automagazin 03/2025

www.automagazin.at AUSGABE 3/2025 75 JAHRE VW BUS – DIE BULLI HISTORIE MAXIMALE vIELFALT P.b.b GZ022034771M | Euro 6,90 UltiMatives CoMeback DE TOMASO P72 Luxus-Laster AUDI A6 AVANT RECHTSBERATUNG BELEIDIGUNGEN IM STRASSENVERKEHR BEGLEITER FÜR BERUF, ALLTAG UND ABENTEUER

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NEwS 06 Kurze Markeninfo Von Abarth bis Yugo 08 Jeep Compass Next Step 09 Renault Austral French Allroundere 14 Mitsubishi Outlander Wiederauferstehung 18 Rolls Royce Ghost II Nobel & Nobler 22 Audi A6 Avant King of Business Class 24 Mitsubishi Grandis Jetzt als SUV Roadbooks 28 Audi A3 Plug in Plug and Play 29 VW Tayron eHybrid Eisener Tiger 30 Subaru Forester Waldmeister 31 Citroën C4 Französische Sänfte 32 Jeep Avenger Der Berg ruft 33 Alfa Romeo Junior Ibrida Alphatierchen 34 Alpine A290 Topmodell 35 Ford Puma Gen-E Stromkatze 36 Polestar 4 Zwei mal drei macht vier Reise 66 Camping Grenzenlose Freiheit ist vorbei Kristallkugel 68 Geheime Kracher Modelle der kommenden Monate Special 70 De Tomaso P72 Pure Auto-Erotik Sport 72 Fahrstil Vergleich Tanz auf dem Drahtseil 2-Rad 76 Ducati Panigale V4 - Lamborghini Revuelto Halbbrüder 78 Ducati Panigale V4 - Lamborghini Temerario Ungleiches Duell 80 Kurz News 81 Termintacho, Impressum 82 Rückstrahler 83 Vorschau NEw Mobility 37 Leapmotor C10 Reichweiter 38 BYD Dolphin Surf Surf Sparefroh 39 Fiat Grande Panda E Quadratisch, praktisch, gut 40 Hyundai Ioniq 9 Auf 5 und 6 folgt 9 42 Skoda Elroq RS Vollzeit-Elektriker 44 Resch Batteriemodule Stecken statt kleben 46 Toyota Brennstoffzelle Effizienzsteigerung 48 Akkuzustand für Elektroautos Dekra entwickelt Schnelltest Klassik 50 Mazda MX5 Kult-Roadster geht auf die 40 zu 54 75 Jahtre VW Bulli Sambatänzer, Wirtschaftsförderer und Hippiefreund 58 Fillafer GTP-13 Father and Son TuNiNg 62 Mansory Pugnator Tricolore Spoiler-Alarm 63 Audi S5 ABT-Paket ABTgrade 64 Bovensiepen Zagato Fine driving in dieser Ausgabe – vom P39, P68 bis zum P72 Powercars TiteltheMa 54 75 Jahtre VW Bulli Sambatänzer, Wirtschaftsförderer und Hippiefreund Special 70 De Tomaso P72 Pure Auto-Erotik INHALT AM-ALL MOBILITY 4 AM

Es wird mal wieder so gut wie alles teurer, das ist im Grunde die Zusammenfassung der neuen Regierung Österreichs. Immerhin trifft es nun jeden Bürger und darf für die Fehler anderer einstehen. „Das private Sparvermögen der Österreicher ist größer als die Staatsschulden" – so unlängst eine plakative Schlagzeile. Die Reaktionen mit Forderungen nach der Wiedereinführung der Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie höheren Kapitalertragsteuern könnten fantasieloser und dreister kaum sein. Stets nach dem Motto: Die Braven zahlen für das Versagen anderer. Enthüllungsjournalisten-Legende Stefan Pabeschitz nimmt sich, wie gewohnt, auf Seite 12 kein Blatt vor den Mund. Auf europäischer Ebene macht die neue Altfahrzeugverordnung – End-of-Life-Vehicles (ELV) – wenig Freude und sorgt für weitere Kosten und Bürokratie. Gut gemeint war die Idee, Rohstoffe im eigenen Kontinent zu halten. Die Umsetzung dürfte jedoch übers Ziel hinausschießen. Derzeit sind wir hauptsächlich von Chinas Seltenen Erden abhängig. Alternativen sind dringend zu prüfen, denn gegen so einem Druckmittel kann Europa nichts ausrichten, und die Elektroautopläne erhalten eine weitere Erschwernis. Mit den im Magazin vorgestellten Ford Puma Gen-E, BYD Dolphin Surf oder Fiat Panda kommt nun endlich Schwung in den Markt der leistbaren elektrischen Kleinwagen. Und wer weiß, vielleicht sorgt der steigende Ölpreis durch die zahlreichen weltweiten Konflikte noch für Überraschungen und motiviert mehr zum Umstieg. An Interessengruppen im Schatten mangelt es bestimmt nicht. Dass Motoren und Kundennachfrage nicht an reptiler Dysfunktion leiden, zeigt unser Blick in die Glaskugel, mit fünf spannenden Modellen mit Verbrennungsmotoren. Ohne teilweise Elektrifizierung läuft jedoch kaum noch etwas, wie unsere „Roadbook“-Tests zeigen. Das Auto dient immer noch als Symbol der Freiheit. Trotz aller Verteuerungen und Bevormundungen steht es in der Prioritätenliste weit oben. Es erfüllt viele symbolische Bedürfnisse und ist ein Ventil zur Stressbewältigung. Freier, lockerer, übersichtlicher – das ist auch das Motto der Neugestaltung dieses Magazins. Unser Ziel ist es, spannende und tiefgehende Geschichten rund um alle Bereiche der Mobilität zu bieten – von Neuheiten, Elektromobilität, Klassik, Tuning, Motorsport, Motorrad bis hin zur Rechtsberatung. Einen schönen Sommer und gute Fahrt, Bernhard Reichel WeNN sich Arbeit uNd LeideNschaft decken EDITORIAL AM-ALL MOBILITY AM 5

