automagazin 03/2024

RALLYE-EM 2024 kollege Mathieu Franceschi setzt sich an die Spitze, überschlägt sich zweimal und stürmt beim Finale Furioso noch auf Rang zwei nach vorne Titelverteidiger & Favoriten Erst bricht beim führenden Mikko Heikkilä in voller Fahrt ein Rad und sein Toyota strandet im Gelände. Markengefährt Martins Sesks übernimmt, eckt in der vorletzten Prüfung an und ist mit gebrochenem Radträger raus. Auf der abschließenden Powerstage erwischt es auch noch den hinter Simone Tempestini – Skoda - auf Rang zwei liegenden Titelverteidiger Hayden Paddon - Hyundai, der wegen einem Plattfuss von den Podiumsrängen rutscht. Auf dem Siegerpodest heulen Franceschi und der über Crowdfunding finanzierte Lokalheld und Drittplatzierte Csomós um die Wette mit Sieger Tempestini. Verständlich, vor zehn Jahren krönt sich der 29-jährige Italiener zum JuniorenWeltmeister, muss mangels Budget seine WRC2-Träume früh begraben, wird in seiner rumänischen Wahlheimat achtmal Landesmeister und feiert nun seinen ersten EM-Sieg. Auch beim Lauf auf den Kanaren hatten früher oder später alle nasse Augen. Denn nicht nur der vom Promoter forcierte Terrainwechsel von losem Auftaktsieger Simone Tempestine Titelverteidiger Haydon Paddon ist nach dritten Lauf wieder vorne. „ Die Mischung aus neuen Rallyes mit Traditionsveranstaltungen ermöglicht den EM-Teams ganz neue Chancen.“ Iain Campbell – EM-Manager Untergrund auf Festbelag sorgt für reichlich Action, sondern auch die zahlreichen spanischen und französischen Asphaltspezialisten, die der etablierten EM-Elite einheizen. Von den 96 Teilnehmern starten 33 Teams mit ihren knapp 300.000 Euro teuren Rally2-Turboallradlern in der Topklasse, darunter über ein halbes Dutzend Sieganwärter. Schnell setzt sich ein Trio mit Vorjahressieger Yoann Bonato (Citroën), dessen Landsmann Franceschi (Skoda) und dem 25-jährigen Lokalheld Alejandro Cachón (Toyota) ab. Europameister Paddon versucht ebenso dranzubleiben, wie der wiedergenesene Mads Östberg. Aber die Luft an der Spitze bleibt so dünn, dass der durch einen Reifenschaden bis auf Rang 17 zurückgereichte Cachón an Fachkräften wie Jon Armstrong (Ford), den Ex-Europameistern Alexey Lukyanuk (Hyundai) und Efren Llarena (Skoda) sowie zahlreichen Lokalkollegen vorbei zieht und Dritter wird. Den Sieg machen die Franzosen unter sich aus. Nach der ersten Tagesetappe trennen Bonato und Franceschi nur drei Zehntel. Im Ziel gerade einmal 2,8 Sekunden. „Das Risiko anzugreifen war zu groß, ich muss auf die Meisterschaft schauen“, gesteht Franceschi. Mit zwei zweiten Plätze übernimmt der 24-Jährige die EM-Führung vor Paddon, der sich nach Rang 4 in Ungarn mit Platz 6 zufrieden geben muss. Österreicher in der EM 2024 Mit gemischten Gefühlen blickt auch Simon Wagner auf den Saisonbeginn zurück. „Das hätte wesentlich schlechter laufen können“, so der 31-jährige 61 ALL MOBILITY – automagazin.at 03|2024

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