P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 1/24 Euro 6,90 NORMALITÄT ZURÜCK ZUR Subaru Crosstrek Premium 2.0 Škoda Superb Elvis & Triumph Toyota C-HR ABT XGT Rennflair 2024 Formsache Hyundai Santa Fe Porsche im Wasser Fantom Air 850
seat.at/jubilaeumspraemie Die beste Party des Jahres. Alle Preise sind unverbindl., nicht kart. Richtpreise inkl. USt. und NoVA. ¹ 5 Jahre Garantie oder 100.000 km Laufleistung, je nachdem, was früher eintritt. ² € 2.000,- Jubiläumsprämie bereits vom Listenpreis abgezogen. Privatkunden-Angebot im Mietleasing der Porsche Bank inkl. USt. und NoVA, zzgl. gesetzl. Vertragsgebühr, keine Bearbeitungskosten. Laufzeit 48 Monate, 10.000 km/Jahr, Eigenleistung (VZ-Depot) € 2.397,37. Abschluss einer vollKASKO sowie eines Service-, Wartungsprodukts der Porsche Bank Versicherung vorausgesetzt. Im Angebotspreis bereits berücksichtigt: € 500,- Porsche Bank Bonus und € 500,- Versicherungsbonus bei Finanzierung und Abschluss einer KASKO über die Porsche Bank Versicherung. € 500,- Service Bonus bei Finanzierung und Abschluss eines Service-, Wartungsprodukts über die Porsche Bank. Für Porsche Bank Boni gilt: Mindestlaufzeit 36 Monate. Ausgen. Sonderkalkulationen für Flottenkunden, Behörden und ARAC. Die Boni sind unverbindl., nicht kart. Nachlässe inkl. USt. und NoVA werden vom Listenpreis abgezogen. Angebot gültig bis 30.06.2024 (Antrags- und Kaufvertragsdatum). Verbrauch: 5,1 - 6,8 l/100 km. CO2-Emission: 116 - 154 g/km. Symbolfoto. Stand 01/2024. antie oder 100.000 km Laufleistung, je nachdem, was früher eintritt. 40 Jahre SEAT Ibiza. Jetzt ab€ 99,– mtl.² 5 Jahre Garantie1 auf alle Modelle
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INHALT 38 News 06 Fantom Air 850 Porsche im Wasser 08 Toyota C-HR Spaß-Geselle 09 Dacia Duster 2024 Entstaubt & entölt 10 Bücher 14 Subaru Crosstrek Allrounder kompakt 22 MoonCity Wohlfühllounge Luna Starlight in der MoonCity 38 Škoda Superb Mehr als Superb Tuning 48 ABT XGT Rennflair für die Straße 50 Tuning ab Werk Mehr Power für den Kraftzwerg Roadbooks 42 DS9 E-Tense 250 Charmeur & Flaneur 43 Abarth 500e Turismo Emotion gegen Reichweite 44 Opel Astra 1.5 CTDI GS Line Öl mit Essig 45 Toyota Corolla Touring Sports GR Evolution eines Klassikers 46 Renault Clio Techno E-Tech Full Hybrid 145 Pariser Spatz 47 Toyota Prius Plug-in Ein Gewinn fürs Auge 2-Rad 66 Elvis und Triumph Zwei Legenden finden sich 68 Ducati Multistrada V4 RS Racefeeling für den Alltag 69 Vent Derapage RR 50 Apache on Tour 70 V7 Stone Corsa Hommage an den Rennsport 71 2Rad Produkte Service 12 Mobilität im Alltag Automobil bleibt unverzichtbar 26 Händlerradar 2023 Zeugnisverteilung Heritage 62 Langes C Seine Exzellenz 600 am Tracktest 52 Exklusiv – Toyota GR Yaris Rally1 Mittendrin statt nur dabei Sport 58 37. Jännerrallye 2024 Air Lengi flog allen davon Technik 36 Österreichischer Standard Prüfstand für E-Autos 72 Termintacho 73 Impressum 74 Rückstrahler 75 Vorschau New Mobility 24 Fiat 600 Dolce Vita elektrifiziert 28 Hyundai Santa Fe Formsache 32 Umweltlobby beklagt Die große e-Fuel Lüge 34 Opel Corsa 2023 Neues Gesicht 40 GWM WEY 03 + WEY 05 Premium Langläufer Titelthema 16 VW ID.7 Zurück zur Normalität 24 40 28 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 4
EDI TORIAL Johannes Ibrahim In einer Welt, in der sich die Art und Weise, wie wir kommunizieren und Informationen teilen, rasant verändert ist es unerlässlich am Puls der Zeit zu bleiben. Wir vom am sind stets bestrebt nicht nur mit der aktuellen Automobilwelt Schritt zu halten, sondern auch mit den neuesten Trends in der digitalen Kommunikationswelt. Deshalb freuen wir uns immer wieder neue Kommunikationswege vorzustellen, bei denen Sie mit uns interagieren können: So gesehen diesmal unser aktualisierter Instagram-Account. Hier teilen wir die neuesten Nachrichten, faszinierende Einblicke und alles Wissenswerte aus der automotiven Welt. Von exklusiven Vorstellungen neuer Modelle, aktuellen Trends – dieser Account sollte also künftig ihr direkter Draht zu aktuellen Neuheiten sein. Wer steht dahinter: Johannes Ibrahim – einer unserer Redaktionsmitglieder. Sein persönliches Credo dazu - sie auf eine etwas andere Art und Weise durch die Automobilwelt zu führen. So gesehen Abenteuer, amüsante Momente gepaart mit einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen. Liebe Leserinnen und Leser! Aber warum sollten Sie uns eigentlich noch auf Instagram folgen? Ganz einfach: Wir möchten sie dort abholen, wo Sie bereits häufig sind. In unserer schnelllebigen Welt ist es wichtiger denn je, Informationen schnell und punktgenau zu platzieren. All das ermöglicht unter anderem unsere aktualisierte Instagram-Präsenz sie über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und bietet Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, direkt und unkompliziert mit uns in Kontakt zu treten. Wir laden Sie daher abschließend noch einmal ein Teil unserer wachsenden Community zu werden. Nicht weniger wichtig ist uns ihre Meinung, daher freuen wir uns auf Ihre Kommentare, Likes und natürlich auch auf ihre Fragen. Fazit: In einer Welt, die sich ständig weiterdreht, drehen wir uns mit – und nehmen Sie gerne mit auf diese spannende Reise rund um dem Globus. Auf ein Wiedersehen auf Instagram! am_automagazin oder am_ALL_MOBILITY ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 5
NEWS Porsche im Wasser Fantom Air 850 Porsche und die österreichische Bootswerft Frauscher haben gemeinsam das Elektrosportboot 850 Fantom Air entwickelt, das auf die Antriebstechnik des künftigen vollelektrischen Macan setzt. Dazu zählen unter anderem eine permanenterregte Synchron-Elektromaschine, deren Spitzenleistung für den Einsatz auf dem Wasser auf 400 kW begrenzt wurde. Eine Welle überträgt die Kraft von der E-Maschine an den marinetypischen Z-Antrieb. Der Elektromotor sitzt im hinteren Teil des Bootes, die Steuergeräte sind wassergeschützt in einer Box mit Porsche-Schriftzug untergebracht. Unter der Liegefläche im Heckbereich befindet sich auch die ebenfalls vom Macan übernommene LithiumionenBatterie mit einer Bruttokapazität von 100 kWh. Bei ihrer Aufhängung im Tragrahmen haben sich die Ingenieure für sogenannte Drahtseildämpfer entschieden: Diese absorbieren Stöße, wie sie bei schneller Fahrt und Wellengang unweigerlich entstehen, besonders gut. Ähnlich wie bei Autos oder Motorrädern lässt sich mit Hilfe vorprogrammierter Fahrmodi - Docking, Range, Sport und Sport Plus - die jeweils passende Antriebscharakteristik wählen. Sie verändern die Kennlinie der Gasannahme und beinhalten zudem unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. So ist beispielsweise im Docking-Modus für die Hafenfahrt das Tempo auf acht Knoten - umgerechnet 15 km/h - limitiert. Die optimale Cruising-Geschwindigkeit liegt bei 41 km/h also 22 Knoten. Mit dieser Geschwindigkeit kann mit einer Batterieladung rund eine Stunde lang beziehungsweise etwa 45 Kilometer weit gecruist werden. Bei langsamer, sogenannter Verdrängungsfahrt sind Reichweiten von über 100 Kilometer möglich. Die Höchstgeschwindigkeit wird im Sport Plus-Modus erreicht und liegt bei abgeregelten 85 km/h 46 Knoten. Kundentypische Fahrten mit einem Mix aus Langsam- und Schnellfahrten ermöglichen je nach 6 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024
