VOLKSWAGEN T-ROC AUFSTEIGER NachgeschÄrft SEAT IBIZA & ARONA RECHTSBERATUNG ACHTUNG KAMERA - DASHCAMS klassik-zeitreise 130 JAHRE ŠKODA www.automagazin.at AUSGABE 1/2026 P.b.b GZ022034771M | Euro 6,90
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NEwS 06 Bentley Continental GT Supersports Die Rückkehr der Fahrmaschine 08 Kurzmitteilungen Von Audi bis VW 10 BYD Atto 2 DM-i-Hybrid Kompakter Reichweiten-Allrounder 12 Toyota Aygo X Sparsam nicht spaßarm 14 Kommentar Stefan Pabeschitz Grundsatz-Frage 16 Rechtsberatung Dashcams 18 Seat Ibiza & Arona Komfort & Design Roadbooks 24 Toyota Hilux GR & Yaris GR Hoch- und Tiefbau 28 Jaecoo 7 Premium Line Überraschungsgast 29 Audi A6 Avant Quattro 2.0 Silent Space 30 Hyundai Tucson & Renault Austral Starke Kombinationen 32 Renault R4 Electric Der Kult fährt wieder 33 MGS5 EV Luxury Long Range Auffällig unauffällig 34 Ford E Tourneo Custom Einmal alles E-klar 35 Leapmotor T03 Kompakt und unaufgeregt Spezial 64 Ferrari SC40 Reinkarnation Sport 66 Lamborghini Temerario GT3 Born to be Wild Lifestyle 70 Produktnews Uhren, Stiefel, Kalender, Gemälde Sport 72 Opel Corsa Rally4 Der neue Einstieg 2-Rad 76 Radfahren als Philosophie Passione für den Radsport 78 Ducati Panigale V4 R MotoGP-DNA für die Straße 81 Termintacho, Impressum 82 Rückstrahler 83 Vorschau 36 Skoda Elroq 85x Alltagstauglich NEw Mobility 38 Akkuevolution Neue Antriebsalternativen 40 Ferrari Elettrica Start in die elektrische Zukunft 41 Xpeng G9 Neue Elektro-SUV-Referenz 42 Toyota Urban Cruiser Elektro and the City 44 Citroën ELO Aber nicht das Orchester 46 Renault 5 Turbo 3E 1. Ausfahrt 48 Land Aircraft Carrier Impulsgeber Klassik 50 130Jahre Škoda Alte Werte 54 Hudson Wasp King of Cool 56 Autohaus Wieland Mehr als ein Scheunenfund TuNiNg 60 Brabus Rocket GTS Supercar Reise 62 Wintercamping Hoch- und Tiefbau TOYOTA HILUX GR SPORT UND TOYOTA GR YARIS 20 VW T-ROC Frischer Look, vertraute Stärken 68 V8 Hotel Wohnraum mit Hubraum 24 4 am 1/2026 -ALL MOBILITY INHALT
Die von der grün Beteiligten-Vorgängerregierung ausgeweitete NoVA auf Nutzfahrzeuge hat eher zu einer Verteuerung der Handwerkerrechnung geführt. Die Freude über die Ankündigung, dass Pickups bald wieder NoVA-befreit sein sollen, schwenkte jedoch schnell in Verärgerung um. Der Anforderungskatalog wurde so gestaltet, dass praktisch kein Pickup tatsächlich darunter fällt. Kreative finden mit Pritschen mit seitlich klappbaren Bordwänden und Dreisitzer-Umtypisierung zwar dennoch erste Wege – ob bewusst oder unabsichtlich –, wer die Liste an NoVA-Befreiungsgründen erstellt hat, hat unser Steuergeld nicht verdient. Die Schlagzeile des Jahres „Privates Vermögen höher als Staatsschulden“ lässt schnell Einblicke in die fantasielose Handelsunfähigkeit manch höher gestellter Entscheidungsträger zu. Die ersten Reaktionen waren natürlich, neue Steuern jeglicher Art müssen schnell her. Warum es wie in anderen Ländern keine Deckelung, etwa auf Grundnahrungsmittel, gibt, lässt sich also nur erahnen. Die plakative Schlag- zeile einer Satirezeitung „Supermarkt raubt Kunden aus“ drückt aus, was die Bürger längst realisieren. Zurück zu denen, die nur unser Bestes wollen – unser Geld. Außer der Bundeshauptstadt ist Österreich per se kein autofeindliches Land, aber deren Autobesitzer haben sich damit abgefunden, die Zahldeppen der Nation und Europas zu sein. Nur in Belgien sind Steuerbelastungen rund um das Auto noch höher. Darf’s etwas mehr sein? Außer einem Schmunzeln, dass die Gebühren der Eheschließung und des Leichenpasses parallel um exakt 48,2 Prozent erhöht wurden, gibt es keinen Grund zum Lachen. Die ohnehin immer wieder verteuerte Kfz-Zulassungsgebühr kostete 2025 bereits 270 Euro, also 78,24 Prozent mehr. Nur ein „bisserl” mehr als die Inflation, aber nah dran an der gefühlten. Damit ist aber leider nicht Schluss – es könnte schon bald passieren, dass die Zulassungsgebühr die 300-Euro-Marke sprengt. Unter den Rekordsteigerungen rangieren noch die Ausstellung eines Zulassungsscheins mit 178 Euro sowie die des Führerscheins mit 90 Euro. Also 50 Prozent zusätzlich, einfach so. Politisch korrekt sagt man natürlich nicht Steuererhöhung, sondern einnahmenseitiges Sparen. Schon zum Jahresbeginn rollen automatisch weitere Verteuerungen an, doch noch nicht genug: Für Autofahrer stehen neue Fallen ins Haus, ganz im Stile der gefürchteten italienischen „Zone Trafico Limitato“. Auch wenn klassische Begegnungszonen der fairste und einfachste Weg gewesen wären, mit den Wiener Bemühungen für läppische 23 Prozent weniger Stellplatzverstellung im inneren Bezirk soll die 36. Novelle eine umfangreiche Kameraüberwachung inklusive Echtzeit-Polizeizugriff direkt für ganz Österreich ermöglichen. Immerhin dürfte die Gesichtserfassung als verfassungswidrig wieder rausfliegen. Das Resultat sind dennoch Fahrverbote, überwacht durch automatisierte Kennzeichenerkennung. Experten aller Fachrichtungen erwarten ein willkürliches Regelchaos, denn jede Gemeinde kann ihre eigenen Regeln – frei nach italienischem Vorbild – kreieren. Teure Fallen für gutgläubige Autofahrer sind vorprogrammiert und wohl nicht unwillkommen. Fahrverbote für bestimmte Kategorien alter oder neuer Autos sind daher möglich. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass heimische Städte höhere (Park-)Gebühren, etwa nur für SUVs, gefordert hätten. Die Reduzierung der Kaufkraft hat noch keiner Wirtschaft geholfen. Nur auf den nächsten Wahltag zu warten und hoffen, mit einem blauen Auge davonzukommen, wird nicht reichen. Der Druck auf Politiker und Interessensvertreter muss von jedem Einzelnen kommen. Ohne diesen wird die Schmerzgrenze immer wieder ausgekostet. Bernhard Reichel Jahresabschluss 5 1/2026 am -ALL MOBILITY EDITORIAL
Der Supersports ist weniger Grand Tourer und mehr fahrdynamisches Bekenntnis – ein Auto für Kenner, nicht für Chauffierte. Herzstück des puristischen Ansatzes ist die Entscheidung, den Allradantrieb vollkommuniziert. Die Gewichtsreduktion auf unter zwei Tonnen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bentley setzt fast durchgängig auf Carbon, vom Dach über den Heckflügel bis zu den aggressiven Aerodynamik-Elementen, die insgesamt über 300 Kilogramm zusätzlichen Abtrieb generieren. Leistung & Drehmoment Unter der Haube arbeitet der bekannte ständig zu streichen. Der Continental GT fährt erstmals in seiner Geschichte ausschließlich mit Hinterradantrieb – ein klares Signal: Der Supersports soll ein Fahrerauto sein, das mit jeder Faser Mit dem neuen Continental GT Supersports schlägt Bentley ein Kapitel auf, das man der britischen Luxusmarke so radikal kaum zugetraut hätte. Wo sonst sanfter Überfluss, souveräne Kraftreserven und flüsterleiser Komfort dominieren, regieren hier Leichtbau, Präzision und eine für Bentley-Verhältnisse ungewohnte Brise Härte. DIE RÜCKKEHR DER FAHRMASCHINE BENTLEY CONTINENTAL GT SUPERSPORTS 6 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
