P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 2/23 Euro 5,50 Roma è aperto Ferrari Roma Spider Coda Tronca & 916er Tradizione & Disegno Toyota Corolla Facelift Dacia Jogger HYUNDAI Kona II VW ID.3 Facelift MITVIEL SCHWUNG ÜBER DIE DÜNEN PORSCHE 911 DAKAR Hiasi Unser Matthias Walkner
Ford Ranger: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,4 – 10,2 l/100 km | CO2-Emission kombiniert 220 – 266 g/km | (Prüfverfahren: WLTP)* Symbolfoto. *Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern unentgeltlich erhältlich ist und unter www.autoverbrauch.at herunter- geladen werden kann. 1) Berechnungsbeispiel am Modell Der neue Ford Ranger Doppelkabine XL 2.0L EcoBlue 170 PS AWD - 6G Man.: Barzahlungspreis € 44.469,57; Leasingentgeltvorauszahlung € 13.340,87; Laufzeit 36 Monate; 10.000 Kilometer / Jahr; Restwert € 23.192,79; monatliche Rate € 348,64; Sollzinssatz 5,48 %; Effektivzinssatz 6,21 %; Bearbeitungsgebühr (in monatlicher Rate enthalten) € 156,00; gesetzl. Vertragsgebühr € 258,92; zu zahlender Gesamtbetrag € 49.343,50; Gesamtkosten € 4.873,93. Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über Ford Credit, einem Angebot der Santander Consumer Bank. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. Freibleibendes unverbindliches Angebot, gültig bis auf Widerruf, vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Machen Sie jede Ausfahrt zum Abenteuer! Der neue Ford Ranger besticht durch markante Optik und fantastisches Fahrerlebnis. Mit bis zu 3,5 t Anhängelast und 1 t Nutzlast, Allradantrieb sowie bis zu 240 PS wird er allen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht und macht auch in der Freizeit viel Freude. DER NEUE FORD RANGER DAS ORIGINAL JETZT AB € 349,–1) mtl. bei Leasing
MAN KANN NIEMANDEN ÜBERHOLEN, WENN MAN IN SEINE FUSSTAPFEN TRITT. FRANÇOIS TRUFFAUT BLEU GENDARMERIE RENAULT R4 ⁄ 28 SEC ⁄ 105 KMH / 747 CCM / 4 CYL 24 PS ⁄ 55 NM WWW.DIETER-HUBER.COM ⁄ ZWISCHENGAS_32
INHALT 06 News 06 Ferrari Roma Spider Roma è aperto 08 Mitsubishi ASX French Kimono 10 Produkte 14 Dacia Jogger Hybrid 140 Von A nach B 23 Lifestyle 24 Toyota Corolla Facelif Hybrid exclusiv 26 Hyundai Kona II Besser geht’s immer 28 Toyotas Zukunft Vielfalt im Fokus Roadbooks 40 ABT Cupra Formentor VZ5 Allgäuer Spezialitäten 42 Toyota Corolla Cross All you need 43 Peugeot 3008 GT Pack Plug-In-Hybrid 4 Gute Figur 44 Citroen C5 Aircross BlueHDi 130 S&S EAT8 Kommode Kutsche 45 Toyota GR86 Hedonismus pur 46 Porsche Cayenne E-Hybrid Power plus 47 Ford Kuga 2.5 Duratec PHEV ST-Line X Kräftiger Teilzeit-Stromer 48 Mazda CX-60 PHEV Homura Feuer und Flamme 49 Cupra Leon 1.5 e-TSI DSG ACT Für Einsteiger 50 Hyundai Staria Bullischreck Heritage 58 Alfa Romeo Spider 916 Tradizione & Disegno 2-Rad 64 Vespa GTS-Modellreihe 2023 Roll on 66 Hiasi Unser Ich habe geglaubt, ich bin unsterblich 70 Suzuki V-Strom 800DE Individualität hat Vorrang 71 2-Rad Produkte Tuning 62 Prior Design Widebody-Kit für den VW ID. Buzz 63 Tuning Produkte Historie 52 75 Jahre Porsche-Sportwagen Schweiz als Geburtshelfer 56 Citroën H Einer für alle Fälle 72 Termintacho 73 Impressum 74 Rückstrahler 75 Vorschau Kommentare 12 Ohne Auto kein Klimawandel 22 Zwangstranformation Politisch gewollt New Mobility 30 Mercedes EQA 250 Biobrot und Trüffelbutter 34 VW ID.3 Facelift Erwachsen geworden 36 Falsch geladen? 38 ABT e-Line T 6.1 Diesel wird E-Transporter Titelthema 18 Porsche 911 Dakar Mit viel Schwung über die Dünen 14 26 34 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 4
EDI TORIAL Karl Hartner Strategie für synthetische Kraftstoffe Einige europäische Automobilclubs fordern eine internationale Strategie zur Entwicklung und Markteinführung klimaneutraler synthetischer Kraftstoffe über deren Nutzung in Luft- und Seeschifffahrt hinaus zu erarbeiten. Auch die Schiene und insbesondere der Straßenverkehr müssten einbezogen werden. Die „politisch propagierte und geradezu planwirtschaftlich vorangetriebene Elektrifizierung des Verkehrswesens“ widerspreche nicht nur den Grundzügen der freien Marktwirtschaft, sondern längst zeichne sich auch ab, dass der ohnehin steigende Strombedarf für viele Jahre nicht allein mit regenerativen Energiequellen zu decken sein werde, heißt es hierzu. Die anfallenden Kohlen- dioxid-Emissionen würden einfach verlagert. Und ein flächendeckendes Ladenetz zeichne sich in den kommenden Jahren ebenfalls nicht ab. Der international anerkannte Fachmann für Antriebstechnologien und ehemalige TechnikVorstand der Schaeffler AG, Prof. Dr. Ing. Peter Gutzmer, unterstützt das in seiner Forderung. Er ist unter anderem Vorstandsvorsitzender des Vereins FVV, der sich mit der Grundlagenforschung zu zukünftigen Antriebssystemen beschäftigt, und sagt: „Wenn wir unsere Ziele zur CO2-Reduzierung mit der E-Mobilität umsetzen, beispielsweise mit der Zulassung von 15 Millionen elektrischen Pkw bis 2030, dann werden wir die gesetzten Klimaschutzziele für den Verkehr selbst in der aktuell gültigen Tank-toWheel-Betrachtung nur zur Hälfte erreichen. Wir müssen daher den derzeit existierenden Fahrzeugbestand mit Verbrennungsmotor einbinden. Und das klappt nur, wenn wir den Kraftstoff verändern. Denn der fossile Kraftstoff ist das Problem und nicht der Verbrennungsmotor an sich.“ Nach Einschätzung des Experten werde das relativ schnell umsetzbar sein. Er prognostiziert, dass in sechs bis acht Jahren global große Mengen Syn-Fuel im Markt verfügbar sein werden. Nicht zuletzt, weil Seeschifffahrt und Flugverkehr derartige Kraftstoffe dringend benötigen. „Aber nur wenn wir Syn-Fuels auch für den Fahrzeugverkehr bereitstellen, werden wir in der Lage sein, auch jene 1,4 Milliarden weltweit existierenden Bestandsfahrzeuge schnell und kostengünstig in die CO2Neutralität zu bringen“, so Gutzmer. Nach Angaben der Automobilclubs arbeiten asiatische und arabische Länder bereits daran, mit Hilfe regenerativer Energien synthetische Kraftstoffe in absehbarer Zeit kosteneffizient und in marktrelevanten Größenordnungen zu produzieren. Unter dem Slogan „e-Fuels for Future“ haben Uniti, ADAC und ZDK mit einem VW Golf einen Praxistest zum Fahren mit CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffen gestartet. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 5
