automagazin 04 & 05/2024

P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 4&5/24 Euro 6,90 INKLUSIVE 920 PS &F1 SOUND LAMBORGHINI TEMERARIO Skoda Elroq Neuer E- Kompakt SUV Stromschlag für den Explorer Ford Explorer-e In 2 Minuten zum Camper Dacia Duster TCe 130 4x4 Audi Q5-2025 Mitsubishi Outlander 2025 Alfa Romeo Junior Toyota Motorsport & e-Mobilität spezial

volkswagen.at 1 Prognostizierte WLTP-Reichweite von 472 km für den ID. Buzz mit langem Radstand. WLTP-Richtwerte für Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen. Die tatsächliche elektrische Reichweite weicht in der Praxis u. a. abhängig von Fahrstil, Geschwindigkeit, Einsatz von Komfort-/Nebenverbrauchern, Außentemperatur, Anzahl Mitfahrer/Zuladung, Topografie und dem Alterungs- und Verschleißprozess der Batterie ab. 2 Erhalten Sie serienmäßig eine um 3 Jahre verlängerte Garantie im Anschluss an die 2-jährige Herstellergarantie, bei einer maximalen Gesamtlaufleistung von 100.000 km (je nachdem, welches Ereignis als Erstes eintritt). Über die weiteren Einzelheiten zur Garantie informiert Sie Ihr Volkswagen Nutzfahrzeuge Partner. Bei Aus- und Aufbauten nur gültig für werksseitigen Lieferumfang. Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 20,1 – 23,3; CO₂-Emission in g/km: kombiniert 0. Symbolfoto. Stand 08/2024. Der neue ID. Buzz mit langem Radstand – ab sofort bestellbar. Länger, flexibler, geräumiger. 6 Sitze Serie und bis zu 472 Kilometer1 Reichweite. Vorsteuerabzugsberechtigt für Unternehmer Mit 5 Jahren Garantie2

EIN AUTO IST ERST DANN SCHNELL GENUG, WENN MAN MORGENS DAVOR STEHT UND ANGST HAT, ES AUFZUSCHLIESSEN. WALTER RÖHRL BASALTSCHWARZ PEARL METALLIC PORSCHE 997 - 911 TURBO / 3,7 - 11,9 - 40,7 SEC 312 KMH ⁄ 3600 CCM ⁄ 6 CYL ⁄ 480 PS ⁄ 620-680 NM WWW.DIETER-HUBER.COM ⁄ ZWISCHENGAS_04

INHALT 10 14 48 40 News 06 Porsche 919 Snowcat Der Winter kommt 08 Audi 85-2025 Der Name bleibt 09 3,5 t Nutzfahrzeuge Toyota bringt Maxi - Transporter 10 Škoda Elroq Kompakt & vielseitig 12 VW Transporter Bulli-Parade neu 14 Nachhaltig & tierfrei Vegane Alternative zum Leder 12 E-Mobilitätsbranche Die Route wurde neu geordnet 58 Toyota Yaris Edition Trendy & More Roadbooks 26 Dacia Duster TCe 130 4x4 In 2 Minuten zum Camper 28 VW T-Cross TSI Youngster Touareg 29 Hyundai Santa Fe 1.6 PHEV Koloss mit Ecken und Kanten 30 VW Golf GTI Last Edition Survivor 31 Toyota Proace Verso City Der kleine Große im Alltagstest 32 Der Seat Ibiza 1.0 Klein mit großer Klappe 34 Lexus LBX Hybrid FWD Original Edition Kleiner geht‘s noch 2-Rad 68 Bosch bringt neue Assistenzsysteme ins 2-Rad 69 Velobrush Erste Fahrradwaschanlage im Test 70 2-Rad News 72 Ducati Hypermotard 698 Fun für Alltag und Rennstrecke Sport 64 Toyota Motorsport 2025 Zwei ungleiche Brüder Lifestyle 33 Swatch Lifestyle Swatch mit neuer Kollektion Technik 56 Elektroden aus Kohlenstoff Elektrolyse mit Meerwasser Reise 60 Friaul-Julisch Venetien Entschleunigen & schlemmen 73 Termintacho 73 Impressum 74 Rückstrahler 75 Vorschau New Mobility 36 Ferraris Zukunft Elektrisch – aber nicht nur 38 Praxistest Lotus Eletre S Sparen nein danke 40 Alfa Romeo junior E-Alfa gibt Gas 42 Ford Explorer-e Stromschlag für den Explorer 44 Lithium-mit grünem Strom Umwelt & Klima weitaus weniger belastet 45 Mitsubishi ASX 2024 Multikulti auf Rädern 46 BYD Seal U DMi Volle Kraft voraus 48 VW ID.BUZZ LWB Länger & stärker 52 Dacia Spring 2024 Licht und Schatten 54 Mitsubishi Outlander PHEV 2025 Flaggschiff mit Aha-Momenten Titelthema 18 Lamborghini Temerario 920 PS und F1-Sound inklusive ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 4

