automagazin 02/2024

P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 2/24 Euro 6,90 INTEGRALE Alfa Romeo 33 Stradale Renault 5 E-Tech Electric Lancia Manhart Integrale 400 Dacia Spring Ferrari Purosangue Noch mehr Herzblut Tschechischer Souverän Škoda Superb Combi Blick nach oben VW Passat 2024 HYUNDAI IONIQ 5 N

volkswagen.at/tiguan Der neue Tiguan ¹Privatkunden-Angebot im Mietleasing der Porsche Bank inkl. USt. und NoVA. zzgl. gesetzl. Vertragsgebühr EUR 169,37, keine Bearbeitungskosten, Laufzeit 36 Monate, 10.000 km/Jahr. Eigenleistung (VZ-Depot) EUR 8.250,–. Abschluss einer vollKASKO der Porsche Bank Versicherung vorausgesetzt. Bereits berücksichtigt: EUR 1.000,– Porsche Bank Bonus bei Finanzierung über die Porsche Bank Versicherung. Für Porsche Bank Boni gilt: Mindestlaufzeit 36 Monate. Ausgen. Sonderkalkulationen für Flottenkunden, Behörden und ARAC. Die Boni sind unverbindl., nicht kart. Nachlässe inkl. USt. und NoVA und werden vom Listenpreis abgezogen. Angebot gültig bis 30.06.2024 (Antrags- und Kaufvertragsdatum). œDas optionale Unlimited Paket beinhaltet einen Preisvorteil gegenüber der Auswahl einzelner Sonderausstattungen, die je nach Modell variieren können. Verbrauch: 5,3 – 7,9 l/100 km. CO₂-Emission: 139 – 194 g/km. Symbolbild. Stand 03/2024. Ab € 199,– mtl. Für alles, was das Leben bringt Mit seinem sportlichen und markanten Design macht der neue Tiguan eines sofort klar: hier kommt ein SUV, der auf jede Eventualität des Lebens vorbereitet ist. Mit seiner umfangreichen und innovativen Ausstattung meistern Sie jede Herausforderung souverän. Dabei fasziniert der neue Tiguan durch sein emotionales und dynamisches Design. Zusätzlich ist der neue Tiguan mit dem Unlimited Paket, dem Ausstattungspaket mit 50 % Preisvorteilœ erhältlich. Jetzt Probe fahren

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INHALT 48 News 06 Alfa 33 Blue Reale Eine Zahl für einen Tag 08 Renault 5 E-Tech Electric Elektriker mit Brotkorb 10 Dacia Spring 2024 Zweiter Frühling 14 Wasserstoff aus natürlichen Quellen 15 Produkte 16 ÖBB bestellt weitere 19 Railjets 18 VW Passat 2024 Blick nach oben 26 VW Tiguan 2024 Kompakter Relaunch Tuning 48 Purosangue von Pogea Noch mehr Herzblut 52 JE Design Cupra Leon Widebody für Topzeiten 54 Manhart Integrale 400 Basis Delta HF Integrale 16V Roadbooks 40 Porsche Cayenne Plug In Hybrid Perfekt gewürzt 41 Ford Bronco Badlands Ein Ikonenerbe für die Moderne 42 Mercedes E 400e 4matic Zukunftsträchtig 43 Alfa Romeo Stelvio Veloce Q4 Sprint in Stil 44 Peugeot 408 GT Hybrid Batmobil für die Familie 47 Alfa Romeo Tonale PlugIn Hybrid Quadrifoglio neu definiert 47 Opel Grandland GSe Blitz steht unter Strom 2-Rad 70 Faber Flagship Store Neue Standards im 2Rad Bereich 71 2Rad Produkte Service 22 Dreister Onlinebetrug 28 Gebrauchtwagen 2024 Genaue Kalkulation Heritage 66 Loh Collection Ikonen unter sich Sport 58 Dacia Werksteam zur Rallye Dakar Cool Runnings 62 WEC 2024 Neuer WEC-Boom Technik 12 Treibstoff der Zukunft Biotreibstoff konkurrenzfähig 24 410 PS aus 2-Liter-Hubraum H2-ICE Rennmotor von AVL 72 Termintacho 73 Impressum 74 Rückstrahler 75 Vorschau New Mobility 30 Toyota C-HR PHEV Crossover sucht Anschluss 34 Škoda Superb Combi Tschechischer Souverän 38 BYD Strategie 2024 Ein Hoch dem Verbrenner Titelthema 32 Hyundai Ioniq 5 N Integrale Erinnerungen 18 34 10 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 4

EDI TORIAL Wieviel PS braucht ein Fahrzeug? Neben dem emotionalen Faktor spielt die Leistung eines Fahrzeugs für die Beschleunigung eine maßgebliche Rolle und ist damit auch ein Sicherheitsmerkmal, stellt der ÖAMTC fest. Nämlich dann, wenn es beispielsweise ums Überholen auf der Landstraße oder das Einfädeln vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn geht. Der Automobilclub hat daher die Beschleunigungswerte von knapp 600 Fahrzeugen aller Antriebsarten aus seinem Autotest verglichen. Das Ergebnis: In der Regel reicht „eine normale Motorisierung“ für eine gute Durchzugskraft aus, manche Fahrzeuge sind auch nach unserer Einschätzung für eine sichere Beschleunigung aber untermotorisiert. Während die teuren Top-Modelle in der Regel mehr als ausreichend stark motorisiert sind, gibt es auch Basis-Versionen mit ausreichend Kraft auf dem Markt. Schwächere Motoren sind in Sachen Anschaffungspreis und häufig auch Kraftstoffverbrauch attraktiv.Die Beschleunigungszeit wird üblicherweise von 0 auf 100 km/h angegeben. Im Alltag oft entscheidender ist jedoch die Durchzugskraft - auch Elastizität genannt - von 60 bis 100 km/h. Tempo 100 ist zum einen die maximal auf der Landstraße erlaubte Höchstgeschwindigkeit, zum anderen die empfohlene Geschwindigkeit für das Einfädeln vom 250 Meter langen Beschleuinigungsstreifen auf die rechte Autobahnspur. Als ausreichende Zeit sieht man hier zwischen 5,5 und acht Sekunden. Das Fahrzeug legt in dieser Zeit etwa 122 Meter bis 178 Meter zurück. Fahrzeuge, die im Test weniger als 6,4 Sekunden für den Zwischensprint benötigen, werden mit „gut“ oder „sehr Wieviel PS braucht es? gut“ bewertet, bis 8,6 Sekunden gibt es die Note „befriedigend“. Ab elf Sekunden Beschleunigungszeit wird die Durchzugskraft als „mangelhaft“ eingestuft.Die Elastizität hängt maßgeblich vom Gewicht ab. Als Faustregel gilt: Bei einem Leergewicht von 1000 Kilogramm reichen bei einem Auto in der Regel 80 PS zum sicheren Beschleunigen aus. Bei anderthalb Tonnen Gewicht ist eine Leistung von rund 120 PS zu empfehlen. Wiegt ein Fahrzeug 2500 Kilogramm, sollte der Motor rund 200 PS haben.Der ÖAMTC empfiehlt Autokäufern deshalb, bei der Wahl ihres Fahrzeugs nicht nur auf die übliche Beschleunigungsangabe von 0 auf 100 km/h zu achten, sondern auch auf die Durchzugskraft für den Zwischensprint von 60 km/h auf 100 km/h. Um hier akzeptable Werte zu erreichen, muss man nicht zum stärksten Modell greifen, zu wenig Leistung kann aber ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellen. Einfließen in die Kaufentscheidung sollte jedoch auch das eigene Fahrprofil – sind häufig schwere Lasten wie Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Boote zu ziehen, sollte man ohnehin höhere Leistungsstufen wählen. Karl Hartner ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 5