NEWS Ferrari Roma Spider Ferrari hat für die Präsentation seines neuesten Modell dem Roma Spider Marokko gewählt. Er ist das erste Frontmotormodell mit Stoffverdeck der Marke seit 54 Jahren. Ein Softtop das sich bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h auch während der Fahrt öffnen und verschwinden lässt. Basierend auf dem Coupe – es wurde Ende 2019 vorgestellt behält auch die Spider-Variante seine 2+2-Sitzkonfigura- tion und die lange, geschwungene Karosserie bei. On Top gibt es erstmalig auch ein „innovatives“ Softtop, mit dem man im italienischen Grand Tourer den Wind in vollen Zügen genießen kann. Wie sein Pendant verfügt der Spider über einen 3,9-Liter-Twin-Turbo-V8 mit 612 PS, der all diese Kraft über ein Achtgang- Doppelkupplungsgetriebe mit Paddelschaltung an die Hinterräder überträgt - abgeleitet vom SF90 Stradale. Dem Sound sei Dank gibt es auch eine Bypassventil gesteuerte Auspuffanlage, die dem V8 freies Atmen bis zu 7500 Umdrehungen ermöglicht und dabei die Umgebung im gewohnten Ferrari Sound zu beschallen. Öffnen & schließen Neu ist auch die Interpretation des Softtop-Design. Sie unterstreicht den ungestümen Charakter des Ferrari Roma Spider nachdrücklich – abgerundet durch breitgefächerte Optionen zur Personalisierung, wie raffiniert gewebte, maßgeschneiderte Stoffe und elegante Kontrastnähte. Zu den funktionellen Qualitäten des neuen Spider zählt auch die Tatsache, dass das Softtop in nur 13,5 Sekunden eingefahren werden kann – und das bis zu 60 km/h. Die kompakten Abmessungen des Dachs kommen zudem dem Kofferraumvolumen und der Vielseitigkeit des Neulings zugute. Ein neuentwickelter, patentierter Windabweiser wurde in die Lehne der Rückbank integriert. Er lässt sich am Mitteltunnel per Knopfdruck ausfahren und garantiert höchsten Komfort, ohne übermäßig Platz zu beanspruchen. Den Rest der Technik teilt er mit dem Coupe Roma è aperto 6 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023
FERRARI ROMA SPIDER Er glänzt mit dem besten Leistungsgewicht seiner Klasse: nicht allein dank seines Softtops, sondern auch durch das Voll-Aluminium-Chassis. Der Verdeckmechanismus wurde leicht und dennoch belastbar konzipiert. Im eingeklappten Zustand misst das Dach so nur 220 Millimeter und damit der niedrigste Wert in diesem Segment. Das wiederum führt zu einem recht geräumigen Ladeabteil, dessen 255 Liter ebenfalls zum Besten in dieser Klasse zählen. Windshot & Kinematik Die zum Ausfahren des Windabweisers nötigen Gasfedern wurden mit viel Liebe zum Detail konzipiert und entwickelt, damit sie in allen Phasen der Bewegung und unter allen Bedingungen eine kontrolliert sanfte Wirkung erzielen. Der Windschott kann bis zu einer Geschwindigkeit von 170 km/h ausgefahren werden. Einmal aktiviert, lässt sich der Windabweiser im offenen Fahrzeug bei jeder Geschwindigkeit nutzen. Er besitzt Eigenschaften einer „echten“ Rückenlehne. Die Oberfläche, mit der die Fondpassagiere in Kontakt kommen, ist komfortabel gepolstert und zugleich so geformt, dass sie sich öffnet, selbst wenn die Vordersitze ganz nach hinten geschoben sind. Der zentral angeordnete Kanal kompensiert den auf beiden Seiten wirkenden Luftdruck und verbessert so die Effizienz. Die kinematischen Punkte des Systems sind das Ergebnis eingehender Untersuchungen des gesamten Rücksitz- und Kofferraumbereichs, wobei deren Positionen in Bezug auf Bewegung und Gewicht optimiert wurde. hak „Windabweiser in die Lehne der Rückbank integriert“ Datencheck Ferrari Roma Spider Motor Typ V8 – 90° – Doppelturbo Hubraum 3855 cm³ Bohrung x Hub 86,5 x 82 mm Max. Leistung* 456 kW (620 PS) bei 5750–7500/min. Max. Drehmoment 760 Nm bei 3000-5750/min. Beschleunigung & Verzögerung Höchstgeschwindigkeit (km/h) 320 0-100 km/h 3,4 s 0-200 km/h 9,7 s 100-0 km/h 32 m 200-0 km/h 130 m Abmessungen und Gewichte LxBxH ( mm ) 4656/1974/1306 Leergewicht (kg) 1556 Leistungsgewicht 2,5 kg/PS Gewichtsverteilung in % 48/52 Tankinhalt (l) 80 Kofferraumvolumen (l) 255 Bereifung 245/35 ZR 20 vo/285/35 ZR 20 hi Getriebe 8-Gang-F1-Doppelkupplungsgetriebe 7 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023
NEWS Mitsubishi ASX Der neue ASX basiert auf der CFM-B-Plattform der Renault-Nissan- Mitsubishi-Allianz, kommt aber mit eigenständigen Ausstattungs- varianten. Der jüngste ASX, das Kürzel steht für Active Sports X-over, ist im Segment der B- SUVs angesiedelt und ist ein waschechter Europäer. Schließlich kommt er aus dem Renault-Werk Valladolid in Spanien. Der ASX wird in Österreich in vier Ausstattungsvarianten und mit vier Motorisierungen angeboten. Los geht es mit einem 91 PS starken 1,0 Liter Dreizylinder-Turbobenziner und 6-Gang Schaltgetriebe, der in den Ausstattungsvarianten Inform beziehungsweise Invite vorfährt. Wer etwas mehr möchte, greift am besten zum 1,3 Liter Vierzylinder Benziner, ebenfalls mit Turboaufladung, der als Mild Hybrid mit 140 PS aufwartet. Ihn gibt es in Österreich ebenfalls nur mit dem manuellen 6-Gang Getriebe, dafür kommt das Einstiegsmodell schon mit der Invite Ausstattung. Die Topmotorisierung stellt der 1,6 Liter Motor, wahlweise als Hybrid (HEV) mit einer Systemleistung von 143 PS oder als Plug-in Hybrid PHEV mit einer Systemleistung von 159 PS dar, wobei der Elektromotor in dieser Variante 49 kW beziehungsweise 67 PS beisteuert. Mit dem Plug-in Hybrid ist laut Herstellerangaben eine rein elektrische Reichweite von 50 km möglich. Das Plug-in Hybrid-Modell ist nur mit den beiden Top-Ausstattungsvarianten Intense und Diamond sowie der DHT Hybrid Automatik orderbar. Ein Allrad ist derzeit leider weder für Geld noch gute Worte zu haben. Gute Ausstattung in der Basis Bereits in der Einstiegsversion Inform sind Voll-LED Scheinwerfer sowie ein 7 Zoll Smartphone-Link Display Audio Touchscreen inklusive kabelloser Smartphone-Integration und DAB+ Radio an Bord. Ebenso Lichtsensor, Spurhalteassistent und ein Frontkollisionswarnsystem mit Fußgängererkennung sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Dazu René Wagner Managing Director bei der Denzel French Kimono ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 8