VW T7 jetzt auch als Allrad-Plug-in-Hybrid Volkswagen hat für die T7-Modelle Multivan und California einen neuen Plug-in-Hybrid-Allradantrieb mit 1,5-Liter-Turbo-Benziner entwickelt. Der e-Hybrid 4-Motion verbindet drei Antriebswellen miteinander und startet bei ausreichend geladener Batterie für eine optimale Anfahrtraktion immer mit den beiden E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse. Die Kraftverteilung ist voll variabel. Der Antriebsakku hat eine Kapazität von 19,7 kWh. Die reichen für – je nach ABARTH In Europa ist Abarth nun eine Elektromarke, während man in Brasilien den Abarth Pulse mit 185 PS aus einem 1,3-Turbo-Benziner vorgestellt hat. Der würde uns gefallen. ALPINE Trotz geplatzten Deal mit Lotus erscheint 2026 ein Nachfolger der Alpine A110, jedoch rein elektrisch. Auch einen Viersitzer, wohl A310 getauft, ist auf dieser Plattform angedacht. AMG Mit dem GT XX Concept zeigt Mercedes AMG das erste eigenständige Elektro-Modell von AMG., dessen 1.340 PS und 360 km/h Endgeschwindigkeit wohl in Serie gehen. BYD Voestalpine wird das neue Pkw-Werk in Ungarn des chinesischen Autoherstellers mit hochwertigen Karosserieblechen beliefern. BMW Die Bayern bringen wohl den spektakulären Roadster BMW Skytop auf M8-Basis in eine Kleinserie von 50 Stück. Der 4,4-V8-Bi-Turbo leistet bis zu 625 PS. FERRARI Die Italiener werden ihr erstes Elektroauto Elettrica erst 2026 in voller Pracht präsentieren. Man darf mit einigen Neuheiten und auch Klangkulisse rechnen. FIAT Da die Verkäufe der E-Version den Erwartungen hinterher hängen, wird Fiat den 500 ab Herbst auch als Mild-Hybrid mit manuellem Schaltgetriebe anbieten. FORD Nach Ka, Fiesta, Mondeo, S-Max oder Galaxy, endet nun mit dem Focus die nächste bislang tragende Säule. Das Kompaktmodell wird Ende 2025 ersatzlos eingestellt. HONDA Besitzer von klassischen Honda, wie dem NSX, dürften aufatmen. Der Hersteller bringt ab 2026 wieder Ersatzteile zurück ins Sortiment, unter anderem mit 3D Druck. LAMBORGHINI Elektro-Stier verschoben, Verbrenner verlängert und jetzt könnte mit dem potenziellen Fenomeno getauften und limitierten Hypercar die bislang radikalste Sperrspitze gelingen. MASERATI 260 Millionen Euro Verlust, Absatzhalbierung, kein V8, keine Modelle – Maserati geht es schlecht und Stellantis erwägt einen Verkauf, China würde sich freuen. RML P39 Rennfahrer und Konstrukteur Ray Mallock Ltd hat mit seinem Unternehmen – kurz RML – schon viele Supersportler veredelt und perfektioniert. Jetzt ist der Porsche Turbo S dran. Markant ist zuerst die Optik. Im Prinzip liefern uns die Briten einen neuen defacto GT1, zumal das Bodykit 936 kg Abtrieb liefert. Die Modifikationen des NEwS AM-ALL MOBILITY 6 AM

Modell rein – rein elektrische Distanzen von 85 bis 95 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dann bis zu 130 km/h. Danach wird die Hinterachse automatisch abgekoppelt. Im Hybrid-Mischbetrieb sind dann bis zu 200 km/h möglich. Der e-Hybrid 4-Motion hat eine Systemleistung von 245 PS und ist der Nachfolger des 2021 im Multivan vorgestellten Plug-in-Hybridsystems mit reinem Frontantrieb und einer Systemleistung von 218 PS und 1,4-Liter-TSI sowie eine nahezu nur halb so großen Batterie. Strom nachladen können die neuen Modelle mit bis zu 50 kW. MAZDA Der japanische Hersteller baut das Conceptcar Iconic SP in Serie. Das neue eigenständige Wankelmotor-Sportcoupé soll über dem nächsten MX-5 positioniert werden. MERCEDES "Die elektrifizierten Hightech-Verbrenner werden länger laufen, als wir es ursprünglich erwartet hatten", so der Mercedes Chef Ola Källenius. MG Erst der Roadster, dann das Coupé, der verlötete Cyberster hört auf Cyber GTS und geht in Serie, womöglich schon in den nächsten Monaten. NISSAN Nach 700.000 Leaf zeigte der Hersteller den Nachfolger in Form eines Crossovers und einen frechen neuen Micra auf Basis des Renault 5. OPEL Der Mokka bekommt ein Topmodell. Der GSE leistet 280 PS und bringt ein Sperrdifferenzial mit. Die Fahrleistungen werden jenen des Alfa Romeo Junior Veloce ähneln. PEUGEOT Der französische GTi kehrt in Form eines rein elektrischen Chef-208 zurück. Wie seine Brüder Abarth 600e und Alfa Romeo Junior Veloce leistet er 280 PS. RENAULT Nach fünf ziemlich erfolgreichen Jahren verlässt Luca de Meo überraschend Renault als Konzernchef und wechselt zum Luxuskonzern Kering SMART Eine Limousine #6 als Tesla Model 3-Konkurrent könnte das größte Modell des einstigen Microcar-Produzenten werden. Auf Basis des Zeekr 007 wären 700 Kilometer realisierbar. TOYOTA Neben dem Lightweight Evo verabschieden die Japaner den Supra mit der A90 Final Edition. 300 Stück dürfen exklusiv 435 PS leisten, zum Preis von beachtlichen 172.990 Euro. VW 50 Jahre Golf GTI, zelebriert VW mit dem Sondermodell GTI Edition 50. Mit 325 PS ist dieser der Stärkste GTI bislang, die optischen Details sind eher für Kenner ersichtlich. YUGO Das Kultmobil aus ehemaligen Jugoslawien kehrt als Kleinwagen zurück. 2027 wird der erste seriennahe Prototyp präsentiert und später als billiger Verbrenner verkauft werden. höchsten Performance-Packs, vor allem im Bereich von Turbolader und Ladeluftkühler bringen satte 912 PS und 1.000 Nm Drehmoment. 6:45 Minuten benötigt der straßenzugelassene P39 für die Umrundung der Nürburgring-Nordschleife. Der Umbau kostet gut 600.000 Euro. Das Spenderfahrzeug ist nicht eingerechnet. AM 7 NEwS AM-ALL MOBILITY

Nun steht er da. Die dritte Generation des Jeep Compass steht in den Startlöchern. Ausgeliefert wird er im vierten Quartal 2025. Das kompakte SUV teilt sich erwartungsgemäß die STLA Medium-Plattform des Konzerns mit Modellen wie dem Peugeot 5008 oder dem Opel Grandland. Diese ist nicht nur für elektrische Antriebe entwickelt, sondern ermöglicht auch Hybrid-Antriebsstränge und reine Verbrenner. Der neue Compass kann aber bereits bestellt werden. Produziert wird er im italienischen Melfi und wird in der zweiten Jahreshälfte zu den Händlern rollen. Die Preise für den milden e-Hybrid starten bei 40.200 Euro, die vollelektrische Variante ist ab 49.300 Euro zu haben. Antriebe & Leistungsdaten Für den Antrieb des neuen Compass greifen die Geländewagen-Spezis tief in die Konzernschublade: Zum Start gibt es den e-Hybrid, der den bekannten 1,2-l-Dreizylinder mit 136 PS und mit der 48-V-Technik auf 145 PS gepusht wird. Geschaltet wird über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Als elektrische Alternative steht ein 213 PS starker Fronttriebler im Konfigurator. Beim Laden sind der Medium-Plattform mit 400 V Systemspannung allerdings Grenzen gesetzt, wodurch sich die DC-Ladeleistung auf maximal 160 kW beschränkt. Damit soll der 74 kWh-Akku in 35 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden. Die WLTP-Reichweite beträgt maximal 500 km. Das optionale Onboard-Ladegerät arbeitet mit 22 kW. KünfNext Step JEEP COMPASS tig sollen noch ein Plug-in-Hybrid mit 195 PS und zwei weitere Elektroantriebe folgen, unter anderem im Herbst 2025 ein Allradler mit 375 PS und bis zu 650 km Reichweite. Design & Innenraum Der Auftritt des Jeep Compass ist nun deutlich markanter als zuvor: Scharf gezeichnete Kanten ziehen sich über die gesamte Flanke, die Front fällt stärker ab. Die Rückleuchten deuten jeweils ein "X" an und sind durch ein dünnes Leuchtband samt illuminiertem Schriftzug verbunden. Außerdem wächst das SUV um rund 15 cm auf 4,55 m Länge an. Ohne seine Offroad-Features wäre ein Jeep aber natürlich kein Jeep. So sind beim neuen Compass rundum Kunststoffbeplankungen an Bord und leicht angehobene Front- und Heckschürzen die den möglichen Böschungswinkel steigern. So entspricht er einem 20° Anfahrwinkel, 15° Kippwinkel und 26° Abfahrwinkel, bei den Allradversionen 27°, 16° und 31°. Die Bodenfreiheit beträgt 200 mm und die maximale Wasserdurchfahrtstiefe 408 mm. Dieser Jeep Compass zeigt uns den richtigen Weg. NEwS AM-ALL MOBILITY 8 AM

