Pneus bestückt. Dazu kommt noch weiteres Hightech aus dem RS3. Wie der Torque Splitter, der die Power so zwischen den Rädern verteilt, dass je nach Modus „dauerhaft 50 Prozent hinten möglich sind und es sich nach Heckantrieb anfühlt“, so Patrick Friesacher bei unserem Tracktest. „Mir scheint, die wollten zeigen, was sie können!“ Wie bei Porsche gilt es auch bei Cupra die weltweiten Emissionen zu senken. So gesehen kann man sich auch hier den verstärkten Einsatz von E-Fuels vorstellen. „Bis alle Automobile weltweit elektrifiziert sind, wird noch viel Zeit vergehen. Und will man kurzfristig etwas erreichen, ist das Thema E-Fuels auch hier absolut notwendig, um derartige Fahrzeuge auch in der Zukunft anbieten zu können. Modular & kompatibel Auch der VZ5 basiert auf dem modularen Querbaukasten von Volkswagen, auf dem auch der VW Tiguan oder der Seat Ateca aufbauen. Doch darüber hinaus ist er das erste Modell der noch jungen Marke, das komplett eigenständig und nicht aus einer Seat-Modellreihe heraus entwickelt wurde. So ist die Front mit einem Bronze Cupra-Logo perfekt strukturiert, die Motorhaube neu gestaltet, die Kotflügel sind weiter ausgestellt. Auf Farben und Kein SUV – ein Sportgerät ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 26

CUPRA FORMENTOR VZ 5 Materialanmutung haben die Designer besonders viel Wert gelegt, alles andere als fad also. Viel Platz auch im Fond, trotz der nach hinten abfallenden Dachlinie. Die neuen Schalensitze vorne bieten ausgezeichneten Seitenhalt - selbst, wenn man so flott wie bei unserem Tracktest am Red Bull Ring unterwegs ist. Das 10,25 Zoll große Digitalinstrument direkt vor dem Fahrer ist konfigurierbar, ändert sein Erscheinungsbild allerdings auch je nach Fahrmodus. In der Mitte des Armaturenbretts sitzt der zwölf Zoll große Touchscreen für Navi, Entertainment und Fahrzeug-Einstellungen. Die Bedienung ist allerdings nicht gerade intuitiv. Es ist also nicht nur der Motor, der den Top-Formentor zu einem aggressiven SUV-Coupé macht. Die Karosserie profitiert von einer Tieferlegung um zehn Millimeter gegenüber seinen Brüdern. In den Radkästen rollen 20-Zoll-Felgen im Cupra-Design. Die vierflutige Abgasanlage mit ihren schräg übereinander angeordneten, bronzenen Endrohren sorgt akustisch dafür, dass die unbändige Kraft auch hörbar ist. Das steifere Setup für die adaptiven Dämpfer, die angenehm direkte Lenkung, der Allradantrieb und die knackig zupackende Akepono-Bremsanlage machen ein agiles und sportliches Fahren selbst auf der Rennstrecke zur sicheren Fahrfreude. hak Datencheck Cupra Formentor VZ5 Leistung 287 kW (390 PS) bei 5.700-7.000 U/min Zylinder / Ventile 5 Zylinder / 20 Ventile Hubraum 2.480 ccm Bohrung und Hub 82,5 x 92,8 mm Verdichtung 10,0 : 1 Max. Drehmoment 480 Newtonmeter bei 2.250-5.700 U/min 0 auf 100 km/h 4,2 Sek. Höchstgeschwindigkeit 250 km/h elektronisch abgeregelt Preis € 74.990,– „Dem Cupra-Chef Wayne Griffith ist etwas gelungen, was andere vergeblich versucht haben.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 27