4,0-Liter-V8-Biturbo, jedoch so offen, direkt und kraftvoll wie noch nie. 666 PS und 800 Newtonmeter schieben den GT nach vorn, begleitet von einem düsteren, kernigen Klang der Titan-Abgasanlage. Die Schaltvorgänge des modifizierten Achtgang-Doppelkupplers sind spürbar härter ausgelegt, ohne jedoch das Bentley-typische Feingefühl völlig abzulegen. In nur 3,7 Sekunden erobert der zwei Tonnen schwere Hecktriebler die 100 km/h-Marke. Auch im Innenraum wird klar: Hier geht es nicht um Pomp, sondern um Präzision. Die stark konturierten Leichtbau-Sportsitze positionieren Fahrer und Beifahrer gigen „Dynamic Mode“ reichen. Optional verfügbare Pirelli Trofeo-RS-Reifen verwandeln den Supersports endgültig in ein Tracktool im Maßanzug. Mit einer Limitierung auf 500 Exemplare und einem Produktionsstart gegen Ende 2026 ist der Supersports ein rarer, aber lauter Aufschrei gegen die automobilen Megatrends unserer Zeit. Kein Hybrid, kein elektrischer Boost – nur Mechanik, Muskeln und meisterhafte Fahrpräzision. Bentley setzt damit ein Zeichen: Es gibt sie noch, die Autos für Menschen, die wirklich fahren wollen. Karl Hartner deutlich tiefer. Alles wirkt orientiert, reduziert, fokussiert – selbst die Dämmung wurde minimiert, um dem Fahrer mehr Rückmeldung zu geben. Statt einer Rückbank sitzt hinter den Sitzen nun eine perfekt verarbeitete Carbonwanne. Luxus ist weiterhin präsent, aber er tritt in den Hintergrund zugunsten eines kompromisslosen Gesamtkonzepts. Achsgeometrie & Tracktool Fahrdynamisch setzt Bentley auf eine breitere Hinterachse, ein aktives Sperrdifferenzial und mehrere Fahrmodi, die vom alltagstauglichen Stabilitätsprogramm bis zu einem besonders freizüDer neue Supersports ist mehr als nur der fahrerorientierteste Bentley. Er markiert die Rückkehr zu extremeren Fahrzeugen die aber gleichzeitig automobile Kunstwerke sind. Dr. Frank-Steffen Walliser, CEO Bentley 7 1/2026 am -ALL MOBILITY NEwS
X-Faktor Über fünf Meter lang aber nur 1,48 Meter hoch – das sind feine Proportionen, zumal zwei Meter breit und satte drei Meter Radstand. Das ganze etwas aufgebockt und mehrtürig. Glatte und schnörkellose Flächen prägen das Karosseriekleid-wasfüreinAuftritt.UnterderHaubesteckt einPlug-in-Hybrid.DieexotischeKombinationvonElektromotor und Wankelmotor mit Turboaufladung findet sich natürlich nur bei Mazda und wer die Japaner kennt, mit einer Serienproduktion muss man immer rechnen. Die AUDI Auf Basis des Q7 wird Audi auch einen Q9 auf die Räder stellen. Der luxuriöse Mega-SUV soll künftig BMW X7 und Mercedes GLS Konkurrenz machen. ALFA ROMEO Die Italiener werden die Giulia und den SUV-Ableger Stelvio länger laufen lassen als geplant, wohl bis 2027. Grund ist die zu geringe Nachfrage nach Elektroautos. ASTON MARTIN Stardesigner Adrian Newey übernimmt nächstes Jahr auch die Rolle des Teamchefs des Formel-1-Rennstalls. Aston Martin gilt mit Honda-Motor als Favorit. DACIA Der aufgefrischte Sandero startet ab sofort bei 12.690 Euro, der Stepway ab 15.490 Euro und der Jogger ab 18.990 Euro. Dieser ist auch als Siebensitzer erhältlich. FIAT Nach zwei Jahren Pause und starkem Verkaufsrückgang gibt es den 500 ab 19.400 Euro wieder als Mild- hybrid-Benziner mit 6-Gang-Schaltgetriebe. FORD Explorer und Capri stehen auf einer VW-Plattform, aber der rein elektrische neue Fiesta steht nicht auf dem VW ID. Polo, sondern wohl auf dem Renault 5! GM Tradition verpflichtet – GM entwickelt neue Small-BlockV8-Motoren mit 5,7 und 6,6 Litern Hubraum. Neben diversen Modellen wird dieser die Corvette antreiben. GORDON MURRAY Der vom McLaren F1 inspirierte und nur 957 Kilo leichte S1 LM mit V12 hat bei einer Auktion von RM Sotheby’s 17,9 Mio. Euro eingebracht – nur 5 Stück. HYUNDAI Wilde Gerüchte um den i30 – Dieser soll bald ein drittes Facelift erhalten, und auch die N-Version mit elektrifizierten Verbrennungsmotoren soll zurückkommen. MAZDA Direkt im Abgasstrang will Mazda mit einer Art ChemieSchwamm CO2 binden oder in feste Körper umwandeln. Damit soll der Motor mehr CO2 binden als ausstoßen. MERCEDES Die mehr als geländetaugliche G-Klasse ist gefragter denn je. Nun hat Mercedes auch wieder eine Cabrio- Variante angekündigt, die C-Säulen bleiben bestehen. 8 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
Karosserieform des Mazda Vision X-Coupé könnte als Crossover-Nachfolger des 3 eine Chance haben. X-Coupé – da doch mal was! Genau, 2001 stellte BMW in Detroit das gleichnamige Concept-Coupé vor, also lange vor dem eigentlichen SUV-Boom. Damals natürlich noch zweitürig. Das provokante Design stammte von Chris Bangle und könnte so praktisch jetzt noch als moderne Studie durchgehen. Designzitate flossen später in den Z4 und 1er ein, so eine Fahrzeug-Gattung wie das X-Coupé traute sich heute noch keiner, auch wenn Alpine mit der A390 immerhin proportional recht nahe dran ist. NISSAN Die Japaner bringen Ende 2026 wie Dacia, einen Kleinstwagen auf Renault Twingo-Basis. Außerdem wird es einen elektrischen Juke. PORSCHE Ex-Ferrari- und McLaren-Mann Michael Leiters wird 2026 Porsche-CEO. Oliver Blume bleibt Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns. RENAULT Der Twingo ist zurück – Retro-Design, 82 PS, 27,5 kWhAkku, 263 Kilometer Reichweite, bis zu 50 kW Laden, V2L-Funktion, 9,87 Meter Wendekreis, 20.000 Euro. ŠKODA Zum 130-jährigen Jubiläum – siehe Seite 48 – bringt Škoda den Fabia 130 mit 177 PS ab 36.970 Euro. Zum Vergleich – Bruder VW Polo hat maximal 95 PS. SMART Die ehemalige Kleinstwagenmarke hat das 4,90 Meter lange China-Modell #6 vorgestellt. Die Plug-in-HybridLimousine kommt elektrisch 285 Kilometer weit! TOYOTA 2026 bringt Toyota zahlreiche konkurrenzfähige Elektroautos auf den Markt. Schon 2027 folgt der nächste Knaller – Feststoffakkus in Serie. VW Die 30 Kilo leichtere Golf GTI Edition 50 mit 235er-Semislicks auf 19-Zoll-Schmiederädern wird mit 325 PS zum stärksten GTI bislang. Ab 62.190 Euro. 9 1/2026 am -ALL MOBILITY NEwS