KOMMENTAR Sie warten noch ab, welche Technik für Ihr neues Auto die richtige ist? Das müssen Sie nicht. Früher war es einfach: „Diesel oder Benzin?“, lautete meist die erste Frage des Autoverkäufers. Als dann Hybride immer stärker Einzug in einzelne Modelle hielten, wurden die Beratungsgespräche in den Schauräumen oder an den Stammtischen schon intensiver. Und nun so viele Fragen auf einmal. Elektroauto – jetzt oder erst später? Vielleicht doch aufs Wasserstoffauto warten? Oder auf die synthetischen Kraftstoffe hoffen? Lassen wir die Fakten wirken. Auch wenn die Preise von Benzinern und Dieseln in den vergangenen Jahren gestiegen sind, weil die technische Ausstattung wegen der gesetzlichen Regeln immer wieder angepasst wurde – so sicher wie jetzt - wenngleich auch nervig wegen verschiedenster Piepstöne - waren diese Autos noch nie. Derzeit sind die Fahrzeuge wegen der Überproduktion - in Kombination mit schwächerer Nachfrage - auch wieder mit höheren Rabatten zu bekommen als noch vor ein, zwei Jahren. Das gilt auch für Elektroautos! Ausreden wegen fehlender Ladesäulen gibt es weniger – es gibt Wann, wenn nicht jetzt? deutlich mehr als man vielleicht glauben. Sie sind nur optisch nicht so präsent wie eine herkömmliche Tankstelle. Die Wasserstoffautos? Nun, Toyota und BMW haben Anfang September angekündigt, erste Modelle im Jahr 2028 anzubieten. Das mit der Brennstoffzelle können wir Normalverbraucher also eher vergessen. Und die synthetischen Treibstoffe ebenso. Die sind wahrscheinlich in den kommenden 10 Jahren so rar, dass sie maximal Rennautos und teure Sportwagen antreiben werden. Dazu kommt noch der ungewisse Preis. Das Resümee: Warten Sie nicht mit dem Neuwagenkauf. Lesen Sie Magazine wie dieses, das Sie in den Händen halten, lassen Sie sich im Autohaus Ihrer Wahl beraten. Und unterschreiben Sie! Günstiger wird’s so bald nimma! Heinz Müller Image by Anita from Pixabay ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 5

NEWS Porsche 919 Snowcat Der Winter kommt Ein Porsche 919-Rennauto als Schneeraupe? Das kuriose Gefährt war der Blickfang beim Car Design Event im Münchner Drivers & Business Club. Erste Reaktion: Das kann ja wohl nicht ernstgemeint sein. Und das ist es auch nicht. Denn das Exponat, erdacht von Ferdi Porsche, ist ein reines Spaßprojekt. Gezeichnet wurde es vom Designer Jeffrey Docherty, umgesetzt von den UE Studios nahe Ingolstadt. 6 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024

