P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 2/25 Euro 6,90 Dacia Bigster Maxus eTerron 9 Hyundai Inster Moto Guzzi 2025 R5 Turbo 3 E Turbo Revival Treu auf jedem Terrain Subaru Forester 830 PS Ferrari 12Cilindri Spider FÜNF GEWINNT AUDI RS 3
Mehr Spielraum fürs Leben. Der neue Tayron Jetzt Probe fahren *Alle Preise/Boni sind unverbindl. empf., nicht kartell. Richtpreise/Nachlässe inkl. NoVA u. MwSt. und werden vom Listenpreis abgezogen, nur für Privatkunden. Preis bereits abzgl.: € 1.500,- Eintauschbonus bei Eintausch eines Gebrauchten und Kauf eines neuen VW PKW Modells (Verbrenner). Die Aktion ist limitiert u. kann pro Käufer nur einmal in Anspruch genommen werden. € 1.500,- Porsche Bank Bonus bei Finanzierung über die Porsche Bank (Verbrenner). € 1.000,- Versicherungsbonus bei Finanzierung und Abschluss einer KASKO Versicherung über die Porsche Bank Versicherung, sowie € 1.000,- Servicebonus bei Finanzierung und Abschluss eines Service- oder Wartungsproduktes über die Porsche Bank. Mindestlaufzeit 36 Monate, Mindest-Nettokredit 50 % vom Kaufpreis. Angebot gültig bis 30.06.2025 (Kaufvertrags-/Antragsdatum). Kraftstoffverbrauch: 0,4 -9,0 l/100 km. Stromverbrauch: 17,1 – 23,9 kWh/100 km. CO₂-Emissionen: 9 – 205g/km. Symbolbild. Stand 03/2025. vw.at/tayron Ab € 43.690,–*
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DIRECTORY 54 News 06 Für moderne Herrenfahrer Mercedes Benz startet Mythos-Serie 08 MG Newcomer & Blitzaufsteiger 09 Dacia Bigster C-Segment Aufsteiger 11 Citroën C3 Aircross Tour de France 14 Subaru Forester Treu auf jedem Terrain 20 Audi RS 3 Fünf gewinnt 24 Ferrari 12Cilindri Spider Karajan hätte ihn geliebt Roadbooks 28 Cupra Terramar VZ e-Hybrid Familiensportler 29 Škoda Kodiaq 4x4 Power as usual 30 Citroën C3 Max Citycar Revival 31 Toyota C-HR 2,0 PHEV GR Sport What a plug 32 Audi Q6 e-tron Performance Ringschaltung 33 Hyundai Ioniq 5 N Für Petrolheads 34 Renault 5 E-Tech Urban-Range Renaulution 35 Hyundai Inster Smart Line Kleiner Großer 36 VW ID. Buzz Pro LWB Size matters 37 Subaru Solterra E-xperience E-Allradpionier Comment 16 Wie eine Studie sich selbst widerlegt 18 Regel-mäßig Law & Order 10 Beschlagnahme & Versteigerung 2-Rad 76 200 Jahre Stelvio-Pass Tribut an die Freiheit 78 Rückstrahler 2-Rad Motorsport von einst 79 Ducati v4 Tricolore Italia Ministerfreuden 80 2-Rad News 81 Termintacho 81 Impressum 82 Rückstrahler 83 Vorschau Classic 50 Oldtimerszene Millionengeschäft geht weiter 54 Maserati Khamsin Wüstenwind Tuning 58 G-Power BMW M2 700 PS und Carbon 60 Senner Tuning Last Exit für den Emira Journey 62 Brabus Big Boy 1200 Wenn schon, denn schon Human 66 In Memoriam Helmut Zwickl 1939 - 2025 Lifestyle 68 Products 70 Ferrari Approved Premium aus Vorbesitz Sport 72 Lancia kehrt in den Rallysport zurück Rückkehr im Kleinen Cover 20 Audi RS 3 Fünf gewinnt New Mobility 38 Renault 5 Turbo 3E Wiedergeburt 41 Kleine City-Elektriker 42 Škoda Enyaq & Coupé Facelift+ 44 Toyota Kenshiki Forum Möbilität für alle 46 Farizon’s V6E & SV E-Nutzfahrzeuge neu gedacht 47 Piaggio Porter NPE Der e-Stadttransporter 48 Maxus eTerron 9 Vollelektrischer Pickup ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 4
EDI TORIAL So viel Öl wie möglich aus der Erde ziehen und wer es nicht abnimmt, verbrennt sich an Zöllen. Tausende Ladestationen werden wieder demontiert. Nur ein zartes Best-of was der erneute Präsident in Übersee auf Lager hat. Ganz vorne mehr als beratend mit dabei ist der Chef eines einst bejubelten Elektroauto-Start-up. Dass passt im Grunde nur zusammen, wenn sich das Interesse des aktuell reichsten Menschen des Globus von Mobilität längst auf Kontrolle des Weltraums verlagert hat. Nach der Übernahme des größten Nachrichtendienstes, Neurotechnologie-Unterneh- men oder Einfluss auf den Ukraine-Krieg durch SatellitenInternet und nun der direkten politischen Einmischung, dürfte es einigen Menschen dämmern, dass es sich hier nicht nur um einen fiktiven James-Bond-Endgegner handelt, sondern seine Macht tatsächlich kontraproduktiv wirken könnte. Brand- und Schuss-Anschläge bei US-Verkaufsräumen stehen an der Tagesordnung, wie beschmierte Privatfahrzeuge. Diese kommen auch in Europa vor, doch der Absatzeinbruch ist die deutlich sichtbare friedlichere Demonstration. Generell sollte man auch auf unseren Breitengraden den Einfluss der Silicon-Volley-Milliardäre Wildes neues Jahr kritisch beobachten. Der mediale Begriff „Cyber Barons“ ist nicht umsonst von den Räuberbaronen aus dem letzten Jahrhundert abgeleitet, als sich die Schlüsselmonopole wie Stahl, Öl, Eisenbahn praktisch in privater Hand befanden. Best of the rest Nach fast einem halben Jahr Regierungsbildung gibt es hierzulande eine schwarz-rot-pinke Dreierkoalition. Es bleibt wenig überraschend vieles beim Alten. Die NoVA für kleine Nutzfahrzeuge wird allerdings wieder abgeschafft. Immerhin dürfte Tempo 130 kein Thema mehr sein, leider auch eine Kerosin-Besteuerung. Die motorbezogene Versicherungssteuer wird auch Elektroautos betreffen. Die Rabattschlacht bei Elektroautos geht vorerst weiter, fast ein Glück, dass die Akkupreise im Sinkflug sind. Der Dacia Sandero hält sich wieder an Spitze von Europas Autokäufen. Warum es Entscheidungsträgern in der EU und auch Autobauern so schwer fällt zu erkennen, was der Kunde eigentlich möchte, bleibt unbekannt. Das hat leider zur Folge, dass wir weiter unsere letzte große führende Industrie selbst aushöhlen und uns neuen Weltmächten ausliefern, welche Diplomatie und womöglich sogar das Völkerrecht überwunden haben könnten. Positiv betrachtet, egal was Sie immer schon erleben wollten, es ist guter Zeitpunkt alles nachzuholen. Eine Wohnmobilreise, ein Wochenende im Oldtimer, Ihr Traumauto,... Die Zeit nützen Bernhard Reichel ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 5
