P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 3/22 Euro 5,50 Naturerlebnis Wildcamping Referenztest Polestar 2 & BMW iX40 Lexus RZ Ford Mustang Mach-E Renault Clio Rally5 Exclusiv-Tracktest E-Reisemobile Elektrische Zukunft Morgan 3-Wheeler Das kleine 3x3 VW ID5 GTX E-MOBILITÄT IM ALLTAG
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DIES IST NICHT DAS AUTO VON MORGEN. DAS AUTO IST VON HEUTE. DIE ANDEREN SIND VON GESTERN. ALEXANDER SPOERL GRIS KANDAHAR CITROËN DS 23 PALLAS IE 12,0 SEC ⁄ 186 KMH / 2347 CCM ⁄ 4 CYL ⁄ 141 PS ⁄ 183 NM WWW.DIETER-HUBER.COM ⁄ ZWISCHENGAS_09
INHALT News 06 Morgan 3-Wheeler Das kleine 3x3 08 Toyota GR 86 Quer & mehr 10 3 0 Jahre Max Egger & Škoda in Österreich In 30 auf 1 12 Toyota Aygo X Abenteuer Alltag 20 A lfa Romeo Tonale Alfa Romeo lebt Kaufberatung 22 M ercedes-Benz EQS 450+ & Porsche Taycan 4S Cross Turisimo Meister-Elektriker 42 M ustang Mach-E AWD & Mach-E GT Kein Ponyhof Titelthema 15 VW ID.5 GTX Besser als gut 62 E-Reisemobile Elektrische Zukunft am Tracktest 64 Renault Clio Rally5 Kleiner ganz gross Historisch 48 50 Jahre RS im Rückspiegel Einmal RS immer RS Reise 54 P raxistest Karmann Dexter 4x4 Günstiger geht‘s nicht 58 Naturerlebnis Wildcamping Was ist erlaubt, wie verhält man sich richtig Service 15 Bücher Willkommen im Unruhestand Porsche 917 Stars & Sternchen aus der Sicht von Mister Ferrari 52 Produkte BBS Unlimited Eine Legende ist wieder zurück 69 Teile für den Rennsport 70 Termintacho 71 Impressum 72 2-Rad Produkte 74 Rückstrahler 75 Vorschau Roadbook 44 T oyota Yaris Cross 1,5 Hybrid Elegant AWD-i Antidot 45 H yundai Tucson Plug-in HYBRID 1.6 T-GDI 4 WD Steckdosen-SUV 46 F ord Transit Custom 340 EcoBlue Trail Turbo-Lader 47 V W Tiguan Allspace R-Line TDI SCR 4Motion DSG Der Alleskönner New Mobility 26 Die Marke Cupra Der Ableger wird Normativ 28 Audi RS E-tron GT Stimmungsmacher 32 BMW iX xDrive40 Geballte Ladung 36 Lexus RZ 450e Wegbereiter 38 P olestar 2 Long Range Dual Motor Wegbereiter 16 06 42 64 12 36 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 4
EDI TORIAL Manfred Wolf Grüne Bigotterie Wenn ein privater Käufer dieser Tage sein neues Elektroauto in Betrieb nimmt, dann hat er zumeist lange auf diesen Moment gewartet. Die Lieferfristen sind abenteuerlich, und die ChipKrise – sowie leider auch die jüngsten, tragischen Kriegsereignisse – machen die Situation nicht besser. Doch das Warten zahlt sich vermeintlich aus, immerhin bekommt der stolze Besitzer in den allermeisten Fällen tollen Fahrkomfort, überdurchschnittliche Fahrleistungen, aufregendes Design und cool-bequeme Innenräume geboten, also praktisch alles, was Autofahren zum Vergnügen geraten lässt. Als zusätzliches „Zuckerl“ gibt’s darüber hinaus auch noch die völlige Absenz der NoVA-Abzocke, eine Befreiung von der Versicherungssteuer, in vielen Städten Gratisparken und auf der Autobahn darf der IG-L 100er geflissentlich ignoriert werden. Das schlägt sich – glaubt man den Jubelmeldungen aus dem grünen Ministerbüro unserer zuständigen Verkehrsideologin Leonore Gewessler sowie den diversen gleichgeschalteten Amtsstuben von Wien bis Innsbruck – natürlich in phänomenalen Zahlen innerhalb der Zulassungsstatistik nieder. Bei einem insgesamt rückläufigen Automobilmarkt – minus 3,6 Prozent im Jahr 2021 – waren im selben Jahr 12 Prozent aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch angetrieben. Soweit, so gut. Dass mit all diesen E-Autos der Gesamtbestand von 7,21 Millionen Kraftfahrzeugen in Österreich lediglich 1,6 Prozent E- Anteil oder 83.688 Elektrofahrzeuge aufweist, ist das eine. Dass allerdings gut 84 Prozent der im Jahr 2021 verkauften E-Mobile von juristischen Personen – sprich Firmen – zugelassen wurden, wird von den Politikern und den diversen Lobby-Vereinen nur allzu gerne verschwiegen. Warum das so ist, fragen Sie? Nun, weil die österreichische Politik auch beim Thema Elektromobilität wieder einmal das tut, was sie am besten kann: Nämlich gar nichts. Von der – im Vergleich zu Deutschland peinlich geringen – Förderung bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs einmal abgesehen, ist der politische Wille zur energischen Unterstützung der vielgepriesenen „Mobilitätswende“ nicht einmal mit der Lupe zu finden. Wäre dieser Wille wirklich vorhanden, gäbe es dringliche Milliarden-Investitionen in die bislang praktisch nicht vorhandene, öffentliche Schnelllade-Infrastruktur sowie in erneuerbare, saubere Energiequellen – oder eben auch in den „Gottseibeiuns„ höchstselbst, der da Atomenergie heißt. Man darf also zumindest in Österreich davon ausgehen, dass Autofahren in absehbarer Zukunft nur mehr für Unternehmen und Eliten leistbar sein wird – und natürlich für manch unfähige Politiker, die ihre Elektroautos und ihre Kilowattstunden von der öffentlichen Hand, sprich vom Steuerzahler, finanziert bekommen. Es ist höchst an der Zeit, dieser Bigotterie eine klare Absage zu erteilen. Entweder wird individuelle Mobilität mittels strategischer Investitionen in die notwendige Infrastruktur gesichert, weil eben diese E-Mobilität auf EU-Ebene als sakrosankt gilt – oder es muss sich die beste technologische Lösung in einem offenen, marktwirtschaftlichen Wettbewerb durchsetzen dürfen – ohne dass dabei die Allgemeinheit sämtliche Kosten zu tragen hat. ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 5
NEWS Das kleine 3x3 Morgan 3-Wheeler Der 3,85 Meter lange Zweisitzer verfügt über eine Aluminium-Plattform und Monocoque-Bauweise. Der 1,5-Liter-Motor von Ford leistet 118 PS bei 6500 Umdrehungen, das maximale Drehmoment von 150 Newtonmetern liegt bei 4500 U/min an. Dank eines Leergewichts von 635 Kilogramm beschleunigt der Morgan Super 3 in sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h. Schön, dass es so etwas noch gibt: Morgan gibt dem legendären 3-Wheeler auch nach 113 Jahren eine Zukunft – und zwar ohne Elektro- antrieb. Als Super 3 kommt die Neuauflage des minimalistischen Roadsters nun mit einem Dreizylinder von Ford auf den Markt. ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 6