FANTOM AIR 850 Fahrprofil eine Fahrzeit von zwei bis drei Stunden. „Dieses Boot ist innerhalb der Branche ein echter Meilenstein. Die Elektroversion der Fantom Air ist in allen Fahreigenschaften wie Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling besser als die Variante mit Verbrennungsmotor – und dabei lokal emissionsfrei“, so Geschäftsführer Stefan Frauscher. Ladezeiten & 800 Volt Technologie Dank der 800-Volt-Technik von Porsche kann das Elektroboot an Schnellladestationen mit über 250 kW Gleichstrom geladen werden. So lässt sich die Batterie in deutlich unter 30 Minuten von zehn bis 80 Prozent aufladen. AC-Laden mit Wechselstrom an herkömmlichen Haushalts- und Starkstrom-Anschlüssen, wie sie am häufigsten in Häfen vorhanden sind, ist ebenfalls möglich. 911er Reminiszenzen am Steuerstand Das Studio F. A. Porsche hat den Steuerstandes gestaltet. Hinter der rahmenlosen Windschutzscheibe aus getöntem Acrylglas sitzt die Instrumententafel in hochglänzendem Schwarz. Die seitlichen Enden sind als Winglets ausgebildet – stilistisch eine Reminiszenz an den 911 und zugleich ein praktischer Haltegriff. Die fünf analogen Rundinstrumente sind in typischer PorscheGrafik gehalten. Gesteuert wird sie über ein ebenfalls markentypisches Lenkrad, das mit geeigneten Materialien für den nautischen Einsatz gestaltet wurde. Sein Kranz ist mit Kunstleder bezogen und dadurch gegen Salzwasser widerstandsfähiger. Ganz nach Art des Hauses befindet sich links vom Lenkrad die Start-Taste. Die 850er Fantom Air basiert auf dem Daycruiser 858. Sie übernimmt dessen 8,7 Meter langen und 2,50 Meter breiten Rumpf äußerlich nahezu unverändert und bietet Platz für bis zu neun Passagiere. An die Badeplattform am Heck schließt sich eine weiträumige Liegefläche mit zwei Polstern an. Ein Mittelgang verbindet den hinteren Teil des Bootes mit dem freistehenden Steuerstand und dem Cockpit. Konnektivität & Instrumentierung Zusätzlich ist die e-Fantom mit zwei klappbaren Biminis ausgestattet, die an sonnigen Tagen Schatten spenden. Ein Kühlfach und eine LED-Unterwasserbeleuchtung gibt es ebenfalls. Serienmäßig ist außerdem ein HighEnd-Audiosystem mit Bluetooth- und WLAN-Konnektivität an Bord. Bedienen lässt es sich über das zwölf Zoll große Multiinformationsdisplay. Integriert in das Anzeigekonzept sind Echolot und Kartenplotter. Ein Bugstrahlruder vereinfacht das Ein- und Ausparken. Polsterung, Rumpf und Deck sind in verschiedenen Farben bestellbar. Zur Wahl steht die gesamte, von Porsche für seine Straßenfahrzeuge angebotene Farbpalette. Geplant ist zunächst eine exklusive First Edition von 25 Exemplaren, die zu Preisen ab 561.700 Euro netto angeboten werden. ham „ Porsche-Feeling am Wasser“ Dr. Helmut Eggert - Markenleiter Porsche 7 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024
NEWS Die zweite Auflage des Toyota C-HR ist optisch etwas reduzierter, etwas kürzer, dafür aber etwas breiter. DIe Antriebe sind durchwegs elektrifiziert, mit zwei Voll- und - erstmals - einem Plug-In-Hybriden. Dass Toyota eine ernsthafte Marke ist, war über lange Zeit am Design der Modelle sichtbar. Im Vordergrund standen Zuverlässigkeit, Effizienz und Zweckmäßigkeit. Nun hatte CEO Akio Toyoda 2017 die Parole ausgegeben: „Keine langweiligen Autos mehr!“ Dem gewissermaßen vorausgeeilt war die Marke aber schon 2017. Mit dem C-HR, was für Coupé High Riser steht und einen flippig gestylten Crossover bezeichnet, der nicht nur spaßig ausschaut, sondern auch Fahrspaß bereiten soll, dabei mit unter 4,5 Meter Länge citygerecht handlich ist. Taxi-Karriere Diese Message ist angekommen. Auch im Gewerbe. Unzählige C-HRs durchpflügen den Stadtverkehr mit einem gelben Schild auf dem Dach. Klar, der angehobene Crossover-Schnitt offeriert bequemen Einstieg. Die Dachlinie senkt sich nicht scharf ab, es bleibt im Fond kommoder Kopfraum. Und die Motorenpalette, von Anfang an diesellos, ist auf Sparsamkeit getrimmt. Erst recht, seit der 1,2-l-Turbobenziner, der anfangs im Antriebsprogramm inkludiert war, aussortiert ist. Von Beginn an gehörte zu den Antrieben ein 1,8-Liter-Vollhybrid-Otto, 2019 kam hierzulande ein 2,0-Liter dazu. Beide sind auch in der zweiten Generation an Bord. In der optimierten und gestärkten Version der fünften Generation. Das ergibt 140 respektive 197 PS Systemleistung, Zweiteres je nach Bestellung und Ausstattung kombiniert mit elektrisch generierter Traktionsstärkung in Form eines zusätzlichen Elektromotors an der Hinterachse. Ergänzt ist das Antriebs-Porfolio nun um einen Plug-In-Hybrid: Wie unter anderem im neuen Prius arbeiten ein 2,0-Liter-Benziner und ein Stromer zusammen und produzieren gemeinsam 223 PS Systemleistung. Die Akku-Kapazität: 12,6 kWh. Die rein elektrische Reichweite: bis zu 66 Kilometern. Was allen Teilzeitelektrikern gemeinsam ist: das stufenlose CVT-Getriebe. Pfiffige Griffe Die zweite C-HR-Generation ist weit mehr als eine Auffrischung und Optimierung der ersten Auflage. Optisch ist er mit Detailmodifikationen markant geblieben, das Design ist ein wenig geglättet, der Blick aus den noch schmaleren Scheinwerfern schärfer. Aerodynamisch ist er noch ausgefeilter. Dazu gehören die Türgriffe, sie sind an allen vier Portalen automatisch komplett versenkbar. Intensiv gefeilt haben die Entwickler am Fahrwerk und der Lenkung. Das kam an den ausprobierten Modellen am homogensten - auch akustisch - in der frontgetriebenen 1,8-Liter-Version rüber. Der 2,0-Liter geht naturgemäß kraftvoller ans Werk. Noch nicht unter den Probanden war der Plug-In-Hybrid. Eine erste Verkostung wird‘s im Frühjahr 2024 geben. Der Preis: Ab 36.390 Euro (1,8 l, 140 PS). Bestellungen ab Jänner 2024 (inkl. Plug-In-Hybrid). keckx Toyota C-HR Spaß-Geselle ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 8