MITSUBISHI ASX Autoimport GmbH im Gespräch mit am: „Es ist uns wichtig, schon bei den Einstiegsmodellen den Kunden ein besonders sicheres Fahrzeug in die Hand zu geben.“ Die in der Top-Version zusätzliche sogenannte MI-PILOT-Technologie, die Beschleunigung, Bremsen und Lenkung steuert, um etwa auf Autobahnen oder bei Stop-and-Go-Verkehr die Fahrerinnen und Fahrer zu entlasten macht lange Autofahrten nochmals komfortabler und sicherer. Darüber hinaus ermöglicht das Multi-Sense-System das Lenkverhalten sowie die dynamische Fahrwerkskontrolle individuell anzupassen. Für den ASX stehen insgesamt 6 Farben zur Auswahl, in den Ausstattungen Intense und Diamond kann das Dach ohne Auf- „ 2023 wird ein aufregendes Jahr. Nach dem neuen ASX kommt im Herbst ja auch noch der neue Colt.“ René Wagner, Managing Director Denzel Autoimport GmbH Datencheck Mitusbishi ASX 1,0 L DOHC-Turbobenziner: 67 kW/91 PS, CO2-Emission kombiniert: 128 - 140, Verbrauch kombiniert: 5,8 - 6,2, 6-Gang Schaltgetriebe, Vmax: 168 km/h, 0-100 km/h: 14,0 Sek. 1,3 L DI-T Turbobenziner Mild Hybrid: 103 kW/140 PS, CO2-Emission kombiniert: 128 - 139, Verbrauch kombiniert: 5,8 - 6,3, 6-Gang Schaltgetriebe, Vmax: 196 km/h 0-100 km/h: 10,3 Sek. 1,6 l Hybrid (HEV): 1,6 L MPI, Elektromotor, 105 kW/143 PS Systemleistung, CO2-Emission kombiniert: 110 - 119, Verbrauch kombiniert: 4,8 - 5,1, 2x4 DHT Hybrid Automatikgetriebe, Vmax: 170 km/h, 0-100 km/h: 9,9 Sek. 1,6 L Plug-in Hybrid (PHEV): 1,6 L MPI, Elektromotor, 117 kW/159 PS Systemleistung, CO2-Emission kombiniert: 29-33, Verbrauch kombiniert: 1,4 - 1,7, 2x4 DHT Hybrid Automatikgetriebe, Vmax: 170 km/h, 0-100 km/h: 10,1 Sek. Batteriekapazität: HEV: 1,26 kWh, PHEV: 10,46 kWh (Ladezeit Wallbox: ca. 3 h) preis in Schwarz gewählt werden. Das macht Mitsubishis Jüngsten dann richtig fesch. Die Palette der Styling-Optionen ist ebenfalls ansehnlich. Sie umfasst unter anderem Trittbretter, Seitenspiegelab- deckungen, beleuchtete Einstiegsleisten und Sportpedale. Für Komfort sorgen ein modularer Kofferraumschutz, Schmutzfänger sowie ein Trenngitter. Drei verschiedene Anhängerkupplungen erleichtern Transportaufgaben. Eine Dachbox in drei Größen, ein Heckfahrradträger und ein Multifunktionshalter für die Kopfstütze ergänzen das Angebot. Das Serviceangebot Wie bei Mitsubishi üblich, wartet auch der ASX mit großzügigen Garantieleistungen auf. So gibt es neben der 5 Jahre oder 100 000 km Werksgarantie eine 12- jährige Garantie auf den Korrosionsschutz sowie eine 8 Jahre oder 160 000 km dauernde Garantie auf die Traktionsbatterie, einschließlich einer Batteriekapazitätsgarantie. Hinzu kommen 5 Jahre Garantie auf Original Mitsubishi Motors Zubehör sowie ein 5 Jahre Pannenhilfepaket. Für Österreich ist ein „Launch-Kontingent“ vorgesehen. Dies bedeutet, dass die ersten 400 Stück ASX zu einem Sonderpreis zu haben sind. Los geht es dabei mit dem Einstiegsmodell um 21.990,–. Für das Top-Modell sind 39.990,– Euronen zu berappen. mef ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 9
PRODUKTE Die Autos der 80ziger Für Automobilnarren – ob privat oder professionell – ist auch dieses Mal wieder ein beeindruckendes Standardwerk herausgekommen. „Alle Autos der 80er Jahre – 231 PKW-Marken aus 40 Ländern“ von Roger Gloor ist im Motorbuch-Verlag erschienen. 560 Seiten und rund 1300 Abbildungen. Der Preis 34,90 Euro. En miniature: Bei Playmobil und die Ente In der Reihe originalgetreuer Fahrzeugmodelle fährt bei Playmobil jetzt die legendäre „Ente“ vor. Das hellblaue Spielzeugauto ist 28,4 Zentimeter lang, trägt das charakteristische Rolldach (abnehmbar) und erlaubt bei den freistehenden Frontscheinwerfern den Wechsel von transparent auf französisches Gelb. Das Interieur des Citroën 2CV ist ebenfalls nachgebildet und die Kofferraumklappe lässt sich öffnen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 49,99 Euro. Handlicher Kompressor an Bord Einfaches Reifenaufpumpen zu Hause verspricht der handliche Akku-Kompressor ALP-130 der Firma AGT, der den Zusatz „Professional“ trägt und entsprechend als „Ideal auch für den professionellen Einsatz“ beworben wird. Geliefert wird die Pumpe mit einem Akku zum Aufladen an der Steckdose und einem Adapter zum Anschließen an eine 12-Volt-Autosteckdose. Die Lithiumionen-Batterie hat eine Nennkapazität von 1,5 Amperestunden und die Pumpe fördert mit maximal 8,6 bar bzw. 150 psi pro Minute bis zu 13 Liter. Der Preis 59,99 Euro. Sepp Pointinger in Wort & Bild Dem Helden dieses Buches gelang es seine Karriere stetig nach oben zeigen zu lassen und sich auf exklusiven Spielplätzen zu bewegen. Die Rede ist von Sepperl Pointinger, einem gestandenen Waldviertler, dem schon als Schulkind die Teilnehmer an Rallyes und Alpenfahrten faszinierten. Selbst dann jahrelang hinter dem Steuer erzählt er hier aus seinem Nähkästchen. Bezugsquellennachweis: Sepp Pointinger Rallye Weltenbummler, 211 Seiten, 34,90 €, Verlag Brüder Hollinek, www.hollinek.at ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 10
Ihr Auto ist nicht irgendeins. Also nehmen Sie nicht irgendwas. LIQUI MOLY bietet für jedes Fahrzeug das passende Motoröl. Das richtige Motoröl ist für den optimalen Betrieb Ihres Autos ein Muss. Ölwechseln deshalb auch Sie zu Deutschlands beliebtester Schmierstoffmarke und erfahren Sie den Unterschied. www.liqui-moly.com Ich fahr besser mit LIQUI MOLY. Ausgabe 6/2023 Ausgabe 16/2023 Ausgabe 8/2023 Ausgabe 4/2023 Ausgabe 4/2023
GASTKOMMENTAR Ohne Auto kein Klimawandel Die Menschen kämpfen mit ihren Krisen, die Parteien mit ihren innerparteilichen Positionen dazu. Mit Blick darauf kann es wohl marktwirtschaftlich ohne individuelle Automobilität keinen Klimawandel geben. Bei aller berechtigten Kritik steht eine klare Bevölkerungsmehrheit zum Auto- mobil. Die Politik, egal aus welchem ideologischen Lager auch immer, melkt unverdrossen die Steuerkuh und droht sie zu schlachten – absurd! Mobilität zu erhalten, die CO2-Emissionen dennoch zu reduzieren und gleichzeitig darauf zu schauen, dass die individuelle Mobilität in unserem Land auch leistbar bleibt, ist mein Ansinnen. Wer nur eines der angeführten Ziele im Blick hat, ver- liert auf dem eingeschlagenen Weg die Menschen. Mein Autovolksbegehren verfolgt eine marktwirtschaftlich sinnstiftende Entlastung der Fahrzeugerhaltungskosten und richtet sich gegen eine Pkw-feindliche Politik. Ihre Unterschrift im nächsten Gemeindeamt oder Magistrat oder auch per Handy-Signatur im Internet hilft dem Abkassieren Einhalt zu gebieten. Unterstützen Sie uns auf www.autovolksbegehren.at Ihre Stimme zählt! Gerhard Lustig ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 12