MORGAN 3-WHEELER Ford & Mazda Technik inside Die Gänge werden über die Fünf-GangSchaltung aus dem Mazda MX-5 gewechselt. Lenkrad und Pedalerie sind zwecks optimaler Sitzposition verstellbar. Die Instrumentenanzeigen arbeiten nun digital. Sie sind staubdicht und spritzwassergeschützt. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls an Bord. Gepäck kann außer auf dem Heckträger auch in entsprechenden netzartigen Vorrichtungen seitlich an der Karosserie mitgenommen werden. Aufgrund des Motorenwechsels – und wohl auch der Zulassungsbestimmungen– trägt der Super 3 sein Antriebsaggregat - bislang V2 - nicht mehr offen vor sich her. Auch der bislang außen geführte Auspuff verschwindet unter der Karosserie und schaut nur noch am Ende neben dem Fahrzeug heraus. Trotz des nun weitestgehend integrierten Motors ist es den Designern gelungen, das typische Erscheinungsbild des Dreirads in die Moderne zu überführen, so bleibt die Motorfront offen. 200 Optionen für 3x3-Individualisten Angeboten wird der Morgan Super 3 für umgerechnet knapp 42.000 Euro netto. Damit bewegt sich das neue Modell preislich in etwa auf dem Niveau der ab 2011 gebauten Vorgängerversion. Den Kunden stehen außerdem 200 Zubehöroptionen und Accessoires zur Auswahl, für das ganz eigene, individuelle 3x3. mw ”Morgan gibt dem 3-Wheeler auch nach 113 Jahren eine Zukunft.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 7
NEWS Der neue Toyota GR86 entpuppte sich sofort als Kurvenräuber par excellence und lädt auch zu Drifteinlagen ein. Dass ausgerechnet der japanische Hybrid-Pionier das Thema Fahrspaß so ernst nimmt, hätten wir nicht erwartet. Auch nicht so einen Preis: Allerdings ist das Leben des GT86-Nachfolgers begrenzt. Kaum da und schon vergriffen: Die zweite Generation von Toyotas kleinem Sportcoupé feiert erst jetzt ihren Einstand und ist für dieses Jahr längst ausverkauft. Bestellungen für das darauffolgende Jahr werden aber entgegengenommen. Liegt´s am Preis? Wohl eher nicht. Der liegt zwar mit gerade einmal € 34.790,- auf attraktivem Niveau, doch ist es wohl viel mehr die herrliche Unvernunft, die in grünen Zeiten die sportlich Interessierten zu Toyota treibt. Abstimmung & Fahrspaß Der neue GR86 fährt sich auch wesentlich aktiver, kein Wunder, schließlich hat er im Vergleich zum Vorgänger an Schärfe zugelegt. So zeichnet sich Toyotas Motorsportabteilung Gazoo Racing nun für die Abstimmung des 2+2-Sitzers verantwortlich, aber auch dem Rennsport begeisterten Firmenchef Akiyo Toyoda ist es zu verdanken, dass aus dem einst weniger sportlichen GT86 mit der Neuauflage ein spaßbringender Racer entstand. Er gab nicht nur der Mannschaft von GR grünes Licht, sondern war auch selbst tatkräftig an der Entwicklung beteiligt. Gerade von einer Marke wie Toyota, die eher für ihre umweltschonenden Hybride bekannt ist, hätte man ein so emotionales Projekt nicht unbedingt erwartet. Und im Zeitalter von Elektromobilität und alternativen Antrieben wird das Erlebnis mit dem GR86 wahrscheinlich auch einer der letzten Momente sein, bei denen sportlich ambitionierte Fahrer vollends auf ihre Kosten kommen. Da können allenfalls noch ein 2er BMW oder ein Mazda MX-5 RF mithalten. Selbstverständlich stammt auch der neue GR86 wieder aus der gemeinschaftlichen Kooperation von Subaru und Toyota. Doch einzig Toyota traut sich mit seinem Modell nach Europa. Obwohl der Boxer und viele weitere Dinge vom eigentlichen Spender Subaru stammen, kommen die Fahrwerksabstimmung inklusive einiger Verstärkungen bis hin zur Einspritzanlage des Motors von Toyota. Um den exklusiven Charakter ihres Sportcoupés zu unterstreichen, begrenzen die Japaner den Verkauf in Europa auf zwei Jahre. Leistung & Innenraum Mit Frontmotor und Heckantrieb zeigt sich der GR86 wieder in der klassischen Konfiguration. Um das Gewicht nach unten zu reduzieren, kommt reichlich Aluminium an der Motorhaube, den vorderen Kotflügeln sowie am Dach zum Einsatz. Daher ist das 4,27 Meter lange Coupé mit gerade einmal 1.346 Kilogramm ein Leichtgewicht. Zusätzlich trägt der flache Boxermotor zu einem niedrigen Schwerpunkt bei. Der schöpft seine Kraft statt wie bisher aus nur zwei Litern nun aus 2,4 Litern Hubraum, während die Leistung von 200 auf 234 PS anstieg. Im Innenraum blickt man auf ein digitales Kombiinstrument, rechts daneben befindet sich der Touchscreen für ein Multimediadisplay, das aber auf eine Navigation verzichtet. Die Zielführung führt ausschließlich über ein integrierbares Smartphone. Auch bei den Materialien, die rund ums Cockpit verbaut sind, zeigt sich, warum der Toyota so günstig eingepreist ist. Aber das wollen wir dem GR86 gerne verzeihen, schließlich stehen hier Fahrspaß und nicht Schickimicki im Vordergrund. ham Quer & mehr Toyota GR 86 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 8
NEWS Ferrari 296 GTS Spiderissimo Ferrari öffnet den 296 GTB zum zweisitzigen „Berlinetta-Spider“. Als 296 GTS (Gran Turismo Spider) hat der Supersportwagen ein versenkbares Hardtop, sodass in geschlossenem Zustand die wundervolle Silhouette der des GTB ähnlich ist. Das zweiteilige Dach lässt sich bei Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h in lediglich 14 Sekunden ein- und ausfahren. Bei versenktem Verdeck sind Kabine und Heck durch eine Scheibe getrennt, die auch bei hohen Geschwindigkeiten guten Komfort garantiert. Ein Fenster im hinteren Teil der wegen des Verdecks geänderten Motorabdeckung erlaubt auch bei offenem Fahrzeug einen Blick auf den Hybrid-V6 mit 830 PS. Das Fahrgestell wurde extra für den 296 GTS neu konstruiert und optimiert, um dessen Torsions- und Biegesteifigkeit zu verbessern. Bellissimo! Japan goes Bavaria Große SUVs vom Stile eines BMW X5 sind nicht unbedingt die Domäne japanischer Hersteller. Mazda sammelte mit CX-8 und CX-9 aber Erfahrung im Segment – und bringt mit dem CX-60 nun ein neues Topmodell sowie sein erstes Plug-in-Hybrid Modell auf den europäischen Markt. Der 4,75 Meter Allradler verbindet das Mazda typische „Kodo-Design“ mit exklusivem Interieur und allerlei Technik-Innovationen. Unter letzteren sticht vor allem das Antriebskonzept mit längs eingebautem Frontmotor und Elektromotor hervor. Der 2,5 Liter großer Vierzylinder, stellt in Kombination mit 17,8 kWh Akku und Elektromotor stattliche 241 kW (327 PS) bereit. Die rein elektrische Reichweite beträgt laut Mazda 63 Kilometer, der WLTP Normverbrauch lediglich 1,5 Liter (33 g/100 km CO2). Die Achtgang-Automatik, diverse Fahrmodi und eine Beschleunigung von nur 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h versprechen tolle Fahreigenschaften. Die Basisversion („Prime-Line“) ist bereits ab € 49.450,- erhältlich, die hochwertigste Linie („Takumi“) lässt den Preis auf € 