NEWS gemeinsam mit Fans und Clubs die Marke feiern will. Zur Premiere präsentiert das Centro Stile Alfa Romeo exklusive Fotos eines Alfa Romeo 33 Stradale in der Farbe Königsblau. Von den weniger als einem Dutzend in Straßenversion gebauten historischen Alfa Romeo 33 Stradale wurde nur ein einziger königsblau lackiert. Auch für den aktuellen Nachfolger ist „Blu Reale“ eine von drei werksseitigen Optionen neben den Rottönen Rosso Alfa und Rosso Villa d‘Este. Für den in Kleinstserie gefertigten Supersportwagen stehen zwei unterschiedliche Antriebsvarianten zur Wahl. In der Verbrennerversion kommt ein V6-BiturboMotor mit 620 PS /456 kW zum Einsatz, der die Hinterräder antreibt. Mit dem neu entwickelten reinelektrischem Antrieb beträgt die Systemleistung 552 kW/750 PS, die auf alle vier Räder übertragen wird. Auch hier taucht die symbolträchtige Zahl in den technischen Daten an prominenter Stelle auf: Die Höchstgeschwindigkeit des Coupés beträgt 333 km/h. hak Eine Zahl für einen Tag Die Zahl 33 spielt in der Welt von Alfa Romeo eine große Rolle. Im Jahr 1933 feierte die italienische Traditionsmarke unter anderem Siege beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans und bei der Mille Miglia. Der 1967 präsentierte Sportwagen Alfa Romeo 33 Stradale zählt zu den schönsten Coupés aller Zeiten. Mit dem technisch verwandten Rennwagen Tipo 33 gewann Alfa Romeo unter anderem zwei Weltmeistertitel. Und das spätere Großserienmodell Alfa Romeo 33 wurde mit knapp einer Millionen gefertigten Exemplaren eins der meistverkauften Fahrzeuge der Unternehmensgeschichte 2023 schließlich erschien der Supersportwagen Alfa Romeo 33 Stradale, ein nur in 33 Exemplaren hochindividualisiert gefertigter Zweisitzer, als Hommage an das gleichnamige Coupé aus den 1960er Jahren. Und sogar im aktuellen Geschäftsbericht von Alfa Romeo hat die Zahl 33 eine Bedeutung: Im zurückliegenden Jahr steigerte die Marke das weltweite Verkaufsergebnis um 33 Prozent. Ein Tag und seine Bedeutung Jetzt widmet Alfa Romeo der symbolträchtigen Zahl den „33 Stradale Day“. Er fand erstmals am 3. März 2024 statt. In Zukunft soll jeder 3.3. zu einem Tag werden, an dem Alfa Romeo Alfa 33 Blue Reale ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 6

ALFA 33 BLUE REALE Alfa Romeo 33 Stradale aus dem Jahr 1967 vom Designer Franco Scaglione ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 7

NEWS Renault 5 E-Tech Electric Elektriker mit Brotkorb Renault-Chef Luca de Meo hat nicht nur das große Ganze seines Konzerns im Blick, er hat auch noch Zeit, sich um die kleinen Dinge zu kümmern. Beim Renault 5 E-Tech Electric der kürzlich seine Weltpremiere feierte, geht ein für Frankreich wenigstens unverzichtbares Detail auf den Vorstandschef zurück. Offensichtlich hat der Italiener in französischen Diensten eine tiefe Abneigung gegen Mehl auf den Sitzen. „Ihr Franzosen“, beschied er seine Entwickler, „kauft eure Baguettes und dann wisst Ihr nicht, wohin damit. Dagegen müssen wir etwas unternehmen.“ Das Ergebnis ist ein schlanker Korb für das längliche Weißbrot, der auf der Beifahrerseite befestigt werden kann. Auch beim Design der Räder nahm der Konzernlenker direkten Einfluss. „Zehn Speichen? Warum nicht zwölf wie bei der Uhr“, fragte er seine Kreativen, die prompt reagierten und zwei weitere Speichen hinzufügten. Ansonsten blickten die Designer beim neuen elektrischen Renault 5 tief in die Geschichtsbücher der Marke und landete dabei im Jahr 1972, als der R 5 in die damals von biederen Formen dominierte automobile Welt einbrach. So etwas hatte bis dahin kein Hersteller gewagt. Leuchtende Farben und eine Form, die mit gängigen Vorstellungen, wie ein Auto aussehen musste brach und stattdessen einen Blick in die Zukunft des Automobildesign wagte. Bis Ende 1996 blieb der Kleinwagen im Modellprogramm der Franzosen, die sich danach wieder auf ein eher konventionelles Design zurückzogen. Design & Marketing-Lyrik Die Aufgabe der Designer war einigermaßen anspruchsvoll, denn schließlich mussten sie auf der einen Seite ein Publikum erreichen, das mit dem R 5 aufgewachsen ist und gleichzeitig eine vollkommen neue Zielgruppe ansprechen. Das Ergebnis war 2021 ein Showcar mit einem, so die Marketing-Lyrik, „retrofuturistischen Stil“. Offensichtlich war der erste Aufschlag bereits nah an der Serienversion, denn das endgültige Modell übernimmt viele Elemente des Showcars und außerdem vergingen gerade drei Jahre bis zur Vorstellung der Serienversion. Wie sich die Vergangenheit in die Zukunft übersetzen lässt, zeigt ein Detail 8 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024