1 Die Hyundai 5 Jahres-Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai-Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai-Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2 Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km Laufleistung, je nachdem was früher eintritt. *Service lt. Hyundai Wartungsplan für 5 Jahre / 75.000 km – je nachdem, was zuerst eintritt. Die Hyundai Flatrate für die Modelle KONA Elektro, IONIQ 5, IONIQ 6, TUCSON und SANTA FE gilt für das Service lt. Hyundai Wartungsplan bzw. den Vorgaben von Hyundai Österreich und inkludiert Material und Arbeitszeit. In der Hyundai Flatrate nicht inkludiert sind: Verschleißreparaturen (Kupplungsbeläge, Bremsbeläge etc.), Verbrauchsmaterial (Frostschutz,Scheibenwischflüssigkeit, Wischblätter etc.), §57a Überprüfung, Reifen/Räder. Keine Barablöse möglich. Eventuell beigestelltes Material wird nicht gegengerechnet. Einlösbar nur bei teilnehmenden, autorisierten Hyundai-Vertragswerkstätten. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildungen. Regelmäßiges Service ist eine wesentliche Voraussetzung für den Werterhalt Ihres Hyundai. Aber – gerade in Zeiten steigender Preise – ist es auch ein Kostenfaktor. Damit die Freude an Ihrem Fahrzeug ungetrübt bleibt, bietet Hyundai seinen Neuwagenkunden jetzt die Option der Hyundai Flatrate beim Service für ausgewählte Modelle: Bezahlen Sie modellabhängig* max. € 250,– pro Jahr und dadurch keinen Cent bei Ihrem Service gemäß Hyundai Wartungsplan* – 5 Jahre / 75.000 km lang. Weiters können Sie optional ein günstiges Vielfahrer-Paket erwerben und damit eine Laufleistung von 150.000 km / 5 Jahre inkludieren. Hyundai denkt Service neu. Nähere Infos unter hyundai.at/flatrate Registrierung & Aktivierung der Hyundai Flatrate auf myhyundai.at Hyundai Flatrate Servicekarte maximal € 250,– jährlich 5 Jahre oder 75.000 km lang Das attraktive Fix-Preis-Paket für Ihr Service. Hyundai Flatrate
NEWS Dacia Jogger Hybrid 140 Von A nach B Als Dacia vor 18 Jahren auf den heimischen Markt rollte, stand der rumänische Renault-Ableger allein für eine Eigenschaft: billige Mobilität mit Betonung auf billig. Inzwischen hat sich die Marke in der automobilen Hierarchie nach oben gearbeitet und bietet Automobile an, die noch immer zu den preiswertesten Angeboten auf dem Markt gehören, bei Design, Ausstattung und Technik aber deutlich zugelegt haben. Im kommenden Monat rollt der Jogger nun auch als Hybrid vom Band. „Wir wollen unseren Kunden eine erschwingliche Mobilität mit einem guten Preisleistungsverhältnis ermöglichen und konzentrieren uns dabei auf das Wesentliche“, so Valeska Haaf von Dacia , der auf einen Privatkundenanteil von 80 Prozent blickt. Offensichtlich kommt die Strategie an: Im vergangenen Jahr setzte die Marke gut zu. Motorisierungen & Innenraum Der Jogger Hybrid 140, eine eigenständige Dacia-Mischung aus SUV, Kombi und Familientransporter mit bis zu sieben Sitzen, nutzt die bewährte Renault-Technik und kombiniert einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren, was eine Systemleistung von 141 PS ergibt. Die Energie für den elektrischen Antrieb liefert eine 1,2 kWh starke Lithiumionen-Batterie, die Platz sparend unter den Rücksitzen untergebracht ist, so dass weder InnenALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 14
raum noch das Gepäckabteil beeinträchtigt werden. Das Design hebt sich deutlich vom Rest ab, auch wenn die Heckleuchten irgendwie von Volvo beeinflusst scheinen. Im Innenraum wird deutlich, was „Konzentration auf das Wesentliche“ bedeutet. Die Türen schließen mit einem sonoren „Plop“ – das ist der Tribut an eine möglichst preiswerte Produktion. Doch ob „Plop“ oder „Peng“, die Tür schließt sich so oder so. Auch bei den gewählten Materialien zeigt sich, wie bei Dacia gedacht wird. Hartplastik mag in Verruf sein, doch wenn es so wie von den Menschen im rumänischen Pitesti verarbeitet ist, wirkt es alles andere als minderwertig. Außerdem lässt es sich leicht reinigen. Die Sitze sind komfortabel, erreichen einen guten Seitenhalt, das Fahrwerk verschluckt die Unebenheiten der Fahrbahn, und überhaupt herrscht im Innenraum eine angenehme Atmosphäre ganz ohne Verzicht auf Komfort. Schalten & walten hinter dem Lenkrad Der Mensch hinter dem Lenkrad blickt auf eine übersichtliche Instrumentierung, die alle wichtigen Informationen liefert. Über den zentral platzierten Monitor lässt sich unter anderem die nicht gerade dynamische Navigation steuern. Konventionelle Tasten im Lenkrad und Regler unter dem berührungsempfindlichen Bildschirm steuern Tempomat und Klimaanlage oder den Bordcomputer sowie andere Einstellungen. Nach dem Start rollt der 4,54 Meter lange Jogger zunächst elektrisch über den Asphalt, der Verbrenner schaltet sich bald zu, verstummt aber immer wieder, wenn die Akkuleistung für den elektrischen Betrieb ausreicht. Dank der sehr gut arbeitenden Rekuperation ist der Energiespeicher die meiste Zeit bereit. Vor allem in der Stadt ist der Dacia überwiegend elektrisch unterwegs. Dort liegt der Verbrauch bei den verDACIA JOGGER HYBRID 140 Im Innenraum wird deutlich, was „Konzentration auf das Wesentliche“ bedeutet Die Sitze sind komfortabel und geben Seitenhalt, Unebenheiten verschluckt das Fahrwerk ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 15
NEWS sprochenen 4,9 Litern. Kommen Fahrten auf Autobahn und Landstraße hinzu sind es gut sechs Liter. Getriebe & Geräuschverhältnisse Als bisher einziges Modell der Marke besitzt der Jogger eine Getriebeautomatik, die dezent im Hintergrund die jeweils passende Übersetzung wählt. Bis Tempo 130 km/h herrschen angenehme Geräuschverhältnisse, erst danach machen sich Fahrgeräusche bemerkbar, halten sich aber durchaus im Rahmen. Lediglich rauer Asphalt bringt eine deutliche Abrollakustik in den Innenraum. Der Verbrenner gehört zwar zu den etwas brummigen Vertretern seiner Gattung, wird aber nie störend laut. Auch den bei Hybrid-Modellen häufig üblichen Gummibandeffekt beim Beschleunigen haben die Dacia-Entwickler ihrem Antrieb abgewöhnt. Die Kraftentfaltung ist harmonisch und für den kurzen Überholsprint zwischendurch reichen die 141 PS vollkommen. Der Jogger Hybrid beschleunigt in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, und bei 167 km/h ist die familienfreundliche Höchstgeschwindigkeit erreicht. Der Jogger, das Wortspiel muss jetzt einfach sein, ist kein Sprinter, sondern wie der Name schon sagt, eher ein Dauerläufer, der seine Passagiere ohne Hektik komfortabel von A nach B bringt und bei Bedarf auch die schnellere Kurvenfahrt nicht verachtet. Dabei helfen die angenehm präzise Lenkung und die schnelle Umsetzung der Beschleunigungsbefehle. Die Preisliste für den Jogger-Hybrid beginnt bei 24.490,– Euro. Das mag viel sein für die Marke, liegt aber rund 10.000 Euro unter den Angeboten der japanischen Konkurrenz. ham Datencheck Dacia Jogger Hybrid 140 Länge x Breite x Höhe (m): 4,54 x 1,84 x 1,67 Radstand (m): 2,89 Antrieb: R4-Benziner, 1598 ccm, E-Motor, FWD, Aut. Systemtleistung: 104 kW / 141 PS Max. Drehmoment: 205 Nm Höchstgeschwindigkeit: 167 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,8 Sek. WLTP-Durchschnittsverbrauch: 4,8–4,9 Liter CO2-Emissionen: 108 g/km Leergewicht / Zuladung: min. 1432 kg / max. 393 kg Grundpreis: €24.490,– ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 16