54.950,- steigen. Bestellbar ist der Mazda CX-60 Plug-in-Hybrid ab sofort, die ersten Auslieferungen folgen im Spätsommer. Ende dieses Jahres bzw. 2023 wird’s noch interessanter, dann ist der CX-60 nämlich auch mit Sechszylinder-Diesel und Sechszylinder-Benziner erhältlich – Reihensechser wohlgemerkt! Und dann heißt es endgültig „Japan goes Bavaria“. Sauberer Kreislauf Mit einer einzigartigen, branchenübergreifenden Kooperation zwischen Saubermacher, Porsche Austria und Denzel wollen drei „Big Player“ gemeinsam zur Verbesserung der Infrastruktur rund um die Elektromobilität beitragen. Unter dem Namen „Saubermacher Battery Services GmbH“ soll die Kreislaufwirtschaft für die E-Mobilität vervollständigt werden. Die ehrgeizigen Ziele: mit gebündeltem Know-How und neuen, teils digitalen Lösungen die Verbreitung der E-Mobilität zu erhöhen, Werkstätten und Co. beim Handling der E-Autobatterien zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und für eine ökologische Kreislaufwirtschaft zu sorgen. Ebenfalls an dem Projekt beteiligt sind die Montanuniversität Leoben sowie der TÜV Süd. Der Ort der Präsentation war nicht zufällig gewählt: am BatterieKompetenz-Standort von Saubermacher in Premstätten bei Graz wird das Start-Up die dortige Infrastruktur mitbenützen. Dessen maßgeschneiderte Services sollen im Abo-Format sämtlichen Werkstätten, Händlern und Importeuren in ganz Österreich angeboten werden. Bei der Präsentation anwesend waren unter anderem Saubermacher-Gründer Hans Roth, Porsche Austria Geschäftsführer Wolfgang Wurm, Denzel Vorstandsvorsitzender Gregor Strassl sowie Vizekanzler Werner Kogler, der die Bedeutung der Initiative unterstrich: „Auch im Bereich der E-Mobilität muss das Ziel sein, neben umweltfreundlichen Antrieben sukzessive die Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Mitten in der Steiermark gelingt jetzt ein weiteres Innovationsprojekt, das nicht nur für die Region oder Österreich Vorbildwirkung hat, sondern für ganz Europa.“ mw Mazda CX-60 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 9
NEWS 30 Jahre Max Egger & Škoda in Österreich Nur sehr wenige Automarken haben es geschafft, einen über Jahrzehnte regierenden Bestseller auf den Markt zu bringen, wie es Skoda mit dem Octavia eindrucksvoll geschafft hat. Aber nicht nur das: würde man eine Hitliste unterschiedlichster Kategorien erstellen, wäre die tschechische Marke in Österreich sehr oft sehr weit vorne. Da stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage: wie ist das möglich? Max Egger im Zentrum des Erfolges Der Erfolg der Marke Skoda steht hierzulande ganz eindeutig mit der Person Max Egger in Zusammenhang. Der startete am 1. Juli 1992 mit acht Mitarbeitern das operative Geschäft. In den Startlöchern standen die Modelle Skoda Favorit, Skoda Forman und der legendäre Pick-Up Skoda Favorit. 300 Stück setzte man im ersten Jahr ab, womit der Grundstein für die spätere Erfolgsgeschichte gelegt und die Begeisterung für die Marke – sowohl seitens der Kunden,wie auch bei den Weggefährten und Händlern – entfacht war. Der aktuelle Fahrzeugbestand von Skoda Österreich hat sich von rund 7.500 Einheiten im Jahr 1992 auf aktuell 325.000 Fahrzeuge gesteigert. Um dieses Volumen umsetzen zu können, wurde das Händlernetz im Laufe der Jahre flächendeckend ausgebaut. In der Praxis bedeutet das aktuell 180 Skoda Service-Partner. Last but not least wurde in den vergangenen Jahren auch rechtzeitig in das Thema „EMobility Readiness“ der Händlerbetriebe investiert. Simply clever in die Zukunft Entscheidend waren in Österreich in den vergangenen 30 Jahren die Kernkompetenzen der Marke, die nicht nur konsequent beibehalten, sondern auch immer weiter ausgebaut wurden. So hat man rund um die Marke ein unverwechselbares, klares Profil etabliert. Beispiele dafür: das Preis-Wert-Verhältnis, das beste Raumangebot in der jeweiligen Klasse, die markante Designsprache, die cleveren Details sowie die „Human Touch“ Werte, die den Charakter der Marke auch in Zukunft widerspiegeln werden. Auf die Frage, ob Max Egger heute noch einmal ebendiesen Weg gehen würde, antwortet dieser wie erwartet mit einem klaren ja. „Im Detail würde ich Dinge vielleicht etwas anders machen, aber das Wichtigste ist nach wie vor, Mitarbeiter und Händler immer mit auf die Reise zu nehmen und das Tagesgeschäft und die Strategie in Balance zu bringen. Um eine Marke nachhaltig zu führen, ist es wichtig, langfristige Chancen zu erkennen und gleichzeitig Möglichkeiten im Tagesgeschäft zu nutzen. Der Pionier- und Unternehmergeist haben mich stets getragen, frei nach dem Motto ‚geht nicht, gibt’s nicht‘“. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzufügen, außer vielleicht: Viel Spaß und Gesundheit für den nächsten Lebensabschnitt im Namen der Redaktion! hak In 30 auf 1 Marktentwicklung 1 bis 4 / 2022 Zulassungen Top 10 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 10
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Toyotas neuester Coup bringt frischen Schwung in das A-Segment, in dem die Platzhirsche Fiat 500, Fiat Panda, oder Suzuki Ignis heißen. Auf der konzerneigenen GA-B Plattform aufbauend, setzt der 3,7 Meter lange Crossover mit frischem Design, gelungener Architektur und umfangreicher Ausstattung Akzente, vor allem aber überzeugt er mit simpler Technik, geringen Unterhaltskosten und umfassenden Garantieleistungen. Toyota verzichtet dabei auf konzerneigene Kernkompetenzen wie Hybridisierung oder Allradantrieb – wohl auch, um preislich attraktiv zu bleiben. Praktischer Crossover Beim ersten Kennenlernen im gewohnt verkehrschaotischen Barcelona muss sich der Toyota Aygo X beweisen. Plus 23 Zentimeter Länge und plus 12 Zentimeter Breite im Vergleich zum altbewährten Aygo fallen im Fahrbetrieb nicht auf, sehr wohl aber beim Platzangebot im Innenraum. Dieser ist über vier Türen zugänglich, Fondpassagiere sind dabei nicht von vornherein verunmöglicht. Auch die Kofferraumhöhle ist mit 231 Liter durchaus praktikabel, wer damit kein Auslangen findet, kann die Rücksitzlehnen nach vorne klappen und kommt so auf stattliche 829 Liter Ladevolumen. Am Fahrersitz fühlt man sich wohl, das Gestühl ist angenehm straff und gut verstellbar, die Rücksitzlehne stufenlos per Drehregler. Dass das Lenkrad nur in der Höhe, nicht aber in der Tiefe verstellbar ist, erweist sich dabei nicht als Nachteil. NEWS Abenteuer Alltag Toyota Aygo X Häuserschluchten, Parkplatzdschungel, Kreisverkehrsdickicht. Mit dem Toyota Aygo X lässt sich der vor der Haustüre lauernde, abenteuerliche Alltag mit Leichtigkeit bezwing 4 Seite 14 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 12