Äußerlich unterscheidet sich der HybridAtto kaum vom vollelektrischen Modell, wirkt aber durch subtile Details eigenständig. Unter anderem gibt es einen etwas größeren Kühlergrill, eine veränderte Frontschürze und neu gestaleine rein elektrische Reichweite von bis zu 90 Kilometer – ein Wert, der in dieser Klasse besonders großzügig ausfällt interessanterweise erreicht der Hybrid im Gesamtbetrieb eine beeindruckende Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern, was ihn auch für längere Strecken attraktiv macht. Beim Kraftstoffverbrauch gibt BYD sehr niedrige Werte an. Nur 1,8 L/100 km, eine Zahl, die zeigt, wie effizient der Verbrenner tete Zierakzente an der Heckklappe. Innen verspricht BYD hochwertige Verarbeitung, eine moderne Konvektivität und eine Sprachsteuerung mit KI-Unterstützung. Laut Hersteller bietet der Atto 2 DM-i BYD Atto 2 DM-i Hybrid – Mit dem neuen 2er DM-i erweitert man sein beliebtes Kompakt-SUV-Portfolio um einen effizienten Plug-in-Hybrid. Die neue „SuperHybrid“-Variante soll, so BYD, klassische Reichweitenängste bei E-Autos beseitigen und gleichzeitig den Fahrspaß eines elektrischen Antriebs bieten. KOMPAKTER REICHWEITEN-ALLROUNDER BYD ATTO 2 DM-I-HYBRID 10 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
in Zusammenarbeit mit dem Elektroantrieb arbeitet. Antrieb & Alltagstauglichkeit Technisch basiert der DM-i-Antrieb auf dem bewährten Konzept „Dual Mode intelligent“: Ein Elektromotor wird mit einem Verbrenner kombiniert, dazu kommt ein Akku, die für die elektrische Reichweite zuständig ist. Laut Informationen von BYD wird es zwei Versionen des Atto 2 DM-i geben, die sich in Akkugröße und Leistungskennzahlen unterscheiden sollen. Gerade im Pendelverkehr oder bei täglichen Kurzstrecken dürfte vielen Fahrern die E-Reichweite von 90 Kilometer ausreichen. Gleichzeitig kann man mit dem Verbrenner längere Fahrten machen, ohne ständig laden zu müssen. Ein kombiniert hoher elektrischer Anteil sorgt dafür, dass der Verbrauch dennoch niedrig bleibt. Der Atto 2 DM-i soll laut Hersteller schon im ersten Quartal 2026 auch in Österreich, auf den Markt kommen. Offizielle Preise wurden bislang noch nicht endgültig kommuniziert, werden aber kurz vor dem Marktstart angekündigt. Bewertung: Mit dem Atto 2 DM-i bringt man einen weiteren Hybrid ins hart Laut Informationen von BYD wird es zwei Versionen des Atto 2 DM-i geben, die sich in Akkugröße und Leistungskennzahlen unterscheiden sollen. umkämpfte Kompakt-SUV-Segment, der sowohl für Pendler als auch für Vielfahrer attraktiv sein könnte: Die rein elektrische Reichweite deckt viele Alltagsstrecken ab, der Verbrenner sichert Flexibilität bei Langstrecken. Die niedrigen Verbrauchswerte sprechen für Effizienz, das dezente, aber eigenständige Design für gute Integration ins bestehende Modellportfolio. Sollte der Preis im angekündigten Rahmen liegen, könnte der Atto 2 DM-i ein sehr interessantes Angebot im europäischen Markt sein. Karl Hartner 11 1/2026 am -ALL MOBILITY NEwS
Kleine Autos bringen Volumen, die Investitionen in die immer strengeren und teils absurden Abgasanforderungen lassen diese Klasse immer unattraktiver werden. Die Folge ist ein Artensterben. Schon die aktuelle Aygo X-Generation hat Toyota alleine ohne französische Hilfe und Skaleneffekte gestemmt. Mitbewerber wie Hyundai i10, Fiat Panda oder Kia Picanto sind verblieben. Aus Europa, für Europa Lässt man den wilden Sonderling GR Yaris beiseite, so ist nun die gesamte Modellpalette von Toyota elektrifiziert. Der frische Aygo X ist der erste Vollhybrid in der Kleinstwagenklasse und mit 3,7 Litern bietet er den kleinsten Normverbrauch sowie mit 85 Gramm den niedrigsten CO₂-Ausstoß aller Fahrzeuge ohne Stecker. Seit 2022 ist der Aygo II auf dem Markt, jetzt gibt es ein Facelift mit grimmiger, verlängerter und höherer Front. Der Eingriff war notwendig, um den Antrieb des Yaris Hybrid unter die Haube zu bringen. Ein 1,5-Benziner mit 116 PS Systemleistung ist an ein CVT-Getriebe gekoppelt. Die Gesamtleistung setzt sich aus einem 80-PS-E-Motor und einem 91-PS-Dreizylinder zusammen. Der Akku sammelt für Die Sitzposition ist höher. Frisch im Cockpit sind das digitale 7-Zoll-Kombiinstrument, sowie ein frisches Bedienfeld für die Klimasteuerung. Die beste Erfrischung bietet weiterhin das lässige, große optionale Stoffdach. Erstmals gibt es den Aygo X als GR Sport. Dieser verfügt über ein Sportfahrwerk, eine straffere Lenkung und markante Optik wie 18-Zöller, Zweifarbenkonzept mit schwarzer Motorhaube und die exklusive Farbe Mustard. Besonders das straffe Fahrwerk hält einen stets wach. Bei all dem Techniktransfer aus höheren Klassen wurde auch das Preisschild angepasst. Los geht es ab 20.490 Euro. Klingt fair, und wer Toyota kennt, weiß, dass wieder Aktionspreise folgen werden – und das Auto ein Leben lang hält. Bernhard Reichel seine kleine Kapazität von 0,8 kWh erstaunlich rasch Energie für wertvolle elektrische Kilometer. Weitere Antriebsoptio- nen gibt es nicht. Somit fällt endgültig der reine 1,0-Sauger mit Handschalter weg. Mit sofortigen E-Boost spurtet der Kleine in 9,2 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Das fühlt sich flotter an als auf dem Papier und ist in der Realität auch 5 Sekunden flotter als der alte 72-PS-Sauger. Der Realverbrauch geht in Ordnung; meist liegt er bei einer Vier vor dem Komma. Auch das verbesserte Fahrwerk gefällt. Damit liegt der Aygo auf der Straße wie ein Großer und vermittelt viel Rückmeldung und Sicherheit. Der Kleinwagen an sich ist schon vom Aussterben bedroht, und der Kleinstwagen sowieso. Dennoch hat Toyota nochmals kräftig in den 3,8 Meter kurzen Aygo X investiert. SPARSAM NICHT SPASSARM TOYOTA AYGO X 12 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
2026 BADEN CLASSIC START YOUR ENGINES mit majestätischer Eleganz und sportlicher Leidenschaft durch die UNESCO Weltkultur-Regionen Wachau und Nationalpark Neusiedler See 14.– 16. Mai 2026 in Baden bei Wien Alle Informationen und Teilnahme unter www.baden-classic.at