FreNch AllrouNder RENAULT AUSTRAL Mit dem überarbeiteten Renault Austral startet Renault in nächste Runde. Das familienfreundliche SUV, hat sich 2022 als Nachfolger des Kadjar etabliert. Er soll künftig weiter durch solide Technik, Hybridantriebe und moderner Ausstattung überzeugen. Das aufgefrischte Modell übernimmt damit auch die neueste Renault-Designsprache. Auffällig sind die überarbeitete Frontpartie mit schlichterem, diamantförmigem Kühlergrill, schlankeren Matrix LED Scheinwerfern und die neuen Rückleuchten. Klare Linien, ein neuer Kühlergrill und eine coupé-artige Seitenlinie verleihen ihm auch ein selbstbewusstes Äußeres. Antriebe & Effizienz An den Antriebsoptionen ändert sich wenig: Mild Hybrid Systeme mit 1,3 Liter-Motoren mit, 140 und 160 PS sowie der attraktive Voll Hybrid E Tech mit 200 PS bleiben im Programm. Der Voll Hybrid kombiniert den 1,2 Dreizylinder Turbo mit zwei Elektromotoren und einem 1,7–2,0 kWh Akku und erreicht so laut WLTP 4,7 l/100 km Verbrauch. Die Mild Hybrid Modelle liegen bei etwa 6,2 Liter/100 km. Renault hat beim neuen Modell auch gezielt an Fahreigenschaften, Geräuschkomfort und Handling gearbeitet. Neue Motorlager, gedämmte Türdichtungen und leisere Fahrwerke sorgen für ein ruhigeres Fahrerlebnis als Resultat. Journalistenkollegen loben auch die adaptive Matrix LED Beleuchtung, Sitzkomfort und die gedämpfte Federung selbst bei großen 20 Zoll Rädern. Innenraum & Infotainment Im Innenraum zeigt sich Renaults Digital- Offensive: ein 12,3 Zoll Instrumentendisplay sowie ein mittiger vertikaler 12 Zoll-Touchscreen sind in höheren Ausstattungslinien Standard. Das „OpenR Link“-System mit Google Maps und Over the air Updates bringen Multimedia vom Feinsten. Auch die Materialqualität ist spürbar aufgewertet – mit Soft Touch Oberflächen, offenen Holz Verkleidungen oder Alcantara Optionen. Sicherheit, Assistenz & Alltagstauglichkeit Renault bietet bis zu 32 Fahrerassistenzsysteme, darunter Notbrems Assistent mit Querverkehr, Fußgänger und Fahrrad Erkennung, adaptive Tempomat Funktionen und einen Müdigkeitswarner. Zudem ist auf Wunsch Allrad Lenkung für ein direkteres Handling sowie ein Head Up Display zu haben. Mit 4,51 Metern Länge und verschiebbarer Fondsitzbank bietet der Austral Familien viel Platz. Der Kofferraum fasst somit 430 bis 555 Liter, mit umgelegter Rückbank bis zu 1.455 Liter – ideal für Urlaubsgepäck oder sportliches Equipment. Die Anhängelast beträgt bei Hybridmodellen bis zu 1.800 kg gebremst. Conclusio: Der Austral ist kein radikal neuer Schritt, sondern ein sauber ausgeführtes Facelift, das den kompakten SUV auf Augenhöhe mit Marken wie VW Tiguan oder Hyundai Tucson bringt. Er wirkt deutlich wertiger, viel ruhiger und digitaler. Die Mild Hybrid Modelle starten bei rund 34.990 Euro, der Mild Hybrid 160, E Tech Hybrid bei 36.900 bis 39.000 Euro. Karl Hartner AM 9 NEwS AM-ALL MOBILITY

Worte und Gestiken werden schnell zu Waffen und die resultieren Folgen in der Hitze des Gefechts oft nicht abgeschätzt. Die Straßen Österreichs sind täglich Schauplatz zahlreicher Verkehrssituationen. Mitunter kann der Stress des Straßenverkehrs dazu führen, dass hitzige Momente entstehen, in denen Beleidigungen und unbedachte Äußerungen fallen oder wild gestikuliert wird. Wechselseitige Beschimpfungen zwischen Verkehrsteilnehmern oder sogar gegenüber Polizistinnen und Polizisten sind keine Seltenheit. Doch kann ein solches Verhalten tatsächlich rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen? Die Antwort ist eindeutig: Ja! Die Konsequenzen können strafrechtlicher, zivilrechtlicher und verwaltungsrechtlicher Natur sein und sollten keinesfalls unterschätzt werden. Beleidigungen und Beschimpfungen können strafbar sein, wenn sie in einer Weise erfolgen, in der sie für Dritte wahrnehmbar sind. Wer also aus dem offenen Autofenster heraus eine beleidigende Äußerung tätigt, die von mehreren Personen wahrgenommen werden kann (also nicht nur von Schimpfendem und Beschimpften), begeht eine strafbare Handlung, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten oder einer Geldstrafe bedroht ist – die finale Strafhöhe obliegt dem Richter. Sollte eine Drohung ausgesprochen werden, stellt dies sogar eine Straftat dar, die mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist, unabhängig davon, ob die Drohung für Dritte wahrnehmbar ist oder nicht. In der Praxis werden Drohungen regelmäßig angezeigt und auch tatsächlich verfolgt und bestraft. Genauso verhält es sich aber auch mit Gestiken oder Handzeichen. Es kann beispielsweise das Zeigen des Mittelfingers als Beleidigung angesehen und angezeigt werden – in der Praxis wird allein diese Gestik von der Staatsanwaltschaft wohl selten verfolgt werden. Beleidigt man allerdings einen Polizisten mit Gestiken, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer strafrechtlichen Anzeige kommt, höher. Bei Drohgebärden sieht die Situation allerdings schon anders aus und so können solche Gesten schnell dazu führen, dass man vor einem Strafrichter landet und auch verurteilt wird. Beleidigungen oder beleidigende/bedrohende Gestiken im Straßenverkehr können auch zivilrechtliche Folgen haben. Der Wird man straf- oder verwaltungsrechtlich aufgrund von Beleidigungen bestraft, werden die einzelnen Verurteilungen von den Behörden vorgemerkt und bei zukünftigen Rechtsverstößen erschwerend bei der Festlegung der Strafhöhe berücksichtigt. Zusammengefasst erstrecken sich die Rechte und Pflichten von Verkehrsteilnehmern also nicht nur auf die Einhaltung der Verkehrsregeln, sondern auch auf einen respektvollen Umgang miteinander. Man sollte sich bewusst sein, dass Worte im Straßenverkehr nicht nur Worte sind und auch Gesten und Handzeichen gravierende Folgen haben können. Sie können tief greifende rechtliche Konsequenzen haben, die je nach Schwere mit erheblichen Geldstrafen oder sogar Haftstrafen bestraft sein können, die sich durch entsprechendes Verhalten vermeiden lassen. Mag. Andrea Waldmann www.ra-waldmann.at Beleidigte hat die Möglichkeit, Schadensersatz zu fordern, sofern er nachweisen kann, dass er tatsächlich einen Schaden erlitten hat. Praktisch bedeutender ist jedoch, dass der Beleidigte gerichtlich die Unterlassung weiterer Beleidigungen fordern kann. Im Falle einer Verurteilung müsste der Beleidigende die Prozesskosten beider Parteien tragen, die mehrere tausend Euro betragen können, weil man in derartigen Prozessen meist verpflichtend durch einen Anwalt vertreten sein muss. Die zivilrechtlichen Folgen haben bei Beschimpfungen zwischen Privatpersonen die größte Bedeutung. Nicht zuletzt können Beleidigungen im Straßenverkehr auch verwaltungsrechtliche Folgen haben. Beleidigt man als Verkehrsteilnehmer eine Polizistin oder einen Polizisten, begeht man eine Verwaltungsübertretung, die je nach Bundesland mit Geldstrafen zwischen 200 Euro (Vorarlberg) und 2.000 Euro (Steiermark) geahndet wird (in Wien bis zu 700 Euro in NÖ bis zu 1.000 Euro). Auch hier verhält es sich so, dass die Beleidigung nicht nur durch Worte, sondern auch durch Handzeichen, Gestiken oder Verhaltensweisen erfolgen kann. Die Schwelle zur Beleidigung ist gegenüber Beamten niedrig und schnell erreicht, man sollte sich also insbesondere gegenüber Polizistinnen und Polizisten respektvoll verhalten und Emotionen möglichst außen vorlassen. Beleidigungen – egal ob durch Worte oder Gesten – werden von Beamten in der Regel tatsächlich zur Anzeige gebracht und hier ist mit einer Geldstrafe zu rechnen. BeleidiguNgeN im StraSSeNverkehr uNd ihre rechtlicheN KoNsequeNzeN law and order AM-ALL MOBILITY 10 AM