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Auch wenn im Basis-Aygo ein umfangreiches Ausstattungs- unter anderen Klimaanlage. LED-Tagfahrlicht, elektrische Fensterheber & Außenspiegel und Sicherheitspaket Toyota Safety Sense mit Pre-Collision System, Spurwechselwarner, Spurverfolgungsassistent, aut. Fernlichtsystem, Tempomat, Verkehrszeichen-Assistent oder E-Call Notrufsystem inklusive ist, empfehlen wir dennoch auf den „Aygo X Play“ aufzuzahlen. Für € 1.100,- mehr ist dann nämlich das 7“ große Multimediasystem „Toyota Touch“ an Bord und mit ihm DAB+, Bluetooth sowie Apple CarPlay/ Android Auto. Wie viel Auto braucht der Mensch? Sowohl im innerstädtischen Verkehrsgewusel, als auch im kurvenreichen Umland überzeugt vor allem der handgeschaltete Toyota Aygo X. Das manuelle Fünfgang-Getriebe harmoniert mit dem 1,0 Liter Dreizylinder. Natürlich ist der 72 PS starke Motor keine Rakete, allerdings reicht er völlig aus, um den nur rund eine Tonne schweren Aygo X angemessen zu bewegen. Je nach Fahrweise braucht er 5,0 bis 5,5 Liter Benzin, was eine ordentliche Reichweite von etwas mehr als 500 Kilometern ermöglicht. Auch gut, weil besonders praktisch: sein winziger Wendekreis von nur 4,7 Metern. Sogar Überland macht er durchaus Freude, wenngleich hier mit Schwung gefahren werden muss. Das Fahrwerk ist aber hoch kompetent, und auch hier profitiert der Toyota Aygo X von seinem geringen Gewicht. Ja, für Viele wird der Toyota Aygo X als Begleiter durch Stadt und über Land völlig ausreichen. Er ist ein sympathischer, ehrlicher Kerl, preislich wie optisch attraktiv, und er wird Toyotas Erwartungen als Mitbewerber im Einstiegssegment auch ohne Hybrid- oder Allradtechnik erfüllen. Und natürlich bekommt, wer CVT-Automatikgetriebe oder ein qualitativ übrigens extrem hochwertiges Stoff-Schiebedach möchte, dies gegen entsprechenden Aufpreis. 10 Jahre Garantie Wer jetzt ein finales Argument braucht, um den kleinen Toyota auf seine persönliche „Shortlist“ zu setzen: Dank der „Relax“ Garantie, die ebenso für den Aygo X gilt, gewährt Toyota 10 Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie. Einzige Voraussetzung dafür: das Auto muss regelmäßig zum Service beim Toyota-Händler. Besonders interessant: das gilt auch für alle bestehenden Toyota-Gebrauchtfahrzeuge, die nicht älter als 10 Jahre sind beziehungsweise nicht mehr als 160.000 Kilometer am Tacho haben – einmal ein Service beim Toyota-Händler machen lassen, und die Garantie gilt wieder. Datencheck Toyota Aygo X, Basismodelle & Motor Modell Leistung Verbr. (WLTP) Ausstattung Preis (€) Aygo X 1,0 VVT-i, 5-Gang man. 53 kW (72 PS) 4,8-4,9 Aygo X 14.890,- Aygo X 1,0 VVT-i, S-CVT aut. 53 kW (72 PS) 4,9-5,0 Aygo X Pulse 18.690,- Aygo X Air 1,0 VVT-i, 5-Gang man. 53 kW (72 PS) 4,8-4,9 Aygo X Pulse (elektr. Stoffdach) 20.250,- Aygo X Air 1,0 VVT-i, S-CVT aut. 53 kW (72 PS) 5,0 Aygo X Pulse (elektr. Stoffdach) 21.450,- NEWS mw ”Für viele wird der Toyota Aygo X als Begleiter durch Stadt und über Land völlig ausreichen.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 14
Porsche 917 Eine weitere Neuerscheinung im Delius Klasing Verlag befasst sich mit dem 1969 vorgestellten Porsche 917. Mit ihm dominierte der Stuttgarter Sportwagenhersteller über Jahre hinweg die Rennen um die Markenweltmeisterschaft und die CanAmRennserie. Unter der Regie von Ferdinand Piëch entwickelt, wurde der 917 zu einem der erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten. Der 40. Geburtstag des legendären Rennsportwagens war für das Porsche-Museum Grund, eine umfassende Dokumentation des gesamten 917-Projektes zu veröffentlichen. Unter dem Titel „Porsche 917 - Archiv und Werkverzeichnis 1968 - 1975“ hat der ehemalige Porsche-Renningenieur Walter Näher ein 576 Seiten starkes Werk erarbeitet. Der Preis: € 59,90, ISBN 978-3-7688-2651-8 Willkommen im Unruhestand Jahrzehntelang hat sich der Grazer Richard Kaan, heute 67 Jahre alt, mit seinem Unternehmen dem Restaurieren von Oldtimern gewidmet - jetzt ist er selbst einer: ein Unternehmer mit Pensionsbescheid. Im Ruhestand befindet er sich dennoch nicht. Seine neue Aufgabe: Botschafter zu sein für die Wichtigkeit, nein die Notwendigkeit des Arbeitens im Alter. Das Buch ist im dbv Verlag erschienen, hat 276 Seiten und kann direkt unter www.kaan.at oder unter www.dbv.at um € 22,- bestellt werden. Die ISBN Nummer lautet 978-3-7041-0803-6. Stars & Sternchen aus der Sicht von Mister Ferrari Im Leben von Heribert Kasper geht es neben seiner Ex-Frau Karin meistens um vier Räder, umgeben von einer roten Karosserie aus Maranello. Und das immer auf der Überholspur wie auch in seinem neuen Buch „Alles Sport Auto“ nachzulesen ist. Aber Heri wäre nicht Heri wie ihn seine Freunde nennen, wenn er auch hier nicht Vollgas geben würde und sich bei sehr vielen Gschichtl‘n kein Blatt vor den Mund nehmen würde. Bezugsquelle: Heribert Kasper/Klaus Pfeffer Alles Sport Auto ISBN 978-3-903989-28-3 Preis € 19,80 Bücher BÜCHER DAS GUTE LIEGT SO NAH. Aktion gültig bis 30.09.2022 Stattpreise beziehen sich auf die bisher gültigen Verkaufspreise. Jetzt Urlaubszubehör zum Aktionspreis. GOLINE DACHBOX 410 LITER beidseitig zu öffnen, Zentralverriegelung, einfachste Montage dank Premium Fit System auf handels- üblichen Grundträgern. (31087) statt € 429,– jetzt nur € 339,– GOLINE FAHRRADHECKTRÄGER für 2 e-Bikes, 25 kg pro Fahrrad. Nicht faltbar, lässt sich am Fahrzeug abklappen. Montage auf einer Anhängevorrichtung. Erweiterung 3. Rad nicht möglich. (goline2bike) statt € 449,– jetzt nur € 409,– ATERA STRADA SPORT M2 für 2 Fahrräder (nicht ideal für e-Bikes, weil „schmalerTräger“), 30 kg pro Fahrrad, Montage auf einer Anhängevorrichtung. Erweiterung 3. Rad möglich. (022684) statt € 589,– jetzt nur € 459,– Unverb. empf. nicht kart. Richtpreise in Euro inkl. MwSt. und ohne Montage. Gültig bei allen teilnehmenden Service-Betrieben und solange der Vorrat reicht bzw. längstens bis 30.9.2022. Durch Sonderausstattungen und Zubehör verändern sich relevante Fahrzeugparameter, wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik wodurch sich abweichende Verbrauchswerte und CO2-Emissionen ergeben können. Stand 06/2022.