Oft ist es nur ein stiller, bisweilen aber auch ein laut getrommelter Konsens, dass es weniger Autos geben soll. Warum eigentlich? „Als Maßnahme zur Reduzierung des Straßenverkehrs“, „um das Ziel eines geringeren PkwBestandes zu erreichen“, „für die Einschränkung der motorisierten Individual-Mobilität“ – Feststellungen wie diese werden in Presse- oder TV-Berichten mit lockerer Selbstverständlichkeit eingeflochten. Sie suggerieren, wohin die Reise gehen soll: In eine möglichst autolose Zukunft, in der die rückständige Mehrheit von 95 Prozent aller österreichischen Familien, die immer noch eines dieser Dinger benutzen, endlich die Segnungen der öffentlichen Verkehrsmittel, des Lastenrades oder Zufußgehens annimmt. Eine 5 Prozent-Minderheit bestimmt demnach die veröffentlichte, wenn schon nicht öffent- liche Meinung und damit, was gesagt oder geschrieben wird – und natürlich auch gedacht zu werden hat. Mit der Legitimierung des Klimaschutzes im Rücken ist jeder Widerspruch naturgemäß eine Freiwilligenmeldung als Feindbild. Aber was verursacht das Auto denn wirklich – und was bringt es? Letzteres ist leicht beantwortet: Etwa die Freiheit, sich jederzeit dorthin zu bewegen, wo man gerade Lust hat zu sein – und zwar nicht nur in die ungefähre Richtung oder die Nähe davon, sondern exakt an den Punkt, den man sich wünscht. Was die Gegner erst recht schlimm finden – wie kann man sich nur ein derartiges Maß an Unabhängigkeit herausnehmen, anstatt sich selbstgeißelnd in Verzicht und bewusstseinsbildender Scham zu üben? Schlechtes Gewissen zu haben ist allerdings eine Lebensentscheidung, die jedem freisteht – ebenso, wie keines zu verspüren. Noch ein Totschlag-Argument: Der Platz. So ein Auto beansprucht im Schnitt neun Quadratmeter öffentlichen Raum – ein illegitimer, motorisierter Landraub! Diese Fläche gehört jedoch der öffentlichen Hand und die verlangt Geld für die automobile Nutzung, in Form von NoVA schon beim Pkw-Kauf und dann noch laufend mittels Kfz-Steuer, Mineral- und CO2Abgabe sowie Parkgebühren. So eine autolose Straße mitten in der Stadt, wo Anwohner Schnittlauch anbauen und den Tag gemeinsam mit ihren Kindern spielend vor der Tür verbringen, ist natürlich ein romantischer Gegenentwurf. Zumindest für Arbeitslose und Schul-Schwänzer – andernfalls wären sie ja tagsüber anderwertig beschäftigt. Apropos: Da sind auch noch ein paar hunderttausend Arbeitsplätze in Österreich und rund dreizehn Millionen in ganz Europa plus ein bedeutender Teil der Volkswirtschaft, die am Automobil hängen. Auch ohne eine wissenschaftliche Studie, die das belegt, ist die Annahme zulässig, dass sich das nicht mit Fahrrad-Werkstätten kompensieren lässt. Das faktische Gegengewicht sind allerdings die etwa 10 Prozent der CO2-Emissionen, die der private Pkw-Verkehr in Europa verursacht. Gäbe es den nicht, wären tatsächlich 1,3 Prozent der weltweiten Treibhausgase eliminiert – da wird es sicher gleich kühler. Und wenn nicht, ist zumindest ein bisschen Schulterklopfen für den Green Deal-Erfolg gerechtfertigt. Das muss uns die Einschränkung unserer Freiheit, der Zusammenbruch des Staathaushaltes und den Ruin unserer Wirtschaft wert sein. Also – wer macht mit beim fröhlichen Auto-Bashing? Stefan Pabeschitz GruNdsatz-Frage 14 am 1/2026 KOMMENTAR -ALL MOBILITY
Serienmäßig mit Allradantrieb. Der neue Mitsubishi Outlander Symbolbild. Kraftstoffverbrauch 0,8 l/100 km, CO2-Emissionen 19 g/km (WLTP gewichtet kombiniert). *Bis zu 8 Jahren Garantie: 5 Jahre Werksgarantie bis 100.000 km, danach bis zu 3-mal je 1 Jahr Mitsubishi Anschlussgarantie (bis max. 160.000 km). 8 Jahre Herstellergarantie auf die Fahrbatterie bis 160.000 km. Gültig für Mitsubishi Outlander ab Erstzulassung 2025. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Stand 04/2025. * Jetzt Probefahrt vereinbaren! Einsteigen und entdecken.
Dashcams – kleine Kameras an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett – werden von Autofahrern zunehmend als Mittel zur Beweissicherung bei Verkehrsunfällen genutzt und geschätzt. Doch rechtlich bewegen sich die Nutzer in Österreich jedoch auf dünnem Eis. Der Gesetzgeber erlaubt ihren Einsatz nur unter streng limitierten Bedingungen. Rechtlicher Hintergrund ist das österreichische Datenschutzgesetz (DSG) in Kombination mit der DatenschutzGrundverordnung (DSGVO). Dashcams gelten dabei als Bildverarbeitungssysteme, sobald sie Aufnahmen machen, die Personen oder Kennzeichen erkennen lassen. In solchen Fällen greift das Recht auf Geheimhaltung, und Verstöße können mit Geldstrafen bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Laut aktueller Rechtsprechung, unter anderem des Verwaltungsgerichtshofs, sind dauerhafte oder manuell steuerbare Aufnahmen datenschutzwidrig. Zulässig ist nur eine anlassbezogene Speicherung – etwa ausgelöst durch einen Aufprallsensor – bei der wenige Minuten Videomaterial automatisch gesichert werden. Die Kamera sollte nur den nahen Bereich rund um das Fahrzeug filmen, mit niedriger Auflösung und nach unten gerichtetem Winkel. Weitwinkelaufnahmen oder manuelles Auslesen der Daten sind verboten. Ebenso unzulässig ist die Weitergabe oder Veröffentlichung im Internet. Was viele nicht wissen: Selbst wenn eine Aufnahme datenschutzwidrig erfolgt ist, kann sie im Zivilprozess als Beweismittel verwendet werden. Die österreichische Zivilprozessordnung kennt kein ausdrückliches Verwertungsverbot für rechtswidrig erlangte Beweise. Vielmehr entscheidet eine Interessenabwägung im Einzelfall. Dabei wird das Interesse an der Wahrheitsfindung gegen das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen gestellt. Besonders bei Verdacht auf Prozessbetrug neigt die Rechtsprechung zur in Kauf zu nehmen – wenn dadurch im Zivilverfahren die eigene Unschuld bewiesen und eine Haftung für hohe Schadenersatzforderungen abgewendet werden kann. Hier überwiegt das berechtigte Interesse an einem fairen Verfahren. Der Gesetzgeber ist jedenfalls gefordert, klare und praxisgerechte Regeln zu schaffen, damit Autofahrer wissen, woran sie sind. Bis dahin bleibt der Einsatz von Dashcams ein kalkuliertes Risiko – manchmal vielleicht ein lohnendes. Verwertung. Für moderne Fahrzeuge mit serienmäßig verbauten Kameras – etwa für Abstands- oder Spurhalteassistenten – gelten diese Einschränkungen nicht, solange die Systeme nicht speichern und ausschließlich Assistenzfunktionen erfüllen. Die Datenschutzbehörde empfiehlt zusätzlich technische Maßnahmen wie automatische Löschung nach wenigen Minuten, Verschlüsselung der Aufnahmen und Verpixelung von Gesichtern oder Kennzeichen. Nur durch ein solches „Privacy by Design“ lässt sich das Risiko minimieren. Werden Personen trotzdem unrechtmäßig gefilmt, können sie Beschwerde einreichen und eine datenschutzrechtliche Prüfung veranlassen. Dashcams bieten Potenzial für mehr Verkehrssicherheit, doch der Gesetzgeber hat gute Gründe für ihre Einschränkung. Der Schutz der Privatsphäre im öffentlichen Raum ist ein hohes Gut. Bei zu weiter Lockerung dieser Grundsätze laufen wir Gefahr, bald überall gefilmt zu werden. Dennoch: Bei schweren Unfällen mit Personenschäden kann es aus meiner Sicht sinnvoll sein, eine mögliche datenschutzrechtliche Strafe bewusst AchtuNg KaMera Mag. Andrea Waldmann www.ra-waldmann.at 16 am-AUSGABE 1/2026 -ALL MOBILITY LAw AND ORDER