Serienmäßig mit Allradantrieb. Der neue Mitsubishi Outlander Symbolbild. Kraftstoffverbrauch 0,8 l/100 km, CO2-Emissionen 19 g/km (WLTP gewichtet kombiniert). *Bis zu 8 Jahren Garantie: 5 Jahre Werksgarantie bis 100.000 km, danach bis zu 3-mal je 1 Jahr Mitsubishi Anschlussgarantie (bis max. 160.000 km). 8 Jahre Herstellergarantie auf die Fahrbatterie bis 160.000 km. Gültig für Mitsubishi Outlander ab Erstzulassung 2025. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Stand 04/2025. * Jetzt Probefahrt vereinbaren! Einsteigen und entdecken.

KOMMENTAR AM-ALL MOBILITY 12 AM Da haben wir es also, das Sparpaket! Wer mag, kann es auch als Paradebeispiel für demokratische Gleichbehandlung betrachten – diesmal werden wirklich so gut wie alle zur Kasse gebeten. Außer denen, die es verschuldet haben, natürlich. Hat wirklich jemand geglaubt, wir müssten die Kohle, die während Corona verschleudert wurde, nicht wieder zurückzahlen? Der verantwortliche Finanzminister vielleicht. Nein, nicht der, der für sein Stillhalten über das tatsächliche Minus mit einem fett dotierten Job in Brüssel belohnt wurde. Sondern der davor, der angeblich keinen Laptop hatte. Und wohl auch wenig Ahnung von seinem Job oder vom Leben überhaupt. Sonst wäre ihm vielleicht klar gewesen, dass man derartig großzügige und aus Zeitmangel hingehudelte Subventionen absichern muss. Etwa mit einem Durchgriffsrecht auf das Vermögen von Gesellschaftern und Aktionären, sollte sich später herausstellen, dass Kurzarbeit- und Fixkosten-Zuschüsse vielleicht unberechtigt in Anspruch genommen wurden. Jetzt ist das Geld futsch, jede Menge Firmen seltsamerweise trotzdem pleite, und der Verantwortliche Ex-Minister inzwischen Manager in der Privatwirtschaft anstatt Zellennachbar von Karl-Heinz Grasser. Andererseits: Wäre Inkompetenz ein Delikt, würde fast jedes Regierungsmitglied der letzten fünf Jahrzehnte einsitzen. Die meisten davon sind uns nur nicht so teuer gekommen. Davon abgesehen ist die Verteilung der Belastungen diesmal relativ fair ausgefallen – was heißt: Die Autofahrer haben überraschenderweise nicht unverhältnismäßig mehr ausgefasst als alle anderen. Außer, dass man sich künftig vielleicht zwischen Familie und Pkw entscheiden muss – beides wird für viele eventuell bald schwer leistbar. Wer sich bisher mit Öko-Bewusstsein steuerfrei gehalten hat, ist jetzt auch angeschmiert. Die E-Auto Kaufprämie war einmal, die Steuerfreiheit der Stromer auch. Nur, wa- rum für die Berechnung ihrer motorbezogenen Versicherungssteuer eine Formel erdacht wurde, die selbst MathematikNobelpreisträger ratlos zurücklässt, weiß niemand. Ebenso wenig, wieso dafür absurderweise nicht die PS gelten, mit denen die Dinger angepriesen werden, sondern die diffuse, viel niedrigere Dauerleistung. Demnach könnte auch jeder Benziner oder Diesel mit einem Fünftel seiner Pferde bewertet werden – mehr ruft ja auch der im Dauerbetrieb nicht ab. Es hätte so einfach sein können: Maximal-PS x 0,75 als Ausgleich für den konstruktionsbedingten Gewichtsnachteil – damit wären kompakte City-Stromer ohne Mega-Batterie und -Leistung im Vorteil und die lächerlichen 800 PS-Monster mit ihren knapp drei Tonnen gerecht abgestraft. Plug In-Hybride werden ebenfalls mehr zur Kasse gebeten, auch hier mit einer neuen Formel auf Masterabschluss-Niveau. Das kann man gut finden, muss es aber nicht. Mittelfristig sind sie eine sinnvolle Lösung, die der Umwelt wesentlich mehr einbringt, als die elektrische Einheits-Lehre. Aber immerhin: Die NoVA ist Geschichte! Wenn auch leider nur die auf Nutzfahrzeuge. Was sofort die Nörgler auf den Plan ruft, dass damit aber auch die ultrabösen Pickups wieder billiger werden. Obwohl gerade die fast nur gewerblich angeschafft werden, weil es für die Kombination aus Ladefläche und 4WD halt manchmal keine Alternative gibt. Aber das einzugestehen würde ja ihre Rolle als Lieblings-Feindbilder demolieren. Man kann es halt bei aller Balance nicht allen recht machen. Stefan Pabeschitz BelastuNgs-BalaNce