RENAULT 5 E-TECH ELECTRIC auf der Motorhaube, wo sich beim Original ein Lufteinlass befand. Heute leuchtet dort eine Ladeanzeige, wenn sich die Fahrerin oder der Fahrer nähert, die, kein Zufall, als Fünf ausgeführt ist. Gleichzeitig zwinkert der pupillenförmige Scheinwerfer dem Fahrer zu, und im Innenraum wartet eine von dem bekannten Künstler Jean-Michel Jarre komponierte Begrüßungsmusik. Plattform & Platzangebot War das Ur-Modell noch ein wenig pummelig, so ist sein elektrischer Nachfolger aerodynamisch optimiert, ohne dass hässliche Hilfsmittel das gelungene Design stören. Als erstes Modell des Konzerns nutzt der elektrische R 5 die neue Ampère-Plattform AmpR Small. Mit 3,92 Metern ist das Modell rund 40 Zentimeter länger als der Vorgänger, und dank eines Radstands von 2,54 Metern, gekoppelt mit einem flachen Boden, herrschen großzügige Platzverhältnisse, wobei allerdings der Fußraum im Fond eingeschränkt ist. Das Gepäckabteil fasst 326 Liter, ist aber nur über eine relativ hohe Ladekante zu erreichen. Auch das Interieur bietet viel Raum für nostalgische Gedanken – wenigstens für die Zeitgenossen, die den Klassiker noch kennen. Die Gegenwart ist durch die beiden horizontalen Bildschirme vertreten, über die die wichtigsten Daten transportiert werden. Das Design der Sitze erinnert an den legendären R 5 Turbo, und natürlich musste kein Tier sein Leben beenden, um im elektrischen R 5 als Bezugsstoff aufzutauchen. Die Materialien sind durchwegs vegan und aus der Abteilung Recycling. Doch genug der Äußerlichkeiten, schließlich sind es die inneren Werte, die zählen. Leistungsdaten & Gewichte Renault schickt den 5 E-Tech Electric mit drei Leistungsstufen ins Rennen. Die Basismotorisierung übernimmt ein 75 kW/95 PS starker Antrieb, daneben stehen Motoren mit 90 kW/120 PS und 110 kW/150 PS bereit. Die Energieversorgung übernimmt bei den schwächeren Motorisierungen eine 40 kWh große Batterie, für den stärksten Motor spendet ein 52 kWh großer Akku den Strom. Die Reichweiten liegen bei 300 und 400 Kilometern. Die Energiespeicher wurden in vier Module aufgeteilt, um Gewicht zu sparen. Je nach Variante bringt der elektrische Kleinwagen sportliche 1350 bis 1450 Kilogramm auf die Waage. Zum Start kommt ausschließlich der stärkste Antrieb zu den Händlern – die schwächeren Versionen folgen später. Geladen werden kann entweder mit 11 kW oder 80 kW. Außerdem besitzen die stärkeren Versionen die Möglichkeit, bidirektional zu laden. Die theoretische V-max ist bei allen Versionen bei 150 km/h erreicht. Beim Verkaufsstart ist beim neuen R5 „Reno“ als Begleiter an Bord. Der Avatar ist speziell auf Elektrofahrzeuge abgestimmt und weiß auf alle möglichen Fragen die passende Antwort, wenn er mit „Hey Reno“ angesprochen wird. Der Sprachassistent macht auch Vorschläge, um den Komfort zu verbessern, regt zum Beispiel selbstständig an, die Klimaanlage auf Umluft einzustellen und weiß auch, wie sich die Reichweite erhöhen lässt. Die Preisliste soll bei 25.000 Euro für die Basisversion mit kleiner Batterie beginnen. hak „Vegan und recycled zum Interieur “ 9 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024

Für Dacia ist die Zukunft der Mobilität, wenigstens bis zum Jahr 2035 klar definiert. „Wir werden so lange wie möglich, unsere Verbrennermodelle anbieten“, antworten die Verantwortlichen des rumänischen Renault-Ableger gebetsmühlenhaft auf entsprechende Fragen. Doch ganz ohne Elektroantrieb sind auch die Rumänen nicht unterwegs und deshalb holten sie im Herbst 2021 einen elektrischen Kleinwagen aus China, tauften ihn Spring und brachten das preiswerteste E-Mobil in Europa auf den Markt. Der bei Dongfeng entwickelte und produzierte Stadtwagen erwies sich auf Anhieb als Erfolg. Nun startet der Spring mit neuem Design die nächste Runde. Design & Formensprache „Bis auf Windschutzscheibe und Seitenscheiben haben wir alles überarbeitet“, erklärt Chefdesigner David Durand bei der Vorstellung des Modells in Paris. „Als wir den Spring vor drei Jahren übernommen haben, hatten wir kaum Möglichkeiten, unsere Designvorstellungen zu verwirklichen. Das hat sich jetzt bei der zweiten Auflage geändert.“ Das Ergebnis ist die Übernahme der neuen Formensprache der Marke, wie bereits beim neuen Duster, der im Sommer auf den Markt rollt. Der neue Spring passt sich an das robuste Design der Marke an und wirkt ein wenig wie ein geschrumpfter Duster. Wie bei den anderen Modellen der Marke verzichteten die Kreativen der Marke auf Chromteile, und außerdem fehlen jetzt die Dachträger, weil, so Durand, „der Spring für die kurze Strecke entwickelt wurde, und da braucht man in der Regel keine Träger auf dem Dach“. Schließlich fasst das Gepäckabteil immerhin 308 Liter und lässt sich auf bis zu 1004 Liter vergrößern. Außerdem wurde so Gewicht gespart, so dass der Spring mit 984 Kilogramm (ein Drittel entfällt auf die Batterie) zu den Leichtgewichten gehört. Das neue Design wirkt sich lediglich mit sechs zusätzlichen Kilogramm aus. Innenraum & Ausstattungsversionen Die wuchtige Frontpartie besitzt bei der Ausstattungsversion Extreme eine grafische Gestaltung neben dem Kennzeichen. „Das ist eines meiner Lieblingselemente“, erzählt Durand. Dacia Spring 2024 Zweiter Frühling NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 10

„Dort ist auch eine individuelle Gestaltung möglich, zum Beispiel für Carsharing-Unternehmen oder Lieferdienste.“ Im ebenfalls vollkommen neu gestalteten Innenraum erzeugen weiße Elemente eine freundliche Atmosphäre. „Wir wollten keinen langweiligen schwarzen Innenraum“, erklärt der Designer. Neben dem Äußeren wurden auch die Lenkung und das Fahrwerk angepasst. Der Mensch hinter dem Lenkrad blickt auf eine aufgeräumte Informationszentrale. Das sieben Zoll messende Display vor dem Lenkrad lässt sich individuell gestalten, und in den höheren Ausstattungsversionen dient ein zehn Zoll großer Bildschirm als Infozentrale, der in der Topversion Extreme serienmäßig - optional bei Expression - an Bord ist. Über den Monitor lässt sich unter anderem die Navigation steuern, und außerdem sind Apple Carplay und Android Auto mit an Bord. Der Spring kommt zudem mit einem Notbremssystem, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarnung, Einparkhilfe hinten und Spurwechselwarnung sowie einem Aufmerksamkeitswarner zu den Kunden. Der 3,70 Meter lange Spring wird in den Varianten Expression und Extreme vom bereits bekannten 48 kW - 65 PS - starken Motor angetrieben, der den Kleinwagen in 14 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigt. Die Basismotorisierung übernimmt weiterhin der 33 kW - 45 PS - leistende Antrieb. Die Energie liefert eine 26,8 kWh große Batterie, die eine Reichweite von 220 Kilometern ermöglichen soll. Dieser Wert lässt sich mit einem neuen regenerativen Bremssystem weiter verbessern, das zum ersten Mal im neuen Spring integriert wurde. Den Verbrauch gibt Dacia mit 14,6 kWh an. Conclusio: Serienmäßig ist der Spring mit einem sieben kW starken Wechselstrom-Ladegerät ausgestattet. So vergehen an einer Haushaltssteckdose elf und an einer sieben kW starken Wallbox vier Stunden, bis der Energiespeicher wieder geladen ist. Gegen Aufpreis ist ein 30 kW starkes Gleichstromladegerät lieferbar, dass die Ladezeit - 20 bis 80 Prozent - auf 45 Minuten verkürzt. Außerdem ist mit dem Spring bidirektionales Laden möglich, um über einen Adapter elektrische Geräte mit Strom zu versorgen. Der Preis steht noch nicht fest, doch verspricht Dacia, dass der Kleinwagen, wenn er in den kommenden Monaten auf den Markt rollt, „unverändert das preiswerteste E-Mobil in Europa bleiben wird“. cen „ Individuelle Gestaltung an der Frontpartie für Carsharing oder Lieferdienste möglich.“ DACIA SPRING 2024 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 11