Generation fünf – mit neuem Facelift – des flotten Spaniers, der seit 1984 mit über 6 Millionen Exemplaren automobilen Frohsinn im Namen der juvenilen Party-Insel verbreitet und seither zur Ikone reifte. Blickfang Frisch, sportlich und doch unverkennbar – der Ibiza. Der Neue wirkt markant und aerodynamisch gestreckt, mit ausgewogenen Proportionen und jugendlichem Geist. Möglich machen das unter anderem der sechseckige Kühlergrill, die schlankeren Voll-LED-Scheinwerfer und eine sportlicher gestaltete Frontstoßstange. Hand in Hand mit diesen gestaltungstechnischen Kniffen geht im Innenraum eine deutliche Verbesserung des Komfortfaktors einher. Das neue Multifunktionslenkrad aus perforiertem Leder sorgt für ein präzises Fahrgefühl, während das schwebend montierte Infotainment-Display mit bis zu 9,2 Zoll eine intuitive Bedienung ermöglicht. Antrieb Nach ersten Fahrtests können wir dem Ibiza Agilität, guten Durchzug und eine tenzsysteme und Konnektivität. Das neue Multifunktionslenkrad aus perforiertem Leder, geprägte Textilsitze und Soft-TouchOberflächen – in der FR-Version zusätzlich sportliche Schalensitze – sorgen für ein hochwertiges Ambiente. Der Ibiza ist in den Ausstattungen Reference, Style und FR erhältlich. „In einer Zeit“, so Timo Sommerauer, Markenleiter Seat Österreich, „in der erschwingliche Kleinwagen immer seltener werden, bleibt er die erfrischende Ausnahme. Zum Einstiegspreis von 16.490 Euro gesellen sich bei Finanzierung, Versicherung und einem ServiceBonus nochmals Vergünstigungen von bis zu 3.000 Euro. Dazu packen die SeatLeute noch eine 10-Jahres-Garantie.“ Margit Hartner feine Fahrwerksabstimmung bescheinigen. Reduziert wurde die Motorenpalette auf einen 1.0-Dreizylinder-Benziner mit 80 PS oder 95 PS, einen 1.0 TSI DSG mit 115 PS oder – beim Modell FR – einen 1.5 TSI DSG mit 150 PS. Präzises Einlenkverhalten, kurze Schaltwege des Fünfgang-Getriebes und die Laufruhe der Antriebe liefern einen rundum positiven Gesamteindruck. Innenraum & Multifunktion Ein Maximum – zumindest in dieser Klasse – bieten die Spanier im Bereich AssisAls der erste Ibiza vor mehr als vier Jahrzehnten die Werkshallen in Martorell verließ, war er als wendiger Stadtwagen gedacht – ein kleiner Begleiter für enge Straßen und schnelle Entscheidungen. Mit jedem Modelljahr wurde er erwachsener, doch seine Grundidee blieb: kompakt, effizient und voller Temperament. Die jüngste Generation erzählt diese Geschichte weiter. LEISTBAR KANN SCHÖN SEIN SEAT IBIZA 18 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
Der neue, sechseckige Kühlergrill und die schmaleren Voll-LED-Scheinwerfer sorgen für mehr Präsenz. Neue Farb- und Dachvarianten erlauben Spielraum für Individualität. Im Innenraum ist die Aufwertung spürbar. Weniger Hartplastik, mehr Struktur, ein griffigeres Lenkrad. In der FR-Variante ergänzen gut konturierte Sportsitze und dezente Aluminiumdetails das sportliche Ambiente. Motorenangebot Angetrieben wird der Arona weiterhin von vier Benzinern. Der 95-PS-Dreizylinder ist Kilometer. Der Dreizylinder macht akustisch auf sich aufmerksam. Das DSG hält den Motor im optimalen Bereich. Die verbesserten LED-Scheinwerfer leuchten die Straße deutlich aus. Assistenzsysteme wie Travel Assist, adaptive Geschwindigkeitsregelung und Spurhalteassistent arbeiten unaufgeregt und verlässlich. Die Lenkung ist direkt und stabil, ohne großen Mitteilungsdrang. Auf schlechten Straßen bleibt der Arona ruhig und berechenbar, mit Gepäck oder Passagieren spürt man zwar mehr Last auf der Hinterachse, insgesamt bleibt der Eindruck solide. Über das Drive Profile lassen sich Lenkung und Motorcharakter anpassen. Kurz & bündig Der kompakte, ehrliche Arona ist kein Auto für große Gesten – und genau das macht ihn stark. Das Facelift bringt mehr Qualität, verbesserte Technikdetais und ein runderes Gesamtpaket, ohne sein Wesen zu verändern. Ein Auto für Menschen, die fahren, nicht inszenieren. Der Einstiegspreis liegt bei 19.490 Euro – für die 95-PS-Variante in der Ausstattung Reference – abzüglich Porsche Bank, Versicherungs- und Servicebonus von 3.000 Euro. Margit Hartner die vernünftige Basis – wobei man beim Beschleunigen durchaus etwas Geduld mitbringen darf. Spürbar souveräner wirkt der 115-PS-Motor. Ob mit Handschaltung oder DSG, er liefert den besten Kompromiss aus Agilität und Effizienz. Das DSG arbeitet komfortabel, zeigt beim Anfahren jedoch gelegentlich eine kleine Denkpause – kein Drama. Richtig entspannt wird es mit dem 150-PSVierzylinder und 7-Gang-DSG. Hier fühlt sich der Arona am reifsten an: leise, kraftvoll, gelassen. Auch bei höherem Tempo bleibt er entspannt und begnügt sich dennoch mit rund sechs Litern auf 100 Wie schon beim Ibiza wurde behutsam, aber gezielt nachgeschärft – eine konsequente Weiterentwicklung des kleinen SUV, das seit 2017 vor allem den Alltag ernst nimmt. REIFE OHNE ALLÜREN SEAT ARONA 19 1/2026 am -ALL MOBILITY NEwS
20 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