NEWS Mercedes-Benz startet eine Mythos-Serie mit streng limitierten und exklusiven Modellen. Den Anfang macht der Mercedes-AMG Pure Speed. Der offene, zweisitzige Sportwagen ohne Dach und Windschutzscheibe ist eine Hommage an die Rennhistorie der Marke. Immerhin 250 Exemplare sollen in Kleinserie gebaut werden. Zu welchem Preis, hat Mercedes noch nicht verraten. Den Vortrieb übernimmt der 4,0-Liter- V8-Biturbomotor von AMG mit 585 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern. Die Kraft wird über das 9-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit kurzen Schaltzeiten an alle vier Räder übertragen. Die Hinterachse lenkt mit. Aus dem Stand erreicht der Mercedes-AMG Pure Speed in 3,6 Sekunden Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 315 km/h. Der ausfahrbare Heckspoiler verändert seine Stellung je nach Geschwindigkeit, Längs- und Querbeschleunigung sowie Lenkgeschwindigkeit in fünf unterschiedliche Winkelstellungen. Design & Intercom Kommunikation Beim Design des Speedsters ließen sich die Designer vom Hypercar AMG One inspirieren. Kleine, teilweise transparente Deflektoren an Front und Seiten halten frontal störende Luftverwirbelungen von Fahrer und Beifahrer fern. Ein aus der Formel 1 bekanntes Halo-System ersetzt die herkömmlichen A-Säulen am Fahrzeug. Der stabile Stahlrohr-Bügel ist gabelförmig mit der Karosserie-Rohbaustruktur des Fahrzeugs fest verbunden. Das aerodynamisch optimierte Bauteil schützt Für moderne Herrenfahrer Mercedes Benz startet Mythos-Serie 6 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025
MERCEDES-AMG PURE SPEED beide Passagiere gleichermaßen. Deshalb erfolgt die Gabelung erst hinter den Insassen. Das Roll Over Protection System enthält zudem zwei starre Überrollbügel, die unter den aerodynamischen Scoops verborgen sind. Sie sind ebenfalls Teil der Rohbaustruktur. Hinzu kommen zwei aerodynamisch optimierte Helme, die speziell für den Mercedes-AMG Pure Speed designt und angefertigt werden. Sie sind in Wagenfarbe lackiert und verfügen über ein Intercom-Kommunikationssystem. Es ermöglicht ungestörte Gespräche zwischen Fahrer und Beifahrer während der Fahrt. Außerdem lassen sich Smartphones mit dem Intercom-System koppeln: Über die Helmlautsprecher lässt sich so auch telefonieren und Musik hören. Mit an Bord ist aber auch ein High-End-Surround-Soundsystem mit 15 Lautsprechern und 1170 Watt. Das parkende Auto schützt eine Persenning vor Witterungseinflüssen. Für die hei- mische Garage gibt es eine Indoor- Abdeckung. SLR Look a’la Mille Miglia Die beiden Scoops hinter den Sitzen erinnern an legendäre Rennwagen wie den 300 SLR. Mit diesem gewannen Stirling Moss und Denis Jenkinson 1955 die Mille Miglia. Dazu passt die exklusive Silberpfeil-Lackierung des Pure Speed in Mystic Silber magno. Das optionale Motorsport-Styling-Paket bietet eine Lackierung in einem Farbverlauf von Le-Mans-Rot nach Graphitgrau und spielt auf die Farbgebung des siegreichen Mercedes bei der Targa Florio vor 100 Jahren an. Die damalige Startnummer „10“ findet sich auch auf den vorderen Kotflügeln des Motorsport Styling Pakets. Die Lederausstattung im Interieur erstreckt sich bis zu den Türschweller-Verkleidungen. Mittig im Armaturenbrett ist eine Analog-Uhr von IWC Schaffhausen platziert, die in einem tropfenförmigen Gehäuse steckt. In der Mittelkonsole weist eine Plakette mit dem Hinweis „1 out of 250“ auf die Limitierung des Mythos-Modells hin. Karl Hartner 7 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025
NEWS Im vergangenen Jahr ein Plus von 61 Prozent, Hybrid-Benziner als neue Verkaufs-Schlager, einen lässigen Roadster als Flaggschiff und weitere Modelle in der Pipeline – in seinem zweiten Leben als China-Marke mausert sich MG zum Allround-Anbieter. Mit 1,6 Prozent Marktanteil in Österreich nach nur vier Verkaufsjahren hat MG namhafte Player auf dem heimischen Markt wie Nissan oder Mitsubishi bereits klar abgehängt und liegt derzeit in etwa gleichauf mit Volvo. Der Schwenk, außer rein elektrischen und Plug In-Modellen auch breitenwirksam auf Benziner und Vollhybriden zu setzen, hat sich ausgezahlt: Auf sie fielen 2024 mit rund 1.000 Stück ein gutes Viertel der MGNeuzulassungen, Tendenz stark steigend - heuer dürften sie bereits einen Anteil von gut 70 Prozent an den Gesamtverkäufen ausmachen. Die akkuelektrische Palette verstärken 2025 zwei Neuzugänge: Ab spätestens Mitte des Jahres ein SUV mit rund 4,5 Metern Länge, dass S5 heißen wird und im Herbst ein wahrscheinlich S6 genanntes, größeres Modell. Über Details hüllt sich MG noch Schweigen, schon Ende März soll es aber erste Bilder und Daten geben. Für den Hingucker des vergangenen Jahres, den knackigen Roadster Cyberster, liegen allein in Österreich über 100 Bestellungen vor, obwohl MG damit auch erstmals die Preisregion von knapp 60.000 Euro und darüber bespielt - die ersten Auslieferungen folgen demnächst. Apropos Preise: Durch die EU-Strafzölle auf China-Importe haben sich die bei MG nicht verändert - der Hersteller schluckt die Zusatzkosten bis auf weiteres selbst. Über ein künftiges MG-Werk in Europa wird aber zumindest nachgedacht. Die Einstiegstarife für Benziner beginnen somit unverändert bei 16.990 Euro, für die Hybriden bei 19.990 Euro, die Stromer starten ab 33.990 Euro. Zusätzliche Finanzierungs- und Versicherungs- Boni in der Größenordnung von rund 3.000 Euro werden bei allen Motorisierungen angeboten. Stefan Pabeschitz MG Newcomer & Blitzaufsteiger ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 8
