P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 1/23 Euro 5,50 Die Histo-Legende Salzburg-Käfer Škoda Enyaq RS iV E-Power-Kombi Mercedes EQE AMG Nobler Elektrohobel GELBE WUNDER KTM X-BOW GT-XR MG Toyota Corolla Cross Renault Austral Audi Q8 e-tron Abt Cupra Formentor VZ5 HERR RÖHRL & DAS
TUCSON Plug-In Prestige Line 4WD € 52.990,–* TUCSON Hybrid Smart Line 2WD € 45.990,–* TUCSON Benzin Smart Line 2WD € 29.990,–* schon ab schon ab schon ab Antriebsvielfalt auf höchstem Niveau. Der Hyundai TUCSON ist das begehrteste und meistverkaufte Hyundai Modell in Österreich, denn es gibt ihn als Benzin, Diesel, Hybrid und als Plug-In mit bis zu 62 km rein elektrischer Reichweite. Ganz gleich welcher Antrieb es für Sie sein soll – beeindruckende Lichtsignatur, zukunftsweisendes Interieur, visionäre Technik in Verbindung mit revolutionärem Design machen ihn zum absoluten Bestseller. Gleich informieren und SUV-Power für Ihre Bedürfnisse testen: hyundai.at 1) Die Hyundai 5 Jahres-Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai-Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai-Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2) Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km Laufleistung, je nachdem was früher eintritt. 1.6 T-GDI Benzin, 2WD (T1BS0), 1.6 T-GDI Hybrid, 2WD (T1HT0), 1.6 T-GDI Plug-In, 4WD (T1PP0): *Aktionen/Preise beinhalten bis zu € 6.500,– Hyundai Preisvorteil,versionsabhängig bestehend aus bis zu € 5.000,– Aktionsbonus (bei Plug-In kein Aktionsbonus sondern ausschließlich € 1.500,- E-Mobilitätsförderung), € 1.000,– Finanzierungs- und € 500,– Versicherungsbonus. Finanzierungs-Bonus gültig bei Finanzierung über die Denzel Leasing GmbH. Repräsentatives Beispiel für eine Leasingfinanzierung der Denzel Leasing GmbH: TUCSON 1.6 T-GDI 2WD, Smart Line (T1BS0): Kaufpreis (inkl. NoVA, MwSt. und aller jeweils gültigen Boni): € 29.990,–, Anzahlung: € 8.997,–, Restwert: € 13.506,79, Bearbeitungsgebühr: € 299,90 (mitfinanziert), Bonitätsprüfungsgebühr: € 99,–, Laufzeit: 48 Monate, monatliche Rate: € 249,–, Sollzinssatz: 5,99% p.a. variabel, effektiver Jahreszins: 7,25% p.a., Rechtsgeschäftsgebühr: € 231,53, Gesamtfinanzierungsbetrag: € 21.292,90, Gesamtbetrag: € 34.786,31. Versicherungs-Bonus gültig bei Abschluss eines Hyundai-Versicherungs-Vorteilsets über GARANTA Versicherung-AG Österreich, bestehend aus KFZ-Haftpflicht-, Kasko- und Insassenunfallversicherung, Mindestlaufzeit 36 Monate. Preis/Aktion für Kaufverträge mit Zulassung vom 01.01. bis 31.03.2023 (bis auf Widerruf) solange der Vorrat reicht, bei allen teilnehmenden Hyundai-Partnern, inkl. Hersteller- und Händlerbeteiligung. TUCSON: CO2: 125 - 178 g/km,Verbrauch: 5,2 l - 7,8 l/100 km. TUCSON Hybrid: CO2: 125 - 149 g/km,Verbrauch: 5,5 l - 6,6 l/100 km. TUCSON Plug-In: CO2 gewichtet:32g/km,Verbrauch(gewichtet):1,4l/100km,Stromverbrauch:17,7kWh/100km,elektrischeReichweite:biszu62km.AlleWertenachWLTP.DieReichweiten und Verbräuche können abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. Ladeleistungen sind unter optimalen Bedingungen erreichbar und können durch Witterungseinflüsse deutlich variieren. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildungen. Hyundai ist auf dem Weg zur CO2-Neutralität bis 2045. Elektromobilität ist erst der Anfang. Heißbegehrt und meistverkauft. Die Hyundai TUCSON SUV-Modelle.
AL MANKIND IS DIVIDED INTO THREE CLASSES: THOSE THAT ARE IMMOVABLE, THOSE THAT ARE MOVABLE, AND THOSE THAT MOVE. BENJAMIN FRANKLIN PICKET GREY WILLYS JEEP MB ⁄ 98 KMH ⁄ 2199 CCM 4 CYL ⁄ 60 PS ⁄ 142 NM WWW.DIETER-HUBER.COM ⁄ ZWISCHENGAS_45
INHALT Titelthema 18 KTM X-Bow GT-XR Herr Röhrl und das gelbe Wunder 08 News 06 Lamborghini Sterrato Erster Blick auf den Fuori Strada 08 Audi Q8 e-tron Stromschneller 11 Produkte 12 Toyota Corolla Cross Verwechslung inklusive 16 Lifestyle 24 Škoda Enyaq RS iV Mehr ist nie genug 26 Renault Austral Hybridisierte Zukunft 28 Toyotas Zukunft Vielfalt im Fokus 88 Keyvany HP850 Grazie Upgrade Roadbooks 72 Porsche 718 Spyder Herrlich unvernünftig 74 Toyota GR Supra 3.0 MT Schalten und walten 75 Peugeot 508 SW GT PACK 225 EAT8 Plug-In-Hybrid Zeitmaschine 76 Škoda Fabia Monte Carlo TSI DSG Mehr power für Monaco 77 Seat Tarraco FR 2.0 TSI 4Drive Sportiv & praxistauglich 78 Hyundai Kona N Konan der Barbar 79 Lexus NX 350h AWD Japan-Luxus 80 Ford Ranger Wolftrak Die grosse Vielfalt E-Mobility Extra News 40 Renault 5 Turbo 3E RRRRRRRRRRRRR 5! 42 Brabus EQS 450+ Edel und gut 44 TUM Hyperloop Schnell wie ein Jet 45 SERVICE: Versteckte Kostenfalle Ladeverluste bei Elektroautos New Mobility 46 Lightyear 0 Sonnenanbeter 48 INTERVIEW: Mitja Borkert „Elektroautos atmen anders“ 50 Mercedes-AMG EQE 43 4Matic Nobelhobel 54 Concept-Sportwagen MG Cyberster Sportlicher Ehrgeiz 68 Die 4in1-E-Achse Achsen für alle E-Mobility Roadbooks 56 Toyota Camry 2.5 Hybrid VIP Business-Class 57 Dacia Spring Comfort Spartarif 58 V W ID.5 Pro Performance 150 kW Sparen kostet 60 MG5 LuxuryStandard Range Nummer Fünf lädt 64 1. Ausfahrt Hyundai Ioniq 6 Stromlinie in Form 66 BYD Österreich Pioneer Store in der SCS eröffnet Elektro-Rückstrahler 70 Fiat Panda elektrisch Der E-Pionier Reise 92 Campen in der Steiermark Daheim unterwegs Magazin 94 Collezione Umberto Panini Dreizack & Käse 104 Termintacho 105 Impressum 106 Rückstrahler 107 Vorschau 2-Rad 98 Moto Guzzi V 100 Mandello Tradition mit Flügel 100 Ducati Monster SP On Top 102 2-Rad News 103 2-Rad Produkte Tuning 30 ABT Cupra Formentor VZ5 Family-Power-SUV Heritage 34 VW Heritage Ein Käfer aus Salzburg 38 CLASSIC: Oldies but Goldies Österreicher lieben Oldtimer New Mobility 82 Toyota bZ4x 4WD Geizen beim Heizen 86 Delta4x4 VW Amarok The Beast! 90 VW ID.Buzz Cargo Vielseitig wie einst ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 4