Seit dem Start im Jahr 2017 wurden über zwei Millionen Exemplare des T Roc verkauft, womit er sich unter den Marken SUVs einen Platz ganz oben sicherte. Auf den ersten Blick wirkt der neue T Roc gewachsen und eigenständig. Die Karosserie hat an Länge zugelegt: 4,37 Meter stehen nun für das Fahrzeug zu Buche, ein Zugewinn von rund 12 Zentimter gegenüber dem Vorgänger. Der Radstand legte ebenfalls zu, was sich in mehr Innenraum widerspiegelt – wennInnenraum & Technik Im Innenraum wird der Anspruch auf höhere Wertigkeit erkennbar. Ein großer Infotainment Bildschirm – je nach Ausstattung bis zu 12,9 Zoll – nimmt dominant Raum ein, dazu natürlich ein digitalisiertes Cockpit. Die Bedienung folgt der aktuellen VW Logik mit Favoritenleiste und klar strukturiertem Menü – Funktionen, die bereits aus anderen Modellen bekannt sind. Auch bei den Assistenzsystemen macht der neue T Roc ernst: gleich das Plus im Kofferraumvolumen moderat ausfällt. Die Frontpartie zeigt sich klarer und kraftvoller gezeichnet, mit einer schmalen Lichtleiste, die das VW Logo illuminiert – serienmäßig mit LED Scheinwerfern, optional mit Matrix-LED. Im Heck sorgt eine durchgehende Leuchtspange für eine moderne Anmutung. Das Dach bleibt in einer leicht coupéartigen Form, was dem Wagen trotz Wachstum dynamische Proportionen verleiht. FRISCHER LOOK, vERTRAUTE STÄRKEN VW T-ROC Die zweite Generation des beliebten Kompakt SUVs aus Wolfsburg ist da: Mit dem neuen Volkswagen T Roc stellt Volkswagen einen überarbeiteten Bestseller vor – frischer im Design, moderner in Technik und effizienter beim Antrieb. 21 1/2026 am -ALL MOBILITY NEwS
Beispielsweise der weiterentwickelte „Travel Assist“, der Park Assist Pro mit Memory Funktion ist verfügbar, der Ein- und Ausparken via Smartphone steuern kann. Damit nähert sich das Kompakt SUV den größeren Klassen an. Fahrgefühl & Alltag In der Praxis zeigt sich der T-Roc als rundes Paket: Die gestreckten Proportionen tragen zu einer ruhigeren Erscheinung bei, im Hinterkopf bleibt jedoch die Grundform – kompakt, wendig und alltagstauglich. Der Einstieg führt über die Mild Hybrid Antriebe mit 115 und 150 PS, die in der Praxis mit guter Dynamik Bewertung & Ausblick Mit Augenmaß überarbeitet Volkswagen den T-Roc: Keine Revolution, aber eine konsequente Evolution. Der Erfolgsgarant bleibt erkennbar – modernisiert, hochwertiger, effizienter. Wer bereits ein Vorgänger Modell fuhr, wird sich schnell zurechtfinden; wer neu einsteigt, bekommt ein rundes Paket. Los geht es ab 26.690 Euro. In der Summe ein starker Auftritt – der neue T-Roc bleibt eine Empfehlung im Segment der kompakten SUVs. Karl Hartner und effizientem Verbrauch überzeugen. Schaltleistungen der 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sind gewohnt präzise, der Frontantrieb ausreichend agil. Fahrwerk und Komfort sind auf Alltag und gelegentliche Langstrecke abgestimmt – sportlich überspitzt agieren will zwar nicht jeder T Roc, aber er meistert seinen Job solide. Ende 2026 folgen erstmals Vollhybride mit 136 und 170 PS und Plug-in-Hybride mit gut 100 Kilometer elektrische Reichweite. Damit aber noch lange nicht Schluss. Auch einen neuen T-Roc R soll es geben, da kann eigentlich nur der 333 PS starke Vierzylinder-Turbo drunter stecken. 22 am 1/2026 NEwS -ALL MOBILITY
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RS, GT, GTI oder etwa GTS sind seit Jahrzehnten vertraute Begleiter, wenn es um die Kennzeichnung besonders potenter Topmodelle geht. Toyotas Kürzel „GR" hat sich längst einen begehrten Namen erarbeitet; dabei tritt das Akronym für „Gazoo Racing" erst seit 2019 auf. Vielfältige Erfolge und Leistungen bei den 24 Stunden von Le Mans, WRC, Super GT und Rallye Dakar sprechen klar für die geballte Kompetenz von Toyotas MotorsporToyota auch die Unterscheidung der sportlichen Kompaktcoupé-Generationen einfacher: AE86, GT86 und zuletzt GR86. Beide mussten den Markt aber schon wieder verlassen. Tiefbau Dazwischen kam der GR Yaris als absolutes Geschenk an alle Autofreunde und ist bis heute am Markt. Das Projekt war unter anderem ein Herzensanliegen von Akio Toyoda. Finanzielle Freitabteilung. 2026 wird auch das HaasFormel-1-Team den Namen „F1 Team Gazoo Haas“ tragen – Spannung ist garantiert. Doch GR ist nur das neueste Kapitel in der langen Geschichte. Ursprünglich begann alles 1972 als Toyota Team Europe – TTE –, später als Toyota Motorsport GmbH – TMG. Zurück in die Moderne: Das erste Straßenauto mit GR-Emblem war der Supra und BMW Z4-Bruder. Mit der Neuausrichtung macht HOCH- UND TIEFBAU TOYOTA HILUX GR SPORT & TOYOTA GR YARIS 24 am 1/2026 ROADBOOK -ALL MOBILITY
heiten in der Entwicklung bescherten uns nun ein perfektes und ausgereiftes WRC-Homologationsmodell für die Straße. Kein anderes Modell lässt derzeit den Transfer vom Motorsport besser erleben. Mit dem braven Kleinwagen Yaris hat diese Fahrmaschine nur Name, Scheinwerfer, Außenspiegel und einige Innenraumteile gemeinsam. Selbst der Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung und die Doppelquerlenker-Hinterachse sind exklusive Entum 5700 Euro, der Durst ist mit einem Liter mehr ebenfalls gewachsen. Schaltzeiten wie mit einem Doppelkupplungsgetriebe sollte man nicht erwarten. Die Automatik bietet klar komfortable Vorzüge, vor allem im Alltag. Einen Performance-Verlust konnten wir nicht wahrnehmen. wicklungen. Die Krönung ist der anfangs rekordträchtige 261 PS starke Dreizylinder-Turbo. Das Ganze kombiniert mit einem manuellen 6-GangGetriebe und einer echten, kräftigen Handbremse. Mit dem Facelift 2024 stieg – dank höherem Einspritzdruck oder etwa einem Ladeluftkühler mit Wassereinspritzung – die Leistung auf 280 PS, und gegen Option wurde eine 8-Gang-Automatik eingeführt. Das Gewicht legt hier um 20 Kilo zu, der Preis Wie vielfältig und individuell Fahrspaß sein kann, erforschten wir intensiv mit zwei Fahrzeugen die unterschiedlicher nicht sein können, dennoch erstaunliche Parallelen aufweisen. Alltagsausbruch von Bernhard Reichel mit Fotos von Christian Houdek Der GR Yaris klebt förmlich auf der Straße und in kurvigen Passagen. 25 1/2026 am ROADBOOK -ALL MOBILITY