DACIA DUSTER 2024 Entstaubt & entölt Dacia Duster 2024 Dacia hat den Duster erneuert. Das Design des Bestsellers ist schärfer, die Materialien sind nachhaltiger, Diesel ist ausgezogen, elektrifizierte Benziner sind eingezogen, neue Praxisdetails feiern Premiere. Es wäre geradezu irreführend zu sagen, Dacia hätte den Duster entstaubt. Denn für den Staub ist er gemacht, sei es nun eine Schotterpiste, eine winterlich eingesplittete Straße oder ein Steppenpfad. Das kann er alles. Seit 2010. Muss er aber nicht zwingend. Er hat sich auch so auf Asphalt als Top-Seller etabliert. Vor allem bei Privatkunden. Als preisgünstiger Allrounder mit 4x4-Option. Er ist nicht bloß noch ein SUV, sondern ein starker Charakter, der im Laufe seiner bisherigen zwei Generationen schrittweise an die steigenden technischen Anforderungen angepasst wurde. Benzin & Strom Weit mehr als das hat Dacia für die Entwicklung der dritten Generation gemacht. Das neue optische Selbstbewusstsein hatte das im Vorjahr modernisierte Frontdesign bereits vorbereitet. Demzufolge ist der Robust-SUV jetzt kantiger, auch stimmiger, immer noch eindeutig als Duster identifizierbar. Bau-Basis ist die CMF B-Plattform, wie unter anderem im Jogger. Damit ist das Antriebsprogramm gewissermaßen entölt. Es gibt den Diesel nicht mehr. Dafür jenen Benziner-Vollhybrid, der bereits in den bis zu siebensitzigen Kombi-SUV-Crossover eingezogen ist: eine Kooperation zwischen 1,6-LiterBenziner und Strom-Aggregat samt Startergenerator plus Multimode- Getriebe, mit 140 PS Systemleistung. Dazu kommt ein, bei Dacia neuer, 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, mild hybridisiert, mit 130 PS und wahlweise Front- oder Allradantrieb, kombiniert mit sechsgängiger Schaltung. Das 4x4System offeriert nun fünf Fahrmodi. Eine Bergabfahr-Unterstützung (vorwärts und rückwärts) gehört dazu. Auf kniffligeres Terrain als simple Schotterstraßen ist der neue Duster mit einer Bodenfreiheit von 217 Millimetern vorbereitet. Vegane Rohkost Angepasst, doch nicht übertrieben ist die Bordmitgift. Das Cockpit ist digital. Hinter dem Volant steckt ein 7-Zoll-TFTInstrument. Das MultimediasystemDisplay misst 3,5 bis zu 10,1 Zoll, die Software reicht von Smartphone-Integration bis zu voller Konnektivität auf Top-Niveau samt Navigation. An Bord ist alles an Assistenz-Elektronik, was derzeit gesetzlich gefordert ist. Inklusive Tempo-Piepserl. Mit der Zeit ging man auch materialseitig. Es ist kein Glanz-Chrom appliziert. Und möglichst wenig Lack. Siehe Starkle, ein neues Kunststoffmaterial aus zwanzig Prozent wiederverwertetem Polypropylen, unter anderem an Radhausverkleidungen und StoßstangenKomponenten. Roh. Unlackiert. Wie der angedeutete Plastikunterfahrschutz. Das Interieur ist sozusagen vegan. Tierfrei. Es fehlt dafür nicht an Accessoires und Zubehör. Nagelneu ist YouClip. Ein multifunktionales Befestigungssystem für Kleinzeug. Dazu gehören auch Smartphones. Oder Taschenhaken etc. Preise: werden erst später bekanntgegeben. Bestellungen: ab Februar. Marktstart ist im 2. Quartal 2024. keckx ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 9
BÜCHER Das große 1x1 des 4x4 Von Achsübersetzung über Seilwinde oder Watttiefe bis hin zum Zentraldifferential. In dem Buch „Das große 1x1 des 4x4“ behandelt Autor Michael Scheler Themen rund um Offroad- und Allradfahrzeuge. Das Sachbuch umfasst 232 Seiten und richtet sich vor allem an Einsteiger, aber gleichermaßen auch an Fortgeschrittene der Szene. Die locker geschriebene Lektüre ist ein umfassendes Nachschlagewerk und behandelt Fachbegriffe und Themen aus der Welt des Geländefahrens. Alle Begriffe sind thematisch sortiert. „Das große 1x1 des 4x4“ von Michael Scheler ist im Pietsch-Verlag erschienen. Das Buch hat 232 Seiten und kostet 32 Euro. Der Mensch ist wie ein Auto „Der Mensch ist wie ein Auto“ lautete vor kurzem die Überschrift in einer Buchbesprechung der Tageszeitung „Die Presse“. Bei der Namen gebenden Hauptfigur handelt es sich um einen alternden, ehemals Philosophieprofessor, der kurzweilig über sein Leben und vor allem die Beziehung zu seiner vor Jahren ertrunkenen Frau resümiert. Tatsächlich zeichnet der Autor im Lauf der Handlung immer wieder Analogien zwischen Mensch und Automobil. Beide - darüber hinaus vielleicht sogar die ganze Autoindustrie - sind oftmals zu Umwegen gezwungen, geraten an Entscheidungen fordernde Scheidewege und landen manchmal sogar in Sackgassen. Und sie bewegen sich doch. Bis im Roman, ein die Straße querendes Wildtier den Protagonisten zu einem abrupten Ausweichmanöver zwingt. Die Kollision mit einem Baum beendet sowohl die Funktionstüchtigkeit des Automobils als auch die Erzählung. Der Preis: Euro 23,- im Buchhandel Girls & legendary US-Cars Wenn es um Fahrzeugkalender geht, spielen nicht selten auch mehr oder weniger bekleidete Frauen eine Rolle auf dem Bild. Das ist beim Hamburger Fotografen Carlos Kella nicht anders. Und dennoch sticht sein Wochenkalender „Girls & legendary US-Cars“ alle Jahre wieder hervor. Nicht nur die Reihenfolge des Titels zeigt, dass es hier um mehr als nur Autos geht – aber auch nicht um weniger. Carlos Kella ist in der Pin-up-, Burlesque- und Vintage-Szene zu Hause und versteht es, seine Fotomodelle abwechslungsreich in Szene zu setzen. In diesem Jahr sind es neun Frauen, von denen einige bereits aus früheren Kalendern bekannt sind, wie zum Beispiel Setty Mois und Julia Barrakuda. Erschienen ist „Girls & legendary US-Cars 2024“ im Verlag Sway Books. Der Kalender im Format 42 x 30,7 Zentimeter kostet 44,90 Euro. ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 10