Volkswagen setzt am Weg zu „Zero Emission“ eine weitere Duftmarke. Nach ID.3 und ID.4 kommt nun – ganz der Logik entsprechend – der ID.5. Und der wechselt dabei auch gleich die Karosserieform, was laut Hersteller etwas mehr Eleganz vermitteln soll. NEWS VW ID.5 GTX Besser als gut ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 16
VW ID.5 GTX Optisch bringt der neue Wolfsburger wenig Überraschendes und orientiert sich stark am ID.4. Ungeachtet seiner Coupé-Form ist das neue Modell aber sogar etwas länger als der Bruder: Mit 4,60 Metern Länge übertrifft er ihn um zwei Zentimeter. Das stattliche Leergewicht liegt je nach Ausführung zwischen 2.117 und 2.242 Kilogramm. Als Zugfahrzeug kann er in allen Varianten zwischen unKeine großen Neuerungen im Innenraum, gute Sitze mit ausreichendem Platzangebot vorne wie hinten. gebremsten 750 und gebremsten 1.200 Kilogramm anhängen. Für holländische Wohnwägen reicht das zwar noch nicht, andere E-Mobile sind dafür aber überhaupt nicht zu gebrauchen. Recht gut auch das Kofferraumvolumen mit 549 bis 1.561 Liter Volumen. Verbrauch & Leistung Erster Eindruck beim Fahren: die 220 kW (299 PS) in der GTX-Version machen sich ordentlich bemerkbar! Beim kleinsten Druck auf das Gaspedal stürmt der ID.5 energisch los. Ob beim Zwischenspurt auf der Landstraße oder beim einfachen Ampelstart, an Fahrspaß mangelt es in dem Fünftürer nicht, ansatzloses Umsetzen von Gasbefehlen beherrscht er virtuos. Und, man glaubt es kaum: selbst 180 km/h auf der deutschen Autobahn sind dank der Eingang-Automatik mit ihrer Zweistufen-Regelung möglich, ohne die Restreichweite unmittelbar zum Kollabieren zu bringen. Generell lässt sich sagen, dass die bislang bei praktisch allen Elektroautos übliche 120 km/h Verbrauchs-Schallmauer vom ID.5 neu definiert beziehungsweise nach oben verschoben wird. Auf kurvigen Überlandstrecken unterstützt eine ausgeklügelte Software das Coupé bei zügiger Gangart und verteilt die Kraft je nach Fahrsituation, Fahrstil und Fahrbahnbelag zwischen Vorder- und Hinterachse. Ladezeit & Geschwindigkeit Für eine rasche Ladung der 77 kWh großen Batterie sorgt ein serienmäßiger 135 kW Onboard-Lader. Im Idealfall reichen solcherart lediglich sieben Minuten, um rund 100 Kilometer Reichweite aufzuALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 17
NEWS Allrad-Strategie für optimale Dynamik beim GTX Modell Der Heckmotor im ID.5 Pro und ID.5 Pro Performance sorgt für agiles Handling und gute Traktion, zudem ermöglicht er einen verhältnismäßig kleinen Wendekreis von 10,2 Metern. Den Antrieb übernimmt eine permanent erregte Synchronmaschine (PSM) mit hoher Effizienz: Ihr Wirkungsgrad liegt in den allermeisten Fahrsituationen deutlich über 90 Prozent. Der Elektromotor ist über der Hinterachse positioniert und schickt sein Moment auf ein zweistufiges 1-Gang-Getriebe samt Differenzial. Inklusive Leistungselektronik, die die Steuersignale verarbeitet und die Ströme schaltet, wiegt die Antriebseinheit nur etwa 90 Kilogramm. Im ID.5 GTX zielt die intelligente Steuerung des Dualmotor-Allradantriebs stets darauf ab, das Optimum aus Effizienz, Dynamik und Fahrstabilität zu realisieren. In vielen Situationen leistet die E-Maschine an der Hinterachse den Antrieb alleine. Sobald eine sportliche Fahrweise gewünscht, oder noch höhere Traktion nötig wird, schaltet sich die ASM an der Vorderachse zu. Das geschieht innerhalb weniger Hundertstelsekunden und so weich, dass der Fahrer nichts davon bemerkt. Die Mitbewerber Zu den Mitbewerbern des VW ID.5 zählen in erster Linie Ford Mustang Mach-E, Mercedes EQA, Tesla Model Y, KIA EV6 und Hyundai IONIQ 5. Ford Mustang Mach-E: € 58.500,- bis 81.900,- 198 kW (269 PS) bis 358 kW (487 PS) 16,5 – 20 kWh/100 km Verbrauch 440 – 610 km Reichweite Mercedes EQA: € 49.660,- bis 57.140,- 140 kW (190 PS) bis 215 (292 PS) 17,5 – 17,7 kWh/100 km Verbrauch 427 – 436 km Reichweite Tesla Model Y: € 57.490,- bis 63.490,- 258 kW (351 PS) bis 340 kW (462 PS) 16,9 – 17,1 kWh/100 km Verbrauch 514 – 533 km Reichweite KIA EV6: € 44.690,- bis 54.490,- 125 kW (170 PS) bis 239 (326 PS) 16,5 – 18,4 kWh/100 km Verbrauch 394 – 528 km Reichweite Hyundai IONIQ 5: € 46.990,- bis 61.990,- 125 kW (170 PS) bis 239 (325 PS) 16,7 – 19,1 kWh/100 km Verbrauch 384 – 507 km Reichweite ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 18
VW ID.5 GTX ”Praktischer Grund für die coupehafte Form des ID.5: Mehr Reichweite dank besserem cw-Wert.“ Datencheck VW ID.5, Motorisierung & Preise Modell Leistung Reichweite (WLTP) Verbrauch (WLTP) Preis (€) VW ID.5 Pro 128 kW (174 PS) 516 km 16,9 kWh/100 km 52.060,- VW ID.5 Pro Performance Upgrade 150 kW (204 PS) 516 km 16,9 kWh/100 km 53.680,- VW ID.5 GTX 4Motion 220 kW (299 PS) 491 km 17,9 kWh/100 km 59.900,- laden. Für die volle Ladeleistung bedarf es allerdings eine gut konditionierte Batterie, welche vorher auf optimale Temperatur gebracht wurde. All das klappt nur dann besonders gut, wenn der Ladestopp vorher im Navi programmiert wurde, der ID.5 unterstützt das mit großzügiger Rechnerleistung. Reichweite & Software-Updates Darüber hinaus ist der ID.5 in der Lage, Software-Updates online zu empfangen, weiters bietet er die volle Klaviatur heute üblicher Assistenzsysteme. Wie im Golf 8 und den anderen ID-Modellen ist auch hier die Car-to-X-Technologie verbaut – das Auto empfängt dabei Informationen von anderen Fahrzeugen, wenn sich etwa ein Stau hinter einer voraus liegenden Kuppe bildet, oder ein Einsatzfahrzeug in der Nähe ist. Ästhetik & cw-Wert Die Entscheidung für die coupehafte Form des ID.5 war übrigens nicht rein ästhetisch motiviert, es gab auch einen ganz praktischen Grund: eine flachere und im Sinne des Cw-Werts optimierte Karosse bürgt für mehr Reichweite. Immerhin 516 Kilometer soll man laut Volkswagen mit einer Akkuladung nach WLTP-Norm kommen. Schnäppchen ist der potente, allradgetriebene ID.5 GTX leider keines, mit € 59.900,- steht er an der Spitze der Preislisten. Die derzeit günstigste Version („Pro“) mit 128 kW (174 PS) und Hinterradantrieb startet bei € 52.060,-, die Version „Pro Performance Upgrade“, die 150 kW (204 PS) und ebenso Hinterradantrieb bietet, steht mit € 53.680, in der Preisliste. Bei diesen Summen bleibt es allerdings nicht, wenn noch eines der fünf optionalen Zubehör-Pakete mitbestellt wird. Bei VW scheint der Technologiewandel jedenfalls voll im Gange zu sein und der neue ID.5 stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass VWs Fokus auf die Elektromobilität in den wesentlichen Themenbereichen wie Verbrauch beziehungsweise Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Praktikabilität echte Fortschritte bringt. hak ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 19