www.vespa.at EINTAUSCHPRÄMIE € 500,-* EINTAUSCHPRÄMIE FÜR DEINE ALTE GTS 125 ODER 300 € 300,-* FÜR DEINE ALTE PRIMAVERA 125 ODER SPRINT 125 Aktion gültig 1. April bis 30. Mai 2023, solange der Vorrat reicht. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. * Voraussetzung: Der Zustand deiner gebrauchten Vespa weist keine außerordentlichen Mängel auf. BUCHE DEINE TEST- FAHRT MIT QR CODE.
Porsche 911 Dakar Mitviel Schwung über die Dünen Sportlicher musste Porsche seinen legendären Sportwagen nicht machen. Es gibt bereits mehr als zwei Dutzend verschiedene Varianten des 911s von 385 bis 650 PS. Nun kommt noch einer der Dakar. NEWS 18 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023
PORSCHE 911 DAKAR Er ist etwas, was es noch nicht gab: Ein Hochleistungs-Rallyeauto und eine Hommage an jenen 911, der 1984 die zermürbende Rallye Paris-Dakar gewann. Eine Art Schotterracer, mit dem Sie auch an einem Montagmorgen zur Arbeit fahren können, aber bitten Sie ihren Chef besser nicht um eine Gehaltserhöhung, wenn Sie dort ankommen. Doch wenn Sie einen besitzen, sind Sie ja ohnehin vermutlich der Boss. Reden wir nicht übers Geld Der 911 Dakar ist nämlich nicht billig. Die Preisliste beginnt bei 289.887 Euro und bisher haben sich außerdem rund zwei von drei Käufern für das 26.061 Euro teure Rallye-Design-Paket entschieden, das die Lackierung des Autos von 1984 imitiert. Zum Geburtstag können Sie sich dann für 13.950 Euro den passenden, ausschließlich Fahrzeugbesitzern vorbehaltenen Chronographen wünschen – oder auch ein knapp 10.000 Euro teures Dachzelt. Es geht in diesen Sphären nicht mehr ums Geld. Reden wir also über das Auto. Und dazu flogen wir nach Marokko, übernahmen einen 911 Dakar und fuhren in die Wüste, in die Sanddünen nahe der algerischen Grenze. Die Spielregeln: Ein Porsche-Instruktor fährt vorweg, überholen verboten. Damit ich keinen Strafzettel bekomme, aber vor allem, um in der Wüste nicht falsch abzubiegen und in einer algerischen Düne zu enden. Kontrolle der anderen Art Die Polizeikontrolle stellt sich dann etwas anders dar als erwartet. Kaum haben wir die Stadt verlassen, hält uns ein junger Beamter an, grinst und weist uns unmissverständlich an: „Tempo, Tempo!“ Der 480 PS starke Dakar kommt in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und das konnten wir bei dieser Gelegenheit gleich einmal austesten. In den beiden Offroad-Fahrmodi lässt die Beschleunigungsfunktion „Launch Control“ bis zu 20 Prozent Schlupf zu. Das Ganze sieht auf der staubigen Straße vermutlich recht eindrucksvoll aus. Weg vom Asphalt hinein in die Wildnis Weg vom Asphalt, Abbiegen in die Wildnis: Es wird holprig. Der 911 Dakar liegt fünf Zentimeter höher als der Carrera 4 GTS, auf dem er basiert. Auf Knopfdruck hebt sich das Chassis um weitere drei Zentimeter - die dafür zuständige Pumpe sitzt hinten, weshalb die Rücksitze entfallen - dabei sinkt die ohnehin relativ niedrig angesetzte Höchstgeschwindigkeit von 240 auf 170 km/h. Auf diesem Untergrund ist das allerdings völlig in Ordnung. Wir wappneten uns damit gegen eventuelle Felsbrocken, die hier überall im Sand versteckt sind - für den Notfall folgt uns ein Toyota Land Cruiser mit Fotograf und Abschleppseil. Besonderen Komfort darf man nicht erwarten: Der Dakar ist ab Werk mit zwei schmalen Sportsitzen ausgerüstet, die sich ausschließlich in Längsrichtung verstellen lassen. Sie lassen sich allerdings durch bequemere Sitze substituieren, wenn man möchte. Aber auch dann dürfte es dem Fotograf im geräumigen Land Crusier auf der Rüttelpiste deutlich besser gehen. Am Gas bleiben & dem Funk lauschen Zurück zur Piste. Sie war sandig, die Sicht nach vorn im Staub des Instruktors wird zum echten Problem. Verwehungen legen sich über die Spuren, das Funkgerät knistert: „In den Dünen auf dem Gas bleiben und auf der Kuppe unter keinen Umständen anhalten. Immer in Bewegung bleiben“, waren die strengen Kommandos dazu. Und es kam, wie es kommen musste. Beim fünften oder sechsten Drift konnten wir vor lauter Staub nichts mehr sehen und lupften den Gasfuß. Das Auto kommt oben auf der Düne zum Stehen, das war‘s. „Meine Frau hat gesagt: Kauf so ein Auto, die sind doch viel angenehmer zum Aus- und Einsteigen. Meine Frau ist 73, ich werde 76, da ist die größere Höhe schon ein wichtiger Faktor. “ ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 19
NEWS Das Starterfeld bei der Rallye Paris-Dakar im Jahr 1984 dominieren Lastkraft- und Geländewagen. Die drei Porsche 959 aus Zuffenhausen fallen auf, der dritte belegt als Servicewagen mit Projektleiter Roland Kussmaul und Wolf-Hendrik Unger den sechsten Rang. Porsche Heritage und Museum beherbergt bis heute das komplette Trio in seiner Sammlung. „Das Siegerfahrzeug bleibt unangetastet, das halten wir sozusagen in einer Zeitkapsel fest und lassen die Spuren der Rallye so lange wie möglich an ihm haften“, erklärt Kuno Werner, Leiter der Museumswerkstatt. Zwei Jahre braucht das Team in den Achtzigern, um den 959 in ein Rallyefahrzeug zu verwandeln. Die Fachleute verstärken das Fahrwerk mit doppelten Stoßdämpfern an der Vorderachse und ziehen geländetaugliche Reifen auf. Wenn der Untergrund keine vier angetriebenen Räder fordert, verteilt das elektrohydraulisch gesteuerte Mitteldifferential die Kraft variabel auf Vorder- und Hinterachse. So ist der Porsche bis zu 210 km/h schnell. Rennleiter Peter Falk erinnert sich an die ersten drei Teilnahmen, 1984 mit dem Prototypen 953 und in den beiden darauffolgenden Jahren mit dem 959 ParisDakar: „Umso schöner war, dass wir alle Autos ins Ziel gebracht und gleich beim ersten Mal gewonnen haben. Und dann sagte Herr Bott: ‚Wir müssen ein zweites Mal antreten, einmal genügt nicht.‘ Im Jahr 1985 sind wir dann mit allen drei Autos ausgefallen. Das war niederschmetternd. Danach sagten wir uns, dass wir nochmal antreten müssen. Obwohl wir alle ein bisschen die Schnauze voll hatten, nachdem wir alles verloren hatten. Und 1986 hat es wieder geklappt. Alle drei Autos angekommen und ein Doppelsieg.“ Porsche 959 Die 959 Paris Dakar Historie „ Das Siegerfahrzeug bleibt unangetastet, das halten wir in einer Zeitkapsel fest und lassen die Spuren der Rallye so lange wie möglich an ihm haften“ ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 20