EDI TORIAL Manfred Wolf E-Fuels in der Praxis Nachdem sich immer mehr berechtigte Zweifel am voreilig von der EU beschlossenen Verbrenner-Aus regen – zur teils massiven Kritik unabhängiger Technik-Experten kündigen jetzt auch immer mehr Automobilkonzerne an, dass sie die Umsetzung der hochtrabenden EU-Pläne für undurchführbar halten – kommen parallel dazu immer mehr Erfolgsmeldungen aus dem Bereich der e-Fuels. So hat ein gemeinsam mit dem Zentralverband Kfz-Gewerbe – kurz ZDK – durchgeführter Praxistest der beiden Automobilklubs ÖAMTC und ADAC bewiesen, dass die Abgas- und Verbrauchswerte von e-Fuels auf vergleichbarem Niveau mit herkömmlichen Kraftstoffen und zudem weit unterhalb der Emissionsgrenzwert der EU liegen. Auch bei den technischen Eigenschaften, der Leistung und dem Fahrverhalten waren keinerlei Unterschiede spürbar. Gefahren wurde über mehrere tausend Kilometer mit einem gebrauchten und technisch unveränderten Golf VII, ausschließlich mit e-Fuels. Und auch wenn das Europäische Parlament nach langem Zögern mittlerweile Mindestquoten für die Beimengung klimaneutraler, synthetischer Kraftstoffe beschlossen hat, monieren zahlreiche Experten, dass hierbei viel zu zögerlich vorgegangen wird. „Schon eine fünfprozentige e-Fuels-Beimischung in herkömmlichen Kraftstoff würde alleine in Deutschland rund 60 Millionen Tonnen CO2 einsparen, gleichzeitig ließe sich das Werkstattgeschäft mit dem Bestand sichern, macht ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün auch auf den wirtschaftlichen Aspekt aufmerksam. Apropos Bestand. Beim seit 126 Jahren stattfindenden „London to Brighton Veteran Car Run“, erbrachten zwei Oldtimer den ultimativen Beweis, dass e-Fuels den CO2 neutralen Betrieb von unterschiedlichsten Bestandsfahrzeugen sichern können. In den Tanks eines amerikanischen „Covert“ sowie eines französischen „Mors“, beide vor 1905 gebaut, befand sich nämlich ein vom Berliner Unternehmen P1 Racing Fuels ohne fossile Anteile hergestellter Treibstoff. Der Benzinersatz aus einem Gemisch von Bio-Kraftstoffen der zweiten Generation sowie synthetischen Flüssigkeiten aus erneuerbaren Quellen brachte beide Uralt-Auto trotz widrigster Bedingungen zuverlässig ins Ziel nach Brighton. Ben Cussons, Vorsitzender des „British Royal Automobile Club“, hatte den „Mors“ gefahren und sprach Klartext: „Das zeigt uns doch, dass rein elektrisch angetriebene Autos nur ein Teil der Lösung unserer Klimaprobleme sein können. Es ist so wichtig, dass wir offen für gleichwertige Lösungen sind. Wenn wir erschwingliche Alternativen finden, für die keine vollständige Änderung der vorhandenen Infrastruktur sowie kostspieliger Ersatz bestehender Fahrzeuge erforderlich ist, umso besser. Und aus meinen persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass e-Fuels Teil dieser Lösung sein können“, so Cussons. Der historische „Mors“ kam dank e-Fuel im Tank problemlos ins Ziel in Brighton ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 5
NEWS Lamborghini Sterrato Die Idee zum neuesten Projekt von Lamborghini gibt es schon seit einigen Jahren. Sie ist fast so alt wie der Huracan selber. Bereits vor sechs Jahren als Mitja Borkert von Audi zu Lamborghini kam, gab es Überlegungen für ein hochgestelltes Modell. Zu Beginn war es wohl nur eine Konzeptidee, doch als Stephan Winkelmann wieder zu Lamborghini zurückkehrte, ging es schnell. Aus einer Spielerei, die insgeheim schon getestet worden war, wurde nun der Huracan Sterrato. Erster Blick auf den Fuori Strada 6 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
LAMBORGHINI STERRATO Und genau so entstand nun die abenteuerliche Variante des Huracan, der seine Gene mit dem 640 PS starken Tecnica teilt, im Sterrato aber auf 610 PS gedrosselt wurde. Wie auch immer: Sie katapultieren ihn in 3,4 Sekunden auf 100 km/h – V-max wird bei 260 km/h elektronisch abgeregelt. Die Kraft geht wie bisher über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sowie eine elektronisch gesteuerte Haldexkupplung an alle vier Räder, hinten gibt es ein mechanisches Sperrdifferential. Dazu kommt noch die jüngste Version des Fahrdynamik-Systems LDVI, das beim Sterrato auch über einen Rallye- Mode verfügt. Gemessen am Huracan Evo verfügt der Sterrato so über 44 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Äußerlich unterscheidet er sich im Wesentlichen durch seine Anbauteile aus Verbundwerkstoffen. Unter den Kotflügelverbreiterungen verstecken sich vorne auch eine 30 beziehungsweise 34 Millimeter breitere Spur hinten. Schweller und Diffusor wurden verstärkt, vorne es gibt einen Unterfahrschutz aus Alu. Am Dach wurde eine Reling kombiniert mit einer Luftansaughutze und mit speziellen Filtern ausgestattet. Damit ist er wahrscheinlich der letzte 5,2-Liter-V10 der frei atmen kann. Zudem läuft die „Furori Strada“ Variante auf extra entwickelten Bridgestone Dueler Runflats. Als Gesamtgewicht werden 1470 Kilogramm vom Hersteller genannt. Fahren durften wir den Sterrato noch nicht – die Produktion beginnt erst 2023 – dafür aber sehr genau inspizieren. Auffällig im Innenraum dabei war hier vor allem die grüne Alcantara-Ausstattung und ein Kompass sowie Anzeigen für den Neigungswinkel. hak Datencheck Huracan Sterrato Leistung 449 kW/610 PS bei 8000 1/min Max. Drehmoment 560Nm/6500 1/min V-Max 260 km/ 1 – 100 km/h 3,4 s 0 – 200 km/h 9,8 s 100 – 0 km/h 39 m Eigengewicht 1470 kg Tankinhalt 100 l Verbrauch 15,0 l kombiniert Auffällig im Innenraum die grüne Alcantara-Ausstattung und ein Kompass für den Neigungswinkel. 7 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
NEWS Audi Q8 e-tron Das Flaggschiff unter den Audi E-SUVs fügt sich nach umfangreichem Update nun in die Konzern-Nomenklatur ein und kommt dort klar in der Oberklasse zu liegen. Q8 beziehungsweise SQ8 e-tron sind hinkünftig mit zwei verschiedenen AkkuKapazitäten und in drei Leistungsstufen verfügbar, zudem wird zwischen klassischer SUV-Form und dem coupèhaften Sportback gewählt. Die Entscheidung wird in den allermeisten Fällen eine schlichte Geschmacksfrage sein, Platz findet sich da wir dort reichlich, wenngleich der Sportback auf etwas Kofferraumvolumen und Rückbank-Kopffreiheit verzichtet. Aerodynamischer Feinschliff Im Fahrbetrieb ist kein Unterschied spürbar, aerodynamisch optimiert wurden beide Modelle. Hier hat sich Audi auch mächtig ins Zeug gelegt, klar, Luftwiderstand kostet Reichweite, in der E-Mobilität die alles entscheidende Frage. Um acht Prozent wurde der cW-Wert verbessert, unter anderem wurden dafür der Akku am Unterboden per GFK-Verkleidung eingehaust, Luftabweiser vor den Vorder- und Hinterreifen angebracht und auch die sogenannten „Air-Curtains“ sowie die aktiven Kühllamellen an der Fahrzeugfront aus dem e-tron GT übernommen. Mehr Reichweite Wie erwähnt gibt’s jetzt – zumindest nach WLTP – deutlich vergrößerte Reichweiten. Das Einstiegsmodell, der Q8 50 e-tron, bekommt den bislang größten Akku und verfügt ab sofort über 89 kWh (netto), bei 250 kW Maximalleistung, damit sollen bis zu 505 Kilometer Reichweite drin sein. Der Q8 55 e-tron bietet nun 106 kWh (netto) Kapazität und theoretisch bis zu 600 Kilometer Reichweite, die beiden Synchronmaschinen stellen hier 300 kW MaximalStromschneller Alles neu bei E-Pionier Audi. Seit 2019 als erstes vollelektrisches Fahrzeug der Ingolstädter in Österreich, erfährt das Premium-SUV nun eine tiefgreifende Runderneuerung, vor allem Akku-Kapazität und Ladezeiten wurden verbessert. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 8