NEWS Alfa Romeo Tonale Alfa Romeo lebt Jetzt ist er da! Gemeint ist der jüngste Alfa Romeo mit dem klingenden Namen „Tonale“. Bestellbar ab sofort, den Anfang macht eine 160-PS-Mildhybrid-Version, womit gleichzeitig das elektrifizierte Zeitalter beim italienischen Hersteller gestartet und so der Fortbestand der Marke gesichert wird. Wir konnten den SUV bei einer ersten Präsentation in Graz näher unter die Lupe nehmen. Seit Alfa Romeo im Jahre 2020 den Mittelmotor-Sportwagen 4C und den Golf-Konkurrenten Giulietta eingestellt hatte, beschränkte sich das Angebot auf die beiden Mittelklassemodelle Giulia und Stelvio, wobei der SUV als aktuellstes Modell nun auch schon über fünf Jahre auf dem Buckel hat. Höchste Zeit also für eine neue Baureihe, die man nun mit dem kompakten Tonale liefert. Der Tonale ist freilich ein enger Verwandter des Jeep Compass, der als Basisaggregat ebenso den 130-PS-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum und 48-Volt-Motor im Gehäuse des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verwendet. Den gleich starken 1,6-Liter-Turbodiesel des Konzerns wird es hingegen nur noch bei Alfa Romeo geben. Im Herbst folgt dann eine Tonale Plug-in-Version, die sich mit 275 System-PS und einer 15,5-kWh-Batterie profilieren möchte. Die 160 PS starken MildhybridVersion stellt momentan die Einstiegsmotorisierung dar. Als erster elektrifizierter Kompakt-SUV ist das Modell – „Tonale“ kann man auch mit elegant übersetzen – wohl auch ein Symbol für den Paradigmenwechsel der Marke, die zwar ihrer sportlichen DNA treu bleibt, gleichzeitig aber mit innovativem Statements in eine neue Ära der Konnektivität und Elektrifizierung starten will. Darüber hinaus sollen sich auch Verarbeitung und Produktqualität stark verbessert haben, so ein Konzernsprecher. Begeistert vom neuen Tonale (v.l.n.r.): GF Dr. Oliver Wieser, Florian Ferstl (beide Stellantis), Verkaufsleiter Thomas Weiss, Markenleiter Herbert Weiss ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 20
MOTORÖLE ADDITIVE AUTOPFLEGE Autos lieben LIQUI MOLY Die abgebildeten Produkte stehen stellvertretend für das jeweilige Produktsortiment. Mit Vollgas in der Erfolgsspur! LIQUI MOLY lässt Motorherzen höher schlagen und beruhigt den Puls der Autofans. Wohl deshalb wählten uns 2022 die Leserinnen und Leser der führenden Automagazine Deutschlands erneut zur Schmierstoffmarke Nr. 1. Bei AUTO ZEITUNG sowie auto motor und sport bereits das 12. Mal in Folge. Zudem glänzen wir bei AUTO ZEITUNG wiederholt mit Platz 2 in der Kategorie Pflegemittel. Herzlichen Dank! Ausgabe 4/2022 Ausgabe 4/2022 Ausgabe 2/2022 Ausgabe 2/2022 Ausgabe 7/2022
KAUFBERATUNG Mercedes-Benz EQS 450+ & Porsche Taycan 4S Cross Turisimo Meister-Elektriker Ganz oben wird die Luft dünn, so auch am Gipfel der Elektromobilität. Zwei der aktuellen Gipfelstürmer sind der Mercedes-Benz EQS 450+ und der Porsche Taycan 4S Cross Turismo. Doch auch für diese beiden Meister-Elektriker ist der Weg zum Gipfel steil. Bescheidenheit sieht anders aus. Nichts weniger als „das beste Elektroauto der Welt“ wollte man bei Mercedes mit dem EQS auf die Räder stellen. Vor allem aber sollte die vollelektrische S-Klasse Maßstäbe in Sachen Reichweite setzen – und damit ohne leidige Achillesferse ganz locker selbst über Autobahndistanzen stromern. Dafür ist der EQS 450+ die theoretisch beste Wahl. In dieser Konfiguration kommt er nämlich mit 333 PS (245 kW) und Hinterradantrieb, während die anderen Varianten auf Allradantrieb und teilweise mehr Leistung setzen, damit aber auch mehr Strom verbrauchen. Nahezu unglaubliche 758 Kilometer Reichweite verspricht Mercedes für den 450+, da wird selbst manch benzin-, ja sogar manch dieselgetriebene Limousine blass – und das ganz ohne das eindrückliche Lebendgewicht des Mercedes, der stattliche 2.480 Kilogramm Leergewicht auf die Waage stemmt. ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 22
MERCEDES-BENZ EQS 450+ & PORSCHE TAYCAN 4S CROSS TURISMO 758 Kilometer Reichweite – theoretisch Wer sich jetzt die Frage stellt, ob die Eckdaten wirklich so eingehalten werden, wie es das raumschiffähnliche Exterieur und das – MBUX Hyperscreen sei Dank – ebensolche Interieur nebst HochglanzWerbewelt versprechen, dem sei klipp und klar gesagt: naja. Zu aller erst: ja, der EQS fährt, federt und lenkt ausnehmend gut und wird seinem „S“ im Namen gerecht. Er beschleunigt zudem so, wie ein schnelles Elektroauto halt beschleunigt. Aber: man spürt das enorme Gewicht. Ein bisschen beim Beschleunigen, natürlich auch in der Querbeschleunigung, sprich, in den Kurven. Vor allem aber ist es beim Bremsen präsent und drängt nach, besonders dann, wenn der Anker abrupt geworfen werden muss. Und letztendlich nein, denn der EQS kann das Reichweitenversprechen in der Praxis nicht einlösen. Keine Frage, er trägt sich (vor allem sich) und seine Insassen weit, weiter als andere Elektroautos. Und, auch wenn die 21-Zoll-AMG-Felgen wirklich toll aussehen, mit einer etwas bescheideneren Rad-Reifen-Kombination würde er wahrscheinlich noch ein paar Reichweiten-Kilometer dazugewinnen. Dennoch ist die versprochene Reichweite von bis zu 758 Kilometern nicht einmal ansatzweise zu erreichen. Knapp 500, mit besonders leichtem Gasfuß vielleicht 530 Kilometer sind machbar. Doch vor allem auf der Autobahn ist es praktisch unmöglich, unter die Marke von 21 kWh pro 100 Kilometer zu kommen. Da hilft auch die ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 23