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Diese vierte Generation ist schon seit 2022 in Japan und Nordamerika verfügbar und will an die alten Erfolge des Vorgängermodells anknüpfen, die in rund 10 Jahren über 200.000-mal verkauft werden konnte. Wenn man vor dem Fahrzeug steht, ist man überrascht das dieses Fahrzeug ein Mitsubishi ist. Wuchtige Front mit dem „Dynamic Shield", den hoch angeordneten Tagfahrlichtern sowie den darunter versteckten hochkant angeordneten adaptiven LED-Scheinwerfer, der bulligen Seitenansicht mit den großen 20 Zöllern und den ausladenden Kotflügeln. Auch innen überrascht der neue Outlander gänzlich. Der komplette Innenraum fühlt sich sehr hochwertig an. Großzügiger Einsatz von Leder am Armaturenbrett, in den Türen, dazu Chrom und Klavierlackapplikationen. Die Türen sind mit Elementen in Carbon-Oktik im Bereich Fensterheber verschönert. Vieles wirkt ein klein wenig konservativ, aber optisch sehr elegant und mit Knöpfen bedienbar. Ein Segen in der heutigen Zeit, wo die Hersteller gerne alles auf einen Bildschirm packen. Auch der angenehm in der Hand liegende Fahrwahlgriff und der Drehregler für den Fahrmodus tragen für das Wohlbefinden bei. In der Ausstattung Diamond ist alles an Bord, das man haben kann. Beheizbare Windschutzscheibe, 3-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Memory-Funktion und automatischer Absenkung beim Rückwärtsfahren. Große breite beheizte wie belüftete Sitze vorne mit Memory-Funktion und elektrischer wiederauferstehuNg MITSUBISHI OUTLANDER DIAMOND Mitsubishi hatte schon 2020 angekündigt sich vom europäischen Markt zurückzuziehen, aber startet dann um so überraschender mit neuen Modellen, wie dem Colt oder ASX auf Renault-Basis, wieder durch. Diesmal kommt auch das Flaggschiff der Marke, der Outlander, wieder retour, diesmal aber als waschechter Mitsubishi mit dem hauseigenen Plug-in Hybrid-System. Lendenwirbelstütze haben je nach Ausstattungsvariante eine eigene Steppung, auch in den Türverkleidungen. Hinten sind die Sitze in der „Diamond"-Ausstattung ebenfalls beheizbar. Das 12,3 Zoll große Kombiinstrument ist nun vollständig digital und liefert eine Menge an Informationen. Sämtliche Fahrhilfen, von Müdigkeitswarner über Kennzeichenerkennung, lassen sind mittels Lenkrad deaktivieren. Dazu ein Head-Up-Display welches allerdings nur die fahrzeugeigene Navigation anzeigen kann. Ein großes Panorama Glasschiebedach mit elektrischem Rollo und hochziehbare Sonnenblende in den hinteren Türen gibt es mit dazu, ebenso die elektrische Heckklappe. Das Raumangebot ist ausgezeichnet, das Kofferraumvolumen beträgt inzwischen mindestens 495 Liter. Das ultimative Highlight ist aber die aus 12 Lautsprechern bestehende Dynamic Sound System von Yamaha. Aufgewertet kann die Vollausstattung nur noch durch NEwS AM-ALL MOBILITY 14 AM

Jubiläumsangebote, die sprachlos machen! Mehr dazu auf hyundai.at/tucson-aktionen * Aktion / Preise (inkl. Hersteller- & Händlerbeteiligung) gültig für Neuwagenkaufverträge im Zeitraum 01.07. - 30.09.2025 inkl. Zulassung bis 19.12.2025, gültig nur bei gleichzeitigem Abschluss einer Leasingfinanzierung über Denzel Leasing GmbH sowie Versicherung über GARANTA Versicherung-AG Österreich. Angebot gültig für Privat- und Firmenkunden. Aktion / Preise beinhalten modellabhängig bis zu € 5.000,- Hyundai Superbonus bestehend aus bis zu € 4.200,- Finanzierungsbonus, € 800,- Versicherungsbonus. Versicherungsbonus gültig bei Abschluss eines Hyundai-Versicherungs-Vorteilssets bestehend aus KFZ-Haftpflicht, Kasko- und Insassenunfallversicherung, Mindestlaufzeit 36 Monate.TUCSON Jubilé (T5BJ1): Repräsentatives Beispiel für eine Leasingfinanzierung der Denzel Leasing GmbH gem. § 5 VKrG: Kaufpreis (Barzahlungspreis inkl. NoVA, MwSt. und aller jeweils gültigen Boni): € 28.990-, Anzahlung: € 8.696,99, Restwert: € 16.967,92, Bearbeitungsgebühr: € 250,- (mitfinanziert), Rechtsgeschäftsgebühr: € 190,18, Provision an Vermittler: € 144,97 (mitfinanziert), Laufzeit: 48 Monate, Laufleistung: 15.000 km p.a.,monatliche Rate: € 179,-, Sollzinssatz: 6,49 % p.a. variabel, effektiver Jahreszins: 7,64 % p.a., Gesamtleasingbetrag: € 20.293,01, Gesamtbetrag: € 34.447,28. TUCSON Verbrauch: 5,1 - 7,1 l/100km, CO2: 126 - 162 g/km, Kraftstoffverbrauch gewichtet: 1,0 – 1,4 l/100 km, CO2 gewichtet kombiniert: 21,8 - 30,2 g/km, Stromverbrauch: 18,2 - 19,4 kWh/100 km, rein elektrische Reichweite: bis zu 71 km (TUCSON PHEV 2WD). Alle Werte nach WLTP. Die Reichweiten und die Verbäuche können abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildung. Der TUCSON ist nun seit 20 Jahren ein SUV-Bestseller. Jetzt sorgt er für noch mehr Begeisterung bei allen SUV-Fans. Erleben Sie einzigartiges Design, smarte Technik, innovative Assistenzsysteme, modernste Konnektivität und TOP-Ausstattung bei unseren TUCSON Sonder- und Jubiläumsmodellen. Selbstverständlich zu einmaligen Geburtstagspreisen - denn: Wir lieben es, Sie sprachlos zu machen! € 5.000,- Hyundai Superbonus bei Finanzierung inkl. Versicherung bis zu * 20 Jahre TUCSON TUCSON GO! 3 Antriebe - 1 Preis! (Benzin, Hybrid, Plug-In) Jetzt schon ab € 33.990,-* oder ab € 199,-* monatlich TUCSON Jubilé Exklusiv zum Jubiläum mit € 4.000,- Ausstattungsvorteil! Jetzt schon ab € 28.990,-* oder ab € 179,-* monatlich JUBILÄUMSMODELL TUCSON 20th Anniversary Als Hybrid 2WD/4WD oder Plug-In 4WD mit € 2.330,- Ausstattungsvorteil! Jetzt schon ab € 41.990,-* oder ab € 289,-* monatlich TUCSON Plug-In Das günstigste Plug-In Hybrid SUV in seiner Klasse! Jetzt schon ab € 29.990,-* oder ab € 159,-* monatlich JUBILÄUMSMODELL SONDERMODELL ÖSTERREICHS GÜNSTIGSTER Unser TUCSON feiert Geburtstag - feiern Sie mit!