AUDI Q8 E-TRON leistung bereit. Nach oben abgerundet wird das Angebot durch den SQ8 e-tron, der bei gleicher Batteriekapazität 370 kW leistet, dafür allerdings auch nur maximal 513 Kilometer weit kommt. Premium durch und durch In der spektakulären Lava- und Kraterlandschaft von Lanzarote hinterlässt das runderneuerte Premium-E-SUV grundsätzlich einen tollen Eindruck. Das Design ist frischer, schlanker, vor allem viel dynamischer als beim Vorgänger. Besonders mit den optionalen S-Line- und Black Package plus-Paketen sieht der Q8 55 e-tron wirklich toll aus. Im Innenraum wird Audi seinem Premiumanspruch zu einhundert Prozent gerecht und die tolle Sitzposition auf den perfekten Sportsitzen lässt auch die teils etwas träge Touch-Steuerung des Zentraldisplays vergessen. Auch fahrdynamisch liefert der neue Audi Q8 e-tron ab. Seine 2,5 Tonnen Eigengewicht weiß der Stromer gut zu verbergen, die spektakulären Serpentinenstraßen auf der Kanaren-Insel durchzirkelt er präzise und leichtfüßig. Unterstützt wird das von einer äußerst exakten Lenkung und mächtigem, nicht enden wollendem Schub. Einzig beim Verbrauch zollt das Gesamtsystem dem Gesamtgewicht Tribut: mit zart-zurückhaltender Fahrweise waren 23 bis 25 kWh Verbrauch am Display abzulesen, wer’s hingegen forsch angeht, kratzt schnell an der 30 kWh Marke. Im Fall der Fälle hilft hier aber die deutlich gesteigerte Ladeperformance: Dank 150 bis 170 kW Leistungsaufnahme beim DC-Laden ist der 106 kWh Akku des Q8 55 e-tron in nur 26 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufgeladen. Erfreulich ist der Blick auf das untere Ende der Preisliste: das Einstiegsmodell mit dem „kleinen“ Akku, der Audi Q8 50 e‑tron, ist in Österreich bereits ab € 59.990,- zu haben! Als 55er kostet er dann ab € 73.311,-, das Topmodell SQ8 e-tron schlägt mit € 96.800,- zu Buche. Bestellungen werden bereits angenommen, ab Februar 2023 rollen dann die ersten Fahrzeuge auf Österreichs Straßen. mw Der Audi Q8 ist als SUV wie auch als Sportback formschön und dynamisch Datencheck Audi Q8 & SQ8 e-tron, Basismodelle & Basisdaten Modell Leistung Verbr. (WLTP) Reichweite (km) Preis (€) Audi Q8 50 e-tron 250 kW (340 PS) 20,1-24,0 505 59.990,- Audi Q8 55 e-tron 300 kW (408 PS) 20,6-24,4 600 73.311,- Audi Q8 Sportback 50 e-tron 250 kW (340 PS) 19,5-23,7 505 62.822,- Audi Q8 Sportback 55 e-tron 300 kW (408 PS) 19,9-24,1 600 75.094,- Audi SQ8 e-tron 370 kW (503 PS) 24,6-28,0 513 96.800,- Audi SQ8 Sportback e-tron 370 kW (503 PS) 23,5-27,0 513 98.840,- ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 9
Innovation von Vogl + CO Auto-Abos nehmen Fahrt auf Ob Netflix, Sky oder Spotify, AbonnementModelle haben sich in vielen Lebensbereichen durchgesetzt. Videos oder Musik auf Scheiben zu kaufen gehört der Vergangenheit an. Man streamt und hört, ohne zu besitzen. Dass Eigentum auch im Bereich der Mobilität kein Muss ist, wissen Öffi-Fahrer längst. Nun setzt sich das Abo-Modell auch in der Fahrzeugbranche durch. Günstiger als man denkt Dass die Kosten beim Auto-Abo auf den ersten Blick teuer beziehungsweise teurer als eine mehrjährige Leasingvariante scheinen, lässt sich bei genauem Hinschauen nicht bestätigen. Beim Abo ist darüber hinaus keine Anzahlung zu leisten, und auch das Restwertrisiko entfällt. Zudem sind mit der fixen Monatspauschale sämtliche Fahrzeugnebenkosten enthalten. Versicherung, Steuern, Service, Wartung, Pickerl, Räderwechsel und sogar die Autobahnvignette sowie die Betreuung sind an allen Vogl + CO-Standorten in der Steiermark und im Südburgenland inklusive! Fixpreis und voll flexibel Womit das Auto-Abo als Alternative zu Autokauf oder Leasing außerdem noch punktet, erläutern Anja Gruber und Rafael Krammer. Sie haben die Leitung der Abteilung „New Mobility“ bei Vogl + CO inne: „Da wären die kurzen Laufzeiten. Nach nur sechs Monaten kann man das Fahrzeug zurückgeben, verlängern oder tauschen. Dann die Flexibilität, sprich die Möglichkeit, ein Auto etwa nur für den Winter zu mieten. Weiters zählen die absolute Kostenkontrolle sowie auch der Nachhaltigkeitsaspekt zu den Vorzügen, ein Fahrzeug auf Zeit zu fahren.“ PR Auto-Abos haben sich zu einer schlauen Alternative entwickelt – dementsprechend nimmt das Geschäftsmodell Fahrt auf. PR Neue Mobilitätsformen sind ihr Tages- geschäft Anja Gruber und Rafael Krammer ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 10
PRODUKTE Ein Unikat im Matchbox-Format Ineos Grenadier in 1:18 Landi jetzt noch spielechter Zwei Maseratis für Barbie Nach dem Motto „Race on Sunday – Sell on Monday“ fanden in den USA der 50er- Jahre zahlreiche, so genannte „Club-Races“ für motorsportbegeisterte Privatfahrer statt. Um die Fahrzeuge vor Ort betreuen zu können, legten sich einige Fahrzeughändler Transportfahrzeuge zu. Das Miniaturmodell im Maßstab 1:64 ist wahlweise in den Farben Rot, Beige oder Blau erhältlich. Schuco bietet das Modell bereits seit einiger Zeit auch in den Maßstäben 1:43 und 1:18 an. Gerade erst ist die Serienproduktion angelaufen, da gibt es den Ineos Grenadier auch schon als Sammlermodell im Maßstab 1:18. Die Miniatur verfügt über ein detaillier- tes Interieur, aufklappbare Türen, BF Goodrich Offroad- Reifen und einen nachgebildeten Unterboden. € 185,- beträgt der stolze Preis, bestellt werden kann online unter www.merchandise.ineosgrenadier.com. Neben Orange und Silber gibt es den Geländewagenklassiker nun auch im gestreiften Safari-Look oder in British Racing Green. Das 50 Zentimeter lange RC-Modell im Maßstab 1:8 verfügt über Allradantrieb und stark verschränkte Achsen. Die Bodenfreiheit liegt bei sieben Zentimetern. Vorne ist das bis zu 20 km/h schnelle Modell mit LED-Frontscheinwerfern ausgestattet, für ein spielerisches Element sorgt der Dachgepäckträger. Die Akkulaufzeit beträgt rund 20 Minuten. Der Preis inklusive Akku, Ladegerät und Fernbedienung: € 170,- Maserati und Mattel haben in einem gemeinsamen Projekt den Barbie Grecale auf die Räder gestellt. Das pinke Fahrzeug ist als Edition der individuellen Fuoriserie in nur zwei maßgefertigten Exemplaren erhältlich. Ein Exemplar wird beim „Fantasy Gifts 2022“ des Luxuskaufhauses Neiman Marcus in Los Angeles verkauft. Ein Teil des Erlöses kommt dem Barbie Dream Gap Project zugute. Die Initiative arbeitet mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammen, die sich für Chancengleichheit einsetzen und Hindernisse für Mädchen beseitigen. Was mit dem zweiten Exemplar des Barbie Maserati Grecale geschieht, soll im nächsten Jahr bekanntgegeben werden. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 11