Helden der Ringe ist ein historischer Abriss über alle 16 rotweiß-roten Piloten in der Königsklasse des Motorsports. Es blickt auf und hinter die Kulissen, bietet zusätzlich zu allen Werdegängen und Statistiken der Helden, auch exklusive Interviews mit den noch lebenden Haudegen. Sie liefern außergewöhnliche Einblicke in den Rennsport der letzten fünf Dekaden, ebenso wie die Gesprächsaufzeichnungen mit den schon von uns gegangenen Rennlegenden. Das neue Buch Miltners ist bei Online-Bookstores wie Amazon, Thalia, Morawa, usw. sowohl als Hardcover wie auch als eBook erhältlich. JET Flottenkarte für Ihr Unternehmen Gebührenfrei Ohne Zettelwirtschaft Ohne Mindestvolumen Einfach & schnell an der Zapfsäule bezahlen Jetzt starten! flottenkarte.jet-tankstellen.at Automagazin_Inserat_JET_Flottenkarte_183x125_RZ.indd 1 25.10.23 16:07 BÜCHER „Helden der Ringe“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 11
SERVICE Viele Menschen sind grundsätzlich interessiert auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität einen persönlichen Beitrag zu leisten. Bei den Möglichkeiten sehen sie aber starke Unterschiede je nachdem, ob sie in urbanen oder ländlichen Gegenden leben. Gefragt wurde nach Mobilitätsverhalten, Mobilitätspräferenzen sowie der Einstellung zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten und Technologien. Nach wie vor spielt für die individuelle Mobilität das Auto im Alltag der Mehrheit der Bevölkerung die dominante Rolle. 74 Prozent der Bevölkerung halten das Auto für unverzichtbar in ihrem privaten Alltag. Noch deutlicher: 84 Prozent der Menschen auf dem Land geben an auf ihr Auto im Alltag nicht verzichten zu können. Tatsächliche Verhaltensänderungen 56 Prozent äußern große oder sogar sehr große Bereitschaft, das eigene Verhalten zugunsten des Klimaschutzes zu ändern. 29 Prozent bezeichnen ihre eigene Bereitschaft im Alltag etwas zu ändern, um damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, hingegen als weniger groß. Auffällig ist, wie groß das noch ungenutzte Potenzial für klimafreundliche Verhaltensweisen ist. So können sich 51 Prozent der Bevölkerung vorstellen ein umweltfreundliches Auto zu fahren. Gleichzeitig zeigen sich bei der Frage nach der konkreten Möglichkeit für Änderungen des persönlichen Mobilitätsverhaltens 71 Prozent der Befragten dabei halten dies für nur schwer möglich., 16 Prozent könnten etwas ändern. Auch hier fallen die Unterschiede zwischen Stadt und Land auf. 88 Prozent der Menschen in Orten mit weniger als 5000 Einwohnern halten Änderungen im eigenen Mobilitätsverhalten für schwierig. „Viele Menschen hierzulande können ihren Alltag ohne Auto nicht meistern – nicht jetzt und auch nicht in Zukunft. Deswegen sollte man es nachhaltiger, innovativer, sicherer, digitaler und klimafreundlicher machen. Entscheidend dabei: Für den Erfolg der Transformation und den dafür notwendigen Rückhalt in der Gesellschaft, müssen wir die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten berücksichtigen und entsprechende Lösungen entwickeln“, so Hildegard Müller, Präsidentin des VDA. Ladeinfrastruktur & Technologieoffenheit Die grundsätzliche Veränderungsbereitschaft der Bevölkerung zeigt nach Ansicht des VDA, wie wichtig es ist, die Menschen vom Umstieg auf E-Mobilität zu überzeugen. Die Möglichkeit, das E-Auto immer und überall laden zu können, hält der Verband dabei für essenziell. Gerade einmal 14 Prozent halten das Angebot an Ladestationen in der eigenen Umgebung für gut. 68 Prozent sehen hingegen das Angebot an Ladesäulen in der eigenen Umgebung kritisch und sehen sogar Defizite auf Autobahnen und Landstraßen. Auch der technologische Fortschritt ist bei den Befragten ein wichtiger Faktor für mehr Klimaschutz. Leitmotiv individuelle Mobilität sollte es sein sie nachhaltig und digital zu gestalten, Mobilität bedeutet Teilhabe am sozialen Umgang und somit eine zentrale Säule unseres Lebens. aum Mobilität im Alltag Automobil bleibt unverzichtbar ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 12
WWW.SUBARU.AT Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,7l/100 km (WLTP). CO2-Emissionen: 174 g/km. 8 JAHRE GARANTIE & UNBEGRENZTE KILOMETERLEISTUNG ENTDECKEN SIE DEN NEUEN SUBARU CROSSTREK. Von der Spritztour durch die Stadt bis hin zu Outdoor-Abenteuern – der neue Subaru Crosstrek sorgt für mehr Fahrspaß als je zuvor. Das markante und dynamische Design mit charakteristischer Frontpartie macht schon beim bloßen Anblick mächtig Eindruck. Ausgestattet mit den neuesten Sicherheitstechnologien bietet der Crosstrek mit seiner verbesserten Fahrdynamik kompromisslosen Komfort, egal ob Alltag oder Abenteuer. FAHRSPASS TRIFFT ABENTEUER.
HN IESWT SO R I E Was früher der Subaru XV war, ist jetzt der neue Subaru Crosstrek. Doch nicht nur der Name des Allradlers ist neu wie unser Test zeigen wird. Knapp 40 Prozent der Subaru-Kundschaft in Europa hat sich bisher für einen XV entschieden. Genauso wichtig für den Allrad-Spezialisten ist aber, dass sich zwei Drittel davon erstmals für die Marke entschieden haben. So auch einer der ersten Crosstrek Käufer, der seinen in die Jahre gekommenen Lada Taiga nun ersetzen wird. Am auffälligsten beim neuen Modell ist wohl die neue Front mit größerem Kühlergrill und markanterem Logo, einer höheren Motorhaube sowie neuen LED-Scheinwerfern. Neu an der Seite auch die Kunststoffverkleidungen an den Radkästen und die silbernen Seitenschweller. Sie fallen nun wesentlich stärker ins Auge. Nicht zu vergessen die neuen Rücklichter am Heck. Soviel zum neuen Design. Viel wichtiger im Alltag aber natürlich die Technik wie bei unserer Testfahrt teilweise auf blankem Eis. Leistung & Hubraum Bei der Motorisierung fällt das bisherige Basistriebwerk mit 1,6 l Hubraum künftig weg. Einziger Motor in der Preisliste zum Verkaufsstart der 2 Liter e-Boxer, der nun 136 PS statt wie bisher 150 PS leistet. Subaru verspricht dadurch eine Reduzierung des Verbrauchs und den damit verbundenen CO2 Ausstoß. Veränderungen am Boxermotor und am Elektroantrieb sollen die Leistung des Hybrids - der kurze Strecken sogar rein elektrisch fahren kann - nicht verschlechtern. Entscheidend für eine Kaufentscheidung pro Crosstrek wird sicherlich auch das moderne Ambiente im Innenraum mit all seinen Features sein, die Subaru Crosstrek Allrounder kompakt 14 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024