Während man sich im Schnee oft freischaukeln kann ist der Sand grundlos. Der 11er wird zum starren, 1,6 Tonnen schweren Hindernis in der Wüste. Jetzt hat man zwei Optionen: Ausgraben - Porsche verkauft der Kundschaft die passende Schaufel für rund 300 Euro - oder Abschleppen. Die Entscheidung fiel natürlich für letzteres. Der leidgeprüfte Instruktor dazu netterweise: „Das passiert jedem einmal.“ Star Wars in Marokko Dabei kamen die richtig anspruchsvollen Dünen erst. Jetzt ging es nämlich ums Vollgas-Driften. Dafür wurde der Reifendruck in den Pirellis abgelassen, das Tempo dabei stieg. Freizeitgestaltung in der Wüste: Die Drehzahl fast am Anschlag, das Auto in ständiger Bewegung, wild hin- und her driftend, an allen vier Rädern werden rote Schwaden nach oben geschleudert. Wir rasen wie wildgewordene Sandwürmer durch die Dünen. Hier in Marokko wurden „Dune“ und „Star Wars“ gedreht: Eine andere Welt also. Eine Welt, die uns als Wüstenneuling an die Grenzen des fahrerischen Könnens brachte: Eigentlich hatte Porsche eine noch anspruchsvollere Piste ausgewählt, aber die Autos blieben immer wieder stecken. Ich vermute am 911 Dakar hat es nicht gelegen. Fazit: Braucht die Welt wirklich einen rallyetauglichen Porsche 911? Mit Sicherheit nicht, aber mit gleicher Sicherheit wird dieses Auto das Leben der glücklichen 2500 Menschen bereichern, die einen zugeteilt bekommen. Und das Leben eines Polizisten, der uns die Anweisung erteilt hat, der wir unbedingt Folge leisten mussten: „Tempo, Tempo“! cen PORSCHE 911 DAKAR Datencheck Porsche 911-992 Dakar Länge x Breite x Höhe (m): 4,53 x 1,86 x 1,34 Radstand (m): 2.45 Antrieb: 6-Zyl.-Boxer-Heckmotor, 2981 ccm Allrad, 8-Gang-PDK Leistung: 353 kW / 480 PS bei 6500 U/min Max. Drehmoment: 570 Nm bei 2300-5000 U/min Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h (abgeregelt) Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 3,4 Sek. WLTP-Durchschnittsverbrauch: 11,3 Liter CO2-Emissionen: 256 g/km (Euro 6d) Leergewicht/Zuladung: min. 1680 kg /max. 355 kg Kofferraumvolumen: 132 Liter Wendekreis: 11,7 m Preis: 289.887,- Euro netto ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 21
Selbst als großer Befürworter der europäischen Idee fehlt mir das Verständnis. Der Verbrennungsmotor soll verboten werden? Die weit überwiegende Zahl der Bürger fragt sich, was da los ist. Und die skandalöse Entwicklung bedarf einer Erläuterung – denn nur Insider kennen die Gründe. Vor allem der „Dieselskandal“ von Volkswagen hat viele Menschen verärgert. Doch die Technik hat sich seitdem erheblich weiterentwickelt. Der moderne Verbrennungsmotor kann als quasi emissionsneutral betrachtet werden. NOx, Partikel, Feinstaub usw. sind schon lange kein Thema mehr. Das Gebot der Stunde ist vielmehr die CO2-Reduktion. Hierzu wird die Kraft der Natur benötigt. Aus Wind und Sonne kann elektrische Energie gewonnen werden. Diese muss nur gespeichert werden, um damit ein Fahrzeug anzutreiben. Es muss also eine Batterie her. Politisch gewollt ist die elektrische Batterie. Doch hier gibt es enorme Probleme: Es gibt kaum Rohstoffe in Europa, die Prozesse der Zellproduktion werden von China kontrolliert, bei uns gibt es nicht einmal ansatzweise genug CO2-neutrale Energie. Zudem laufen die Kosten aus dem Ruder, preiswerte Fahrzeuge mit Familiennutzen verschwinden, die Stromkosten gehen durch die Decke, der Subventionsbedarf ist groß, die Infrastrukturaufwendungen sind enorm. Eine Batterie geht auch anders: Nämlich aus chemischen Energieträgern. In einigen Regionen der Erde kann Kraftstoff für unter 1 Euro pro Liter Kraftstoff aus Sonne und Wind hergestellt werden – mit vergleichbarem Gesamtwirkungsgrad. Mit diesen sogenannten e-Fuels können existierende Fahrzeuge weiter betrieben werden, der Staat kann jede Menge für Energie-, Kfz-, CO2- und Mehrwertsteuer einnehmen. Hunderte von Energieexperten der Universitäten in ganz Europa haben die EU-Politik darauf hingewiesen, dass sie bei der CO2-Analyse von Elektroautos schweren Berechnungsfehlern aufsitzt. Trotzdem scheint dies alles die EU-Kommission kaum zu beeindrucken. Was ist da los? Verantwortlich für die Durchführung der Gesetzgebung des „Green Deal“ ist der niederländische Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans. Er verweigert seit Jahren jegliche Kompromissbereitschaft und will nicht zulassen, dass neben der elektrischen Batterie auch e-Fuels als Zukunftslösung dienen können. Und so wird beim Konzeptvergleich einfach nicht angerechnet, daß auch durch CO2-neutrale Kraftstoffe CO2 eingespart werden kann. Dem Autor sind Aussagen und Rückmeldungen von Vorständen, Firmen- und Verbandsvertretern der deutschen Automobilindustrie bekannt. Dort heißt es: „Gespräche mit Timmermanns sind Zeitverschwendung. Wir werden erpresst. Nur ‚elektrisch‘ wird akzeptiert.“ Jetzt hat Timmermans seine Gründe nochmals in einem kurzen PositionsPamphlet gestreut. Nicht ein einziges stichhaltiges Argument wird darin genannt. Die USA und China würden angeblich auch auf Elektromobilität setzen, der „Green Deal“ sei eben wichtig. In Wirklichkeit setzt insbesondere China gerade an, zum Weltmarktführer bei moderner HybridTechnologie zu werden. Und die Elektroautos können sich nur durch schweren Klimabilanzbetrug der EU-Kommission ein grünes Label umhängen lassen. Auch nach 2035 wird fossile Energie zur Stromerzeugung benötigt. Das Thema hat auch gesellschaftliche Relevanz. Denn wenn eine Minderheit mit skandalösem CO2-Bilanzbetrug und fadenscheinigen Argumenten die Bedürfnisse und Wünsche der Mehrheit ignoriert, werden demokratische Werte angegriffen. Und es wird klar, dass es nur vordergründig um die Frage „Elektro versus Verbrenner“ geht. Tatsächlich soll eine gesellschaftliche Transformation erzwungen werde, koste es, was es wolle. Auch dann, wenn der CO2-Ausstoß dabei sogar steigt. cen Zwangstranformation „ Politisch gewollt ist die Batterie.“ Thomas Koch KOMMENTAR ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 22