NEWS Toyota Corolla Cross Verwechslung inklusive Dem allgemeinen Trend zum SUV kann auch ein Weltbestseller nicht entkommen. Und so hat Toyota mit dem Corolla Cross nun auch für den meistverkauften Pkw der Welt eine hochgestellte Version aufgelegt. Wobei die Bezeichnung ein wenig irritiert, hat er optisch doch weder mit dem kompakten Schrägheck noch mit der Kombivariante zu tun. Zum Verwechseln ähnlich ist er allerdings dem RAV4. Mit € 38.600,- Euro für die zunächst eingeführte 2,0-Liter-Hybrid-Version mit Frontantrieb nähert sich der Corolla Cross nämlich auch preislich seinem großen Bruder, dessen aktueller Einstieg ebenfalls mit Frontantrieb sogar noch etwas günstiger ausfällt. Immerhin gibt’s dafür aber auch eine bessere Ausstattung. Erst mit der Einführung der günstigeren Basisversion mit schwächerem 1,8-Liter-Hybridantrieb im nächsten Jahr dürfte sich der Preisabstand wieder zurechtrücken. Auch wenn er dann wiederum dem Crossover-Bruder C-HR, der im gleichen Segment zuhause ist und nach der geplanten Aktualisierung ähnlich viel kosten soll, ins Gehege kommen könnte. Doch diese Kannibalisierung nehmen die Japaner offenbar bewusst in Kauf. Mit 4,46 Metern Länge ist er deutliche 14 Zentimeter kürzer als der RAV4 und mit 1,82 Metern Breite auch etwas schlanker, dafür aber sieben Zentimeter kürzer als der Segmentbruder C-HR, mit dem er sich die Plattform und den Radstand von 2,64 Metern teilt. Design & Abmessungen Das Design ist klassisch-konservativ in geradlinigem SUV-Aufbau mit wuchtiger Front, stark konturierter Motorhaube, schmalen LED-Scheinwerfern, ausgestellten Radhäusern und Kunststofffassungen rundum. Auch im Innenraum findet sich Bewährtes wie eine hohe Sitzposition, eine gute Rundumsicht, große Türöffnungen, bequeme Sitze, optional mit veganem Leder bezogen und von einem Panoramadach mit elektrischer Sonnenblende erhellt. Auf den Rücksitzen genießen Erwachsene bis 1,85 Meter gute Bein- und Kopffreiheit, darüber könnte es trotz zweifach in der Neigung verstellbaren Lehnen knapp werden. Das Heckabteil, das sich auch elektrisch und per Fußkick öffnen lässt, fasst 433 bis maximal 1.337 Liter, ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 12
Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Verbrauch (WLTP): 9,1 L/100 km; CO2-Emission, 214 g / km, Schadstoffeinstufung: Euro 6d Born on the Racetrack Foto: 1VIER - Kevin Pecks Näher als mit dem KTM X-BOW GT-XR kommt man mit einem straßenzugelassenen Fahrzeug nicht an einen reinrassigen Rennwagen heran. Der Supersportwagen ist das ideale Leichtgewicht- und High-Performance-Auto für echte Individualisten, die ungezügelte Dynamik, radikales Design und pure Begeisterung auch im Alltag erleben möchten. Bei der Entwicklung wurde herausstechende Performance mit ingenieurstechnischer Meisterleistung verbunden, damit jede Faser, jedes Bauteil, jedes Detail dieses Supersportwagens „READY TO RACE“ ist. ERFAHRE MEHR AUF KTM.COM/X-BOW GT-RENNWAGEN-PERFORMANCE FÜR DIE STRASSE.
das über eine sehr niedrige Ladekante befüllt werden kann. Premiere im Corolla Cross feiert ein neues, digitales 12,3-Zoll-Kombiinstrument, das immer zur Serie gehört. Es ist in vier Ansichten - Casual, Smart, Sport und Tough - konfigurierbar, ist übersichtlich geordnet und lässt sich über die Lenkradtasten schnell und einfach bedienen. Noch mehr ins Auge fällt das ebenfalls serienmäßige Infotainmentsystem, dessen 10,5 Zoll großer Touchscreen mit brillanter Darstellung mittig aus dem Armaturenbrett aufragt. Es verfügt über einen stärkeren Prozessor, der schneller auf Eingaben reagieren soll. Gängige Smartphones lassen sich ins System integrieren und per induktiver Ladeschale in der Mittelkonsole aufladen. Möglich sind außerdem jetzt auch Over-the-Air-Updates, mit der die Systemsoftware ohne Werkstattbesuch auf den neuesten Stand gebracht wird. Ebenfalls als erster Toyota weltweit fährt der Corolla Cross mit dem neuen, selbstladenden Hybrid-Antriebsystem, das in seiner fünften Generation mehr Leistung und Drehmoment bei kompakterer Bauweise und geringerem Gewicht verspricht. Nach wie vor gibt es zwei Varianten: Die 1,8-Liter-Einstiegsversion leistet nun 140 PS und soll, wie bereits erwähnt, im Frühjahr kommenden Jahres folgen. Antrieb & Fahrwerk Der Allradantrieb ist eine deutlich stärkere Weiterentwicklung des Systems aus dem Yaris Cross und verteilt das Antriebsmoment bei Bedarf automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. Der Sprint auf Tempo 100 ist so bestenfalls in 7,5 Sekunden möglich. Nicht zurückhaltend zeigt sich dabei das CVT-Getriebe. Zwar haben die Japaner es geschafft, die stufenlose Beschleunigung insgesamt harmonischer auszulegen, was fürs gemütliche Bummeln über Land oder im Stadtverkehr auch ausreicht. Doch sobald eine Steigung ansteht, mehr Leistung oder ein schnelles Überholmanöver verlangt wird, reagiert der Automat nervös. Am gefälligsten erscheint in diesem Fall noch der Fahrmodus Eco, in der Stellung Normal und Power braucht es schon einen sanften Gasfuß, um nicht vom lästigen Hin und Her genervt zu werden. Gelungen sind Fahrwerk und Lenkung. Stöße und Vibrationen durch groben Untergrund, Temposchweller und selbst raues Kopfsteinpflaster fangen die MacPherson- Federbeine vorne und die Doppelquer- lenker hinten souverän ab. Die zunächst etwas spitz anmutende, im weiteren Verlauf aber angenehm direkt arbeitende elektrische Servolenkung folgt kontrolliert und präzise dem eingeschlagenen Kurs. Scheibenbremsen an allen vier Rädern sorgen in jeder Situation für zuverlässige und sichere Verzögerung. In der höchsten Ausstattungsstufe beherrscht der Corolla Cross sogar das automatische Einparken. Vier Panorama-Kameras und zwölf Ultraschallsensoren erfassen dabei die direkte Fahrzeugumgebung, die auch gespeichert werden kann. ham Premiere im Corolla Cross feiert ein serienmäßiges 12,3-Zoll-Kombiinstrument. NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 14
Profis vertrauen GEDORE. Werkzeuge, die höchsten Ansprüchen genügen und einen präzisen, sicheren und leichten Einsatz ermöglichen. Das verstehen wir unter Qualitätsführerschaft, Innovationskraft und Servicekompetenz.