KAUFBERATUNG 108 kW große Batterie nur bedingt. Und vor allem bei kühlen Temperaturen dürfte es sich rächen, dass die Mercedes-Ingenieure unverständlicherweise auf eine Wärmepumpe verzichtet haben. Alles auf S-Klasse-Niveau? Retrospektiv betrachtet lässt uns der Mercedes-Benz EQS 450+ ein wenig ratlos zurück. Der Fahrkomfort, der Sitzkomfort, die Verarbeitungsqualität, all das liegt unbestritten auf S-Klasse-Niveau. Das MBUX-System ist, auch wenn die Bedienung für Kurzzeit-Benutzer wie uns teilweise etwas kompliziert erscheint, voll am Puls der Zeit und manifestiert sich im fraglos beeindruckenden Hyperscreen und einer ebensolchen Sprachbedienung. Auch das teilautonome Fahren funktioniert auf einem Level, wo das Gros der Mitbewerber erst einmal hinkommen muss. Last but not least ist auch die Reichweite – besonders in Verbindung mit der sensationellen Schnelladefähigkeit, die in unserem Optimalfall mit 180 kW von Statten ging – mehr, als die meisten Konkurrenten derzeit bieten – oder bieten können. Aber, und das ist das große Problem: es ist gleichzeitig doch etwas weit weg von dem, was Mercedes verspricht. Und, wie im Falle unseres Testwagens, für wohlfeile € 156.602,- verkauft. Da wird dann auch bei der Kundschaft die Luft recht dünn. Viel Preis, viel Ehr‘ Zumindest preislich steht der Porsche Taycan 4S Cross Turismo dem Mercedes EQS 450+ um nicht viel nach: € 144.606,66 veranschlagt die Zuffenhausener Sportwagenschmiede für Ihren Edel-Elektriker in der natürlich fein ausgestatteten Testwagen-Variante. Different wird die Sache aber gleich beim Gewicht. Zwar nicht nominell, denn der einzigartige Shooting-Brake mit optisch etwas seltsamer Offroad-Beplankung bringt mit 2.320 Kilogramm fast genauso viel Leergewicht auf die Waage, wie der wuchtige EQS. Entscheidend ist allerdings, dass sich der Porsche seine schiere Masse nicht wirklich anmerken lässt. Er tritt sportlich straff, gleichzeitig aber auch leichtfüßig auf, anders als der Benz. Sein Gewicht gänzlich leugnen kann natürlich auch dieser Meister-Elektriker nicht, auch in seinem Fall wird man bei heftigeren Bremsmanövern an die Grenzen der Physik erinnert. Fahrdynamisch ist der Taycan 4S Cross Turismo aber auf jenem Level, das von Porsche erwartet wird, selbst wenn zum „normalen“ Taycan ein kleiner Unterscheid auszumachen ist. Dank Luftfahrwerk, das für den Weg zur Almhütte im Sommer oder für die Zufahrt zum Chalet im tiefverschneiten Winter bis zu 16 Zentimeter Bodenfreiheit schafft und dank simuliertem Allradantrieb, der je ein Getriebe an den beiden Synchronmaschinen der Vorder- und Hinterachse nutzt, um Drehzahlunterscheide zwischen den Achsen zu reduzieren, kommt der „Nahezu unglaubliche 758 Kilometer Reichweite verspricht Mercedes für den 450+.“ Datencheck Mercedes-Benz EQS 450+ Permanent erregte Synchronmaschine, E-Motor hinten 245 kW/333 PS, Hinterradantrieb, Drehmoment 568 Nm, 0-100 km/h 6,2 s, V-max 210 km/h, WLTP-Verbrauch 16,3 kWh, WLTP-Reichweite 756 km, Preis ab € 117.270,56 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 24
MERCEDES-BENZ EQS 450+ & PORSCHE TAYCAN 4S CROSS TURISMO Cross Turismo unter solchen Bedingungen erstaunlich weit. Gleichzeitig kostet ihn dieses erstaunliche Offroad-Talent aber einen Hauch Querdynamik. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, und im Alltagsbetrieb schwebt auch dieser Taycan dank Luftfahrwerk praktisch über den Dingen. Permanenterregte Motoren, permanenterregtes Fahren Die erwähnten Synchronmaschinen des Porsche Taycan 4S Cross Turismo sorgen gemeinsam für 420 kW, das sind 571 PS Spitzenleistung, und das bekommen die Insassen zu spüren. Den Spurt von 0 auf 100 km/h erledigt er – gerne auch mit Launch-Control – in 3,9 Sekunden. Das ist ein klassischer Supersportwagen-Wert, und genau so fühlt sich das auch an. Besonders daran ist, dass der Porsche dieses Kunststück – ganz im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern – beliebig oft hintereinander veranstaltet. So ist nicht nur die Lust an der Beschleunigung groß, sondern auch die Lust am Fahren generell. Sie kennen das: der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Darunter leidet allerdings auch die Reichweite. Denn in dieser Hinsicht unterscheidet sich selbst ein Porsche nicht von einem Mercedes, oder anderen Elektrofahrzeugen. Wer seinen Gasfuß nicht in Zaum hält, wird mit schmelzender Reichweite bestraft. Wobei, ein kleiner Vorteil gegenüber der Stuttgarter Konkurrenz findet sich dann doch. Dank der erwähnten Getriebe ist der Reichweitenverlust bei Autobahntempo geringer – beziehungsweise bei deutschem Autobahntempo nicht ganz so groß wie sonst. Laden mit Stil Was bleibt, ist der Eindruck einer halbwegs realistischen Selbsteinschätzung in Sachen Verbrauch: 452 Kilometer maximale Reichweite verspricht Porsche für den Taycan 4S Cross Turismo mit seinem 94 kWh großen Akku, 400 Kilometer zeigte er in unserem Test maximal an. Da herrschten allerdings noch relativ kühle Temperaturen. Auf der Autobahn zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim Mercedes: Unter 21 kWh ist überhaupt nichts zu machen, ergo sieht man sich an der Ladesäule wieder. Wo der Porsche den Strom dann mit maximal 160 kW von der Ionity-Säule aufnimmt. Immerhin: wer währenddessen nicht aussteigen möchte, verbringt die Wartezeit mit Stil. Der Innenraum ist typisch Porsche, das ist als Kompliment gemeint. Hochwertige Materialien, eine ebensolche Verarbeitung, die Sitzposition ist wohl direkt aus dem 911er gestohlen. Wer in solchen Momenten seine Augen schließt, kann sich dann sehr genau vorstellen, wie es jetzt wäre, den benzinbetriebenen Bruder in zwei Minuten aufzutanken, um danach mit echtem Auspuff-Sound weiterzuziehen. mw „Der Innenraum ist typisch Porsche, das ist als Kompliment gemeint.“ Datencheck Porsche Taycan 4S Cross Turismo Verbrauch & Reichweite Permanent erregte Synchronmaschinen, E-Motor vorne 175 kW/238 PS, E-Motor hinten 320 kW/435 PS, Systemleistung 360 kW/490 PS, Allradantrieb, Drehmoment 650 Nm, 0-100 km/h 4,1 s, V-max 240 km/h, WLTP-Verbrauch 22,6 kWh, WLTP-Reichweite 388 - 452 km, Preis ab € 117.270,56 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022 25