Dacia Bigster Mit dem Bigster steigt Dacia in das C-Segment auf. Das Kompakt-SUV soll das C-Segment neu aufmischen und im Sturm erobern. Begonnen hat die Geschichte des neuen Modells ja bereits vor drei Jahren, als Dacia die automobile Welt mit einem Konzept überraschte, das mit wenigen Änderungen jetzt in der Serienfertigung ist. Das neue C-Segment Flaggschiff der Marke ist 4,57 Meter lang und wird in der Basisausstattung für 23.990 Euro und in der Hybrid-Version für 27.990 Euro angeboten“, so Martin Labaye, Geschäftsführer Dacia Österreich. Der neue Bigster kommt zwar von einer rumänisch-französischen Marke, hat aber auch einen großen mitteleuropäischen Anteil. So wurden unter anderem erstmals vor dem Serienstart Kunden in Österreich, Deutschland und Frankreich befragt, was sie von einem Modell wie dem Bigster erwarten und die Beurteilungen und Wünsche dann auch umgesetzt. Soviel zur Entstehungsgeschichte des neuen Modells. Motorisierungen & Ausstattungen Interessenten können so aus drei Antriebsversionen wählen, darunter auch elektrifizierte Varianten. Angeboten werden neben den drei Motorisierungsvarianten auch drei Ausstattungslinien mit bis zu 155 PS darunter auch eine Allradvariante. Der Bigster Hybrid 155 ist das erste Modell der Renault-Gruppe, bei dem ein 107 PS starker Verbrennungsmotor mit einem 50 PS starken E-Motor und einem Hochspannungs-Startergenerator zusammengeschlossen wird. Die elektrische Energie liefert ein 1,4 kWh starker Akku. Im Vergleich zum Hybridantrieb im Duster und Jogger ist die Einheit kraftvoller und um sechs Prozent sparsamer. Die 4x4-Version wird von einem konventionellem 130 PS-Aggre- gat angetrieben. Ein Diesel ist nicht erhältlich. Fazit: In den beiden höchsten Ausstattungsstufen gibt es unter anderem verbesserte Komfortsitze und eine elektrische Heckklappe an Bord sowie eine Zweifarblackierung. Erhältlich für den Bigster ist auch das Sleep Pack, das den Kofferraum in ein Doppelbett verwandelt. Auch beim Thema Garantie ist man großzügig. Sie lässt sich bei regelmäßiger Wartung auf bis zu sieben Jahre oder 150.000 Kilometer verlängern. Karl Hartner C-Segment Aufsteiger NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 9
LAW AND ORDER Beschlagnahme & Versteigerung Das Jahr 2024 markierte eine signifikante Wende in Österreichs Verkehrsgesetzgebung, vor allem für jene, die das Gaspedal gerne tiefer durchdrücken. Eine wesentliche Änderung in der Straßenverkehrsordnung – StVO– betraf vergangenes Jahr die Beschlagnahme und den Verfall von Fahrzeugen bei erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitung. Seit 01.03.2024 sieht das Gesetz die Möglichkeit vor, dass Fahrzeuge „unbelehrbarer Schnellfahrer“, wie es der Gesetzgeber nennt, ersatzlos eingezogen und versteigert werden können. Wer im Ortsgebiet die Geschwindigkeit um mehr als 60 km/h oder außerhalb des Ortsgebiets um mehr als 70 km/h überschreitet, riskiert nicht nur eine saftige Geldstrafe von 500 bis 7.500 Euro, sondern zusätzlich die vorläufige Beschlagnahme seines Fahrzeugs. Die Behörden haben seit dem 01.03.2024 das Recht, Autos unter diesen Voraussetzungen an Ort und Stelle vorläufig zu beschlagnahmen und sofort vorläufig einzuziehen, wenn die Geschwindigkeitsübertretung mit technischen Hilfsmitteln gemessen wurde. Vorläufig Die vorläufige Beschlagnahme ist genau das – vorläufig. Die Behörde muss innerhalb von zwei Wochen mit Bescheid entscheiden, ob das Fahrzeug endgültig beschlagnahmt wird. Voraussetzung für die endgültige Beschlagnahme ist zusätzlich zu der Geschwindigkeitsübertretung entweder ein Führerscheinentzug in den letzten vier Jahren wegen besonders gefährlicher Verkehrsdelikte – insbesondere erhebliche Geschwindigkeits-Übertretungen – oder die Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h im Ortsgebiet bzw. mehr als 90 km/h außerhalb des Ortsgebiets. Die neuen Bestimmungen richten sich laut dem Gesetzgeber an Schnellfahrer, die mit bisherigen Maßnahmen nicht „belehrt“ werden konnten. Nach Ansicht des Gesetzgebers ist das Gefährdungspotential bei derartigen Geschwindigkeits-Übertretungen so hoch, dass das Fahrzeug mit einer Waffe verglichen werden kann und in diesen Fällen sogar eine Eigentumsentziehung gerechtfertigt erscheinen kann, um Wiederholungstäter zur Einsicht zu bringen. Die Behörde wäre in diesen Fällen auch berechtigt, das Fahrzeug für verfallen zu erklären und zu versteigern. Die Erlöse gehen an den Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds und die Behörde, die das Strafverfahren durchführt. Der Raser geht leer aus. Wenn man mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird, gibt es keine vorläufige Beschlagnahme, weil man nicht vor Ort aufgehalten wurde. Die Behörde prüft daher nach Bekanntwerden der Geschwindigkeits-Übertretung gleich die Voraussetzungen der endgültigen Beschlagnahme und entscheidet mit Bescheid. Wenn die Behörde nicht innerhalb von zwei Wochen mit Bescheid entscheidet, dass das Fahrzeug endgültig beschlagnahmt wird, bekommt man es zurück und muss die Verwahrungs- und Verfahrenskosten tragen. Entscheidet die Behörde, das Fahrzeug für verfallen zu erklären, bekommt man es nicht mehr zurück. Fremdfahrzeuge Wenn eine andere Person als der Fahrer – Ehepartner, Leasingunternehmen – nachweisen kann, dass sie rechtmäßiger Eigentümer oder Leasingnehmer des Fahrzeugs ist, kann diese Person das Fahrzeug zurückerhalten. Das Fahrzeug darf in diesem Fall nicht mehr vom ursprünglichen Fahrer gelenkt werden – ein offizielles Lenkverbot gegen den „Raser“ wird verhängt. In den letzten Wochen wurden auch bereits tatsächlich erste „Raserfahrzeuge“ über Onlineauktionen des Dorotheums versteigert. Mag. Andrea Waldmann www.ra-waldmann.at 10 ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025
Tour de France Citroën bringt immer mehr echte Wagen fürs Volk auf den Markt. Jüngstes Beispiel ist der C3 Aircross, welcher sich von seinen zivilen C3-Brüdern durch einen echten stämmigen SUV-Auftritt abhebt. Seine Mitbewerber sind City-SUV wie Mazda CX-30, Toyota Yaris Cross oder VW T-Cross. Der seriös angezogene C3 Aircross ist mit seinen 4,39 Metern Länge größer als der verspielte Vorgänger und ein wahres Raumwunder. 