TECHNIK Lignin-Kraftstoffe aus Bioabfällen lassen sich dank einem neuen Verfahren der University of California Riverside endlich kostengünstig und wirtschaftlich herstellen. Laut Charles Cai war es bisher teuer, die Biomasse aufzuschließen, sie also von Lignin zu befreien. Dieser biologische Kleber hält die Pflanzenfasern zusammen, sodass sie eine feste Masse bilden, so zum Beispiel auch beim Holz. Um beide Fraktionen zu trennen, sind bisher aggressive Chemikalien nötig. Zudem ist der Prozess zeitaufwendig. Organisches Lösungsmittel Um die Lignin-Hürde zu überwinden, hat Cai „CELF“ entwickelt. Es handelt sich um eine neuartige Biomasse-Vorbehandlungstechnologie, die auf dem organischen Lösungsmittel Tetrahydrofuran basiert. Es verbessert die Gesamteffizienz und erweitert die Möglichkeiten zur Ligninextraktion, sagt Cai. „Das Beste ist, dass dieses Lösungsmittel aus Biomassezuckern hergestellt werden kann.“ Gemeinsam mit Kollegen anderer Forschungsinstitutionen in den USA konnte gezeigt werden, dass Treibstoffe, die aus Pappeln hergestellt werden, billiger sind als die entsprechende Äquivalenzmenge Benzin. Weiterer Aktivposten ist das Lignin, das in diesem Prozess in reiner Form anfällt, sodass es sich als Rohstoff in der Chemieindustrie nutzen lässt. Bei der bisher üblichen Extraktion liegt das Lignin in Form von Schwarzlauge vor, die lediglich verbrannt werden kann. Kleine Raffinerie vorgesehen Zur Herstellung von Ethanol der ersten Generation werden Mais, Soja, Getreide und Zuckerrohr genutzt, die auch als Nahrungs- oder zumindest Futtermittel genutzt werden können. Um die Konkurrenz von Teller und Tank aufzuheben, arbeiten Forscher daran, Bioabfälle als Rohstoffe zu nutzen, um Treibstoffe herzustellen, die entweder Benzin beigemischt - in Europa trägt dieser Sprit den Namen E10 - oder in reiner Form in speziellen Motoren verbrannt werden. Der Vorteil für die Umwelt: Bei der Nutzung wird nicht mehr CO2 freigesetzt als die Pflanzen zuvor der Atmosphäre entnommen haben. Das US-Energieministerium - https://www.energy.gov - hat den Forschern jetzt einen Zuschuss in Höhe von zwei Millionen. US-Dollar für den Bau einer kleinen CELF-Pilotanlage gewährt. hak Treibstoff der Zukunft Biotreibstoff konkurrenzfähig Forscher Charles Cai und Reaktor zur Lignin-Abtrennung ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 12

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NEWS Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, weil er das Klima nicht beeinflusst sofern zu seiner Herstellung erneuerbare Energie wie etwa Strom aus Wind-, Wasser- oder Sonnenkraft eingesetzt wird. Zur Erzeugung von einem Kilogramm Wasserstoff sind rund 53 Kilowattstunden Elektrizität erforderlich. Das auf diese Weise gewonnene Gas gilt als Sekundärenergie. Doch es gibt auch Wasserstoff als Primärenergie – sofern er aus natürlichen Quellen stammt. Solche Vorkommen seien aber äußerst selten, so lautete bislang die landläufige Meinung. Laut einer Studie des US Geological Survey ist tief unter der Erde so viel natürlicher Wasserstoff verborgen, dass dieser die Welt Tausende von Jahren mit Energie versorgen könnte. In Albanien haben Forscher zum Beispiel eine riesige unterirdische Wasserstoffquelle entdeckt. Ein Team der Universität Grenoble fand eine mutmaßlich riesige Quelle im Inneren einer Chromit-Mine im albanischen Bulqiza, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Tirana entfernt. „Jährlich werden mindestens 200 Tonnen H2 aus den Stollen der Mine ausgestoßen, was eine der größten bisher aufgezeichneten H2-Flussraten darstellt“, meldeten die Forscher, wie aus einer Studie hervorgeht. Natürlicher Wasserstoff als Primärenergie Inzwischen versorgt im westafrikanischen Mali ein mit natürlichem Wasserstoff betriebenes Kraftwerk ein ganzes Dorf mit Strom, und ebenso zufällig wie dort stießen im Mai vergangenen Jahres Forscher in der Region Lothringen in Frankreich auf ein großes Vorkommen an natürlichem Wasserstoff. Ein Team des Labors für Georessourcen der dortigen Universität, des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und des Energieerzeugers La Française de l‘Energie wollte dort den Methangehalt im Boden untersuchen und stieß stattdessen auf natürlichen Wasserstoff. Je tiefer sie bohrten, desto mehr Wasserstoff konnten sie nachweisen.Fundstellen auf allen Kontinenten. Weitere Vorkommen fanden sich in den USA, in Kanada und in Australien. Die bisherigen Ergebnisse könnten eine vielversprechende und günstige Alternative zu grünem Wasserstoff andeuten, der derzeit etwa fünf Euro pro Kilogramm kostet. Weißer Wasserstoff würde nur mit 50 Cent pro Kilogramm zu Buche schlagen, schätzt das US-amerikanische Nachrichten- und Forschungsmagazin Science. Es sei denn eine neue Wasserstoffsteuer macht weltweit die Runde. aum Wasserstoff aus natürlichen Quellen ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 14

PRODUKTE Faltbarer Hänger passt in jede Garage Ein raffiniert faltbarer PKW-Anhänger, ergänzt und bereichert die Transportbranche. Abgeleitet vom ZiehharmonikaPrinzip ermöglicht dessen einzigartiger Faltmechanismus ein Ausziehen der Ladeflächen von kompakten 80 cm hin zu komfortablen 2,4 Metern – in Sekunden und mit wenigen Handgriffen. Dank des smarten Faltos Platzspar-Prinzips passen KFZ-Anhänger als nützliches Transportmittel so jetzt in jeden Unterstand. Für viele Autobesitzer wird der Wunsch nach einer jederzeit verfügbaren Anhängerlösung damit Wirklichkeit. Cupra Streetwear - Neue Streetwear Kollektion Cupra hat seine Lifestyle Kollektion mit einer neuen Reihe von Streetwear aktualisiert, die von der DNA der Marke inspiriert ist. Streetwear steht für eine urbane und bequeme Kleidung, die sowohl funktional als auch stylisch ist. Die Essentials Kollektion erweitert die bestehende Kollektion mit einer Reihe von unverwechselbaren Kleidungsstücken und Accessoires, die neue Farben und Materialien enthalten und sich eng an das sich entwickelnde Design der Marke anlehnen. Mit dieser Kollektion will die Marke neue Möglichkeiten bieten, Cupra auch durch eine Linie von Kleidung, Produkten und Accessoires noch erlebbarer zu machen. Formel 1 auf zwei Rädern Wer es etwas ruhiger auf dem E-Bike angehen möchte, dem bietet EMD auch ein Trekkingbike von Alfa Romeo F1 Team an. Das TMR 8000 besitzt einen 250 Watt starken Heckmotor von Bafang und einem im Alu-Rahmen integrierten 468 Wattstunden Akku sowie eine Sieben-Gang-Kettenschaltung. Die elektrische Unterstützung reicht für bis zu 90 Kilometer. Die Damenversion heißt TLR 8001. Beide Ausführungen werden für 2699 Euro angeboten. Das Elektroauto zum Preis eines Verbrenners FÜR ALLE, DIE MEER WOLLEN. inkl. E-Förderung € 25.980,–* ab bydauto.at Symbolfoto. März 2024. Satzfehler und Tippfehler vorbehalten. *Unverbindl. empf. Aktions- preis für Dolphin Active. Preis inkl. Österreich Paket um € 390,– inkl. MwSt. sowie € 2.400,– E-Mobilitätsbonus inkl. MwSt. und € 3.000,– Förderung seitens Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, sämtliche Details dazu unter www.umweltfoerderung.at. Der Preisvorteil bezieht sich auf die Höhe des E-Mobilitätsbonus (Herstelleranteil + staatlicher Anteil). Gültig bis auf Widerruf. Reichweite nach WLTP: bis zu 340 km (Dolphin Active), bis zu 427 km (Dolphin Comfort und Design); Energieverbrauch kombiniert: 15,9 kWh/100 km; CO2-Emission: 0 g/100 km. 027787R12 BYD Dolphin Anzeige 90x125 DasOesterrAutomagazin CE3.indd 1 13.03.24 09:53 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 15