das optionale Luxury-Paket mit schwarzen Dachmittel, Inneneinrichtung mit braunen Semi-Anilin Leder dessen beiden vorderen Sitze über eine Massagefunktion verfügen. Gemeinschaftsarbeit Als Motorisierung gibt es nur das Plug-In Modell mit 306 System-PS und intelligenten Allradsystem. Das System und der Motor sind schon aus dem vorigen Modell bekannt, wurde aber weiterentwickelt und verfeinert. Dadurch leistet der Benzinmotor jetzt 136 PS und die beiden Elektromotoren vorne 116 PS und hinten 136 PS. Das Plug-In System ist grundsätzlich bekannt aus dem Vorgängermodell und wurde doch in einigen Punkten verbessert. So umfasst der Li-IonenAkku nun eine Kapazität von 22,7 kWh die eine elektrische Reichweite von 85 Kilometer nach WLTP und bis zu 135 km/h ermöglichen können. Im realen Stadt/Umlandverkehr mit Berge schafften wir 96 Kilometer. Mehr als offiziell angegeben. Unverändert sind die Fahrprogramme geblieben, den Akkustand jederzeit zu halten – Save – oder während der Fahrt aufzuladen – Charge. Unverändert leider auch die Lademöglichkeiten. Einphasiges AC-Laden geht mit 3,7 kWh und dauert rund 6,5 für ein Vollladen. DC-Schnellladen geht nur mit asiatischem Chademo-System das 40 kW Ladeleistung ermöglicht. Wir erreichten die 40 kW Ladeleistung und benötigten für die Ladung von 5 auf 80 % knapp über 30 Minuten. Die durchschnittliche Ladeleistung lag bei 29 kW. Neu hingegen ist allerdings, dass nun auch eine Wärmepumpe serienmäßig ist. Wie gehabt sind auch die Rekupartionspaddels am Lenkrad in 5 verschiedenen Stufen inklusive einem Segelmodus. Der neue One-Pedal Modus bremst den Outlander aber nicht bis zum Stillstand ab. Über den Drehschalter in der Mittelkonsole können 7 verschiedene Fahrprogramme, nach Fahrstil oder nach Straßenzustand, ausgewählt werden, die damit auch das intelligente Super-All Wheel Control-Allradsystem – S-AWC – mit Bergan-Bergabfahrhilfe und Anhängerstabilitätsprogramm steuern. Reiseführer Der Fahrkomfort und die Geräuschkulisse lassen sich mit dem Vorgängermodell nicht vergleichen. Der Outlander ist sehr gut gedämmt und vom Aufheulen des CVT-Getriebes bei Beschleunigung ist kaum mehr was zu hören. Im normalen Alltag ist der Motor so gut wie gar nicht mehr wahrnehmbar. Hier hat Mitsubishi ganze Arbeit geleistet. Nervig sind die obligatorisch vorgeschriebenen Assistenzsysteme, die sogar beim Blick auf Klimasteuerung schon mahnen wieder auf die Straße zu schauen. Der Notfall-Spurhalteassistent kann den Outlander nicht aktiv selber in Spur halten, er warnt lediglich optisch und mit vibrieren im Lenkrad, wenn man die Leitlinien überfährt. Auch der Geschwindigkeitsassistent ist übereifrig und meldet sich laufend mit Bimmeln zu Wort. Das Fahrverhalten ist ausDateNcheck Motor, Getriebe Antrieb Verbrenner R4 Allrad Antrieb Elektromotor 2 Synchronmotoren Hubraum L 2.360 Leistung Verbrenner PS/KW 136/100 Leistung E-Motor PS/KW 116/85 Leistung System PS/KW 306/225 Drehmoment System Nm 203/195 elektr. Getriebe CVT stufenlos Maße, Gewichte & Volumina L/B/H mm 4.719/1.897/1.750 Leer-/Gesamtgewicht kg 2.120/2.665 Ladevolumen L 495-1.404 Tankvolumen L 53 Akkukapazität brutto kWh 22,7 Werksangaben Spitze km/h 170 Spitze elektrisch km/h 135 Reichweite elektrisch km 85 Verbrauch L/100km 0,8 Verbrauch kWh/100km 25,5 CO2 g/km 19 Anhängelast kg 1.600 am Messwerte 0-100 km/h 7,9 Reichweite elektrisch km 95 Testverbrauch L/100km 5,2-10,1 Testverbrauch kWh/100km 20,4 Preis Basispreis € 61.990 Testwagenpreis € 62.990 NEwS AM-ALL MOBILITY 16 AM

gezeichnet. Wenn man die ganze Leistung via Power-Modus aufruft, ist man überrascht wie flott der Outlander nach vorne schieben kann. Das Fahrverhalten ist eher weich ausgelegt lässt aber überraschend viel Kurvendynamik zu. Abschlussurteil Mit dem Outlander PHEV bekommt man einen letzten echten eigenständig entwickelten Mitsubishi mit bewährter Technik. Neu ist allerdings die Qualität und der Komfort er einen geboten wird, der den ausgerufenen Preis rechtfertigt. Dazu gibt es noch eine Garantie bis zu 8 Jahren und 160.000km. Joachim Zanitzer NEwS AM-ALL MOBILITY

Das neueste Modell ist der Ghost Series II mit einem Basispreis von 327.845 Euro. Die Langversion ist ab 364.735 Euro zu haben, und die besonders sportliche Variante Black Badge mit zahlreichen schwarzen Elementen kostet ab 389.725 Euro. Mit seinen unzähligen Lackschichten wird dieses Schwarz zum schwärzesten Schwarz, dass es heute zu erwerben gibt. Wie alle anderen Rolls-Royce wird UXH der Ghost II in Goodwood per Hand gefertigt – mehrere hundert Arbeitsstunden werden benötigt. Imposante 5,55 Meter ist die Limousine lang, als LWB-Version mit langem Radstand werden nochmals 22 Zentimeter mehr geboten. Dieser Zuwachs kommt den Passagieren im Fond und ihrer Beinfreiheit zugute. Dabei ist der Ghost II, zumindest in der Normalvariante, ja eher etwas für Selbstfahrer. 12 Zylinder & mehr Mit zwölf Zylindern, zwei Turboladern, 571 PS, 850 Newtonmetern maximalem Drehmoment und permanentem Allradantrieb wird das Volant kurzerhand zur Chefsache erklärt, und der Chauffeur kann sich aufs Nobel & Nobler ROLLS-ROYCE GHOST II Kaum eine Automobilmarke ist so exklusiv, so extravagant, so geheimnisvoll wie die Manufaktur aus Goodwood, rund 100 Kilometer südwestlich von London gelegen. NEwS AM-ALL MOBILITY 18 AM

beim Einsteigen in den Luxustempel erfreuen wir uns an einem komfortablen Detail: An den schweren Türen. Die hinteren öffnen sich auch hier, wie beim großen Bruder Phantom, gegenläufig, sie werden per Knopfdruck elektrisch geöffnet und auch wieder verschlossen. Geradezu romantisch wirken die über 1.300 kleinen LED-Lämpchen, die als Sternenhimmel über unseren Auch die aktuellen Modellnamen Phantom, Ghost, Cullinan und Spectre können exzentrischer nicht sein. Jahrzehntelang wurden sogar erfolgreich die Pferdestärken von früheren Modellen wie Silver Shadow, Corniche, Camargue & Co. verheimlicht, lediglich ein „die Motorleistung ist stets ausreichend“ war die nichtssagende Antwort. Hochglanzpolieren der Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“ konzentrieren. „Emily“ sagen, warum auch immer, nur die unsere Lieblingsnachbarn zu der wohl schönsten Kühler- figur der Welt. Die Legende besagt, dass die britische High-Society-Lady Eleanor Velasco Thornton dem Bildhauer Charles Sykes Modell gestanden haben soll. Übrigens: Als Diebstahlschutz der bei bösen Menschen und Souvenirjägern äußerst beliebten „Spirit of Ecstasy“ verschwindet diese blitzschnell im Inneren des monumentalen Kühlergrills, sobald das Fahrzeug abgestellt oder an ihr unsanft gerüttelt wird. Wir starteten unsere gediegene Ausfahrt mit dem Ghost, der übrigens das bislang meistverkaufte Modell der Marke ist. Schon Spirit of Ecstasy - die wohl schönste Kühlerfigur der Welt. AM 19 NEwS AM-ALL MOBILITY