L I FESTYLE Luxus für den Kofferraum Union Glashütte mit Sonderedition Paul Pietsch Bentley-Performance für die Piste Eine Hommage an die japanische Handwerkskunst Supersportwagenhersteller McLaren Automotive hat pünktlich vor den Feiertagen seinen Geschenkeführer für 2022 vorgestellt. Darin findet sich unter anderem die Tumi | McLaren CX6TM Kollektion. Dazu gehören der „Aero International Expandable“, ein vierrädriger Handgepäckkoffer aus Karbon, ein „Velocity“ Rucksack, der „Torque Sling“ oder der „Quantum Duffel“. Ab € 795,- ist man dabei, erhältlich unter www.tumi.com. Mit der Noramis Sonderedition Paul Pietsch präsentiert Union Glashütte eine Hommage an eine Legende. Die Kollektion umfasst insgesamt vier Modelle, jeweils zwei Ausführungen der klassischen Noramis Datum, sowie zwei Editionen des sportlichen Noramis Chronographen. Die Zifferblätter der Uhren in Silber oder Anthrazit erinnern dank ihrer Nieten- und Blechoptik an die klassisch genieteten Autokarosserien der Zeit Paul Pietschs. Inspiriert von der prägnanten Rennwagennummerierung der 30er Jahre verfügt das Zifferblatt über eine 12 in kräftigem Rot. Der amerikanische Künstler Daniel Arsham hat sich zum dritten Mal einen Porsche vorgenommen. Herausgekommen ist diesmal der „356 Bonsai“. Mit dem Projekt verneigt sich Arsham vor der japanischen Handwerkskunst. Basis ist ein fast 70 Jahre alter Porsche 356 Speedster von 1955. Alle Schweißnähte, Narben und der natürliche, altersbedingte Verschleiß wurden sichtbar gemacht. Traditionellen japanischen Handwerksverfahren entsprechend schützt jetzt eine Schicht Leinöl das Rohmetall vor Witterung. Für Bentley-Fans, die auch im Pulverschnee eine gute Figur machen möchten: die Skier der „Ice Edition“ sind auf nur 200 Paar limitiert und basieren auf der für die Herstellerfirma Bomber typischen Holzkern-Sandwichkonstruktion, die für optimale Flexibilität sorgt. Darüber hinaus kommen Materialien wie Titanal und Glasfaser zum Einsatz. Auch die „Bomber for Bentley“-Skistöcke, die an Schalthebel aus der traditionsreichen Bentley-Geschichte erinnern, sind aus modernsten Materialen gefertigt, die eine optimale Handhabung gewährleisten. Und für alle, die auf Sicherheit Wert legen, gibt’s auch den dazu passenden Helm. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 16
L I FESTYLE Ducati geht dreimal mit der Zeit Titancarbid bei Porsche Design Edifice Chronographen EQB-2000 Chronograph CFB 1967 Porsche Design hat in seiner Uhrenkollektion als weltweit erster Hersteller den Werkstoff Titancarbid in der Gehäusefertigung verwendet. Es handelt sich um ein noch leichteres, antiallergenes und hochkratzfestes Material. Es wird zum 50-jährigen Jubiläum der von Ferdinand Alexander Porsche gegründeten Firma beim limitierten Chronograph 1 – 911 Dakar eingesetzt. Die in der hauseigenen Manufaktur im Schweizer Solothurn gefertigte Uhr kostet € 13.950,-. Die neuen Edifice Chronographen EQB-2000 mit massivem Edelstahlgehäuse bringen Funktion und Energie ans Handgelenk. Ob auf der Rennstrecke oder im Alltag. Inspiriert aus der Welt des Motorsports stehen die Chronographen für präzise Zeitmessungen auch von Höchstgeschwindigkeiten und greifen technische Design-Elemente aus Rennwagen auf, die sich auf dem Zifferblatt wiederfinden. Ducati und Locman haben im Rahmen ihrer Partnerschaft drei neue Armbanduhren entworfen: die automatische „Time Only“, einen Quarzchronographen und einen automatischen Chronographen. Die drei vom Centro Stile Ducati designten Modelle unterscheiden sich zwar in ihrer Mechanik, haben aber alle ein vierteiliges Gehäuse. Der Quartzchronograph kostet rund € 500,-, die „Time Only“ € 600,- und das Topmodell knapp € 2.300,-. Erhältlich auf locman.it. Die Carl F. Bucherer Manero Central Counter arbeitet mit dem Chronographenkaliber CFB 1967, das über einen Automatikaufzug sowie einen Sekundenzeiger mit Stoppuhrfunktion und einen äußerst nützlichen Minutenzähler verfügt. Mit den 12 rechteckigen schwarzen, mit Super-LumiNova® beschichteten Indizes ist das Zifferblatt bei allen Lichtverhältnissen ideal lesbar. Die Manero Central Counter mit einem Kautschukmix-Armband in Schwarz und Olivgrün mit gebürsteter Optik wurde in einer Auflage von nur 188 Stück gefertigt. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 17
KTM X-Bow GT-XR Herr Röhrl und das gelbe Wunder PROF I TEST 18 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
Es gibt viele gute Gründe, warum der Anblick des in bestechend schönem Gelbmetallic gehaltenen KTM X-BOW GT-XR mit dem amtlichen Kennzeichen BR-XBOW3 starke Gefühlsregungen bei seinem Betrachter auslöst. Sei es, weil er dessen bestechendes Design über die Maßen großartig findet, sei es, weil er weiß, welche Leistungsfähigkeit unter dem Kohlefaserkleid lauert, oder aber, weil es eigentlich wider aller Wahrscheinlichkeiten ist, dass dieses Auto überhaupt mit ordnungsgemäßer Zulassung vor ihm steht. Fünf vor Zwölf Für viele der wenigen Enthusiasten (sic!), die sich in den Diensten der KTM Sportcar GmbH über die letzten zwei Jahre Tag und Nacht an der Entstehung dieses Fahrzeugs abgearbeitet haben, treffen mit Sicherheit alle drei Gründe zu. Wobei letzterer jener Punkt ist, der für unzählige schlaflose Nächte verantwortlich war. Der Gesetzgeber, Sie wissen schon. Denn auch wenn Politiker aller Couleur immer wieder betonen, wie wichtig Arbeitsplätze gerade in den Nischen der Wirtschaft sind, so wenig sind deren Beteuerungen auf der Bühne der EU-Regularien dann wert. Kleinserienhersteller zu sein bedeutet im Jahre 2022 einen ständigen Überlebenskampf führen zu müssen und unter größtem Zeitdruck zu versuchen, den am Horizont dräuenden Irrsinnsregularien zuvorzukommen, die von eben diesen Politikern beschlossen wurden. Im Falle des KTM X-BOW GT-XR hätte das verpflichtende Spurhaltesystem nebst einigen weiteren, etwas weniger aufwendigen Pflicht-Gadgets das Projekt-Aus bedeutet – zu teuer wäre die Entwicklung eines solchen Systems gekommen, das nicht nur kein einziger Kunde haben wollen würde, sondern dessen Entwicklungskosten auch unmöglich auf die homöopathischen Stückzahlen von maximal 80 Einheiten pro Jahr umlegbar wären. Es war also ein Rennen gegen die Zeit, und das haben die Wettkampftypen von KTM, wenig verwunderlich, gewonnen: fünf Minuten vor Ablauf der Frist war der Stempel des KBA auf den Unterlagen, und der KTM X-BOW GT-XR – Nomen est Omen – „Ready to Race“.. Eine Motorsportlegende, die in ihrem Leben so ziemlich jedes Auto bewegt hat, das als gut oder außergewöhnlich gilt, trifft auf einen Supersportwagen, den es in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte. Ja, es war eine mehr als spannende Begegnung im herbstlichen bayerischen Wald. Und es förderte die Erkenntnis zu Tage, dass selbst einer wie Walter Röhrl noch sein gelbes Wunder erleben kann. KTM X-BOW GT-XR 19 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