NEWS Neue Railjets im Anmarsch Die ÖBB hat 19 weitere Railjets der neuen Generation mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 405 Millionen Euro bestellt. Das Kontingent stammt aus der Rahmenvereinbarung mit Siemens Mobility. Damit werden insgesamt 27 Railjets der neuen Generation bis Herbst 2028 im Einsatz sein. Züge aus dem ersten Abruf sind bereits ab 8. April 2024 auf der Schiene unterwegs. Zwei Zugpaare fahren auf der Strecke München – Innsbruck – Bozen – Verona – Bologna und ein Zugpaar auf der Strecke München – Innsbruck. Der Railjet verfügt über neu entwickelte mehrfach verstellbare Komfortsitze. Es gibt zwei Klapptische pro Platz für erweiterte Ablagemöglichkeiten, Fußstützen, integrierte Leselampen, zusätzliche Lademöglichkeiten per USB und induktiver Ladestation sowie verbesserte Sitzplatzbeschriftungen zur einfachen Orientierung. Die First Class und die Business Class sind mit Leder und Echtholz ausgestattet. Economy Class für Gruppenreisende Für Familien und Gruppenreisende stehen nun wieder die beliebten Abteile zur Verfügung, sowohl in der Economy Class mit sechs Sitzen als auch in der Business Class mit vier Sitzen. Eine Familienzone bietet Raum für gemeinsame Aktivitäten und Spiele während der Fahrt, während eigene Ruhezonen für ungestörtes Reisen in der Economy Class als auch First Class sorgen. Barrierefreies Reisen wird durch die Niederflurbauweise, drei Rollstuhlstellplätze im Multifunktionswagen sowie eine verbesserte taktile und kontrastreiche Ausstattung erleichtert. Raised Seating-Bereiche mit erhöhten Sitzplätzen bieten die Möglichkeit, Gepäckstücke ohne mühsames Hochheben bequem direkt unter den Sitzen zu verstauen. Fahrradstellplätze & Fahrradrampen Sechs Fahrradstellplätze, die im Multifunktionswagen über eine Fahrradrampe erreichbar sind, und ein eigener Platz für Ski und Snowboards sorgen für mehr Reisekomfort bei Freizeitaktivitäten. Dank Schlaufen zum Fixieren entfällt das mühsame Hochheben des Fahrrads – vor allem für E-Bikes eine Verbesserung. Die im ganzen Zug verteilten Gepäckracks haben zudem eine neue Gepäcksicherung mit Versperrmöglichkeiten via NFC oder PIN-Code. Neben dem Bordrestaurant gibt es auch Snack- und Heißgetränkeautomaten im Zug. Der neue Railjet bietet durch seine neunteilige Ausführung eine Gesamtkapazität von 532 Sitzplätzen. Neu entwickelte mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben verbessern die Netzfunktion und bringen damit stabileren Handy-Empfang auf den Strecken. Eine spezielle Ambientebeleuchtung mit tageszeitangepasster Lichtsteuerung sorgt für eine angenehme Fahrt, während das moderne Fahrgastinformationssystem mit aktuellen Reiseinformationen up-to-date hält. Wer sich die Zeit bis zur Ankunft online vertreiben möchte, kann gratis mit WLAN im ÖBB Railnet surfen, streamen und das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenangebot kostenlos nutzen. Die Laufruhe der bis zu 230 km/h schnellen Züge wurde ebenfalls verbessert. cd ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 16

WWW.SUBARU.AT Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,7l/100 km (WLTP). CO2-Emissionen: 174 g/km. 8 JAHRE GARANTIE & UNBEGRENZTE KILOMETERLEISTUNG ENTDECKEN SIE DEN NEUEN SUBARU CROSSTREK. Von der Spritztour durch die Stadt bis hin zu Outdoor-Abenteuern – der neue Subaru Crosstrek sorgt für mehr Fahrspaß als je zuvor. Das markante und dynamische Design mit charakteristischer Frontpartie macht schon beim bloßen Anblick mächtig Eindruck. Ausgestattet mit den neuesten Sicherheitstechnologien bietet der Crosstrek mit seiner verbesserten Fahrdynamik kompromisslosen Komfort, egal ob Alltag oder Abenteuer. FAHRSPASS TRIFFT ABENTEUER.

NEWS Blick nach oben Ein neuer Passat, das ist nach wie vor eine wichtige Nachricht in der Welt des Automobils. Neben dem Golf war er lange Zeit das Kernmodell der Marke, bis der Tiguan den allgemeinen SUV-Trend nicht nur beförderte, sondern sich auch an seine Spitze setzte. Inzwischen sind die Märkte deutlich fragmentiert, in Europa werden andere Modelle angeboten als in China oder den USA. Für den Passat bedeutet das eine deutlich schärfere Positionierung als bisher: Fokus auf Europa, Orientierung nach oben. VW Passat 2024 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 18

VW PASSAT 2024 Das Lenkrad trägt wieder echte Tasten und die Dekorflächen lassen sich mit der Ambientebeleuchtung perfekt ansteuern. „Bei Antrieb und Fahrspaß hat sich Volkswagen schon immer von der Konkurrenz abgesetzt.“ Karl Hartner - am Redakteur Es gibt ihn nur noch als Variant, die Stufenheck-Version ist entfallen. Die Form ist glatt, gestreckt – und mit 4,92 Metern Länge erreicht der Passat in seiner neunten Generation fast das Format von BMW 5er und MercedesBenz E-Klasse. Der Auftritt ist je nach Ausstattungspaket elegant-nobel oder sportlich-aggressiv akzentuiert. Die R-Line profiliert sich jedenfalls durch einen riesigen vorderen Lufteinlass. Interieur & Bedienlogik Einen ungewöhnlich großen Sprung vollzieht der Passat im Interieur: Luftig, großzügig und dank 5 Zentimeter mehr Radstand geräumiger denn je – und mit einem großen Zentralbildschirm, der jetzt so funktioniert, wie man es sich wünscht: mit intuitiver Bedienlogik und einer hochauflösenden Darstellung von hoher Qualität. Die Mittelkonsole verfügt über hochwertige, komplett abgedeckte Fächer. Hier und auch auf den Rücksitzen wurde nicht nur auf viel Platz, sondern auch auf feine Materialien und Details Wert gelegt, zum Beispiel bei den aufwendigen Cupholdern. Bei den Vordersitzen gibt es wiederum eine sehr aufwendige Zehn-Kammer-Massagefunktion.Das Lenkrad trägt wieder echte Tasten, besser ausgeführt als beim Vorgänger. Und die Dekorflächen lassen sich im Zusammenspiel mit der Ambientebeleuchtung perfekt ansteuern. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 19