Querformat forever IN MEMORIAM Nachruf Roland R. Firtinger Mit Roland R. Firtinger ist plötzlich, unerwartet und viel zu früh eine der wenigen echten „Typen“ der österreichischen Automobil- und Rennsportszene gegangen. Der gebürtige Niederösterreicher machte seine große Leidenschaft gegen alle Widerstände zu seinem Beruf und war bis zuletzt als Herausgeber und Chefredakteur seines querformatigen „Motor und Sport Insider“ Magazins tätig. Wir erinnern uns an einen liebenswerten Sturschädel. Als Student wenig erfolgreich, als Automechaniker solide, als Rennfahrer motiviert, als Journalist und Herausgeber erfolgreich. Roland R. Firtingers große Leidenschaft galt von Jugend an dem Automobil, vor allem dem Automobilrennsport, und für viele Jahre seines Lebens dem Automobil- und Motorsport-Journalismus. Nach Rallycross-Einsätzen als Pilot war er national und international als Rallye-CoPilot erfolgreich, im von ihm besonders geliebten Histo-Cup wechselte er dann wieder aktiv hinters Lenkrad. Nachdem er bereits zuvor an diversen automotiven Print-Projekten mitgearbeitet hatte, rief er vor rund 20 Jahren mit dem „Motor und Sport Insider“ sein eigenes Printmagazin ins Leben. Der Clou dabei: Das Druckwerk erschien monatlich im Querformat und hob sich damit ganz klar vom Mitbewerb ab. Wenn man Roland kannte, dann war es kein Zufall, dass sein Magazin „anders“ sein musste. Nicht, weil er mit Gewalt anders sein musste, vielmehr, weil er sich mit seinem Lebensprojekt einfach nicht mit all den anderen gemein machen wollte. Das galt für sein Magazin genauso wie für seine privaten und geschäftlichen Beziehungen. „Der Firtinger“ war bekannt dafür, Prinzipien zu haben und unverrückbar dazu zu stehen. Eine Eigenschaft, mit der manche Leute nicht allzu viel anfangen konnten, eine Eigenschaft, die manche nicht richtig verstehen konnten oder wollten. Denn im Grunde war Roland ein herzensguter Mensch, von dem man, sofern man sich ihm gegenüber ehrlich und korrekt verhielt, fast alles haben konnte. Wenn er aber umgekehrt bloß einmal, für einen beinahe lächerlich kurzen Moment, das Gefühl hatte, man würde ihn übervorteilen oder nicht ernst nehmen, dann war’s mit seiner Herzensgüte radikal vorbei. Roland R. Firtinger war nicht bekannt dafür, aus seinem Herzen eine Mördergrube zu machen – das mussten im Laufe der Jahre Pressesprecher, Geschäftsführer, Kollegen, aber auch der eine oder andere Freund mehr oder weniger schmerzlich erfahren. Sagen wir, die Herzlichkeit von Roland war grenzenlos, seine Verachtung für missliebige Personen ebenso. Dass er sein geliebtes „Querformat“ aber trotz all der bekannten Unbillen in Automobil-, Medien- und Print-Branche während der letzten 20 Jahre praktisch ununterbrochen und mit mindestens zwölf Ausgaben pro Jahr durchboxen konnte, das rang selbst all jenen höchste Achtung ab, denen er alles andere als grün war. Fest steht: Ob Roland als Co-Pilot unserem Herausgeber Karl Hartner in den Neunzigern den rechten Weg wies („Koarl, do brauchst jetzt owa ned übertreiben“), dem Verfasser dieser Zeilen, damals MSI-Mitarbeiter, regelmäßig die Bedeutung der NASCARBerichterstattung in Erinnerung rief („Mir san des anzige Magazin in Europa mit regelmäßiger NÄSSKA-Berichterstattung, Bubä!), oder ob er Freunde und Brachenkollegen nebst Partnerin Christine zu legendären Mittagessen lud („Es gibt Rindsrouladen, mei Freind…“): Roland war ein herzlicher Mensch, eine echte Type und vor allem – wie wir alle – ein leidenschaftlicher „Motorhead“. In diesem Sinne: Godspeed, lieber Roland! ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2022 28

Rahofer. SCHON AB € 24.990,–�� Überall daheim. Der Suzuki S-CROSS fühlt sich bei allen Bedingungen und in jeder Jahreszeit wie zu Hause. ������������������������������ ����������������������������������������������������� ����������������������������������������Suzuki Safety & Fun Set �����������€ 1.644,– Kundenvorteil2)����������������������������������� ������������������������������������������������������������� ���������������������������������������������������www.suzuki.at ������������������������������1���1����� ��������������11��1��������� 1��������������������������������������������������������������������������������������������������������������� �����������������������������������������������������������������������������������������������1�������������� ���������������1����������������������������������������������������������������������������������������������� ������������������������������������������������������������������������������������������������������������

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