460 Litern bis 1.600 Liter Kofferraum können sich sehen lassen. Citroën bietet erstmals eine siebensitzige Version an. Wobei erste Sitzproben offenbarten, dass hier nur Kinder ihren Platz finden werden. Generell fühlt man sich in Reihe eins und zwei sehr wohl. Die logische Bedienung gefällt, wie die guten Materialien. Fahrkomfort und Verbrauch sind lobenswert. Antriebsfreiheit Die 113 PS starke elektrische Variante bietet mit ihrem 44 kWh-LithiumEisenphosphat-Akku eine Reichweite von über 300 Kilometer und kann in 26 Minuten von 20 % auf 80 % geladen werden. Der Listenpreis von 27.480 Euro reduziert sich mit der Elektromobilitätsförderung auf 22.080 Euro. Eine weitere Version, mit über 400 Kilometer, wird im Laufe des Jahres folgen. Der Dreizylinder 1.2-Turbo für 19.160 Euro leistet 100 PS und ist mit einem manuellen Sechsgang- Getriebe kombiniert. Der Hybrid „136 ë-DCS6“ basiert auf dem 1.2 Turbo. Dieser Motor wird mit einem Doppelkupplungs-Getriebe kombiniert, das einen 28 PS starken Elektromotor enthält. Die Hybridversion ist ab 25.360 Euro Listenpreis bestellbar. Bernhard Reichel Citroën C4 Der C4 stieg längst vom Kompaktwagen zum Crossover auf und erhält nun ein Facelift. Prägnant natürlich die zugespitzte Nase mit neuem Marken-Logo und das aufgeräumte Heckdesign. Auch hier sind die Hybrid- und Elektrovarianten sparsam und preislich attraktiv aufgestellt. Sitze und Armaturenbrett sind neu. In der Version „Max“ befindet sich hinter dem Lenkrad ein neues hochauflösendes 7-Zoll-Kombiinstrument, welches den 10-Zoll-Touchscreen ergänzt. In den Kofferraum passen 380 Liter. Citroën C4 X Im gleichen Stile wurde auch die FastbackVariante mit X als Namenszusatz überarbeitet. Den markanten Unterschied macht weiterhin das Heck aus. Die üppigere und einfachere Karosserie-Gestaltung erhöht das Kofferraum-Volumen des C4 X auf 510 Liter. Per umgeklappten Fondlehnen lässt sich dieses auf 1.360 Liter erweitern. Die Motorenpalette ist vom C4 bekannt. Das Auto wurde praktisch um die dritte Sitzreihe herum entwickelt. Citroën C3 Aircross CITROËN C3 AIRCROSS ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 11
Will auch alle Welt elektrisch unterwegs sein, bei Subaru fährt man nach wie vor auf fossilem Kurs. Abgesehen vom Solterra hat man die Fahrzeuge bisher nur leicht elektrifiziert. Und das kommt offensichtlich an: Die Marke hat treue Fans, belegt seit Jahren die Kundenzufriedenheit. Man könnte auch sagen, Subaru baut keine Autos – sie bauen Vertrauen. Ein Modell davon ist der Forester. Seit den frühen Achzigern ist Subaru hierzulande an heimischen Markt. Drei Zentimeter länger – 4,67 Meter, ein Zentimeter breiter – 1,83 Meter, aber mit unveränderter Höhe – 1,73 Meter und Radstand – 2,67 Meter – verbindet die Neuauflage „Sicherheit, Fahrkomfort, Konnektivität und – für uns vielleicht etwas ungewöhnlich – modernes Design“, heißt es bei Subaru Österreich augenzwinkernd. Tatsächlich wirkt die neue Front mit ihrem großen Grill und den schmalen LED-Tagfahrlichtern selbstbewusster und dynamischer als bisher. Die kantigen Radläufe und die markante Gürtellinie geben dem Profil Charakter, während der Schriftzug „Symmetrical AWD“ als Hinweis auf Subarus symmetrischen Allradantrieb nun an der D-Säule statt am Heck prangt. Leistung & Geländetauglichkeit Unter der Haube des Konkurrenten von Nissan X-Trail oder Honda C-RV arbeitet nach wie vor ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Boxermotor, wie gehabt unterstützt von einem Mildhybridsystem mit 17 PS. Die Leistung des Verbrenners sinkt allerdings auf 136 PS, also 14 PS weniger als im Vorgänger. Auch das Drehmoment schrumpft leicht auf 182 Newtonmeter. Subaru-Kunden kaufen ihr Auto nicht wegen wilder Ampelstarts, sondern wegen Geländegängigkeit und Zuverlässigkeit. Apropos Gelände: Dank der Elektrounterstützung fährt sich der Forester geschmeidiger denn je. Der Elektromotor hilft vor allem im unteren Drehzahlbereich und verbessert das Ansprechverhalten. Gerade im langsamen Kriechgang über Steine und Wurzeln ein echter Vorteil. Wo der Benziner noch zögert, hilft der E-Motor mit sofortigem Drehmoment aus. Dank 22 Zentimetern Bodenfreiheit und dem bewährten symmetrischen Allradantrieb meistert er sandige Steigungen, schlammige Abfahrten und fiese Verschränkungen mit Bravour. Das überarbeitete X-Mode-Allradsystem funk- tioniert nun sogar im Rückwärtsgang. Klingt kurios, ist aber praktisch, wenn man auf einem unwegsamen Weg plötzlich umkehren muss, ohne wenden zu können. Auch die Neigungswinkel wurden leicht optimiert. Mit einem Böschungswinkel von 20 Grad vorne und 25 Grad hinten sowie einem Rampenwinkel von 21 Grad gehört der Forester zu den geländegängigsten SUV seiner Klasse. Elektrisch oder nicht? Im Stadtverkehr unterstützt das Hybridsystem kurze elektrische Fahrten, vor allem beim Anfahren an der Ampel oder im Stop-and-Go-Verkehr. Aber bitte keine Illusionen: Bei stärkerem Pedaldruck oder nach maximal zwei Kilometern übernimmt der Benziner wieder. Der Elektro-Booster soll eher den Spritkonsum im Zaum zu halten. Für entspanntes Dahingleiten ist die von Subaru Lineartronic genannte Automatik ideal. Immerhin: Der berüchtigte „Gummiband-Effekt“ wurde reduziert, die Kraftübertragung wirkt direkter als beim Vorgänger. Die Fahrwerksabstimmung ist insgesamt komfortabel, aber nicht schwammig. Unebenheiten schluckt der Forester souverän, ohne zu weich zu wirken. NEWS Subaru Forester Treu auf jedem Terrain ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 12
Der neue Enyaq Das neue Enyaq Coupé Symbolfoto. Stand 11.02.2025. Alle angeg. Preise sind unverb., nicht kart. Richtpreise in Euro inkl. NoVA und 20% MwSt. Berücksichtigte listenpreismindernde Nachlässe: 2.500,- Finanzierungs-, 1.000,- Versicherungs- (bei Abschluss einer KASKO Versicherung) 1.000,- Service-Bonus (bei Abschluss eines Service- oder Wartungsproduktes), 130 Jahre Bonus 2.400,-. Mindestlaufzeit 36 Monate. Mindest-Nettokredit 50% vom Kaufpreis. Porsche Bank Privatkunden-Boni mit Kaufvertrags-/Antragsdatum bis 30.06.2025. 130 Jahre Bonus gilt mit Kaufvertragsdatum 11.02. bis 30.06.2025 bzw. solange der Vorrat reicht und ist nicht mit dem „E-Mobilitäts-Bonus“ kombinierbar. Details auf skoda.at/aktionen bzw. bei Ihrem Škoda Betrieb. Stromverbrauch: 14,8–21,0 kWh/100 km. CO2-Emission: 0 g/km. skoda.at | facebook.com/skoda.at | youtube.com/skodaAT | instagram.com/skodaAT Jetzt bestellbar. Ab 11. April bei Ihrem Škoda Betrieb. 100% elektrisch. Schon ab 36.490,– Euro Bei Finanzierung, Versicherung und Service über die Porsche Bank.