L I FESTYLE Campingbox für den VW ID Buzz Es war nur eine Frage der Zeit: Ququq bietet als erster Ausrüster ein Campingmodul für den VW ID Buzz an. Die Bus-Box-4 passt in den Elektro-Bulli mit eingebauten Rücksitzen in der zweiten Reihe. Es umfasst einen Tisch, eine Spüle und zweiflammigem Gaskocher, zwei je zehn Liter fassende Frischwasserkanister und Stauraum. Platz für eine Kühlbox ist ebenfalls vorhanden. Das Klappbett mit Kaltschaummatratze hat eine Liegefläche von 125 mal 195 Zentimetern. Der Preis 2.790 Euro Nächste Runde - Panerai und Brabus Die 47 mm Panerai Submersible Verde Militare Edition ist wasserdicht bis 30 bar und verfügt über zwei Armbänder und eine 3-tägige Gangreserve. Er wird in einer limitierten Auflage von nur 200 Stück hergestellt. Das Carbotech™-Gehäuse umschließt somit das neue Kaliber P.4001/S und zeigt eine zweite Zeitzone, sowie eine drehbare Lünette für die Berechnung der Tauchzeit. DS-2 turning Bezel Sea Turtle Conservancy Die neue DS-2 Turning Bezel von Certina lässt mit ihrem Gehäuse und Vintage-Design die Swinging Sixties aufleben. Im Herzen jedoch ist sie ganz und gar dem Hier und Jetzt verpflichtet: Ihr Automatikwerk tickt mit 80 Stunden Gangreserve und NivachronTM-Spiralfeder. Die grau-blau gestreifte Sea Turtle Conservancy Sonderedition widmet sie sich zudem der Zukunft: dem Erhalt unserer Ozeane und ihrer Bewohner. Das 42x41 Gehäuse ist mit einer einseitig drehbaren Lünette versehen. Während sich die regulären Modelle in klassischen Edelstahl kleiden, ist die Sea Turtle Conservancy Edition aus ultraleichtem Titan gefertigt. Limitless - Flexible in jede Richtung Wer sich tagtäglich in Bestform präsentieren möchte, braucht einen leistungsstarken Rasierer, der ebenso zuverlässig wie sicher arbeitet und dennoch flexibel genug ist, sich an das eigene Rasurverhalten und den individuellen Bartwuchs anzupassen. Die neuen Rotationsrasierer der Limitless-Serie von Remington machen keine Kompromisse bei Leistung oder Komfort und schenken dank ihres ergonomischen Designs und neuer Sensortechnik maximale Flexibilität für eine gründliche Rasur ohne Hautirritationen. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 23
Der Bestseller von Toyota kommt jetzt ausschließlich als Hybrid. Wie bisher kommt das Modell als Fünftürer und Kombi in den Handel. Beim Design hielten sich die Kreativen bis auf Details deutlich zurück. Unterwegs mit dem Corolla kommt auch eine verbesserte Vernetzung ins Spiel. Dafür entwickelten die Ingenieure des Hauses eine neue Elektronikplattform. Die ermöglicht ein leistungsstärkeres „Toyota Smart Connect“-Multimediasystem samt der individuell gestaltbaren 12,3 Zoll großen Instrumentenanzeige vor dem Lenkrad. Verbesserte Vernetzung Über den Monitor im Zentrum der Instrumententafel lassen sich alle wichtigen Funktionen steuern, so auch der Sprachassistent. Das Cloud-Navigationssystem einschließlich Sprachsteuerung ist als vierjähriges Abo Teil des Fahrzeugpreises. Hilfreich kann sich auch die „MyT“-App erweisen, mit der sich zahlreiche Daten abrufen lassen. Außerdem lassen sich über die App aus der Ferne die Türen öffnen und schließen oder die Klima- anlage einstellen. Der Hybridantrieb Neben der aktualisierten Vernetzung spendierten die Entwickler dem Corolla den aktuellen Hybridantrieb der fünften Generation. Bei dem teilen sich je nach Version ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 72 kW/98 PS oder ein 2,0-Liter-Aggregat mit 112 kW/152 PS, einen Elektromotor für den Vortrieb. Beim 1,8-Liter-Modell leistet der E-Motor 70 kW und die Systemleistung beträgt 103 kW/140 PS. Beim größeren Motor steuert er 83 kW/113 PS zur Systemleistung von 144 kW/196 PS bei. Bis Tempo 100 km/h vergehen aus dem Stand 9,2 oder 7,4 Sekunden. Bei 180 km/h ist bei beiden Motorisierungen die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Der neue Antrieb den der Toyota Corolla Hybrid jetzt ausschließlich besitzt, hat ein modifiziertes Steuergerät und Getriebe. Sowie eine stärkere Lithiumionen-Batterie, die jetzt etwas mehr als eine Kilowattstunde leistet. Sie sitzt platzsparend unter der Rücksitzbank. Besseres Fahrerlebnis Die Neuerungen sollen für ein „besseres Fahrerlebnis“ sorgen. Eine bewusste Umschreibung des in der Vergangenheit gewöhnungsbedürftigen Gummibandeffekts, der das Beschleunigen zu einem eher zähen und akustisch nervigen Vorgang mutieren ließ. Das ist jetzt vorbei. Der Corolla setzt den Druck auf das Gaspedal zügig um. Das vom Vorgänger übernommene Fahrwerk stellt den Lenker vor keine Probleme, so lange man die physikalischen Gesetze respektiert. Die präzise Lenkung ermöglicht so auch dynamische Kurvenfahrten. Lediglich rauer Asphalt überträgt die Abrollgeräusche der Reifen allzu deutlich in den Innenraum. Die Materialien im Innenraum sind hochwertig und bestens verarbeitet. Ein neues Kühlsystem verbessert die Laufruhe. Serienmäßig ist das Paket Toyota Safety Sense mit unter anderem einem Notlenkassistenten, adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent und dem Notfallbremssystem an Bord. Die Preisliste beginnt bei 29.590 Euro. Das Kombi Touring Sports kostet mindestens 31.190 Euro. ham NEWS Toyota Corolla Facelift Hybrid exclusiv ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 24