NEWS Nun geht’s um die Paradedisziplin: Nach der vollelektrischen Limousine ergänzt Volkswagen die ID 7-Modellreihe nun um einen Kombi. Wobei die in Wolfsburg eigentlich immer schon Variant hießen. Doch in der ElektroÄra – und wohl auch um sich vom parallel startenden Verbrenner-Pendant Passat abzusetzen – bekommt die hierzulande hoch geschätzte Karosserieform den Beinamen „Tourer“. Was angesichts der vielen Modelle auf dem Markt mit ähnlichem Zusatz - Sportstourer, Sports Tourer, Space-Tourer, Grandtour, Touring - zwar wenig originell erscheint, andererseits aber nachvollziehbar ist. Wie die Limousine ist auch der Tourer optional mit dem Panoramadach „Smart Glas“ konfigurierbar, das per Touch-Bedienung in der Dachkonsole oder via Sprachassistent von einem auf den anderen Augenblick blickdicht oder durchsichtig geschaltet werden kann. Serienmäßig sind unter anderem LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, glanzgedrehte 19-ZollLeichtmetallräder sowie ein beleuchtetes VW-Logo. Optional wird es auch intelligente LED-Matrixscheinwerfer geben, inklusive einer LED-Querspange links und rechts vom beleuchteten VW-Zeichen sowie dem interaktiven Dauerfernlicht ohne Blendung des Gegenverkehrs. Interieur und Funktionalität übernimmt der Tourer weitgehend von der Limousine. Darüber hinaus wurde die Optik der AR-Funktionen durch neue Animationen aufgehübscht, wie etwa die Begrüßung mit dem VW-Logo beim Start des Head-up-Displays.Neu konzipiert hat Volkswagen zudem die Hard- und Software des serienmäßigen Infotainmentsystems, das sowohl über den 15 Zoll großen, optisch freistehenden Touchscreen als auch durch den Sprachassistenten IDA bedient werden kann. Weiterentwickelt wurde zudem der „Travel Assist“, der in der neusten Version „Connected Travel Assist mit Online-Daten heißt. Das System kombiniert den „Lane Assist“, die automatische Distanzregelung ACC und den „Emergency Assist“ zu einer assistierten Längs- und Querführung und unterstützt auch auf der Autobahn einen assistierten Spurwechsel. Neu entwickelt wurde auch ein Ausstiegswarner als Erweiterung des Spurwechselassistenten „Side Assist“, der im Stand bei Annäherung eines Fahrzeugs oder Fahrrads von hinten akustisch und optisch warnt sowie bei akuter Gefahr auch kurzzeitig die betreffenden Türen blockiert. Auf den heimischen Markt kommt Volkswagens neuer Stromer zunächst als ID 7 Tourer Pro und Pro S mit jeweils 210 kW/286 PS, 545 Newtonmetern Drehmoment und Heckantrieb. Die Energieversorgung der E-Maschine übernimmt in der Einstiegsversion eine 77-kWh-Batterie - brutto 82 kWh, der Pro S bekommt eine neue 86-kWh-Batterie - brutto 91 kWh, die an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 200 kW aufgeladen werden kann. Voll geladen soll der Wagen damit bis zu 687 Kilometer weit fahren können, prognostiziert VW. Beim 77-kWh-Akku bleibt es bei den 175 kW, mit denen der Speicher nach 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt sein soll. VW ID7 Tourer Elektrisierende Alternative „Variante Wolfsburg im e-Modus“ ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 20

VW PASSAT 2024 Datencheck Alle Antriebsversionen auf einen Blick Motorsystem Leistung in kW/PS Getriebe Antriebsart Verkaufsstart Mild-Hybrid 1.5 eTSI 110 / 150 7-Gang-DSG Front Dezember 2023 Plug-in-Hybrid eHybrid 150/204* 6-Gang-eDSG Front Mitte Mai 2024 eHybrid 200/272* 6-Gang-eDSG Front Mitte Mai 2024 Turbodiesel 2.0 TDI 90/122 7-Gang-DSG Front Mitte Mai 2024 2.0 TDI 110/150 7-Gang-DSG Front Dezember 2023 2.0 TDI 4MOTION 142/193 7-Gang-DSG 4MOTION Mitte Mai 2024 *Systemleistung Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es jetzt ein vollwertiges Head-Up-System, und auch die Sprachsteuerung wurde erheblich optimiert. Einziger Wermutstropfen, zugegebenermaßen subjektiv: Die Drehlogik der Lenkradautomatik gefällt uns nicht. Motorisierungen & Antriebe Bei Antrieb und Fahrspaß hat sich Volkswagen schon immer von den meisten Konkurrenzmodellen abgesetzt – das ist beim neuen Passat nicht anders. Das Antriebsportefeuille ist äußerst divers: Zwei Plug-in-Hybride 150 kW/ 204 PS und 200 kW/272 PS und ein Mild-Hybrid 110 kW/150 PS, sowie drei saubere Turbodiesel mit 90 kW/122 PS, 110 kW/150 PS und 142 kW/193 PS. Es gibt je nach Modell Front- oder Allradantrieb, die klassische Handschaltung entfällt allerdings komplett. Mit den neuen Antrieben wird der Passat zum Reichweitenkönig: Rund 1000 Kilometer Gesamtreichweite mit dem Mild-Hybrid, rund 100 elektrische Kilometer mit den Plug-In-Hybriden. Und die Diesel sind ohnehin kaum zu übertreffen. Übrigens können die Plug-In-Hybride mit bis zu 50 kW laden, keine Selbstverständlichkeit im Segment. Wer ein vollelektrisches Auto möchte, wird bei VW übrigens auf den ähnlich großen ID 7 verwiesen, der das volle Potential der MEB-Architektur nutzt. MQB Plattform & Fahrwerk In dieser jüngsten Ausbaustufe der MQB-Architektur hat Volkswagen noch einmal stark ins Fahrwerk investiert. McPherson-Vorderachse und Vierlenker-Hinterachse, eine direkt übersetzte Lenkung und das radselektiv geregelte DCC-Pro-Fahrwerk mit getrennter Zug- und Druckstufe sorgt für Fahreigenschaften, die das im Segment Übliche weit übertreffen. Die Radgrößen liegen zwischen 16 und 19 Zoll. Natürlich bleibt der Passat Variant ein echter Lademeis-ter mit einem Gepäckraum, der sich von 690 Liter auf bis zu 1920 Liter erweitern lässt. Und schließlich ist der neue Passat mit einer große Anzahl modernster Assistenzsysteme und flachen LED-Matrix-Scheinwerfer mit bis zu 500 Metern Leuchtweite auch besonders sicher.Orientierung: Schon in der Vergangenheit hat sich der Passat immer wieder nach oben orientiert – etwa mit den Syncro-Modellen der zweiten Generation oder den Sechs- und Achtzylindern der fünften Generation. Aber ein so überzeugendes Rundum-Paket aus Komfort, Sicherheit und Effizienz wie mit dem neuen Passat hat es bislang noch nicht gegeben. hak „ MBQ Architektur im Fahrwerk integriert“ ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 21