NEWS Die Lenkung könnte etwas direkter sein, vermittelt aber ein solides Gefühl für die Straße. Das Beste aber ist die Geräuschdämmung. Kein dröhnender Motor, keine pfeifenden Windgeräusche. Innenraum & Konnektivität Der Innenraum wird von einem hochkant angeordnetem 11,6-Zoll-Display dominiert, das nicht nur das Infotainment, sondern auch die Klimabedienung und Konnektivität integriert. Die Bedienung über Kacheldarstellung ist logisch und intuitiv, ohne überladen zu wirken. Gleichzeitig bleibt Subaru dem analogen Charme treu: Das Multifunktionslenkrad ist mit reichlich Tasten ausgestattet, die Rundinstrumente sind klassisch und übersichtlich. Die Sitze vorne wurden neu entwickelt, um den Reisekomfort zu steigern. Im Fond bleibt der Forester gewohnt großzügig, auch große Passagiere können sich hier über ausreichend Beinfreiheit freuen. Dazu erleichtern weit öffnende Türen den Einstieg. Auch beim Kofferraum beweist Subaru mehr Liebe zum Detail. Hinter der elektrischen Heckklappe, die sich auch mit einem Fußkick öffnen lässt, stehen 508 Liter Stauraum zur Verfügung. Nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen entstehen 1.731 Liter Ladevolumen. Clever gelöst, ist der Stauraum unter dem doppelten Ladeboden zum klapperfreien Verstauen des Gepäckraumrollos. Wie bei Jeep-Modellen schon seit langem üblich, hat Subaru nun auch in seinem Forester kleine Details, soge- nannte „Easter Eggs“, versteckt. So findet man kleine Kolibris an der Windschutzscheibe und dem Panoramadach als Anspielung darauf, dass der Forester wie ein Kolibri auch rückwärts „fliegen“ kann. In den hinteren Türverkleidungen sind Pfotenabdrücke zu entdecken, vorne menschliche Fußspuren. Ernster meint es Subaru hingegen mit der Weiterentwicklung des Assistenzsystems „Eyesight“, in dem neben Kameras nun auch Radarsensoren eine noch genauere Umgebungserkennung gewährleisten. Zwölf Funktionen sorgen für Sicherheit, darunter neben den bekannten Spurhalte- und Notbremsassistenten leider auch die inzwischen gesetzlich vorgeschriebene, aber nicht weniger nervige Tempolimit- und Aufmerksamkeitsüberwachung. Immerhin: Erkennt das System Anzeichen für einen medizinischen Notfall, wird das Fahrzeug sanft gestoppt und die Warnblinkanlage aktiviert. Unterm Strich bleibt auch der neue Forester seinem alten Konzept treu: Robust, zuverlässig und mit echten Offroad-Fähigkeiten. Wer auf der Suche nach einem SUV ist, das mehr kann als Bordsteinkanten erklimmen und garantiert nicht an jeder Ecke steht, wird hier fündig. Mit verbessertem Fahrverhalten, erhöhtem Sicherheitsniveau und modernisierter Optik sowie fünf Jahre Vollgarantie erscheint selbst der Einstiegspreis von 41.490,- Euro inklusive 2-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, 11,6-Zoll-Touchscreen-Infotainment mit kabelloser Smartphone-Integration, Multifunktionslenkrad und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen nicht überteuert. Frank Wald /cen Die Digitalisierung lässt sich nicht verschweigen, dennoch ist vieles analog zu bedienen. Die elektrische Heckklappe vereinfacht die Beladung. 508 bis 1.731 Liter stehen parat. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 14
Der neue Hyundai INSTER. Vollelektrisch. Are you in? Schon ab € 22.490,- * inklusive Versicherungsbonus oder ab € 149,- * monatlich mit 2,99% fixem Sollzinssatz* Der neue Kleinwagen-SUV Hyundai INSTER lässt Sie Autofahren völlig neu erleben. Kompakt und dynamisch, wie es die Zukunft verlangt, setzt er neue Maßstäbe bei Antrieb, Raumangebot und Reichweite. Schnelles Aufladen in nur 30 Minuten von 10 auf 80%° und klassenbeste Reichweite von bis zu 370 km°. Heben wir E-Mobilität gemeinsam auf das nächste Level! Jetzt kennenlernen: hyundai.at/inster INSTER 42 kWh Smart Line (R5S41): * Aktion/Preis inkl. € 2.000,- Hyundai-Bonus, € 500,- Versicherungsbonus, € 2.400,- E-Mobilitätsprämie. Angebot gültig für Privatkunden bei allen teilnehmenden Hyundai-Partnern, inkl. Hersteller- und Händlerbeteiligung, für Neuwagen-Kaufverträge bis 30.06.2025. Versicherungsbonus gültig bei Abschluss eines Hyundai-Versicherungs-Vorteilsets über GARANTA Versicherung-AG Österreich, bestehend aus KFZ-Haftpflicht-, Kasko- und Insassenunfallversicherung, Mindestlaufzeit 36 Monate. Repräsentatives Beispiel für eine Leasingfinanzierung der Denzel Leasing GmbH gem. § 5 VKrG: Kaufpreis (Barzahlungspreis inkl. NoVA, MwSt und aller jeweils gültigen Boni): € 22.490,-, Anzahlung: € 6.747,-, Restwert: € 11.731,-, Bearbeitungsgebühr: € 120,- (mitfinanziert), Rechtsgeschäftsgebühr: € 133,22, Laufzeit: 36 Monate, Laufleistung: 15.000 km p.a., monatliche Rate: € 149,-, Sollzinssatz: 2,99 % p.a. fix, effektiver Jahreszins: 3,70 % p.a., Gesamtleasingbetrag: € 15.743,-, Gesamtbetrag: € 23.975,36. Stromverbrauch INSTER: 14,4 - 15,1 kWh / 100 km, elektrische Reichweite: bis zu 370 km (49 kWh Batterie). ° Die Reichweite und der Verbrauch können abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. ° Ladeleistungen sind unter optimalen Bedingungen erreichbar und können durch Witterungseinflüsse deutlich variieren. Symbolabbildung. Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Peter Schwerdtmann Böse Zungen spotten, Meta-Studien suchen den Durchschnitt der Ergebnisse und zementieren damit die Fehler der Ausgangsstudien. Wir kennen „Studien“ rund um den Klimaschutz, für die Mitglieder renommierter Institute ihren Ruf aufs Spiel setzten. Wählten sie die richtigen Studien als Basis, werden die Fehler aller Studien über den Mittelwert für den Betrachter zu einer scheinbar unanfechtbaren Wahrheit – Meta eben. Niemand wird der Denkfabrik „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ (FÖS) ungeprüft unterstellen wollen, ihre MetaStudie zum Thema E-Fuels im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland falle in die Kategorie dieser statistischen Schein-Riesen. Das FÖS hatte hierfür immerhin die Ergebnisse zum Thema des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC), des Bundesministeriums für Umwelt (BMUV), des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) und der Internationalen Energieagentur (IEA) – Vertreter, teils unterschiedlicher Interessen. Die Meta-Ergebnisse wiederholen die politisch korrekten Meinungen der „Elektro only-Fraktion“ – E-Fuels verschwendeten bei ihrer Herstellung den wertvollen regenerativ hergestellten Strom, sind nicht ausreichend herstellbar, von schlechtem Wirkungsgrad und teuer. Sie seien keine Alternative zu Benzin und Diesel. Deswegen müssten Verbrennungsmotoren ab 2035 weiterhin verboten bleiben. An einer Stelle wird bei dieser Meta-Studie überdeutlich, welche Rolle die Auswahl der richtigen Basis spielt. In diesem Fall gehen alle davon aus, dass etwa bis zum Jahr 2045, also in 20 Jahren, 3/4 bis 4/5 des PkwBestands rein elektrisch betrieben werden. Wer diese Prämisse glaubt, kommt schnell zu dem Schluss, für den kleinen Rest der Verbrenner lohne sich der Aufwand nicht. Wenn tatsächlich der Elektroanteil von heute 2 auf 80 Prozent in 10 Jahren wachsen soll, dann müssten allein in Deutschland bis 2045 mehr als 40 Millionen E-Autos neu zugelassen sein. 2024 wurden keine 3 Millionen PKW aller Antriebsarten zugelassen. Doch was geschieht danach mit dem Rest der Verbrenner, was gilt für die Regionen der Welt, die beim Verbrenner bleiben? So fordert die Klima-Allianz, den Fokus auf E-Autos und den öffentlichen Nahverkehr zu richten. In welcher Welt leben die? Fragt man das Stefanie Langkamp, Geschäftsleiterin Politik der Klima-Allianz, klingt das so: „Die Metastudie belegt: Wer das europäische Verbrenner-Aus infrage stellt, führt Autokäufer in die Irre“, sagt sie „E-Fuels im Pkw-Bereich seien eine Fata Morgana und keine Alternative zu E-Autos.“ 150 Windkraftanlagen an Land können 240.000 E-Autos mit Strom versorgen, aber nur 37.500 Verbrenner mit E-Fuels. „Mit derselben Strommenge könnten also mehr als sechsmal so viele Fahrzeuge elektrisch betrieben werden“, erklärt Matthias Runkel, Leiter Verkehrs- und Finanzpolitik beim FÖS und Autor der Studie. E-Autos sind laut Runkel klimafreundlicher, denn im gesamten Lebenszyklus, verursachten E-Autos 40 Prozent bis 50 Prozent weniger CO2-Emissionen als mit E-Fuels betriebene Autos, meint Runkel. Ein Blick auf diese Zahlen lässt vermuten, dass die Emissionen der Rohstoffbeschaffung für die Akkus sowie deren Bau und Recycling außen vorgelassen wurden und nur regenerativ erzeugter Strom und nicht unsere 30 Prozent Kohlestrom gerechnet wurden. Auch diese Metastudie schiebt die Beteiligten in der Politik in eine bestimmte Richtung und schwingt den großen Hammer: E-Fuels sind nichts für den Bürger und seine persönliche Mobilität. Der Bürger wird vergrault mit den Argumenten von Stromverschwendung, Ineffizienz, fehlender Verfügbarkeit und wahrscheinlich extrem hohen Preisen. Und dann werden alle Kontra-Argumente in den Wind geschlagen. Denn wir brauchen die E-Fuels für den Luft- und Schiffsverkehr, so Matthias Runkel und die EU. Dort seien sie unverzichtbar, stellt auch diese Studie wieder einmal fest und bestätigt damit die Sichtweise der Kommission und vieler Stiftungen, Lobbygruppen und grün motivierter Institutionen. Wie eine Studie sich selbst widerlegt COMMENT ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 16
Regel-mäßig Klimabonus hin, CO2-Aufschlag her: Die Ökosteuer der seligen Grünen hat für die Nachfolger überraschend wenig Streitpotential – vielleicht, weil es sich gar nicht mehr auszahlt. Was Politiker hinterlassen, beschäftigt uns oft noch, wenn sie schon längst vergessen sind. Und dieses Erbe ist meist alles andere als steuerfrei. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass ausgerechnet das grüne Leuchtturm-Projekt der CO2Bepreisung klaglos in den blau-schwarzen Fast-Regierungs-Konsens übernommen worden wäre? Tatsächlich bestätigt das nur eine der ältesten Regeln der Politik: Keine Steuer wird jemals abgeschafft – auch keine, die der Erzfeind sich ausgedacht hat. Bestenfalls wird sie gegen eine andere, noch höhere ersetzt – oder eben der Einfachheit halber gleich beibehalten. Kein Wort mehr darüber, dass es sich de facto um eine Doppel- oder sogar Dreifach-Besteuerung gemeinsam mit dem Mineralöl-Obulus und der auf beide eingehobenen Umsatzsteuer handelt – was eigentlich gesetzeswidrig ist. Weil es sich ja – so die offizielle Erklärung – gar nicht um Steuern, sondern um Abgaben handelt. Komisch, dass sich an der Zapfsäule beides gleich anfühlt. Wer mit solchen Schmähs hantiert, um den Bürgern in die Tasche zu greifen, kann sich wenigstens die nächste Studie über die Gründe der Politikverdrossenheit sparen. Über die Naivität, zu glauben, dass die Mehrheit sich wegen höherer Spritkosten in lastenradfahrende Ghandis verwandelt, muss niemand nachdenken. Das haben Ökonomen schon ausgiebig getan und dabei entdeckt, dass trotzdem gleich viel getankt wird. Allerdings mit dem Nebeneffekt, dass die Mehrkosten sehr wohl anderswo eingespart werden – Stichwort Kaufkraft-Rückgang und Konsum-Schwund. Noch eine goldene Regel: Jeder Steuer- Euro ist einer, der in der Wirtschaft fehlt. Inhaber von gut dotierten Mehrfach-Ämtern samt üppiger Spesen-Konten überrascht die Information, dass es Menschen gibt, die monatlich mit einem bestimmten Betrag auskommen müssen, aber immer wieder. In der Absicht, statt der CO2-Steuer nur die Auszahlung des daraus generierten Klimabonus abzuschaffen, sind sich demnach alle hoffnungsvollen RegierungsBastler ungeachtet ihrer Farbgebung einig. Es zahlt sich allerdings kaum mehr aus, deswegen auf die Barrikaden zu steigen. Schon 2027 kommt nämlich ein EU-weite CO2-Aufschlag, natürlich höher als bisher und