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NEW MOBILITY Hyundai Kona II Besser geht’s immer Bei der zweiten Generation des B-SUV Kona bringt Hyundai ein umfangreiches Produktpaket und eine breite Palette von Antriebsvarianten. Der Neue ist sowohl als Vollelektriker mit zwei Batteriegrößen, als auch in einer Hybrid-Version mit einem 1.6 GDI und mit einem 1.6 T-GDI Verbrennungsmotor zu haben. Und die sportliche N Line Ausstattung ist jetzt – erstmals – für alle Antriebe verfügbar. Gutes, noch besser Der neu Kona Elektro baut auf dem guten Ruf der ersten Generation auf. Hyundai folgt damit weiter seiner Elektrifizierungsstrategie, mit der man bis 2030 elf neue Elektroautos auf den Markt bringen will. Er bietet in seinem Segment laut Hersteller eine Klassenbeste rein elektrische Reichweite von etwa 490 WLTP-Kilometern. EV-spezifische Elemente, wie der vordere Stauraum und aktive Luftklappen, Vehicle to load Steckdosen innen und außen, Head-up-Display, i-Pedal und das sogenannte Smart Regenerative System sind einige der Merkmale des neuen Kona Elektro. In allen Varianten des Kona sind Assistenz- und Sicherheitssysteme wie Smart Sense, Advanced Driver Assistance System, Notbrems-, Toter-Winkel-Assistent, Einparkassistent und Driver Status Monitor an Bord. Gewachsen ist der neue Kona auch. In der Länge misst er jetzt 4.355 mm (+175mm) bei einem Radstand von 2.660 mm (+60 mm). Die Breite beträgt 1.825 mm (+25 mm) und die Höhe 1.575 mm (+20 mm). Interessant auch die Aerodynamik mit einem cW-Wert von 0,27. Damit einher geht die aerodynamische Front, die sein futuristisch anmutendes Außendesign unterstreicht, spezielle Radhausverkleidungen und parametrische Oberflächen bestimmen die Außenoptik des Kona, die auf dem Design der Elektrovariante basiert. Bei der N Line-Version gesellen sich dazu noch schwarze Außenspiegel, ein Flügelspoiler und – optional – ein schwarzes Dach. Eine Doppelauspuffanlage und innen die tiefere Sitzposition vervollkommnen seine sportliche Optik. Innen – mehr Komfort Im Innenraum des Kona ergibt sich durch die größeren Abmessungen ein noch höherer Komfort. Das Fahrerorientierte Cockpit prägt ein horizontales Dashboard mit zwei integrierten 12,3-Zoll-Panoramadisplays. Den Gangwahlhebel hat Hyundai von der Mittelkonsole hinter das Lenkrad verlegt, bedeutet mehr Stauraum in der offenen Mittelkonsole. Feines optionales Extra: Komfortsitze mit Relax-Funktion für Reihe eins. Reihe zwei gibt sich auch ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 26
HYUNDAI KONA II geräumig und der Kofferraum bietet ein Basisvolumen 466 Litern (VDA). Der Kofferraumassistent macht das Beladen einfacher denn je. Konnektivität und Anderes Konnektivität der nächsten Stufe besorgen im Kona kontinuierliche Over-the-Air Software-Updates, ein so genannter Digital Key ermöglicht entriegeln oder starten per Smartphone oder Smartwatch. Das neue Connected Car Navigation Cockpit bietet eine perfekte Einheit zwischen den Fahrzeuganzeigen. Eine 360° Übersichtskamera zeigt beim Einparken das Fahrzeug aus verschiedenen Blickwinkeln. Mit an Bord auch Bose Sound, zwei USB-C-Ladegeräte vorne und hinten, und eine 12-V-Steckdose. Und die neueste Version der Konnektivitäts-Technologie von Hyundai. Sicherheitsmerkmale Neben schon erwähnten Features sei noch der Driver Status Monitor erwähnt. Er analysiert per interner Kamera das Gesicht des Fahrers und warnt bei Mü- digkeit oder Unachtsamkeit. Der Einparkassistent unterstützt beim Ein- und Ausparken aus der Ferne. Ein Druck auf die Smart-Key-Taste bewegt das Fahrzeug vorwärts oder rückwärts. Der Notbremsassistent ermöglicht Ausweichmanöver, das Überqueren von Kreuzungen, den fortlaufenden Spurwechsel und den Wechsel der Fahrspur. Außerdem verfügt er über den Autobahnassistenten 2, der dabei unterstützt, einen sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und der beim Überholen hilft. Insgesamt bietet der neue Kona in allen seinen Varianten ein attraktives Leistungs- paket und kann mit Design, Komfort und Leistung punkten. mm Größerer Innenraum, mehr praktische Funktionen „ Der neue Kona Elektro baut auf dem guten Ruf der ersten Generation auf.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023 27
NEW MOBILITY Ford Explorer-e Der Neue trägt einen bekannten Namen, ist aber ganz anders. Der Explorer, der im Herbst zu den Händlern rollen wird hat nichts mit seinem amerikanischen Namensvetter gemeinsam, sondern ist vielmehr der Eintritt der Marke in den europäischen Elektromarkt. Mit einer Länge von 4,45 Metern unterbietet er das vor allem bei der USamerikanischen Polizei beliebte SUV um mehr als einen halben Meter, trägt aber unübersehbare Designelemente des großen Explorer. Beim Aufbruch in die Elektromobilität nutzt Ford die MEB-Plattform der Wolfsburger. Dennoch, so ein Sprecher ist der Explorer ein echter Ford, der Anleihen an seinen großen amerikanischen Bruder nimmt. Außen und im Innenraum unterscheidet sich der Explorer deutlich von den Wolfsburger Produkten. Das Design dazu ist in Köln entstanden.“ Modellvarianten & Preise Der Explorer soll „weniger als 45.000 Euro kosten und für diesen Preis erhalten die Kunden keine nackte Henne.“ So wird bereits die Einstiegsvariante auch auf Leichtmetallrädern rollen. Geplant ist neben der Basis-Version eine Premium-Variante. Die ersten Modelle sollen noch heuer ausgeliefert werden. Während Ford sich bei den VerbrennerModellen aus dem Volumenmarkt verabschiedet – der Fiesta wird demnächst eingestellt und auch der Focus wird mit dem Ende der Fertigung in Saarlouis in zwei Jahren gestrichen werden – sollen neue Elektromodelle die Rolle als Volumenmodelle übernehmen. Wie es scheint will man also die Elektrifizierung auch als Chance nutzen um sich neu zu erfinden. Die Plattformen für die nächsten Elektromodelle werden in den USA entwickelt. Nach dem Explorer werden der elektrische Puma - im Jahr 2024 - als kleinstes Modell der Marke und noch ein weiteres in Köln produziertes Modell folgen. Ob die nächste Kuga-Generation als Elektro-SUV auf den Markt rollen wird, ist noch nicht entschieden. Für die Umwandlung des Kölner Werks in das „Cologne EV Center“ investiert Ford rund zwei Milliarden Dollar. Konnektivität & Feeling Beim Design orientierten sich die Kreativen an den für die Marke typischen SUV-Elementen und zitierten dabei Details des US-amerikanischen Modells. Der neue Explorer soll, in der neuen Marketingsprache, „eine neue Art von Abenteuer-Feeling“ erzeugen. Dank des „Konnektivitätssystems Sync Move“ lässt sich das Cockpit individuell gestalten und hinter dem um mehr als 30 Grad verstellbarem 14,6 Zoll messenden berührungsempfindlichen Bildschirms verbirgt sich ein Stauraum, der so genannte „My Private Locker“. Im Innenraum wählten die Ausstatter beheizbare Vordersitze mit integrierten Kopfstützen und einer Massagefunktion, die bereits in der Basisversion zur Serienausstattung gehören wird. Der Mensch Kölsch-Mobility 28 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2023
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