Wie viel Hyper steckt im Car? Bei einem Blick auf die Eckdaten – 500 PS für 1.150 kg Vollcarbon – taucht zwangsläufig die Frage auf: Ist der KTM X-BOW GT-XR noch ein Supersportwagen, oder vielleicht doch schon ein Hypercar? Die befriedigende Antwort ist: Von beidem ein bisschen, aber von beidem genau das Richtige. In der Handhabung erfreulich einfach – sogar das Startprozedere ist jetzt Top-Gear bzw. Grand-Tour tauglich – und unprätentiös, im Fahrbetrieb völlig kompromisslos und gnadenlos schnell. Wie schnell, das lässt sich als „Normalo“ so oder so nicht wirklich erfahren. Aber man bekommt eine Ahnung, wenn man nach 350 unspektakulären wie überraschend bequemen Autobahnkilometern die ersten Abschnitte feinster Landstraße unter die 19 und 20 Zoll große MichelinPS4S-Mischbereifung nimmt. Der GT-XR mutiert zur Rakete auf Rädern, saugt sich auf das Asphaltband und schießt röhrend, schnorchelnd und kreischend in einer beängstigenden Exaktheit durch die Landschaft. Der leichteste Druck auf das Gaspedal gefährdet den Führerscheinbesitz nachhaltig, 200 km/h sind innert eines Wimpernschlags erreicht. Die Bremswirkung, so man sich auf das leider etwas stumpfe Pedal entsprechend brutal drauflatschen traut, raubt den Atem, lässt Beifahrer unkontrolliert headbangen und beansprucht das ABS-System ausschließlich in Extremsituationen. Die Lenkung, anfangs noch gewöhnungsbedürftig weil extrem leichtgängig und etwas gefühllos, setzt kleinste Richtungskorrekturen perfekt um, egal ob in langgezogenen Kurven oder engenKehren. Das Heck ist dabei so stabil, die Kurventempi sind so hoch, dass Übersteuern praktisch unmöglich erscheint. Wer’s provozieren will, muss völlig verrückt sein – oder Walter Röhrl heißen. Endlich fünf Zylinder Ein Mann, der seit Jahrzehnten in schnellen und spektakulären Autos sitzt, einer, der alles gesehen und gefahren hat, was besonders schnell, besonders außergewöhnlich und ja, auch besonders irre ist. Vor allem aber ein Mann, der damals, 2007, noch vor der offiziellen Markteinführung des ersten KTM X-BOW als einer der Allerersten mit dem offenen Zweisitzer mit Audi Vierzylindermotor fahren durfte. „Ich kann mich noch gut erinnern“, erzählt Walter Röhrl, „dass alle mit mir mitfahren wollten. Der Heinz Kinigadner, der Stefan Pierer, und viele andere mehr. Das war aber ein Entwicklungsauto, das damals noch überhaupt nicht g’scheit gefahren ist, die Bremse hatte kaum eine Funktion, und so weiter.“Eine Erinnerung, die mit dem KTM X-BOW GT-XR an diesem wunderschönen, herbstlichen Nachmittag jedenfalls keine Fortsetzung findet. Denn Röhrl röhrt mehr als einmal über seine Lieblingsstraßen, die Motorsport- legende prüft den X-BOW streng, schlussendlich hat KTM nun endlich „seinen“ Motor verbaut: Audis Fünfzylinder-Turbo „Wenn ich heute am Abend ins Bett gehe, wird mir dieses Auto wahrscheinlich noch einmal durch den Kopf gehen.” So entspannt schaut Walter Röhrl, während der Fotograf Blut und Wasser schwitzt. PROF I TEST 20 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
sorgt, wie bereits im Rennfahrzeug, auch bei der Straßenvariante für den nötigen Bumms und die richtige Geräuschkulisse. Gekoppelt ist das Aggregat mit einem Siebengang-DSG, welches an Stelle des sequentiellen Getriebes tritt und den Insassen den Hörsturz erspart. Dafür fallen die Schaltzeiten fast ein bisschen lang aus, was vor allem im Automatik-Modus in Kombination mit dem etwas zögerlichen Turbo-Ansprechverhalten dafür sorgt, dass KTM wenigstens in einer Disziplin noch kleines Verbesserungspotential hat. Im manuellen Modus fällt das aber so gut wie gar nicht ins Gewicht. Röhrl „spannt“ den Turbo vor und zoomt uns, eingebettet in das ansehnliche, gut zu bedienende Carbon-Cockpit, ein letztes Mal durch den bayerischen Wald. Am Punkt für ein Fazit angelangt, schweigt Walter Röhrl lange, wirkt andächtig, fast begeistert. Auf die Frage, ob er denn wirklich begeistert sei – und vor allem, ob das bei ihm überhaupt noch vorkommt – antwortet er: „Also ja, ich bin begeistert. Vollumfänglich begeistert. Was KTM da auf die Räder gestellt hat, ist einfach MITBEWERBER KTM X-BOW GT-XR Porsche 911 GT3 RS Der Heckmotor-Klassiker aus Zuffenhausen, Version Endstufe: 525 PS, aktive Aerodynamik, unter 6:50 Minuten auf der Nürburgring Nordschleife. Dazu absoluter Werterhalt garantiert. ab € 318.093,27 McLaren 720S Irrer Insulaner, ebenfalls mit Carbon-Chassis, stellt satte 720 PS (daher auch der Name) zur Verfügung, das reicht für 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, trotzdem mehr oder weniger alltagstauglich. ab € 365.431,- KTM X-BOW GT-XR 21 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
beeindruckend und wirklich, wirklich toll. Es ist ein Rennauto, ein echtes Rennauto, aber mit Straßenzulassung. Wie das fährt, wie das bremst, vor allem aber wie es lenkt und wie exakt es einlenkt, sowas kenne ich kein zweites Mal. Der Schlüssel ist das geringe Gewicht, ich verstehe nicht, dass praktisch nemand sonst für seine Supersportwagen diesen Weg wählt. Denn so ist das einfach toll. Wenn jemand so etwas sucht, das so unverfälscht, so echt und so direkt und so schnell ist, dann muss er den KTM einfach kaufen. Und nein, es kommt wirklich nicht mehr oft vor, dass ich begeistert bin. Wenn ich heute am Abend ins Bett gehe, wird mir dieses Auto wahrscheinlich noch einmal durch den Kopf gehen“ schließt Röhrl mit einem breiten Lächeln. Es scheint, als hätte Walter Röhrl gerade sein gelbes Wunder erlebt. mw Datencheck Motor, Antrieb Fünfzylinder-Turbo-Benziner, 2.480 ccm 268 kW/500 PS bei 6.350 U/min, 581 Nm bei 5.550 U/min, 7-Stufen-DSG-Getriebe, Heckantrieb Maße, Gewichte und Ladevolumen LxBxH (mm) 4.626/2.041/1.164 Leer Gew./Zul. Ges. Gew. (kg) 1.130/1.600 Anhängelast ungebr./gebr. (kg) -/- Ladevolumen (l) 160 Tankinhalt (l) 96 Beschleunigung, Spitze, Elastizität 0-100 km/h (s) 3,4 Spitze (km/h) 280 Verbrauch (l/100 km) Normverbrauch WLTP 9,1 Testverbrauch 8,8-16,5 CO2-Emission (g/km) 214 (WLTP) Preis: € 407.000,- Plus: Einzigartiges Konzept und unvergleichliches, direktes Fahrerlebnis, Optik Minus: Schon der Preis, immerhin gibt’s dafür optional einen Porsche 911 GT3 RS plus einen Basis-Taycan für den Alltag… Nicht nur Walter Röhri fand Gefallen am „gelben Wunder“ • auch seine berühmte Katze ließ es sich nicht nehmen, den KTM X-BOW GT-XR bei unserem Besuch im bayerischen Wald ganz genau zu inspizieren PROF I TEST