DateNcheck GR yaris Motor, Getriebe Antrieb R3 Allrad Hubraum L 1.618 Leistung PS/KW 280/206 Drehmoment Nm 390 Getriebe 8-Gang-Automatik Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 3.995/1.805/1.455 Leer-/Gesamtgewicht kg 1.356/1.645 Ladevolumen L 141 Tankvolumen L 50 Anhängelast kg – Werksangaben Spitze km/h 230 Verbrauch L/100km 9,5 CO2 g/km 215 Preis Basispreis € 66.490 Testwagenpreis € 67.498 Toy-oyta Der GR Yaris klebt förmlich auf der Straße und in kurvigen Passagen. Gut, dass die nun tieferen Sportsitze reichlich Seitenhalt bieten. Das Spielzeug zeigt eine willensstarke Dynamik bis zum letzten Drehzahllimit, sodass man keinen anderen Motor hier verbauen möchte. Rutsch und Glitsch sind bei 200 km/h Realität, ohne dass irgendeine Art von Mühe vermittelt wird. Riskant ist hier vor allem das kaum realistische Geschwindigkeitsgefühl; der kleinste GR hat auch hier hohe Ambitionen. Bei allem Fahrspaß kommt natürlich hinzu: Wenn Toyota so etwas baut, dann hält es auch. Das trifft sich natürlich gut, denn der GR Yaris zeigt auch auf unbefestigten Straßen eine enorme Kompetenz und der Spaß kennt kaum Grenzen. Hochhinaus 2025 hat Toyota den Hilux GR Sport weiter radikalisiert. Der Pickup ist schon ohne Sportkur legendär. Sicher erinnern Sie sich – wie Heinz Prüller es wahrscheinlich formulieren würde – an die Top-Gear-Versuche, einen Hilux zu zerstören. Egal ob im Meer versenkt oder mit dem Abbruchhochhaus gesprengt – das Gerät war nicht außer Betrieb zu bringen. In allen Regionen der Erde schätzt man dieses absolut robuste und extrem zuverlässige Arbeitstier. Mit 5,32 Metern Länge und 2,02 Metern Breite wirkt der GR-Hilux noch mächtiger. Das Fahrzeug macht Eindruck: üppige Radhausverkleidungen, Spoiler, All-Terrain-Reifen und ein überdimensionierter Kühlergrill fordern Respekt. Rote Stoßdämpfer und Bremssättel sind natürlich auch hier Pflicht, ebenso die stimmigen roten Gurte im Inneren. Was hier einfach so viel Spaß macht, ist die robuste, leichte Technik und kein Blenden oder Täuschen. Leiterrahmen, Starrachse, Blattfedern, zuschaltbarer Allrad, zuschaltbare Untersetzung, Automatik und Differentialsperre – dieses Werkzeug 26 am 1/2026 ROADBOOK -ALL MOBILITY
DateNcheck GR Hilux Motor, Getriebe Antrieb R4 Allrad Hubraum L 2.755 Leistung PS/KW 104/150 Drehmoment Nm 500 Getriebe 6-Gang-Automatik Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 5.325/1.855/1.815 Leer-/Gesamtgewicht kg 2.155/3.210 Ladevolumen Kg 1.055 Tankvolumen L 80 Anhängelast kg 3.500 Werksangaben Spitze km/h 175 Verbrauch L/100km 10 CO2 g/km 264 Preis Basispreis € 87.090 Testwagenpreis € 89.012 ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit. Unter der gewaltigen Haube wütet der selbstzündende 2,8-Liter-Turbovierzylinder mit 204 PS und mehr als 500 Newtonmetern Drehmoment. Natürlich braucht es etwas Schwung, um den 2,4-Tonner in Bewegung zu setzen. Aber dann geht es erst richtig los. Es ist natürlich ein ganz anderer Spaß als im flinken GR Yaris – jedoch ein vielseitigerer. Der GR-Hilux hat nichts von seiner Geländetauglichkeit verloren, und jeder Meter ist hier natürlich anders als auf glattem Asphalt. Mit jeder Hindernisüberwindung belohnt das Gehirn den Fahrer, und jede Minute kann man sich in der richtigen Umgebung neue, schwierigere Herausforderungen suchen. Das schnelle Kurbeln und Bewegen – wie das Dressieren eines ungezähmten Sauriers – macht Freude. Kontrolle, Sicherheit – dieser Pickup spricht viele Urinstinkte an. Zur Abwechslung kann der GR Hilux natürlich auch quer bewegt werden. Unbefestigte Untergründe sind dann hilfreich. Dieses politisch inkorrekte Statement zeigt: Der Mensch ist doch nicht nur fürs Rationale gemacht. Auf der Straße wird er zudem zum Bandscheibenzermalmer. Eine Unebenheit spürt man immer zweimal – erst auf der Vorder-, dann unmittelbar danach auf der Hinterachse. Das Ganze ist nicht billig: Dank Super-NoVA stecken insgesamt fast 40.000 Euro nur Steuern in diesem Samurai-Pickup. Mit dem Ford Ranger MS-RT gibt es keinen Konkurrenten mehr, der dieses verrückte Segment bedient. Tokio Drift Wie es weitergeht, zeigten die Japaner unlängst mit einem höher positionierten Rennwagen für die Straße. Frontmotor-Heckantriebsfahrzeug mit leichtem Aluminiumrahmen und 4,0-Liter-V8-Bi-Turbo. In Kombination mit einem im Transaxle-Getriebe integrierten Elektromotor sollen im Toyota GR GT V8 gut 650 PS für eine Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h sorgen. Bei allem Fahrspaß kommt natürlich hinzu: Wenn Toyota so etwas baut, dann hält es auch. 27 1/2026 am ROADBOOK -ALL MOBILITY
ÜBERRASCHUNGSGAST JAECOO 7 PREMIUM LINE DateNcheck Motor, Getriebe Antrieb Verbrenner R4 Vorderrad Antrieb Elektromotor Synchronmotor Hubraum L 1.499 Leistung Verbrenner PS/KW 143/105 Leistung E-Motor PS/KW 204/150 Leistung System PS/KW 347/255 Drehmoment System Nm 515 Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 4.500/1.865/1.670 Leer-/Gesamtgewicht kg 1.870/2.310 Ladevolumen L 500–1.265 Tankvolumen L 60 Akkukapazität netto kWh 18,3 Werksangaben Spitze km/h 180 Spitze elektrisch km/h 120 Verbrauch L/100km 0,7-6,5 Verbrauch kWh/100km 20,6 CO2 g/km 23 Anhängelast kg 1.500 am Messwerte 0-100 km/h 8,6 Testverbrauch L/100km 6 Testverbrauch kWh/100km 21 Preis Basispreis € 39.490 Testwagenpreis € 39.490 Unser Testfahrzeug in der PremiumLine verfügte on top auch noch über Komfortfeatures wie Sitzheizung und -belüftung, Lenkradheizung, Head-UpDisplay und Panoramadach. Er ist für 39.490 Euro zu haben. Für alle die einen Allrad bevorzugen, bietet Jaecoo einen Allrad-Benziner in der Premium-Ausstattung um 36.490 Euro an. Dazu gibt es sieben Jahre Garantie. Antrieb & Fahrgefühl Zum Marktstart stehen zwei Antriebsvarianten zur Auswahl: ein Plug-in-Hybrid mit 347 PS Systemleistung und einer rein elektrischen Reichweite von circa 90 Kilometern, sowie ein klassischer Benziner-Allradler mit 147 PS. Im ersten Test vermittelte unser SteckerTestkandidat einen guten Gesamteindruck. Die Kombination aus Verbrennerund Elektroantrieb beim Plug-in-HybridModell mit niedrigen Normverbräuchen ist durchaus State oft the Art. DC-Laden klappt mit flotten 40 kW. Etwas Luft nach oben gibt es lediglich beim Thema Fahrwerk. Hier legen europäische Mitbewerber vor. Österreichweit ist der Jaecoo 7 bereits bei Vertragshändlern verfügbar. Viele offerieren derzeit sogenannte Einführungsaktionen mit Finanzierung oder Leasingkonditionen, die den Einstieg in die kompakte SUV-Klasse noch günstiger machen sollen. Die Bedienung erfolgt typisch China hauptsächlich über den großen 14,8 Zoll-Touchscreen, die Menüführung ist immerhin logisch durchdacht aber in viele Unterkategorien geteilt. Die Kunstleder- und Materialqualität geht durchaus in Ordnung. Auch das Platzangebot erfreut auf allen Plätzen. Die Fondlehnen klappen zu einer ebenen Ladefläche um. Zusammengefasst Der Jaecoo 7 bietet viel Ausstattung und Hybridtechnik zum attraktiven Preis – für Käufer, die Wert auf ein gutes PreisLeistungs-Verhältnis legen und bereit sind, bei Fahrwerkfeinabstimmung und Markenbekanntheit Abstriche zu machen. Sicherheitstechnisch gibt es einen Knie- und Mittenairbag obendrauf. Ob er sich gegen etablierte Mitbewerber durchsetzen kann, wird Service- und Händlernetz sowie von langfristiger Qualität und einer guten Ersatzteilversorgung abhängen. Karl Hartner Die neue chinesische Marke Jaecoo startet mit dem 4,5 Meter langen Modell 7. In Österreich ist er ab 35.990 Euro erhältlich, was angesichts des Umfangs an Serienausstattung einen interessanten Einstieg darstellt, denn mit an Bord sind dafür bereits eine 360-Grad-Kamera, ein 14,8-Zoll-Touchscreen-Display und eine kabellose Lademöglichkeit für Smartphones. 28 am 1/2026 ROADBOOK -ALL MOBILITY