SERVICE Vor wenigen Monaten schaffte es ein 71-jähriger Kärntner in die Nachrichten: für die Schenkung eines Wohnmobils seien nur noch offene Reparaturrechnungen zu bezahlen. Das Geld war natürlich weg. 100 pro derartiger Betrugsfälle sind es hierzulande täglich, die Dunkelziffer ist enorm. 60 Millionen Euro Schaden wurden 2022 verursacht. Auch der Autofahrer wird zum begehrten Opfer von Betrug, Datendiebstahles und der Identitätsfälschung. Maximale Dreistigkeit Wie kommen die Täter an die Daten um ein Konto zu knacken oder eine neues Bankkonto auf fremden Namen zu eröffnen? Etwa durch Gebrauchtbörsen. Eine Person inseriert Reifen. Der Betrüger gibt vor, diese zu kaufen und bittet um die Kontonummer. Diese hat der Betrüger schon mal aber unterstellt dieser Ungültigkeit, und es wird gutgläubig die Paypaladresse nachgereicht, welche womöglich Details wie das Geburtsjahr enthält. Schnell ist die Person über soziale Netzwerke gefunden, über Gratulationen auf der Pinnwand ist das genaue Geburtsdatum oder der Haustiername gefunden, beides ist oft ein Kundenkennwort. Mit Routine und menschlicher Glaubwürdigkeit lassen sich nun Schwächen auf den anderen Seite austricksen. Ein Duplikat der Sim-Karte, Zugang zu weiteren Daten oder Konten wird schnell freigegeben, ein neues Online-Profil auf sozialen Netzwerken erstellt, mit welchem Bekannte aufgefordert werden, dieses als neues zu akzeptieren, da das alte angeblich gehackt wurde. Schon sprudelt es weitere Daten. Western-Union-Trick Die erbeuteten Daten könnten bereits ausreichen, um einen Ausweis über eine unwissende Person zu fälschen. Betrüger stellen ein besonders begehrtes oder seltenes Automobil in Bestzustand ein, am besten ziemlich günstig, das schaltet auch noch den Verstand beim Opfer aus. Ein langer vertrauenswürdiger Dialog beginnt. Standort von Auto und Besitzer sind allerdings weit auseinander, angeblich durch Auswanderung und man müsse das Auto eben darum Dreister Onlinebetrug ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 22

PERSONALIA schnell loswerden. Der Verkäufer bittet um Verständnis, eine Flugreise nicht einfach ohne Anzahlung aufnehmen zu können. Der Käufer soll über eine neutrale Bank, wie die Western Union, eine Anzahlung von wenigen Tausend Euro auf eigenen Namen hinterlegen. Das Risiko scheint so gleich null, die Angaben aus dem Gespräch oder jene samt Foto aus Onlineprofilen reichen aber für die besagte Ausweisfälschung aus und eine ähnlich aussehnende Person hebt das Geld ab. Paypal-Trick Nun sind Sie der Verkäufer und ein Interessent aus dem Ausland bietet an, Ihr Auto, unbedingt kaufen zu wollen und sofort die gewünschte Summe per Paypal zu überweisen. Man einigt sich später telefonisch auf eine Abholung per Spedition. Diese holt das Auto tatsächlich ab, wenig später allerdings wieder schriftlich die Ankündigung des Käufers, nun das Auto selbst abholen zu wollen. Durch den Käuferschutz, welcher nicht vorsieht, dass eine fremde Person das Auto abholt, ist nicht nur das Auto weg, sondern auch das automatisch zurückerstattete Geld. Sandtrick Käuferschutze sind beliebt aber auch aushebelbar: Eine Person kauft ein gebrauchtes Autoradio, erhält aber nur eine Schachtel voll Steine oder Sand, welche mit dem Gewicht des Autoradios übereinstimmt. Der Verkäufer weist nun eine Versandrechnung samt Zustellbestätigung und bezichtigt den Käufer der Lüge. Selbst ein Bankkonto aus der EU ist absolut keine Garantie, dass das Geld von Betrügern zurückgeholt werden kann, denn in der Regel benützen diese nicht ihre eigenen. Hier werden wieder im Netz zusammengetragene Personendaten verwendet, um ein Bankkonto zu eröffnen. Ein Inserat über einen einfachen und top bezahlten Job wird geschaltet. Auf jeden Fall genügt ein Bewerbungsgespräch ohne persönlichen Kontakt. Mit den Daten aus dem zugeschickten Lebenslauf wird ein Onlinekonto eröffnet, welches allerdings noch durch die tatsächliche Person authentifiziert werden muss. Dieser Person wird nun gesagt, dass etwa aus steuer- oder sozialversicherungstechnischen Gründen eine entsprechende Authentifizierung mit Ausweis in der Hand per Webcam erfolgen muss. Allerdings meldet sich in der vorgegebenen Zeit nicht der angebliche Arbeitgeber, sondern eine Bank, die gar keine Ahnung hat was passiert. Natürlich klappt das nicht automatisch, aber die Betrüger haben nichts zu verlieren und mit jedem Versuch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es auch mal klappt. Das Justiz- und Rechtssystem ist auf die enorme Dreistigkeit der Identitätsfälschung dieses Ausmaßes und folgenden Missbrauch noch nicht mal ansatzweise vorbereitet. Aufmerksamkeit Bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Ihre Identität mit Gesicht und Ausweis vor einer Kamera zu authentifizieren, halten Sie ein Papier mit Zweck, Empfänger und Datum dahinter. Verweigern Sie digitale Kopien Ihrer Ausweise. Lassen Sie sich analoge Ausweiskopien nochmals aushändigen und vermerken Sie Zweck und Datum darauf. Beim digitalen Versenden erschwert ein Wasserzeichen die Zweckentfremdung. Nutzen Sie die Bildersuche einer Suchmaschine, um eventuell gestohlene Inseratbilder ausfindig zu machen. Suchen Sie den Namen eines angeblichen Verkäufers heraus und kontaktieren Sie ihn über eine neue externe Kontaktquelle, ob es sich um die selbe Person handelt. Betrüger verwenden gerne reale Personennamen. Bleiben Sie sachlich und geben Sie keine Informationen bekannt, welche nicht unbedingt nötig sind. Vermeiden Sie am Telefon das Wort „Ja“ um Zusammenschnitte zu vermeiden, verpacken Sie in der Antwort die Frage. Klicken Sie niemals auf zugesendete Links. Sehen Sie sich Leitfäden an, wie sich Fakeshops enttarnen lassen. Speichern Sie auch in echten Shops nie Konto- oder Kreditkartennummern. Verraten Sie in Ihrer Mailadresse nicht ihren Lebenslauf. „Passwort“ ist kein sicheres Passwort. Schreddern Sie Briefe und Rechnungen vor der Übersiedelung in die Rundablage. Und die oberste Regel: Niemand hat was zu verschenken. Bernhard Reichel „Justiz und Rechtssystem noch nicht einmal ansatzweise vorbereitet“ Kristina Kroker verstärkt ab sofort das Presseteam von Christoph Stummvoll, als Verantwortliche für die Marken Abarth, Citroen, Fiat und Jeep in Österreich. Sie verfügt bereits über einschlägige Erfahrungen, ist Absolventin der WU Wien sowie der IMC Krems und hat zuvor in verschiedenen Positionen bei FCA Fiat Chrysler Automobiles gearbeitet. Pia Buchner verstärkt ab sofort das Presseteam von Mazda Austria. Gemeinsam mit ihrem Team verantwortet sie künftig die PR- und Social Media Agenden und ist zudem die Unternehmenssprecherin. Sie holt auch Katharina Pirker in ihr Team: Die Digitalexpertin ist bereits seit sechs Jahren in verschiedenen Funktionen im Bereich Communications & Marketing für Mazda Austria tätig gewesen. Bianca Lettner verantwortet seit kurzem die Produktkommunikation für die Sparten Cars & Vans bei Mercedes Benz. Die gebürtige Steirerin ist seit 2019 für Corporate Communications beim Stern zuständig, insbesondere für Produktkommunikation und Public Relations. Mit dem Umstieg von Mercedes-Benz Österreich auf das Direktvertriebsmodell übernahm sie auch die Begleitung des kulturellen und strategischen Transformationsprozesses. Frauen-Power bei heimischen Pressestellen ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 23