Der einzige Wahre Das Original. www.piaggio.at Komfort – Sicherheit – High Tech VOLL LED BASIS AUSSTATTUNG: 7” TFT-DISPLAY SPORT AUSSTATTUNG PLUS: GPS NAVIGATION Keyless System MIA CONNECTIVITY TELEFON MANAGEMENT EXKLUSIV AUSSTATTUNG PLUS: Tempomat RÜCKFAHRKAMERA TOTER-WINKEL-ASSISTENT Faber Roller und Bike, 1020 Wien und 1230 Wien | Rainer, 1040 Wien | MVS Zweiradshop, 2700 Wr. Neustadt | Bike Factory, 3100 St. Pölten und 3500 Krems | Vespa Center, 4050 Traun | sQooter, 4400 Steyr | Team Gruber, 4652 Steinerkirchen | Hauthaler, 5020 Salzburg | MOTO Seidl, 5280 Braunau | Motorbär, 6130 Schwaz | Loitz, 6923 Lauterach | Motor Hütter, 8143 Dobl | Motorrad Klinik, 8431 Gralla | Kropfitsch, 9023 Klagenfurt | KFZ Lobnig, 9100 Völkermarkt | Auto Dohr, 9400 Wolfsberg | Motec, 9500 Villach OFFIZIELLE HÄNDLER
Skoda krönt mit der Kombiversion des RS iV die Enyaq-Baureihe. Der Elektro-Crossover punktet dabei mit viel Platz, guter Reichweite und souveränen Fahrleistungen. Wermutstropfen ist lediglich das Fahrzeuggewicht. Der 4,65 Meter lange, 1,88 Meter breite und 1,6 Meter hohe Skoda Enyaq RS iV wird von zwei E-Motoren - je einer an Vorder- und Hinterachse mit einer Systemleistung von 220 kW/300 PS - auf Tempo gebracht. Sie kommen zusammen auf ein stattliches Drehmoment von 460 Newtonmetern. Laut Hersteller bewältigt der Crossover den Standardsprint in 6,5 Sekunden. Damit ist er mit dem SUV-Coupé gleichauf. An der Spitze stehen elektronisch limitierte 180 km/h im Datenblatt. Die Energie bezieht der Skoda Enyaq RS iV aus einem 82-kWh-Akku, der im Unterboden sitzt. Er lässt sich mit maximal 135 kW in 36 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen. Als Reichweite gibt der Hersteller mehr als 500 Kilometer an. Der Innenraum im Detail Die Ausstattung beim Skoda Enyaq RS iV fällt üppig aus: Dazu gehören beheizbare Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, die ein RS-Logo tragen, eine Drei-ZonenKlimaautomatik, eine induktive Ladeschale für Smartphones und ein beheizbares Sportlederlenkrad. Der Zentral-Touchscreen misst 13 Zoll, das Infotainmentsystem lässt sich aber auch über Gesten und per Sprache bedienen. Die volldigitale Instrumentenanzeige hat einen Durchmesser von 5,3 Zoll und kann über die Tasten am Lenkrad bedient werden. Ein Head-up-Display gibt es gegen Aufpreis. Für Aktualität und die Möglichkeit der Funktionserweiterung sorgen Updates. Verschiedene Fahrzeugfunktionen wie die Ladeüberwachung oder die Klimatisierung lassen sich über eine App per Smartphone steuern. Der vorläufige Preis des Skoda Enyaq RS iV beträgt € 64.540,- also rund € 2.000,- unter dem Preis des Coupés. RS Features & Fahrwerk Als RS-Modell kommt er natürlich mit RSspezifischer Ausstattung. Auf Wunsch und NEWS Škoda Enyaq RS iV Mehr ist nie genug 24 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
ŠKODA ENYAQ RS IV gegen Aufpreis werden sogar 21 Zöller in die Radhäuser gesteckt. Die RS-Optik prägen in Hochglanz-Schwarz lackierte Anbauteile. Dazu zählen der Kühlergrill, Aufsätze an der Frontschürze, die Fensterrahmen, die Außenspiegelkappen, der Heckdiffusor sowie der Skoda-Schriftzug und die Modellbezeichnung am Heck. Die Seitenschweller sind in Wagenfarbe lackiert und der rote Reflektor in der Heckschürze verläuft über die gesamte Fahrzeugbreite. Die vorderen Kotflügel zieren exklusive grüne RS-Logos. Zur Serienausstattung des Enyaq RS gehört auch das Crystal Face, bei dem 131 LEDs den Kühlergrill hinterleuchten. Ebenfalls Serie sind Voll-LED-Matrix-Hauptscheinwerfer und LED-Rückleuchten. Exklusiv den RSModellen vorbehalten ist auch die Uni-Lackierung in auffälligem Mamba-Grün. Beim Thema Fahrwerk gilt auch für ihn, was bei anderen Elektrofahrzeugen bereits bekannt ist. Dynamische Leichtigkeit gibt’s trotz Sportfahrwerk und sehr direkter Lenkung nur bedingt. Die Kombiversion ist zwar sehr stark und in jeder Lebenslage durchzugskräftig, aber leider auch sehr schwer. Werden die beträchtlichen Massen erst einmal durch flotte Richtungswechsel in Wallung gebracht, lässt man es recht rasch lieber ruhiger angehen. Sportlichkeit pur ist nach wie vor eher den RS- Verbrennern der Marke zuzuordnen. Der Enyaq gibt sich viel mehr als souveräner Gleiter für lange Strecken mit jeder Menge Potenzial für Zwischenspurts. Fazit: Jede Menge Power also, ein gestrafftes Fahrwerk und ein praktischer Karosserie-Zuschnitt: so präsentiert sich der Skoda Enyaq RS iV als weitere Alternative zu den klassischen Schwestermodellen. hak „Geräumig und schnell – der Skoda Enyaq RS iV vereint nun, was zuvor beim SUV-Coupé nur mit Abstrichen erhältlich war. Diese Kombination ist nicht nur für Familien mit sportlichen Ambitionen interessant.” Karl Hartner Mit maximal 135 kW kann in 36 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Die Normreichweite beträgt mehr als 500 Kilometer. Datencheck Škoda Enyaq RS iV Motor Elektro Allradantrieb Systemleistung 220 kW/299 PS max. Drehmoment 460 Nm Getriebe 1-Gang-Automatik V-max 180 km/h limitiert 0-100 km/h 6,5 sek. L x B x H 4.653 x 1.879 x 1.607 m Radstand 2.768 m Batteriekapazität 82 kWh brutto (77 kWh netto) Maximale Ladeleistung 135 kW Reichweite (WLTP) + 500 Kilometer Verbrauch (WLTP) 17,2 - 18,1 kWh/100 km Preis ab € 64.540,- Zwei E-Motoren - je einer an Vorder- und Hinterachse mit einer Systemleistung von 220 kW/300 PS - sorgen für mächtigen Vortrieb. Im Innenraum gibt es beheizbare Sport- sitze mit integrierten Kopfstützen und RS-Logo, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik, eine induktive Ladeschale für Smartphones und ein beheizbares Sportlederlenkrad. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 25