SUBARU CROSSTREK PREMIUM 2.0 den Alltag doch wesentlich komfortabler und sicherer machen sollen. Geräusch & Komfort Bei unserem Test konnten wir keine subjektiven Leistungsunterschiede zwischen XV und dem neuen Subaru Crosstrek feststellen. Spürbar verbessert zeigte sich allerdings der Geräuschkomfort und die modifizierte Lenkung. Sie arbeitet nun wesentlich direkter und gibt eine viel bessere Rückmeldung vor allem auf glattem Untergrund. Verantwortlich für den höheren Komfort sind auch die neuen Vordersitze, die vor den vielen kleinen Erschütterungen der Fahrzeugkarosserie schützen und so die Bewegungen von Kopf und Körper reduzieren. Darüber hinaus werden auch unerwünschte Geräusche im Innenraum durch eine hervorragende Vibrationsdämpfung auf ein Minimum reduziert. Das sorgt auch auf Langstrecken zu einer entspannterem Reise. Beim Thema Technik wurde das Eyesight- Sicherheitssystem verbessert, das jetzt auch über ein Frontradar verfügt. Es soll so Fußgänger die sich von der Seite nähern, früher zu erkennen. Summa summarum also jede Menge gutes Gefühl beim Fahren, selbst bei extremen Bedingungen. Egal, ob auf trockener oder rutschiger Fahrbahn, die duale X-Mode-Elektronik koordiniert automatisch Motormanagement, Allradantrieb, Bremskraft und andere Funktionen. Zusammen mit dem mehr an Bodenfreiheit macht der Outback nicht nur im Gelände sondern auch als Lifestyle Kombi eine sehr gute Figur. Mit ähnlich guter Ausstattung wie bisher bietet Subaru den neuen Crosstrek ab 41.490 Euro an hak Datencheck Subaru Crosstrek 2024 Motoren 2,0-Liter-Vierzylinder + E-Motor Getriebe/Antrieb Stufenlose Automatik (CVT); Allrad Gesamtleistung 100 KW/136 PS Max. Drehmoment 182 Nm Karosserie Außenmaße (L/B/H) mm 4495/1800 (2018)/1600 Leergewicht/Zuladung 1520/430 kg Kofferraumvolumen 315-13141 Fahrleistungen (Werksangaben) Beschleunigung (0-100 km/h) 10,8 s Höchstgeschwindigkeit 198 km/h WLTP Verbrauch (/100km) 7,71 Testverbrauch (l/100km) 7,9-9,8 Preis Testwagen € 45.290 Der neue Crosstrek bietet mit Apple CarPlay und Android Auto mehr technische Möglichkeiten als je zuvor. Längere Gepäckstücke können durch Umklappen der 60:40geteilten Rücksitzlehne problemlos transportiert werden ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 15
NEWS Mit dem ID.7 will VW nicht nur seine elektrische Transformation fortsetzen, die knapp fünf Meter lange Schräghecklimousine soll zeigen, wie man Elektromobilität langstreckentauglich und komfortabel machen will. Die Anlagen dafür bringt sie mit guter Aerodynamik, großer Reichweite, schnelles Laden sowie langem Radstand und jede Menge Oberklasse. VW positioniert so das neue Topmodell der ID-Familie in der oberen Mittelklasse und tritt damit gegen Größen wie Mercedes EQE, BMW i5 oder auch Hyundai Ioniq 6 an. Schon auf den ersten Blick macht der 4,96 Meter lange Viertürer mit der Coupé-förmig abfallender Heckpartie und den kurzen Überhängen was her. Dach und Dachsäulen sind stets schwarz gefärbt mit Rahmenleisten im Alu-Look. Die Front wird von einer konturierten Haube, den schmalen LED-Scheinwerfern und einer LED-Querspange dominiert. Motorisierung & Leistung Der VW ID.7 basiert auf dem modularem E-Antriebs-Baukasten MEB und verfügt als erster Elektro-VW über einen neu entwickelten Motor namens „App 550“. Hierzulande kommt er vorerst in einer einmotorigen Variante, bei der die auf die Hinterachse wirkende Permanentmagnet-Synchronmaschine 210 kW - 286 PS - leistet. Das maximale Drehmoment beträgt 550 Newtonmeter. Das Ein-Gang-Getriebe ist zweistufig ausgelegt. In China gibt es den ID.7 dem Ministerium für Information und Technologie (MIIT) zufolge dagegen mit lediglich 204 kW/277 PS. Bereits für den Spätsommer 2024 angekündigt ist auch eine GTX-Variante des ID.7. Die kommt mit Dual-MotorKonfiguration und vermutlich 250 kW/340 PS. Der Allradler soll dann mit zusätzlichen sportlichen DesignMerkmalen das Angebot nach oben abrunden. Dazu gehören ein schwarz lackiertes Dach, abgedunkelte Scheiben sowie Kontrastnähte im Innenraum. Premiere feiern wird der GTX auf der IAA in München. VW ID7 Zurück zur Normalität ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 16
VW ID.7 cW Wert & Assistenzen In der Seitenansicht schwingt sich eine Linie unterhalb der Fensterbrüstung von den Scheinwerfern bis in die Heckpartie, in der wiederum eine auffällige LED-Querspange nach außen bis in die umlaufenden LED-Rückleuchten hineinreicht. Eine scharfe Abrisskante hilft der Aerodynamik, die mit einem cW-Wert von 0,23 zwar nicht ganz an Mercedes-Benz EQS oder Lucid Air heranreicht, den ID.7 aber dennoch sehr windschnittig macht. Im wahrsten Sinn des Wortes bemerkenswert ist das serienmäßige Augmented-RealityHead-up-Display, das ein ganz neues ID-Cockpit-Layout konzipiert. Wesentliche Fahrinfos wie aktuelle und zulässige Geschwindigkeit, Spurmarkierungen, Abstandshinweise, aber auch Ladestand der Batterie und Verbrauchswerte, stehen dem Fahrer nun buchstäblich vor Augen auf die Fahrbahn geschrieben, darunter besonders hilfreich die spurgenaue Führung der Navigation. Wobei Statusanzeigen rund 3,5 Meter in den Nahbereich vor den Wagen projiziert, Fahr- und Richtungshinweise virtuell in rund zehn Meter Entfernung über die reale Außenwelt gelegt werden. Armaturenträger & Touch Display Lichtlaufstreifen unter der Frontscheibe - ID.Light, die ebenfalls serienmäßig an Bord sind, geben außerdem intuitiv wahrnehmbare Informationen. Dafür ist das bislang in den ID-Modellen hinterm Lenkrad aufragende Kombiinstrument jetzt so stark verkleinert, dass es ins Band der Luftausströmer passt. Damit wirkt der Armaturenträger optisch sehr clean und geschlossen. Zentrale Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist das – Tesla lässt grüßen – frei stehende, 15 Zoll große Touch-Display des InfotainmentSystems, das in seiner Menüführung logisch und selbsterklärend in einen mittigen Homescreen, flankiert von zwei Touch-Leisten aufgebaut ist. Die Obere bietet direkten und schnellen Zugriff auf Fahrzeugfunktionen und verfügbare Apps, die jeweils frei konfiguriert werden können. Gleiches gilt für den Hauptscreen, der Inhalte wie Navigation, Radio, Klima oder den neuen Online-Sprachassistenten als Kacheln darstellt und dessen Inhalte, Layout und Anzahl ebenfalls individuell angepasst werden können. Die untere Leiste des Displays zeigt die Klima- und Sitzfunktionen. Allein die fummeligen Slider für Lautstärke und Temperatur darunter sind geblieben, doch sind sie nun wenigstens beleuchtet. Auch die Fahrstufen lassen sich wie bekannt über einen Drehhebel hinterm Lenkrad verstellen. Aber auch der Rest des Interieurs macht einen sehr aufgeräumten und gepflegten Eindruck, zumindest in der vorerst verfügbaren Version Pro, zu der unter anderem ein beheizbares Multifunktionslenkrad, eine 10-farbige Ambientebeleuchtung, eine 3-Zonen-Klimaautomatik mit automatisch gesteuerten Luftausströmer, das Navigationssystem „Discover Pro Max“ und Sprachassistent gehören. 1. E-Volkswagen mit „App550“ Antrieb Lichtlaufstreifen unter der Frontscheibe und Augmented Reality-Head-up Display mit an Board. Forstsetzung Seite 20 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 17