PORSCHE 919 SNOWCAT Es dürfte sich dabei um die sportlichste Pistenraupe der Welt handeln. Denn auf vier Gleisketten sitzt die Kohlefaser-Sandwich-Karosserie eines Porsche 919 Hybrid, des berühmten LMP1-Prototypen, der von 2014 bis 2017 zum Einsatz kam. Der Name - F.A.T. 919 Snowcat – nimmt bezug auf Ferdi Porsches Unternehmen F.A.T. International, mit dem er Events organisiert und eine Fashion-Linie aufgesetzt hat. Einst hieß so ein Logistik-Dienstleister, der in den 80er- und 90er-Jahren als Sponsor der 962erRennwagen aufgetreten war. F.A.T Snowcat bei F.A.T. Mankei Wenn die Power-Raupe nicht gerade einen Gastauftritt hat, wie jetzt vor dem Drivers & Business Club in München, steht sie vor dem F.A.T. Mankei, einer Gaststätte zwischen Fuschertörl und Hochtor an der Großglockner-Hochalpenstraße. Das Lokal gehört Ferdi Porsche und ist – so der Besitzer – als Ort für Gleichgesinnte gedacht, an dem man sich „über Autos, Architektur und Design unterhält und gutes Essen genießt“. Mankei, das ist übrigens die regionale Bezeichnung für das Murmeltier. Jürgen Uedelhoven, Chef der UE Studios mit Hauptsitz in Gaimersheim, berichtet mit leuchtenden Augen vom 919 Snowcat, einem seiner Lieblingsprojekte. Normalerweise baut er unter größter Geheimhaltung Concept Cars für die Autoindustrie, die auf den Automessen Einblicke in künftige Designstrategien und technologische Ansätze gewähren.Doch bisweilen sprengen die Projekte das Maß des üblichen. Dann entstehen bei UE Studios Produkte wie das Supernal-Fluggerät, das im Januar 2024 auf der CES in Las Vegas debütierte oder jenes Auto, das in Romeo Castelluccis Salzburger „Don Giovanni“ aus zehn Metern Höhe auf die Bühne fiel. Oder eben ein Le-MansRennauto mit Kettenfahrwerk. hak/aum „ Die wahrscheinlich mit Abstand schnellste Pistenraupe der Welt“ 7 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024

Mit dem Q5 bringt Audi eines seiner wichtigsten Modelle neu auf den Markt. Seit einiger Zeit wissen wir: Audi-Modelle mit einer ungeraden Ziffer sind Verbrenner, jene mit einer geraden Ziffer werden von einem Elektromotor angetrieben. So ist der neue A5 - also der bisherige A4 - mit Benzin- und Dieselmotor zu haben, der neue A6 hingegen nur noch als E-Fahrzeug , wobei Verbrenner-Fans nächstes Jahr auch einen A7 gereicht bekommen. Insofern hatte der Q5 Glück, dass er seit seiner Geburt „ungerade“ ist – und sich bisherige Besitzer nicht umgewöhnen müssen, wenn sie nun das neue Modell kaufen. Dieses wurde Anfang September, nur einen Tag nach der Weltpremiere, in Wien gezeigt. Erster Eindruck ohne dass wir fahren durften: Gut, dass Audi auf Experimente verzichtet, das SUV ist auf den ersten Blick als Q5 erkennbar. Maße & Dimensionen Fein, dass man dennoch optisch neue Akzente setzt – etwa mit den großen Löchern im hip gestylten Kühlergrill. Das Längenwachstum hält sich mit 34 Millimetern in Grenzen, in der Höhe ist der Q5 um eine knappe Handbreit auf 1,65 Meter gewachsen. Innen spielt’s Premium, was sonst! 11,9 Zoll ist das virtuelle Cockpit groß, dazu kommt das freistehende Touch Display für das MMI von 14,5 Zoll – und ein optionaler Bildschirm für den Beifahrer, dessen Inhalt den Fahrer nicht ablenkt - verspricht zumindest Audi. Vorläufig beschränkt man sich auf drei Motorisierungen: Der TFSI mit 204 PS kostet 60.450 Euro, als quattro sind es 2.500 Euro mehr. Wer lieber mit 204 PS dieselt - allerdings nur als quattro, muss 63.750 Euro bereithalten. Und der SQ5 mit seinen opulenten 367 PS stößt mit 79.500 Euro in ganz andere Regionen vor. Plug-in-Antriebe soll es beim Q5 ab 2025 geben. Wer seinen Q5 also jetzt bestellt, bekommt diesen im 1. Quartal 2025 geliefert. Thomas Beran, Chef von Audi in Österreich, ist optimistisch, dass sich der Q5 im kommenden Jahr positiv auf die Neuzulassungen auswirken wird. Heuer lag der Importeur nach 7 Monaten bei knapp 6,3 Prozent Marktanteil, im August waren es wegen der Werksferien und geringerer Auslieferungen 5,5 Prozent. Beran: „Die neuen Modelle sind eine schöne Zeit für Audi: Wir hatten einige Jahre, wo nicht so viele neue Produkte gekommen sind!“ hm NEWS Audi Q5 - 2025 Der Name bleibt Motorsystem Leistung in kW/PS Getriebe Antriebsart Verkaufsstart/Auslieferung 2.0 TFSI 150/204 7-Gang- S-tronic Front oder quattro September 2024/Q1 2025 2.0 TDI 150/204 7-Gang- S-tronic quattro September 2024/Q1 2025 SQ5 270/367 7-Gang- S-tronic quattro September 2024/Q1 2025 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 8