Köpfen funkeln, ab und zu entdeckt man auch eine vorbeischießende Sternschnuppe. Bei einem Rundgang durch die Fertigungshallen in Goodwood konnten wir uns persönlich von der 100-prozentigen Handarbeit überzeugen, auch bei diesen filigranen Ausstattungselementen. Antrieb & Fahrleistungen Zum Starten des gewaltigen Triebwerks wird links vom Lenkrad der Start-StoppKnopf gedrückt. Zur Gangwahl dient ein filigraner Hebel rechts hinter dem Volant. Pures Understatement ist der hier integrierte Low-Button, der den Sportmodus aktiviert. Hierbei wird nicht nur das Ansprechverhalten, sondern auch der Sound der doppelflutigen Auspuffanlage geschärft. Sanftes, nahezu lautloses Gleiten ist die ganz große Stärke des Ghost II, aber der Gasfuß bestimmt das Vorgehen und so kann man auch, ganz unvornehm, mit komplett heruntergedrücktem Gaspedal den Standard-Sprint von 0 auf 100 km/h in sportwagenmäßigen 4,8 Sekunden erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Erstaunlicherweise wirkt die 2,5-Tonnen schwere Limousine bei den zahlreichen Kurven der Provence, rund um das malerische Château La Coste, 20 Fahrminuten vor Aix-en-Provence gelegen, durchaus leichtfüßig, auch im engen Kreisverkehr zieht er sicher seine Bahn. NEwS AM-ALL MOBILITY 20 AM

Preise & Ausstattungen Unser Testwagen geht auf die halbe Million zu, wurde ganz offensichtlich üppig hochgerüstet. Ein Highlight für Freunde analoger Uhren ist der im Armaturenbrett skulptural aufgebaute Zeitmesser oberhalb einer kleinen Emily. Eine neue Außenfarbe, Mustique Blue Metallic, mit hauchzarten Glas- und Glimmerstückchen angereichert, ist benannt nach einer karibischen Privatinsel. Dieses Blau wirkt besonders edel, und das herrlich weiche Leder der Sitze verwöhnt auch die Fingerspitzen, passt dazu noch perfekt zur glänzenden Außenhaut. Ein einmaliger Hochgenuss ist es, Schuhe und Strümpfe auszuziehen und mit den nackten Füßen über die wahnsinnig flauschigen und hochflorigen Fußmatten aus feinster Lammwolle zu gleiten. Nicht nur Freunde von Baby-Schafen, sondern auch Eichhörnchen-Fans müssen jetzt stark sein und ihr Kopfkino besser nicht einschalten, denn in der Rolls-Royce-Manufaktur gibt es Mr. Mark Court. Sein äußerst spezieller Beruf ist der des Coachline-Painter: Ein hochqualifizierter Pinsel-Künstler, der per Hand meterlange und kerzengerade Linien von den vorderen Kotflügeln, dann oberhalb der Türgriffe bis nach hinten zieht. Mit seiner Hand führt er einen Pinsel aus Eichhörnchenborsten. Perfektion in jedem Detail. Karl Hartner Durchaus leichtfüßig, auch im engen Kreisverkehr zieht er sicher seine Bahn. AM 21 NEwS AM-ALL MOBILITY

Der neue Audi A6 Avant liefert jedenfalls jede Menge guter Argumente, sich mit einem Umstieg noch sehr viel Zeit zu lassen. Das beginnt bei der Form: Neben den beiden anderen Kombis, dem etwas kleineren A5 Avant und dem elektrischen A6 e-tron Avant, ist er das vielleicht am interessantesten gezeichnete Modell. Die Frontmaske ist größer als bei den Schwestermodellen, das Heck mit den zweigeteilten Rückleuchten wirkt deutlich futuristischer. Mit glatten fünf Metern ist er auch der längste unter ihnen, wenngleich er deutlich flacher ist als der elektrische A6, der ja im Fahrzeugboden seine Akkus unterzubringen hat. Konzept & Raum Das Konzept des klassisch angetriebenen A6 Avant spiegelt sich nicht nur in eleganten Proportionen, sondern auch in hervorragenden Platzverhältnissen wider. Bei einer Sitzprobe konnten wir uns davon überzeugen: Vorn und hinten ist reichlich Platz, das Raumgefühl profitiert übrigens besonders von dem 2.350 Euro teuren Panorama-Glasdach, das sich stufenweise von transparent auf opak umschalten lässt. Vor dem Fahrer spannt sich das bereits aus Q6 e-Tron, A5, Q5 und A6 e-Tron bekannte digitale Armaturenbrett auf. Wir finden, dass sich der A6 damit ein wenig unter Wert verkauft, zumal die Dekorleisten außerhalb des Sichtbereichs des Fahrers liegen. Ein wenig Differenzierung zwischen den Baureihen hätte jede von ihnen verdient. KiNg of BusiNess Class AUDI A6 AVANT Nach einer längeren Pause geht es bei Audi jetzt Schlag auf Schlag. Auf Q6 e-tron, A5, Q5 und A6 e-tron folgt jetzt der konventionell mit Otto- oder Dieselmotor angetriebene A6 Avant. Er ist der Liebling der Geschäftsreisenden, Langstreckenkönig und sportlicher Familien-Kombi der obersten Kategorie. Und er passt in eine Zeit der Neujustierung. Dass die Zukunft wirklich ausschließlich elektrisch ist, glauben immer weniger Kunden. NEwS AM-ALL MOBILITY 22 AM

Motoren & Reichweiten Unter der Fronthaube des neuen A6 Avant stecken optimierte Diesel- oder Ottomotoren; zum Marktstart gibt es wahlweise einen 2,0-Liter-Benziner mit 204 PS, einen gleich starken 2,0-Liter-Diesel und einen 3,0-Liter-V6-Benziner mit 367 PS. Den Diesel gibt es wahlweise mit Quattro-Allradantrieb, beim V6 ist er obligatorisch. Für die Kraftübertragung sorgen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Verbrauchsmeister ist der TDI, der mit seiner 48-Volt-Hybridisierung im offiziellen Zyklus 5,0 Liter pro 100 Kilometer konsumiert. In der Praxis könnte dieser Wert durchaus noch niedriger ausfallen. Eine Reichweite von über 1.200 Kilometern wäre damit möglich. Die reichhaltige Serienausstattung des A6 Avant lässt sich umfassend erweitern, unter anderem mit Luftfederung, nobler Echtleder-Ausstattung, Sportdifferential und weiteren technischen Schmankerln. Die Preise beginnen bei glatten 58.000 Euro. Es wird noch eine Reihe weiterer Varianten geben; wir rechnen unter anderem mit einem V6-Diesel sowie leistungsstarken S- und RS-Modellen. Der RS 6 Avant dürfte mit Breitbau-Karosserie und einem V6-Plug-in-Hybridantrieb auf den Markt kommen. Und es wird auch einen Allroad und eine klassische A6 Limousine geben. Gute Nachrichten also für Audianer, während sich die Konkurrenz von BMW und Mercedes-Benz warm anziehen darf. Margit Hartner AM 23 NEwS AM-ALL MOBILITY