INTERVI EW Für die Marke Volkswagen kommt der Wind derzeit von vorn: In Europa muss sie die Produktion der elektrischen ID-Modelle drosseln. Es fehlt an Nachfrage und an Zulieferteilen. Ausgerechnet in diesem Wintersturm lässt Thomas Schäfer mit dem ID.7 das neue elektrische Flaggschiff zu Wasser. Doch Schäfer hat einen Plan, wie er auf den Erfolgskurs zurückfinden will. am: Wie wichtig ist der ID.7 für die ID-Baureihe von Volkswagen? „Extrem wichtig. Als Top-End-Fahrzeug rundet er unsere elektrische ID-Familie nach oben ab. Die ID.7 Limousine ist sehr wichtig für China und die USA. In Europa wird der ID.7 Tourer, also der Kombi, die Hauptrolle spielen. am: Wird der Preis des ID.7 familientauglich sein? „Verglichen mit dem Wettbewerb kann sich der Preis wirklich sehen lassen. Vor allem, weil das Auto praktisch mit Vollausstattung auf den Markt kommt. Für uns reduziert das die Zahl der Varianten und damit natürlich auch Kosten, für den Kunden ist das ein gutes Angebot. am: Wie wird sich der ID.7 im Vergleich zum etwa gleich großen Passat verkaufen? „Der Passat war in seiner Klasse immer schon unser Volumenauto. Wir sind zuversichtlich, dass der ID.7 diese Erfolgsgeschichte im Elektrosegment fortscheiben wird. Die Produktion des ID.7 läuft jetzt in Emden hoch. Zunächst bauen wir dort die Limousine, im kommenden Jahr kommt dann der Tourer hinzu. am: Vieles wurde mit ID.7 adressiert, das bei den ersten ID. Fahrzeugen kritisiert wurde, zum Beispiel bei der Bedienung. Warum brauchte es die Lernphase? „Die Slider für die Lautstärke nicht zu beleuchten, war rückblickend ein Fehler. Umso wichtiger ist es, dass wir den Kunden genau zugehört und solche Details beim ID.7 verändert haben: Angefangen bei den beleuchteten Slidern bis hin zur Verbesserung der Sprachsteuerung, die jetzt absolut auf der Höhe der Zeit ist. am: Die ersten ID-Modelle von VW wurden stark kritisiert. Ist der Name ID nicht auch beschädigt? „Wir haben unsere Kunden um ihre Meinung gebeten. Die Frage war: Sind wir auf der richtigen Spur, unsere vollelektrischen Fahrzeuge unter dem Dach ID-Familie zusammenzufassen? Das Ergebnis war, dass die Modellbezeichnung ID weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Den Namen jetzt abzulegen, wäre falsch. Zumal die IDFamilie mit den jüngsten Upgrades des ID.3, ID.4 und 5 und neuen Modellen wie jetzt dem ID.7 richtig gut ist. am: Sie haben gerade erst den Passat vorgestellt. Wie lange wird es solche noch Verbrenner-Modelle bei VW geben? „Der Tiguan ist auch ganz frisch am Markt. Mit T-Roc und Tayron, dem Nachfolger des Tiguan Allspace, kommen jetzt noch weitere neue Modelle als Verbrenner oder Plug-in-Hybride mit elektrischer Reichweite von 100 Kilometern. Das sind die besten MQB-Fahrzeuge, die wir je gemacht haben. 2033 wird unsere Produktion von Verbrennern in Europa dann voraussichtlich auslaufen. am: Der Plug-in-Hybrid ist derzeit in vielen Märkten von den Niederlanden bis nach China der am schnellsten wachsende Antrieb. Sollte das nicht das batterieelektrische Auto sein? „Das liegt daran, dass dieser Antrieb in vielen Märkten gefördert wird, zum Beispiel in China als New Energy Vehicle. Auch in Südamerika und Nordamerika werden Plug-in-Hybride stärker nachgefragt. In China sind es allerdings vor allem die Low-Cost-Hybride, die beispielsweise BYD anbietet. am: Genau dieses Segment wächst in China sehr schnell. Sind die für VW auch eine Option? „Ja, da sind wir in China dran. Die Zukunft wird aber dem reinen Elektroantrieb gehören. Der wird sich schneller durchsetzen, als viele denken. 36 Monate für den Erfolg VW-Chef Thomas Schäfer ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 18
VW-CHEF THOMAS SCHÄFER am: Ab 2035 muss der Grenzwert null sein. Gibt es da neben dem Elektrofahrzeug nicht auch noch e-Fuel oder die Brennstoffzelle? „Diese Technologien haben in bestimmten Nischen durchaus eine Daseinsberechtigung. Aber im Volumensegment wird sich das batterieelektrische Auto ganz klar durchsetzen. am: Bei der ID-Produktion wurden jüngst Schichten gestrichen, zum Beispiel in Zwickau und angeblich auch in Emden. Fehlt die Nachfrage? „In der Tat passen wir unsere Schichten und Produktionsfahrweisen in den MEB-Werken aktuell auf die Nachfrage an. Für uns ist es keine Option, einfach weiter zu produzieren und so den Markt mit Fahrzeugen zu fluten. Erschwerend hinzu kommt, dass es aktuell einen Versorgungsengpass bei bestimmten Antriebsvarianten für unsere ID. Modelle gibt. am: Wie lange wird diese Durst- strecke für die ID-Modelle noch dauern? „Die Strompreise sind jetzt wieder in vernünftigen Bahnen und bei der Förderung werden wir sehen, ob die tatsächlich nächstes Jahr komplett ausläuft.“ Und die Produktionsprobleme? „Die Kolleginnen und Kollegen in Kassel arbeiten mit Hochdruck daran, das Problem in den Griff zu bekommen. am: Dachte man nicht früher, bei den Elektromotoren gibt es gar nicht so viel Differenzierung, das ist doch ein austauschbares Produkt?“ „Das war ein Irrtum. Es ist schon eine Herausforderung, einen leistungsstarken, effizienten Elektromotor zu bauen, der in einem großen und schweren Fahrzeug wie dem ID.7 nur 14,8 Kilowattstunden verbraucht. am: Wird der ID.7 helfen, die zuletzt eher enttäuschenden Absatzzahlen in China zu verbessern?„ Das ist unser Ziel. Die Situation in China ist geprägt von vielen neuen Herstellern, die sich in einem stark wachsenden Elektromarkt möglichst schnell relevante Volumina sichern wollen. Auch über extreme Preisnachlässe. am: Wie sieht es bei Volkswagen in China aus? „Bei den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind wir nach wie vor sehr gut unterwegs und haben unseren Marktanteil noch einmal auf rund 15 Prozent gesteigert. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen haben wir ein klares Programm zur Absatzsteigerung aufgelegt. Der ID.3 funktioniert mittlerweile im Markt sehr gut. Der ID 4 kommt in Gang. Der ID.7 kommt zur richtigen Zeit. Aber klar, wir haben doch ein bisschen was aufzuholen. Wir arbeiten an wettbewerbsfähigen Kosten und Produktfeatures, die den Geschmack der relevanten Kundengruppen treffen. Ab 2026 kommen zahlreiche neue Elektromodelle speziell für China. am: Haben Elektroautos von VW bei den Chinesen ein schlechteres Image? „Wir haben eine extrem junge Kundschaft in China im Vergleich zu Europa oder den USA. Und die ist sehr techaffin und Gadget-orientiert. Diese Kunden erwarten Spiele auf dem Display, lieben es, im Auto Karaoke zu singen und so weiter. Die neuen Wettbewerber haben ihren Fokus voll auf dieses digitale Erlebnis im Fahrzeug gelegt. Aber da holen wir jetzt gerade auf. Cariad China hat kürzlich die GameBase App vorgestellt. Der NEV Markt in China ist außerdem stark vom Trend zu intelligent Connected Vehicles (ICVs) geprägt. Hier kooperieren wir mit Thundersoft und Horizon Robotics und entwickeln neue Systeme, die schon im nächsten Jahr kommen. am: Wird VW in China wieder zu alter Stärke finden und Marktführer werden? „Als Konzern sind wir das nach wie vor, nur nicht als Marke. Wir sind dabei, jetzt die Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken. Auf der anderen Seite gibt es eigentlich kein Herstellerland auf der Welt, wo nicht ein Local Hero den ersten Platz besetzt hat, ob Südkorea, Deutschland oder Frankreich – und jetzt eben China. Man muss auch neidlos anerkennen, dass einige chinesische Hersteller einen wirklich guten Job gemacht haben. Aber das hemmt unseren Ehrgeiz nicht, im Gegenteil. am: Die Chinesen sind sehr schnell in der Umsetzung neuer Ideen. Läuft Ihnen in China die Zeit davon? „Wir müssen verinnerlichen, wie man sehr viel schneller digitale Features entwickeln und zügig ins Auto bringen kann. Auch ganz speziell für China. Das heißt, neue Funktionen regelmäßiger über Updates ins Fahrzeug zu bringen und nicht auf das nächste Facelift zur warten. Wir brauchen den China Speed. am: Was heißt China Speed? „Bei einem neuen Modell: 36 Monate von der ersten Idee bis zum Start der Produktion. Das machen wir jetzt. Übrigens weltweit, denn das spart auch Kosten. am: Wie wettbewerbsfähig ist denn die Produktion in Europa noch? „Deutschland ist ein Hochpreisstandort. Damit müssen wir umgehen und hierzulande innovativer und produktiver sein als an anderen Standorte. Volkswagen bekennt sich zum Standort Deutschland, sowohl in der Fertigung als auch in der Entwicklung. Aber wir müssen in vielen Bereichen effizienter werden. Bei den Produktionsmethoden mit Großgussteilen zum Beispiel. am: Großgussteile, wie Tesla sie mit seinen Giga-Pressen fertigt, sind auch für VW ein Thema? „Wir erproben das Verfahren. Unser Ziel ist eine intelligente Lösung, mit der wir einerseits Gewicht sparen und andererseits sicherstellen, dass das Auto im Falle eines Unfalls trotzdem noch repariert werden kann.“ (cen) „36 Monate von der Idee bis zum Produktionsstart“ Thomas Schäfer - CEO VW ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 19
NEWS Oberflächen und Materialien im sichtbaren Bereich sind sauber verarbeitet und fühlen sich hochwertig an, die bequemen Sitze bieten einen ausgezeichneten Halt. Sitze & Beinfreiheit Optional gibt es so genannte „ergoActive“-Sitze mit Druckpunktmassage sowie ein Panoramadach mit „Smart Glas“, dessen Glasschichten elektronisch blickdicht oder klar geschaltet werden können. Dazu gibt es Platz in Hülle und Fülle. Dank des langen Radstands von 2,97 Meter dürfen sich vor allem Passagiere in Reihe zwei über große Beinfreiheit freuen. Und trotz der leicht abfallenden Dachlinie bleibt auch genügend Platz über dem Scheitel. Hinter der elektrisch aufklappenden Heckklappe öffnet sich ein bis zu 532 Liter großer Kofferraum, dessen Volumen bis zur ersten Sitzreihe beladen auf bis zu 1586 Liter erweiterbar ist.. Leistung & Fahrdaten Unterm Strich wirkt der ID.7 also wie eine ganz normale Reiselimousine, mit der sich die eine oder andere komfortable Langstreckenfahrt absolvieren lässt. Wäre da nicht der elektrische Antrieb, der dabei immer wieder zu unfreiwilligen Unterbrechungen zwingt. Doch auch hier nähert sich VW langsam der Normalität. Angetrieben wird der ID.7 zur Markteinführung von einem 210 kW/286 PS starken Elektromotor, der aus dem Stand 545 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterachse schickt. Mit der bislang leistungs- und drehmomentstärksten E-Maschine aller ID-Modelle lassen sich, wenn man will, Standardsprints auf Tempo 100 in 6,5 Sekunden absolvieren, wobei die Spitze auf 180 km/h limitiert ist. Ihren Strom holt sie sich dafür aus einer Batterie mit 77 kWh Netto-Energiegehalt. Eine zweite Batterieversion mit 86 kWh wird folgen. Immerhin soll die jetzige mit einem Normverbrauch von 16,3 bis 14,1 kWh nach WLTP bereits eine Reichweite von bis zu 621 Kilometern besitzen. Auf unseren Testfahrten im strömenden Regen und bei einstelligen Temperaturen über französische Landstraßen und Autobahnen zeigte der Bordcomputer zwar selten unter 17 kWh an, doch annähernd 450 Kilometer wären so auch möglich – ein akzeptabler Wert. Zumal die Energie kaum weniger schnell wieder aufgenommen werden soll. An DC-Schnellladesäulen sollen im besten Falle mit 175 kW Ladeleistung in zehn Minuten Strom für rund 200 Kilometer nach WLTP in die Batterie zurückfließen. Oder anders gesagt: Ist der Akku auf 10 Prozent runter, kann er in rund 28 Minuten wieder zu 80 Prozent aufgeladen werden. Dazu kann die Batterie nun dank neuem Lade- und Thermomanagement für den nächsten Schnellladestopp vorkonditioniert werden, entweder automatisch bei aktiver Zielführung des Navigationssystems mit e-Routenplaner oder manuell über das Lademenü im Infotainment-System. Zusätzliches Einsparpotenzial bietet der Eco-Fahrmodus, der die elektrischen Verbraucher an Bord runterfährt und „Das Smart Glas kann elektronisch geschaltet werden.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 20