NEW MOBILITY Die Marke Cupra Der Ableger wird Normativ Vor vier Jahren stellte der sportliche Ableger des spanischen Volkswagen-Tochter Seat mit dem Ateca sein erstes Modell vor. Inzwischen erreicht die junge Marke den Absatz der Muttermarke und liegt bei einem Anteil von 60 Prozent des Absatzes des spanischen Herstellers. Jetzt kehrte Cupra an den Ort seiner Premiere zurück und gab am Autodromo Terramar nahe Barcelona einen Ausblick auf die künftige Modellpalette. Und die ist vor allem eins: elektrifiziert und eigenständig. Bis zum Jahr 2025 werden drei neue Modelle auf den Markt rollen. Der vollkommen neue Terramar wird in zwei Jahren zu den Händlern rollen und sowohl mit klassischen Verbrennungsmotoren und als Plug-in-Hybrid eine Reichweite von rund 100 Kilometern erreichen. Das vollkommen neue Design des 4,5 Meter langen SUV erinnert an der Front ein wenig an den Porsche Macan. Mit der neuen Ausrichtung will die Marke „coole Autos für die neue Generation“, so Cupra-Chef Wayne Griffith liefern und gleichzeitig die „Elektrifizierung neu erfinden“. Mit dem sportlich ausgelegten SUV plant Cupra außerdem den nächsten Schritt, um in die höheren Preissegmente des SUV-Segments vorzudringen Terramar & Tavascan Dem Terramar wird Ende 2024 der Tavascan folgen, der als Studie zum ersten Mal 2019 auf der Frankfurter IAA gezeigt wurde. Und weil sich Cupra selbst als „mutig“ definiert, entspricht das Serienmodell weitgehend der Studie. Das gilt auch für das Interieur, dass eine gelungene Mischung aus futuristisch und bewährten Lösungen zeigt. Mit dem vollelektrischen Tavascan will sich Cupra zudem auch weitere Märkte weltweit erschließen. In diesen Tagen werden die ersten Fahrzeuge in Australien in der Cupra-Garage in Sydney gezeigt, und weitere internationale Märkte sollen folgen. Am anderen Ende der Modellpalette kommt in drei Jahren mit dem Urban Rebel ein elektrischer Kleinwagen auf den Markt, der so Cupra Chefentwickler Werner Tietz, „die Elektromobilität demokratisieren soll“. In der stärksten Variante stehen dem „Rebellen“ in der Modellpalette 226 PS zur Verfügung, was sich in eine Beschleunigung von null auf 26 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022
DIE MARKE CUPRA 100 km/h in 6,9 Sekunden übersetzt. Die Reichweite gibt Tietz mit 440 Kilometern an. Eine schwächere Variante erreicht 240 Kilometer. „Wir können den Urban Rebel erst in drei Jahren bringen, weil wir die Plattform noch nicht fertig entwickelt haben“, erklärt Tietz die Wartezeit. Und: „Der Urban Rebel wird das größte Projekt für unser Unternehmen in den kommenden Jahren sein. Wir sind im Konzern federführend bei der Entwicklung dieser Fahrzeugfamilie und leisten damit Vorarbeit für die verschiedenen Marken im Volkswagen-Konzern.“ Einstiegsdroge Rebel Neben dem elektrischen Antrieb kommen bei dem 4,03 Meter langen Einstiegsmodell auch nachhaltige biobasierte Materialien zum Einsatz. „Mit dem Urban Rebel wollen wir zeigen, dass Elektromobilität nicht langweilig sein muss“, beschreibt Griffith den vollelektrischen Kleinwagen. In der Tat erinnert das Cockpit rund um das Lenkrad eher an eine Playstation. Cupra versteht sich zudem als Schrittmacher der Elektrifizierung in Spanien, wo elektrische Fahrzeuge aktuell allerdings einen Anteil von überschaubaren drei Prozent erreichen. „Spaniens Elektrifizierung muss jetzt geschehen“, fordert Griffith in Terramar und kündigt an, dass die Fabrikation in Matorell bei Barcelona im Jahr 2025 vollständig auf elektrische Fahrzeuge umgestellt wird. hak Die künftige vollelektrische CupraModellpalette Tavascan, Terramar und Urban Rebel 27 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022
Audi RS E-tron GT Stimmungsmacher „Der Porsche Taycan ist nicht wirklich ein Wettbewerber für unser Auto“, betont Victor Underberg, Leiter der technischen Entwicklung bei Audi. Die Kollegen aus Zuffenhausen hätten ihr Produkt klar sportlicher positioniert und es spreche einen anderen Kundenkreis an, als der Audi. In der Tat geht es bei Audi sichtlich nicht darum, wer die besseren Messwerte zu Papier bringt. Zwei grundverschiedene Biotope Dort blüht das, was für viele Autofahrer essentieller Bestandteil des Fahrerlebnisses ist: Fehlt dem Wiener Schnitzel die Zitrone, oder dem Cappuccino die aufgeschäumte Milch, dann bleibt der Hochgenuss meist auf der Strecke – so auch beim Autofahren. Das wird ebenso von Sinneseindrücken bestimmt, die nicht nur mit Längs- oder Querdynamik zu tun haben, sondern auch mit Schallwellen. Wer das Bollern eines 4,0-Liter-Achtylindermotors erleben will, dem ist das mystische Surren eines auch noch so leistungsstarken E-Mobils zu fad. Dementsprechend hat Audi bei seinem Elektro-Topmodell besondere Sorgfalt auf die akustische Begleitung des Vortriebs gelegt. Wer jetzt glaubt, man hätte sich im Soundlabor an einem R8-V10-Soundfile orientiert, der irrt kräftig. Den e-Tron erkennt man an einem ganz speziellen, tiefen, wummernden Ton, der im Soundlabor den letzten Feinschliff erhielt. Einen Korb voller Herausforderungen hatte der Audi RS e-tron GT zu bewältigen. Nicht nur, dass er technische Kompetenz und außergewöhnliche Fahrdynamik auf Augenhöhe mit Tesla & Co nachweisen und sich gleichzeitig von diesen abgrenzen musste. Es ging auch um die Klarstellung, dass er – trotz rund 60 Prozent Gleichteilen – mehr ist, als bloß ein Porsche Taycan mit vier Ringen. NEW MOBILITY 28 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2022
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