Mitsubishi will den alten Modellnamen als Hinweis auf die familienfreundlichen Platzverhältnisse verstanden wissen will. Grandis leitet sich vom lateinischen Wort für groß und beeindruckend ab. Das für Europa in Kooperation mit dem Renault Symbioz entwickelte Modell wird gegen Jahresende bei den Händlern stehen. Stets elektrifiziert Als elektrifizierter Antrieb sind zwei Versionen im Programm. So gesehen ein Mild- und Vollhybrid. Das MHEV-System kombiniert einen bewährten Verbrennungsmotor mit einem riemengetriebenen Startergenerator und einer 12V-Lithium-Ionen-Batterie. Beim Verzögern und Bremsen wird Energie zurückgewonnen und zur elektrischen Unterstützung genutzt. Mit seinen Abmessungen – 4,41 Meter lang, 2 Meter breit und 1,58 Meter hoch – will man mit dem neuen Modell ein klares Signal in Richtung Familienfreundlichkeit setzen. Je nach Ausstattung stehen 17-Zoll Flex, 18-Zoll-Alu-Bi-Color-Felgen oder 19-Zoll-Alu-BiColor-Felgen zur Wahl. Die Karosserie-Farbpalette umfasst fünf Farben: So Steel Grau, Crystal Weiß, Royal Blau, Sunrise Rot und Onyx Schwarz. Innere Werte Im Innenraum treffen Funktionalität und hochwertige Materialien auf moderne Konnektivität. Die sorgfältige Detailverarbeitung und harmonische Farbgebung NEwS AM-ALL MOBILITY 24 AM

schaffen eine Atmosphäre von Ruhe und Geräumigkeit. Abhängig von der Ausstattungslinie – Inform, Invite, Intense oder Diamond – verfügen die Sitze über Heizfunktionen sowie hochwertige Stoff- oder synthetische Lederbezüge. Das optional erhältliche elektrochrome Panoramaglasdach lässt sich per Knopfdruck dimmen und vermittelt ein luftiges Raumgefühl. Digitalisierung & Konnektivität Der neue Grandis integriert moderne Konnektivität nahtlos in den Alltag. Mit Google BuiltIn und der Mitsubishi Motors Mobile App bietet er Zugriff auf zahlreiche Dienste und regelmäßige Over-the-Air-Updates, die das System auf dem neuesten Stand halten. Zentrales Element ist das 10,4-Zoll-Display. Eine intuitive Navigationsleiste sorgt für einfache Bedienung. Ergänzend stehen ein 7-Zoll- oder ein 10-Zoll-FahrerinfoDisplay zur Verfügung. Google Maps, Google Play und Google Assistant sind direkt eingebunden. Nutzer melden sich mit ihrem Google-Konto an – das Fahrzeug wird als neues Gerät erkannt – Lieblingsorte und Suchverläufe werden automatisch synchronisiert. Kabelloses Apple CarPlayTM und Android AutoTM sind ebenfalls verfügbar. Zusätzlich bietet das Harman Kardon Premium-Soundsystem mit 410 Watt Leistung ein audiophiles Erlebnis mit zehn Kanälen und mehreren Hörprofilen wie Studio, Konzert oder Immersion. Karl Hartner zukuNft Der japanische Hersteller bringt wieder einen neuen Grandis. Statt als Van wird er als kompaktes SUV über dem ASX auferstehen. MITSUBISHI GRANDIS jetzt AM 25 NEwS AM-ALL MOBILITY

KOMMENTAR AM-ALL MOBILITY 26 AM Wenn die Gedanken zerstreut sind, kann eine Partie Schach als Übersprungshandlung die Gehirnwindungen entknoten oder es finden sich unwillkürlich automobile Gemeinsamkeiten. Eine Strategie im Königsspiels ist von essenzieller Bedeutung, das sollte man auch bei der langfristigen Planung einer einheitlichen EU-Politik und jener der Autohersteller erwarten. Das ewige Hin und Her, schwächt Europa. So haben wir scheinbar nicht nur den technischen Anschluss verloren, sondern auch aggressiveren Mitbewerbern Tür und Tor geöffnet. Noch nie gab es so viele Konflikte und Kriege. Viel zum letzten Tropfen Öl in einem globalen Feuer fehlt nicht mehr. Das Feld der Interessensgruppen an einer Neuaufstellung der Vormachtstellungen ist groß. Im übertragenen Sinne spielen Russen Schach, Chinesen Majong und Amerikaner Poker. Gerne auch Monopoly, natürlich nicht mit dem eigenen Geld. Die EU besteht in der neuen primitiven Hackordnung des Stärkeren auf Spielregeln, fühlt sich im Leo und gibt den verlässlichen Spielverderber. Werden die Zeiten enger, geht die Bevölkerung gegeneinander vor. Da ist jeder Anlass nur Recht. Dann gibt es natürlich Menschen, die lehnen Schach ab, da das Pferd in der Form eines Hakenkreuzes springen kann und das keinesfalls ein Zufall ist. Lauscht man Trollen asozialer Medien, so sind Fahrer von Verbrennungsmotoren ja ohnehin Neandertaler oder Putinunterstützer. Dem Spielfeld entsprechend gibt es eben nur noch schwarz/weiß. Im ideologischen Denken gibt es nur Gleichgesinnte oder Feinde. Immer mehr Supercars in zweistelliger Millionenhöhe wandern direkt ohne mediale Fananteilnahme in die verborgene Garagen, Oldtimer erreichen ohnehin dreistellige Beträge. Es war immer eine ernste Warnung, wenn Besitztümer absurde Preise entwickeln und sich nur noch bei wenigen anhäufen. Wie beim Schach schicken auch die Machthaber das einfache Volk zuerst in die Schlacht. Dieses wird aber erst aufwachen, wenn Putzroboter, KI-Doktoren, Zusteller-Drohnen, Apps, Cyberservicelines ihnen auch den letzten Arbeitsplatz gekostet haben und sich die letzten Prozente des Vermögens bei wenigen Menschen konzentrieren. Dann aber, sind die geprellten Bauern in der Mehrzahl. Bis dahin füttern wir die künftigen globalen Cyber Oligarchen kräftig weiter, ganz im kurzfristigen Sinne der gleichgültigen stillen Zustimmung und Geiz ist geil-Mentalität. Schach als Charaktertest. Die Pandemie-Jahre wirkten in allen Bereichen wie Brandbeschleuniger. Eine merklich erhöhte Zunahme selbstbezogener Verkehrsübertretungen passt stimmig ins Bild als Spiegel der Gesellschaft. Die Spielweise eines Online-Schachgegners lässt bald durchblicken, welchen Fahrstil oder gar Marke dieser wohl hat. Greift jemand schnell an oder operiert er strategisch. Opfert er jede Figur oder beschützt er sie – fährt jemand vorausschauend oder wechselt er wie wild die Spuren, setzt jemand seinen Vorteil auf Kosten anderer durch oder überlässt er mal die Vorfahrt und gibt Rückendeckung. Gibt jemand auf beim ersten größeren Verlust auf oder kämpft er bis zum Schluss. Oft brechen einige das Spiel vor Beginn schon ab, wenn sie nicht Weiß zugelost bekommen. Man merkt relativ schnell, ob man es mit der Generation „Handschlag-Qualität und so schlimm kann es nicht sein – kommt Zeit, kommt Rat" oder der "Vollkasko-Gesellschaft, alles sofort und kostenlos und wo kein Schild – Alles Erlaubt"-Mentalität zu tun hat. Individuelle Mobilität, Privatsphäre oder Demokratie sind keine Grundrechte. Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur wach. Jetzt depressiv werden? Keinesfalls, besser das Leben als Spiel betrachten und aus jeder Erfahrung etwas lernen, immer vorwärts gehen und immer das Positive aus jeder Situation ziehen. Bernhard Reichel Schwarz-WeiSS-DeNkeN

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