selbstverständlich ohne Bonus-Rückzahlung. Die ohnehin schon wackelige Standort-Sicherheit in Europa mit noch höheren Energiekosten weiter zu torpedieren, ist zweifellos eine Entscheidung von besonderem Weitblick. Ebenso, wie zugleich noch extra Geld aus der mit stagnierenden Löhnen und steigender Arbeitslosigkeit kämpfenden Bevölkerung abzuziehen. Es gibt sogar einen Namen für diese Kampagne: Green Deal, das Eitelkeits-Projekt von Frau von der Leyen – wonach ohnehin nur auf dem Papier existierende Klimaneutralität wichtiger ist, als eine brummende Volkswirtschaft. Das Europa-Parlament könnte dieses Vorhaben jederzeit stoppen, tut es aber nicht – zu verlockend ist der Geldsegen, den es verspricht und die Budgets, die es daraus zu verteilen gilt. Womit wir zur dritten unverrückbaren Regel dieses Handwerks kommen: Eine Politiker-Krähe kratzt der anderen kein Auge aus, egal auf welchem Baum sie krächzt. Stefan Pabeschitz COMMENT ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 18
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NEWS Audi RS 3 Fünf gewinnt Audi hält den RS 3 tapfer im Programm und auch das Facelift kommt ohne Elektrifizierung aus. Es bleibt bei 400 PS aus dem grandiosen Fünfzylinder und zahlreichen Detail-Optimierungen. Es war eine unerwartete Überraschung, als auf dem Genfer Auto Salon 2011 Audi erstmals einen RS 3 mit 2,5 Liter Hubraum und 340 PS aus natürlich fünf Zylindern präsentierte, schließlich wurde nur ein Jahr später am selben Ort bereits die völlig neue Generation des A3 präsentiert. Die breiteren Reifen vorne – als eleganter Ausweg für ausreichend Traktion auf der Antriebsachse – offenbaren, dass die Entwickler am Ende des Produktzykluses ein Top-Modell über dem S3 offenbar gar nicht auf dem Schirm hatten. Das machte die erste Generation aber auch sehr selten und ist heute gut gesucht, es wurden nur 5.400 Stück gefertigt. Fast Generations Generation zwei lief zwischen 2015 und 2020 vom Band, der Motor erstarkte auf 367 PS. An Straßenlage und Abstimmung gab es nichts mehr zu bemängeln und dieser RS 3 traf noch auf einige ernsthafte Konkurrenten wie etwa einem Ford Focus RS. Auch die dritte und aktuelle Generation ab 2021 gab es nur mit fünf Türen, allerdings erstmals auch als Limousine. Das bekannte Triebwerk erstarkt auf runde 400 Pferdchen, ausgenommen ein Sondermodell mit 407PS und 300 km/h Spitze. Mitbewerber löschten sich praktisch selbst aus, vor allem jene mit Allradantrieb. Die Optik geriert noch radikaler. Last Generation Jetzt steht das Facelift an, bis dato wurden satte 80.000 Kampfkompakte aus Ingolstadt verkauft. Die Optik wurde nur im Detail verschärft. Am Heck fällt unten der vertikale Reflektor auf. Am Motor wurde nicht mehr gebastelt. Warum auch? Der Allrad würde sicherlich noch mehr Leistung auf den Asphalt übertragen können, aber es soll ja weiterhin ein Auto bleiben, dass auch auf öffentliALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 20
AUDI RS 3 cher Straße erlebbar bleibt, ohne schon im zweiten Gang den Führerschein zu verlieren. Es bleibt also bei 400 PS und 500 Nm Drehmoment. Verwaltet wird die Kraftübertragung per 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe. Ein beachtlicher Anteil der Modifikationen floss in das Fahrwerk. Audi verbesserte den eigenen Rundenrekord von 7:40,748 auf 7:33.123. Damit unterbot man sich nur um satte 7 Sekunden, sondern nahm auch dem direkten Konkurrenten BMW M2 schmerzhafte 5 Sekunden ab. Torque Splitter Der so genannte „ Torque Splitter“ ermöglicht eine vollvariable Momentenverteilung zwischen den Hinterrädern. Anders als das Hinterachsdifferenzial und einem Lamellenkupplungspaket an der Hinterachse nutzt der Torque Splitter je eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung pro Antriebswelle. Bei sportlicher Fahrweise erhöht er das Antriebsmoment auf das kurvenäußere Hinterrad mit der höheren Radlast, was die Neigung zum Untersteuern deutlich reduziert. In Linkskurven leitet er das Moment auf das rechte Hinterrad, in Rechtskurven auf das linke hintere Rad, beim Geradeausfahren auf beide Räder. Das sorgt für optimale Stabilität und maximale Agilität. Brake Torque Vectoring Der Motor erwacht per Knopfdruck kehlig röhrend mit der Zündfolge 1-2-4-5-3 und faucht im Kaltstart aus den zwei Endrohren mächtig. Ab auf die Piste. Der RS 3 vermeidet Untersteuern bereits am Kurveneingang und dreht durch die Feinabstimmung – unter anderem durch „Brake Torque Vectoring“ – williger ein. Heißt, während der Torque Splitter Drehmoment am kurvenäußeren Hinterrad stellt, werden die kurveninneren Räder leicht angebremst. Durch „ Bis dato wurden satte 80.000 Kampfkompakte aus Ingolstadt verkauft.“ Auch im Innenraum wird das visuelle Sportdrama zelebriert. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 21
diese fein dosierten Bremseingriffe folgt der RS 3 dem Kurvenradius präziser als zuvor und ist früher und besser im Kurvenscheitelpunkt positioniert. Dadurch kann man eher wieder ans Gas und erreicht eine höhere Geschwindigkeit am Kurvenausgang. Auch Übersteuern fängt der Torque Splitter ab, indem er das Moment auf das kurveninnere Rad oder bei Bedarf auf beide Räder leitet. Auf abgesperrten Gelände ermöglicht der Torque Splitter auch einen Driftmodus, indem die gesamte Antriebskraft an der Hinterachse auf eines der hinteren Räder übertragen wird. Quer siehst Du mehr Aber auch mit reichlich Kraft auf die Hinterachse verschoben, wird der RS 3 kein waschechter Wohlfühl-Drifter. Die perfekte Traktion steht im selbst im Weg, der Wagen fühlt sich an, als würde er gegen sich selbst kämpfen. Kein Qualmen oder Rauchen – der Audi lässt sich zwar letztlich mit viel Gewalt quer stellen und halten aber lässt mit sofortiger Haftung beim zarten Gaswegnehmen wissen, dass ihm diese Haltung lieber ist. Der RS 3 fährt präzise