VW ID.7 mit verstärkter Rekuperation den Wagen einbremst. Es geht aber auch umgekehrt im Sportmodus, bei dem sich Cockpit- und Ambientebeleuchtung rot färbt und der Motor ebenso überraschend wie überflüssig einen brummenden Ton von sich gibt – der sich über das Fahrprofilmenü aber dankenswerterweise auch wieder deaktivieren lässt. Zumal die Limousine auch bei dieser Option nicht zum Elektro-Sportflitzer mutiert. Zwar werden Dämpfer und Federn nun etwas härter und auch die Lenkung zielt noch agiler und direkter ums Eck, doch das ausgewogene Fahrwerk bleibt insgesamt weiter auf Komfort getrimmt. Auch der tiefe Schwerpunkt durch die im Wagenboden integrierte Batterie sorgt für Stabilität und Sicherheit. Unterm Strich ist VW mit dem ID.7 ein gutes Elektroauto gelungen, das mit Langstreckenkomfort, vergrößerter Reichweite und Ladeschnelligkeit die größten Hindernisse der Elektromobilität entschärft. Doch eine weitere Hürde bleibt der Preis. Mindestens € 59.990 Euro verlangt VW für den ID.7 in der Version Pro, zwar mit ordentlicher Serienausstattung, Da kommt nicht nur der aktuelle Lieferengpass für Elektromotoren aus dem VW-Werk in Kassel zur Unzeit. Und noch ein Problem(chen) dürfte der ID.7, zumindest in Westeuropa, haben. Limousinen gehören hier nicht zu den gefragtesten Karosserieformen. Doch die Kombi-Version, die VW diesmal „Tourer“ statt Variant nennt, steht bereits zusammen mit der Allradvariante GTX in den Startlöchern. hak/cen Datencheck VW ID.7 Antrieb APP 550 E-Motor, FWD Leistung 210 kW/286 PS Max. Drehmoment 550 Nm Antrieb 2 stufige 1-G-Auntomatik Ladeleistung AC 11kW Ladeleistung DC 175 kW Batteriegehalt netto 77 kWh Ladezeit AC 0-100% 8.00 h Ladezeit DC 10–80% 28 Min Höchstgeschwindigkeit 180 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,5 Reichweite laut WLTP (km) 621 Verbrauch laut WLTP (kWh) 14,1 – 19,2 Leergewicht / Zuladung: min. 2172 kg max. 460 kg Anhängelasten 1000/1200 kg Basispreis € 59.990 VW ID.7 kommt auch als Kombi 2024 wird es den Passat zwar noch einmal und nur noch als Variant in Neuauflage geben, die Zukunft aber ist auch bei Volkswagen elektrisch. So wird derzeit mit dem ID.7 Tourer der erste vollelektrische Kombi der Marke entwickelt. Dieses Segment wird bei Elektroautos derzeit noch mehr als stiefmütterlich behandelt: Es gibt aktuell lediglich einen E-Kombi auf dem Markt, den MG 5. VW strebt für den ID.7 Tourer eine möglichst große Reichweite im Idealfall einen cw-Wert von 0,23 an, was dicht an der Limousine wäre (0,23). Das Kofferraumvolumen beträgt bis zu 545 Liter bis maximal 1710 Liter. Die Markteinführung ist für das kommende Jahr geplant. Gebaut wird der ID.7 Tourer wie schon die Limousine im Werk Emden. VW ID.7 als Performance-Car Volkswagen hat zum von Fans organisierten ID-Treffen in Locarno ein Showcar aufgefahren. Der ID X Performance basiert auf dem ID.7. Das Sportfahrwerk mit straffen Federn legt die Limousine sechs Zentimeter tiefer, die Spur wurde um 80 Millimeter verbreitert. Frontsplitter und Heckdiffusor bestehen aus Carbon. Der VW ID.7 rollt auf 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss und 265er-Rennsportreifen. Am Heck bringt ein Carbon-Flügel den nötigen Abtrieb. Ebenfalls aus Carbon sind die Schalensitze. Rote Akzente unterstreichen im Innenraum ebenfalls den dynamischen Anspruch. Im Showcar ergänzt Volkswagen den permanenterregten Synchronmotor an der Hinterachse durch einen zusätzlichen Asynchronmotor an der Vorderachse zu einem Allradantrieb. Der Dualmotor-Antrieb hat eine Leistung von 411 kW (558 PS) und eine Boostfunktion. Die Steuerung des Antriebsmoments übernimmt ein Fahrdynamikmanager, der über ein separates Display in der Mittelkonsole bedient wird und auch die Hinterachsquersperre steuert. Noch im tarnenden Camouflage-Look: VW ID.7 Tourer ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024 21
2019 startete Porsche Austria die Mooncity im Salzburger Stadtteil Schallmoos unweit der Firmenzentrale. Seither kamen 170.000 Besucher vorbei, die neugierig auf Elektromobilität waren oder einfach nur laden wollten – „trotz Pandemie“, wie Porsche Austria-Geschäftsführer Wilfried Weitgasser betonte. Seit Mitte Jänner ist das Kompetenzzentrum neugestaltet und erweitert, oder wie es im fachlichen Neusprech heißt: „Recharged“, also neu aufgeladen. Die Mooncity bietet nun nicht nur umfassende Information zu allem rund um E-Mobilität, sondern kann auch für Veranstaltungen gemietet werden - 700 Quadratmeter für bis zu 200 Personen. Durch den Lounge-Charakter sieht Moon Power-Chef Markus Tatzer die Räumlichkeiten als Wohlfühloase mit Zeitvertreib zum Beispiel während eines Ladevorgangs. Laden & Probefahren Österreichs größter innerstädtische Ladepark bietet inklusive des Audi Charging Hubs noch drei AC-Stationen mit sechs Ladepunkten und sieben DC mit 13 Ladepunkten, davon drei mit Kreditkartenterminal - maximal 320 kW. Neben Informationen der theoretischen Art sind auch Probefahrten mit aktuellen E-Modellen aller Konzernmarken möglich so unter anderem VW ID.7, Skoda Enyaq, Cupra Born, Audi Q8 e-tron und VW ID Buzz. Apropos: Elf E-Modelle hat der Volkswagenkonzern derzeit im Angebot, sechs weitere kommen 2024 hinzu. Und warum überhaupt „Mooncity“? Weil der Übergang zur E-Mobilität einen ähnlichen Einschnitt bedeutet wie die erste Mondlandung 1969, so meint man bei Porsche Austria. Mittlerweile gibt es Mooncities in Österreich und Deutschland, insgesamt mit Franchise-Partnern ist man in 22 weiteren Ländern präsent, heuer kommen vier - Schweiz, Polen und Malaysia - hinzu. In Salzburg wuchs die Mitarbeiterzahl auf 80, der Umsatz kletterte 2023 auf 50 Millionen Euro und soll heuer nochmals um 50 Prozent zulegen. KI inklusive Und weil es halt heutzutage offenbar ohne künstliche Intelligenz nicht mehr geht, empfängt die Besucher nun eine Dame, die sich Luna Starlight nennt. Der weibliche Avatar soll Gäste unterhalten und auch Chat-GPT-basiert informieren. Darüber hinaus ist die Moon City vom Klimaministerium als „Green Location“ ausgezeichnet. Die hauseigene PV-Anlage leistet 60 kWp. Und wie definieren Weitgasser und sein Kollege Tatzer ihre neue Begegnungsstätte? Logischerweise als „Home of Charging“. kun NEWS MoonCity Wohlfühllounge Luna Starlight in der MoonCity (l) Wilfried Weitgasser, GF Porsche Austria (r) Markus Tatzer, GF MOON POWER 22 ALL MOBILITY – automagazin.at 01|2024
❯ Minus 25 % auf Steuer- und Abgabenbelastung ❯ Reparaturbonus für Autowerkstätten ❯ Masterplan gegen Parkraumvernichtung AUTOVOLKSBEGEHREN JETZT UNTERZEICHNEN! Impressum: Verein „Mein Auto“ - Initiative zur Förderung der individuellen Mobilität, Wiedner Hauptstraße 61/Top 5, 1040 Wien Kontakt: Mag. Bernhard Dworak, +43 664 180 00 14; Initiator Autovolksbegehren: Gerhard Lustig, +43 664 822 94 85 Ihre Stimme zählt! www.autovolksbegehren.at
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