NEWS Renault Austral Diesel war gestern, Hybrid ist heute, so die offizielle Argumentation des französischen Herstellers. Der neue Austral, jüngster Vertreter der selbstverordneten „neuen Welle“ des französischen Konzerns, verzichtet also auf Diesel-Versionen und kommt aus- schließlich mit hybridisierten Antrieben. Neben den sogenannten milden Hybridisierungen, bei denen sich ein 1,3-Liter-Turbovierzylinder mit einem Riemen-Startergenerator und einer Lithium-Ionen-Batterie verbündet, rollt der Austral in der Topversion als E-Tech Full Hybrid 200 zu den Händlern. Dabei löst ein 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 140 PS den bisher eingesetzten 1,6-LiterVierzylinder ab. Dem Dreizylinder stehen zwei Elektroantriebe zur Seite, die zusammen 68 PS mobilisieren und von einer Lithiumionen-Hochvolt-Batterie von 1,7 kWh versorgt werden. So ergibt sich eine Systemleistung von 200 PS. Multimod & Verbräuche Die Kraftübertragung übernimmt ein Multi-Mode-Getriebe mit insgesamt 15 Fahrstufenkombinationen. Zwischen Null und 100 km/h vergehen 8,4 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit wird bei allen Varianten bei Tempo 174 abgeregelt. Nach Tempo 120 km/h verläuft der Vorwärtsdrang allerdings eher mäßig, wenn auf die Fahreinstellung Sport verzichtet wird. Um die Effizienz zu verbessern, spendierte man dem Austral vier sehr effektive Rekuperationsstufen, die über Schaltwippen am Lenkrad gesteuert werden können. Bei konsequentem Einsatz übernimmt der Elektroantrieb einen großen Teil des Antriebs. In der Stadt ist der Austral bis zu 80 Prozent im Elektromodus unterwegs. Als Verbrauch verspricht Renault 4,4 Liter. Nach ersten Fahrten rund um Madrid meldete der Bordcomputer zwischen 4,6 und 6,6 Liter. Der Elektroanteil kam bei den Überlandfahrten auf 40 bis knapp 50 Prozent. Bleibt die Frage, warum der Austral nicht auch mit Plug-in-Hybrid-Technik auf den Markt kommt. „Der Austral ist“, so Renault Hybridisierte Zukunft ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 26
RENAULT AUSTRAL Österreich Generaldirektor Martin Labaye, „das erste von drei Modellen, die wir demnächst auf den Markt bringen. Neben einem Crossover kommt noch ein Siebensitzer und in diesen Modellen werden wir diese Technik einsetzen.“ Tech-Design & Innenraum Der Austral rollt mit einem neuen, sogenannten sensual, also sinnlichen, Tech-Design in die Modellpalette. Der 4,51 Meter lange und 1,82 Meter breite Kompakt-SUV nutzt die neue CMF-CD-Plattform, die auch von den Konzernmarken Nissan und Mitsubishi eingesetzt wird. Dazu gehören Elemente wie der Unterfahrschutz vorn und hinten sowie Protektoren an den Radhäusern und den Seitenschwellern. Als Topversion kommt die Iconic Alpine-Ausstattungsvariante, die mit Markenlogo und einer Alpine blauen Ambientebeleuchtung sowie weiteren Dekoelementen im Innenraum Reminiszenzen an die SportwagenIkone bemüht. Im großzügigen Innenraum übernahmen die Kreativen des Konzerns viele Elemente aus dem elektrisch angetriebenen Mégane. Vor dem Fahrer breiten sich zwei große Bildschirme aus. Zusätzlich lassen sich Dinge wie Klimatisierung aber über eine Schalterleiste bedienen. Auch die Handauflage über der Mittelkonsole wurde aus dem Mégane E-Tech übernommen. Die Bedienhebel am Lenkrad wirken in diesem Umfeld wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen und sind zudem nicht sehr ergonomisch angeordnet. „Der Verzicht auf Diesel-Versionen bringt ausschließlich hybridisierte Antriebe“ Martin Labaye, Generaldirektor Renault Österreich Modernstes Onboad-Infotainment Komfort & Assistenzsysteme Französische Automobile stehen für die komfortable Art des Fahrens, der Austral stellt dabei keine Ausnahme dar. Das Fahrwerk ist eindeutig in Richtung Komfort abgestimmt und das bleibt auch so, wenn die Einstellung „Sport“ gewählt wird. Daneben stehen noch „Eco“ und „Comfort“ zur Wahl. Auch auf holprigem Untergrund bleibt der Austral ruhig und – dank der optionalen Allradlenkung – in der Spur. Mit dieser Lenkung gehört der Austral zu den wenigen Vertretern seiner Art und unterbietet mit 10,1 Meter Wendekreis sogar den entsprechenden Wert des kleinen Clio. Insgesamt 32 Assistenzsysteme stehen zur Verfügung, wobei der Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Sicherheitsabstandwarner, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung sowie ein NotfallSpurhalteassistent zur Serienausstattung gehören. Die Preisliste des Austral beginnt bei € 31.990,- für die Version Equilibre mit dem 140 PS starken Mild-Hybridantrieb und endet bei € 44.990,- für die Top-Variante Iconic Esprit Alpine. mw Datencheck Renault Austral Iconic Esprit Alpine R3-Benziner 199 ccm Motorleistung 147 kW / 200 PS Max. Drehmoment 205 Nm L x B x H (m) 4,51 x 1,82 x 1,61 Radstand (m) 2,66 V-max 174 km/h 0 auf 100 km/h 8,4 Sek. WLTP-Verbrauch 4,7 Liter CO2 Emissionen 106 g/km (WLTP) Leergewicht/Zuladung 1517 kg/max. 584 Preis (€) 44.990 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023 27
NEWS Toyotas Zukunft Vielfalt im Fokus Mag sein, dass viele Wege zum Ziel führen. Doch wenn es darum geht, die automobile Welt klimaneutral zu gestalten, haben sich die meisten Hersteller ganz offensichtlich für nur einen Weg entschieden. Bei Toyota sieht die Strategie hingegen deutlich anders aus. Statt auf eine Technologie zu setzen, plant man – zumindest für die mittelbare Zukunft – mehrgleisig. Und das mit Erfolg, denn auf dem um zwölf Prozent rückläufigen europäischen Markt konnte Toyota einen Zuwachs von 0,9 Prozent verzeichnen und somit einen Marktanteil von 7,3 Prozent erreichen. Ein Rekordanteil, der eigentlich erst für 2025 geplant war. Gleichzeitig wird Toyota in Europa die CO2-Neutralität früher als geplant erreichen. Für den Gesamtkonzern ist dies bis 2050 geplant, in Europa dürfte das Ziel bereits zehn Jahre früher erreicht sein. Null-Emmissionstechnik zu risikoreich Auf dem Kenshiki-Forum in Brüssel präsentierte der Konzern jetzt seine Strategie, wie die Modellpalette in den kommenden Jahren entwickelt wird. Dabei kommt, wenig überraschend, dem Hybridantrieb eine nach wie vor große Bedeutung zu. „Zweifellos werden im Jahr 2035 die batterieelektrischen Modelle beim Übergang zu Nullemissions-Fahrzeugen eine bedeutende Rolle spielen. Wir glauben aber, dass es jetzt noch zu früh und vielleicht zu risikoreich für die Umwelt und unsere Kunden ist, bei allen Nullemissionstechniken allein auf batterieelektrische Fahrzeuge zu setzen“, erklärt Matt Harrison, Präsident und CEO von Toyota Motor Europe. Zwar wird die Palette der vollelektrischen bZ-Modelle bis zum Jahr 2026 auf sechs Fahrzeuge ausgebaut, gleichzeitig bleibt der klassische, vor 25 Jahren erstmals präsentierte Hybridantrieb aber weiter im Programm. Als zweite Ergänzung der bZ-Baureihe wird im kommenden Jahr ein SUV auf Basis des bZ4X auf den Markt rollen. Parallel kommt der C-HR als Vollhybrid sowie als Plug-In Hybridvariante zu den Händlern. Das in Brüssel gezeigte Konzept wurde im Toyota-Designzentrum Nizza entworfen und ist bereits sehr nahe an der Serie. Gleichzeitig trägt der nächste C-HR das neugestaltete Markengesicht, das in Zukunft alle Toyota-Modelle ziert. Der C-HR besitzt eine elektrische Reichweite von mehr als 60 Kilometern, der vollelektrische bZ-SUV soll mit einer Batterieladung mehr als 400 Kilometer schaffen. Die Batterien für den C-HR werden in einer der beiden neuen Toyota-Batteriefabriken in Europa hergestellt. In der 28 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2023
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