SILENT SPACE AUDI A6 AVANT QUATTRO 2.0 TDI MHD DateNcheck Motor, Getriebe Antrieb Verbrenner R4 Allrad Hubraum L 1.968 Leistung Verbrenner PS/KW 204/150 Leistung E-Motor PS/KW 24/18 Leistung System PS/KW 204/150 Drehmoment System Nm 400 Getriebe 7-Gang-DSG Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 5.001/1.875/1.465 Leer-/Gesamtgewicht kg 2.198/2.625 Ladevolumen L 565 Tankvolumen L 63 Akkukapazität brutto kWh 1,7 Werksangaben Spitze km/h 238 0-100 km/h 7,0 Verbrauch L/100km 5,4- 6,2 CO2 g/km 150 Anhängelast kg 2.000 am Messwerte 0-80 km/h 5,2 0-100 km/h 7,7 60-100 km/h 7,3 Innengeräusch dB: 100 km/h D-Pos 65 130 km/h D-Pos 69 Preis Basispreis € 74.666 Testwagenpreis € 108.878 Der 2,0-Liter-Diesel mit 204 PS arbeitet so kultiviert, dass der Start fast untergeht. Kein Nageln, kein Dröhnen, kein Showeffekt. Der A6 will nicht beeindrucken. Er will entspannt überzeugen. Das sanfte Gleiten, das frühe Drehmoment, das ideal abgestimmte Zusammenspiel aus 7-Gang-Doppelkupplung und Allrad. 400 Newtonmeter reichen völlig aus, um den knapp 1,8-TonnenBusiness-Gleiter souverän auf Tempo zu bringen. Nicht explosiv, aber nachhaltig kraftvoll – die Art von Antritt, die man auf langen Reisen schätzen lernt. Fahrdynamik & Sicherheit Auf kurvigen Landstraßen zeigt der A6, warum der Quattro-Antrieb mehr als ein Marketingversprechen ist. Selbst auf feuchtkaltem Asphalt bleibt die Linie sauber, das Heck ruhig, die Vorderachse präzise einlenkbar. Dabei wirkt das Fahrwerk weder schwammig noch hart – ein angenehm ausgewogener Mix aus Komfort und Stabilität. Auf der Autobahn spielt er dann seine wahre Stärke aus, nämlich Gelassenheit. Bei 130 km/h sinkt die Geräuschkulisse auf ein Niveau, das man sonst eher aus noch höherpreisigen Klassen kennt. Der Diesel arbeitet tief im Hintergrund, der Wind verschwindet, und das Fahrwerk nivelliert Bodenwellen majestätisch aus. Verarbeitung & Effizienz Feine Materialien, aufgeräumtes Design, klare Bedienlogik und die Sitze zählten schon immer zu den besten in dieser Klasse – langstreckentauglich, sauber konturiert und mit genügend Seitenhalt, ohne zu straff zu wirken. Selbst wer drei, vier Stunden am Stück fährt, steigt wieder entspannt aus. Und dann ist da noch das Thema Effizienz. Der 2.0 TDI zeigt, warum moderne Dieselmotoren nach wie vor ihre Berechtigung haben: realistische Verbräuche zwischen sechs und sieben Litern sind selbst mit Allrad problemlos erreichbar. Fazit: Der neue Audi A6 Avant Quattro TDI ist kein Auto, das laut um Aufmerksamkeit ruft. Er ist ein leiser Profi – gemacht für Vielreisende, Pendler, Fami- lien mit Hang zum Komfort und für alle, die ein souveränes, effizientes und hochwertig verarbeitetes Langstreckenauto suchen. Ein Audi alter Schule: ruhig, präzise, gelassen. Und genau deshalb so gut. Karl Hartner Es gibt Autos, die schon beim ersten Losrollen klarmachen, wofür sie gebaut wurden. Der neue Audi A6 Avant gehört dazu egal mit welcher Motorisierung. Man steigt ein, schließt die Tür – und die restliche Welt wird leiser. 29 1/2026 am ROADBOOK -ALL MOBILITY
DateNcheck Motor, Getriebe Antrieb Verbrenner R3 Vorderrad Antrieb Elektromotor 2 Elektromotoren Hubraum L 1.199 Leistung Verbrenner PS/KW 131/96 Leistung E-Motor PS/KW 58/50 Leistung System PS/KW 199/145 Drehmoment System Nm 230 Getriebe 2+4-Gang-Automatik Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 4.533/1.830/1.621 Leer-/Gesamtgewicht kg 1.612/2.142 Ladevolumen L 487-1.482 Tankvolumen L 55 Akkukapazität netto kWh 1,7 Werksangaben Spitze km/h 180 Verbrauch L/100km 4,6 CO2 g/km 103 Anhängelast kg 1.500 am Messwerte 0-80 km/h 6 0-100 km/h 8,1 60-100 km/h 4,1 Testverbrauch L/100km 7,2 Innengeräusch dB: 100 km/h D-Pos 66 130 km/h D-Pos 72 Preis Basispreis € 43.720 Testwagenpreis € 51.592 STARKE KOMBINATIONEN RENAULT AUSTRAL & HYUNDAI TUCSON Beim Hyundai spielt es das 20th Anniversary-Sondermodell, bei Renault die höchste Ausstattungslinie Esprit Alpine. Beide Autos sind hier so gut wie voll bestückt, der Tucson etwas besser. Optisch fahren beide mit Zweifarbenlackierung vor, beim Austral wird hier aber die Hand extra aufgehalten. Besonders der Franzose sieht mit der Modellpflege noch scharfkantiger und seriöser aus. Beim Koreaner haben die Designer das markante wie charakteristische Gesicht mit Verschmelzung der Grillelemente und Scheinwerfer beibehalten aber gefühlvoll noch stärker plastischer und sportlicher, wie maskuliner betont. Beide 4,5 Meter lange SUV bieten einen Vollhybrid mit elektrisch unterstützten Turbo-Benziner, im Koreaner arbeitet ein 1,5 Liter Vierzylinder und im Renault ein 1,2 Liter kleiner Dreizylinder. Am Papier überbietet der leicht schwerere Hyundai den Renault um vernachlässigbare 16 Pferdchen. Auch unsere Messwerte ergaben sogar den gleichen Beschleunigungswert auf Tempo 100 km/h von 8,1 Sekunden und auch beiden geht bei gut 180 km/h die Puste aus. Beide ziehen dank unmittelbar verfügbarem Elektroschub vom Fleck weg zügig davon. Der Renault etwas konsequenter, so hilft auch der Startgenerator brav mit. Der Austral fährt etwas häufiger elektrisch und ist damit in der Stadt der Sparsamere, frisst aber auf der Autobahn dann etwas mehr, während der Tucson im Schnitt konstanter in der Verbrauchsanzeige bleibt. Am Ende ist der Renault jedoch insgesamt sparsamer. Generell tut sich der reine Benziner im Koreaner leichter, als im Franzosen. Letztlich sind beide sehr ähnlich, beim Renault fällt nur die Akustik stärker auf, wenn dann der rauere Motor höher dreht und Strom produziert. Ein instinktives Weiterschalten ist dann natürlich nicht möglich. Ist genug Strom vorhanden, ist das Triebwerk äußerst nobel gedämmt. Bei beiden lässt sich die RekuRenault Austral und Hyundai Tucson treten mit frischer Modellpflege und Lifting mit Vollhybrid, Vorderradantrieb und in ihrer besondersten Ausstattung zum Duell an. 30 am 1/2026 ROADBOOK -ALL MOBILITY
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