wie auf Schienen, wer die Straßen lieber ständig quer auspendelt, wird sich ohnehin beim bayrischen Mitbewerber umschauen. Snowbusiness is Showbusiness Spätestens im Winter sendet der Audi nur noch eine Ansichtskarte nach München. Hier macht ihm keiner etwas vor und natürlich meinen wir noch gar nicht das praktischere Karosseriepackage. Audi bot uns die Möglichkeit, den neuen RS 3 auf Schnee und Eis zu erleben. Auf Eis tanzt man natürlich mit Spikes. Etwas Umgewöhnung ist angesagt, denn erst stellt man den Wagen hart auf der Bremse oder mit gezieltem Lastwechsel quer und sobald man scheinbar unkontrolliert seitlich entgleitet, verleiht man mit einer äußerst gesunden Dosis Drosselklappenwinkel der Hinterachse den Schlupf und lenkt praktisch nur noch mit dem Gaspedal. Auch hier gilt, wer zu viel lenkt, hat verloren. Langgezogene Drifts auf dem verfestigtem Wasser sind die erfüllende Folge und Freude. Unterschätzt wird auch das Bremsen, aber hiermit lassen sich die Spikes richtig ins Eis krallen. Am schnellen Slalomparkour wandelt sich der Charakter etwas. Das Heck pendelt bei hohen Geschwindigkeiten wie von selbst und das gar nicht zu ungiftig. Erstaunlich, wie brutal sich letztlich immer wieder die volle Leistung in Vortrieb umsetzen lässt. On the road again Zum Abschluss noch der Test auf normalen Straßen. Wer möchte, und je nach Fahrmodi, kann mit dem RS 3 auch so komfortabel, wie mit einem A3 unterwegs sein. Zum Wohlfühlen ist alles an Bord. Dass Bedienung und auch das Infotainment-System nicht das aller modernste sind, kann man durchaus aus Vorteil betrachten. Der Alltagsnutzen ist uneingeschränkt gut. Auch gibt es keine Spoiler, welche einen schnell aufsitzen lassen und ähnliche übertriebene Spielereien. Ab 78.900 Euro startet der Sportback, 80.519 Euro sind für die Limousine fällig. Wenn man bedenkt, dass hier der Steueranteil mit 23 Prozent Super-NoVA insgesamt 43 Prozent ausmacht, ist dieser Alltagssportler mehr als fair bepreist, wie es heute so schön heißt. Bernhard Reichel NEWS Ein Geschenk im Jahr 2025: ein Turbo-Fünfzylinder in Reihe ohne Elektrifizierung ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 22
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NEWS Ferrari 12Cilindri Spider Karajan hätte ihn geliebt ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 24
FERRARI 12CILINDRI SPIDER Italienisch ist doch einfach schön: 12Cilindri nennt Ferrari seine jüngste Kreation, - doditschi tschilindri - übersetzt also einfach „ Zwölfzylinder“. Die offene Variante trägt den profanen Namenzusatz „ Spider“. Hier lädt der V12 zum Freiluftkonzert. Wie mag es sich anfühlen, einen 830 PS-Sportwagen mit einem solchen Motor und offenem Dach zu bewegen? So wie vermutet: Atemberaubend. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 25
NEWS Schon beim Coupé des 12Cilindri ist man dem Zwölfzylinder sehr nah: Das Aggregat sitzt hinter der Vorderachse, ist also ein Front-Mittelmotor und ragt damit weit in den Innenraum hinein. Das schafft eine geradezu intime Nähe zwischen Fahrer und Motor. Das Doppelkupplungsgetriebe liegt hinten an der Hinterachse und sorgt so für eine optimale Balance des Autos. 12-Tonmusik als Symphonie Das typische Zwölfzylinder-Trompeten der vier Auspuffendrohe wird begleitet von feinen mechanischen Tönen und einem deutlich hörbaren Ansauggeräusch. Die Sinfonie ist perfekt abgestimmt. Der Zwölfzylinder-Sound eines Ferrari war schon immer etwas Besonderes. Das wusste schon Ferrari-Fahrer Herbert von Karajan: „Wenn ich Ihren Zwölfzylinder höre, dann ist es wie eine Explosion von Harmonie, die kein Dirigent jemals erschaffen könnte“, schrieb er an Enzo Ferrari, der stolz davon berichtete. Die Nähe des Fahrers zum Zwölfzylinder-Orchester des 12Cilindri hat aber auch einen Nachteil: Es geht für groß gewachsene Zeitgenossen eng zu. Karajan mit 1,73 Meter hätte sich hinter dem Steuer sicher wohler gefühlt als Rachmaninow mit seinen 1,98 Metern. Ein Fest für die Ohren ist dieses Auto zweifellos, das hätte Karajan gefallen: Wie schaffen es die Instrumentenbauer in Maranello nur, ihren Auspufftrompeten trotz Katalysator und Partikelfilter solch einen puren Sound zu entlocken? Ein Grund ist: Der 6,5-Liter-Motor erzeugt seine 830 PS ganz ohne Turboaufladung. Dabei ist der 12Cilindri nie übertrieben laut oder kreischt auffällig, wenn die Drehzahl den erlaubten 9500 Touren näher kommt. Hohe und tiefe Töne vereinen sich zu einer Klangerlebnis, das nie aufdringlich wirkt. 8 Gänge doppelt gekuppelt Die acht Gänge des Doppelkupplungsgetriebes werden in einem Wimpernschlag gewechselt, begleitet von kurzem Zwischengas. Die Gasannahme des V12 ist unfassbar direkt, denn die Ferrari- Ingenieure haben tief ins Teileregal ihres Formel-1-Teams gegriffen: Die Pleuel der Zylinder sind aus Titan, was die rotierende Masse verringert. Der Effekt: Drehfreude ohne Ende. Die volle Leistung sollte man aber nur abrufen, wenn die Straße trocken ist und die Räder gerade stehen. Dann geht es in unter drei Sekunden von null auf 100, in 8,2 Sekunden auf 200. Mindestens so beeindruckend ist die Verzögerung: Nach nur 31,4 Metern ist der Wagen aus 100 km/h zum Stehen gekommen. Die elektrische „Brake-by-Wire“-Bremse von Bosch macht’s möglich – und das geringe Gewicht: 1620 Kilo sind für einen offenen Sportwagen dieser Kategorie bemerkenswert wenig. Schließlich war der Daytona von 1968 auch nicht leichter. Die Aluminium-Spaceframe Struktur des 12Cilindri wurde von Ferrari-Designer Flavio Manzoni stilvoll eingekleidet: Auch Ferrari wird immer digialer aber nur wo es erforderlich ist. Der Modellname ist Programm. Der 12Cilindri ist ein klassischer Front-Mittelmotor-GT. Der V12 sitzt schön mittig und nahe bei den Passagieren. ALL MOBILITY – automagazin.at 02|2025 26
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