TECHNIK Ihr Herz schlägt für den Motorsport. Seit mehr als 20 Jahren ist AVL im Motorsport erfolgreich, sowohl im Rampenlicht als auch hinter den Kulissen. Sie entwickelten, testeten, simulierten und fertigten für Hersteller, Veranstalter, Teams und Fahrer – in 17 Rennserien weltweit. Ob Formel 1, Nascar oder MotoGP: Als Schlüssellieferant brachten sie Siegerteams technologisch auf die Pole-Position und sie nutzten ihr Know-how um Lösungen für die Zukunft der Mobilität zu entwickeln. Nun war es soweit. Vor kurzem feierte man mit einem Prototypen den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Zukunft des Rennsports. Der von AVL Racetech gebaute Prototyp eines wasserstoffbetriebenen 2-Liter-Turbomotors bestätigte auf dem Prüfstand die zuvor in der Simulation errechneten Top-Werte. Leistungsdichte & Drehmoment Mit einer spezifischen Leistungsdichte im Bereich von 205 PS pro Liter Hubraum erzielt das Aggregat ein für den Motorsport hochkompetitives Niveau. Möglich wurde das unter anderem durch eine intelligente PFI-Wasser- einspritzung zur Verbrennungsmoderation. Wasserstoff-Verbrenner - H2-ICE - sind bislang eher für niedrige Leistungswerte und Magerbetrieb bekannt – mit diesem „Vorurteil“ räumt AVL gründlich auf. Die Motorsportabteilung hat in den vergangenen Monaten in Kooperation mit dem ungarischen Humda Lab einen innovativen H2-Rennmotor entwickelt. Für die Steirer ist es der erste Rennmotor unter eigenem Namen. Auf einem der auf Wasserstoffbetrieb umgerüsteten Motorenprüfstände in der Grazer Zentrale erzielte der Prototyp des wasserstoffbetriebenen 2-Liter- Turbomotors nun einen Spitzenwert von 410 PS/301, 7 kW bei einer Drehzahl von 6.500 U/min. Das Drehmoment des Aggregats beträgt 500 Newtonmeter m bei 3000 - 4000 U/min das entspricht einem Mitteldruck – BMEP - von 32 bar. Zu den Besonderheiten gehört eine intelligente PFI-Wassereinspritzung, die zusätzliches Wasser in die Ansaugluft des Motors eindüst, um ungewollte Vorentflammungen zu vermeiden, die zu Schäden am Motor führen können. Das Luft-Kraftstoff-Verhältnis Lambda liegt bei einem Wert von „1“ - stöchiometrische Verbrennung - und damit nicht mehr im Mager-Bereich. Der gegenüber magerer Verbrennung niedrigere Luftbedarf wird durch den Einsatz eines speziell dafür ausgelegten Wastegate-Turboladers gedeckt. Simulationen & Motorkonzept AVL hat vorab ausführliche Simulationen durchgeführt, die eine exzellente Korrelation mit den im Rahmen der Prüfstandtests erzielten Ergebnissen zeigen. Nächstes Etappenziel in der Weiterentwicklung ist die Erprobung des neuen Motorkonzepts in einem Fahrzeug auf der Rennstrecke. Diskussion gab auch erstmalig die Gelegenheit, sich mit Experten aus der Branche auszutauschen und Einblicke in die Entwicklungen und Herausforderungen im „Jetzt“ und für zukünftige Herausforderungen bei der individuellen Mobilität. Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch sein, so einmal mehr der grundsätzliche Tenor. hak 410 PS aus 2-Liter-Hubraum H2-ICE Rennmotor von AVL 24 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024

gedore.com ROBUSTES UND LEISTUNGSSTARKES WERKZEUG GEDOREGroup GEDORE Group gedore_original GedoreOriginal KI-generiert

NEWS Über sieben Millionen VW Tiguan wurden bisher verkauft. Und vieles spricht dafür, dass die Erfolgsgeschichte mit der nächsten Generation weitergeht. Denn Kunden verlangen unbeirrt nach SUV. Wie schon bei Tiguan I und II sorgt bei Nummer III die hohe Sitzposition für Übersicht und komfortables Ein- und Ausstiegen und der Platz auf der Rückbank ist ebenfalls gewachsen. VW Tiguan 2024 Kompakter Relaunch Motorsystem Leistung in kW/PS Getriebe Antriebsart Mild-Hybrid 1.5 eTSI 96 / 136 7-Gang-DSG Front 1.5 eTSI 110 / 150 7-Gang-DSG Front Plug-in-Hybrid eHybrid 150 / 204 6-Gang-eDSG Front eHybrid 200 / 272 6-Gang-eDSG Front Turbobenziner 2.0 TSI MOTION 195 / 265 7-Gang-DSG 4MOTION Turbodiesel 2.0 TDI 110 / 150 7-Gang-DSG Front 2.0 TDI 4MOTION 142 / 193 7-Gang-DSG 4MOTION Alle Antriebsversionen auf einen Blick Im Innenraum dominieren jetzt zwei Bildschirme. Das digitale Cockpit ist 10,25 Zoll groß, der Bildschirm in der Mitte je nach Ausstattung 12,9 oder 15 Zoll. Der Fahrer wird zusätzlich per Head-up-Display mit den wichtigsten Informationen versorgt. Die werden auf die Frontscheibe gespiegelt, als würden sie auf die Straße projiziert. Intuitiv & verständlich Der bald vorgeschriebene Geschwindigkeitswarner hält sich beim Tiguan angenehm zurück, warnt nicht zickig bei jeder kleinsten, oft nur vermeintlichen Übertretung und lässt sich mit einem Fingerdruck auf das Display ausschalten. Ohnehin ist das Infotainment der jüngsten Generationen - MIB 4 - leicht zu bedienen. Vieles erschließt sich intuitiv. Ein „Fahrerlebnisschalter“ auf der Mittelkonsole fungiert auch als Lautstärkeregler. Ein Bedienelement, das viele nicht missen wollen.Sechs Antriebsvarianten gibt es. Auf den Plugin-Hybrid ist man bei VW besonders stolz. Er soll die Lücke füllen zwischen dem vollelektrischen Antrieb, der im Tiguan nicht angeboten wird und dem Verbrenner. 204 oder 272 PS leisten die e-Hybrid genannten Antriebe. Motoren & Anhängelast Auch wenn die elektrische Reichweite von 100 Kilometern im winterlichen Alltagsverkehr schwer erreichbar sein wird, dürften die meisten Kunden den Benziner ihres e-Hybrid selten hören. Für klassische Langstreckenfahrer, Pferdebesitzer oder Wohnwagen-Urlauber hat VW nach wie vor den Diesel im Programm: Bis zu 1000 Kilometer Reichweite ohne zu tanken schafft der kleine 150-PS-Selbstzünder. 2300 Kilogramm Anhängelast kann der große Diesel mit 193 PS Diesel ziehen.Den Tiguan gibt es in der kleinsten Motorisierung, dem 130 PS Benziner mit 48-Volt-Hybrid -e-TSI ab 36.600 Euro. Das sind zwar mehr als der Vorgänger kostete, der aber noch handgeschaltet daherkam. hak ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2024 26

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