TOYOTA NFZ Nach dem Lieferwagen Proace City und dem Proace in der Ein-Tonner-Klasse bekommt Toyota nun mit dem Proace Maxi erstmals einen 3,5-Tonner aus der Kooperation mit Stellantis. Das Ladevolumen liegt bei bis zu 17 Kubikmetern, die vollelektrische Ausgaben des Transporters hat eine Normreichweite von bis zu 420 Kilometern. Kunden können beim Kastenwagen aus drei Längen und Höhen wählen. Er wird auch mit einer zweiten Sitzreihe verfügbar sein. Außerdem ist der Proace Max als Fahrgestell für vielfache Aufbauten, als Pritschenwagen und als Kipper erhältlich – jeweils als Einzel- oder Doppelkabine. Die beiden kleineren Baureihen erhalten – inklusive der Pkw-Varianten Proace Verso und Proace Verso City – ein neue, geradlinigere Frontpartie, ein modifiziertes Armaturenbrett und ein neu gestaltetes Lenkrad. Ausstattuntsabhängig gibt es unter anderem auch Voll-LED-Scheinwerfer, eine voll digitale Instrumentenanzeige sowie Infotainment- und Navigationssysteme mit Zehn-Zoll-Touchscreen und kabelloser Smartphone-Einbindung per Apple Carplay und Android Auto. Die Hochvoltbatterie der zweiten Generation vergrößert dabei die Reichweite auf bis zu 350 Kilometer. Auch beim Pick-up Hilux hat sich etwas getan: Er erhält ein 48-Volt-Mildhybridsystem. Die elektrische Unterstützung senkt den Kraftstoffverbrauch und verbessert das Ansprechverhalten und die Beschleunigung und Fahrverhalten. Nachdem im vergangenen Jahr bereits 119.000 leichte Nutzfahrzeuge in Europa abgesetzt worden sind, erwartet Toyota Professional für dieses Jahr einen neuen Verkaufsrekord. Erhältlich ist das wohl beliebteste Modell in der Größe L2 H3 – inklusive Verkleidung und Ladeboden – ab 44.400 Euro netto. Einstiegspreis für den Max liegt bei 36.700 Euro netto. 3,5 t Nutzfahrzeuge Toyota bringt Maxi - Transporter ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 9

Škoda bringt einen kleinen Bruder für den Enyaq. Der Name Elroq ist zwar kein Zungenbrecher bleibt aber exotisch wir die anderen Elektromodelle der Tschechen, ansonsten trifft der Elektro-SUV aber genau den Nerv der Zeit wie wir meinen. Die neue Designsprache Modern Solid, so der Hersteller will Robustheit, Funktionalität und Skoda typische Authentizität vermitteln gepaart mit einem Spirit von Sicherheit und Stärke. Dank seiner kompakten Abmessungen und dem kleinen Wendekreis eignet sich der batterieelektrische Elroq perfekt für Fahrten in der Stadt und OutdoorAbenteuer im Umland. Batterien und Antriebe Mit drei verschiedenen Batteriegrößen von 55 bis 82 kWh und einer Leistungsspanne von 125 kW bis 210 kW bietet er eine breite Auswahl an Antriebsoptionen. Die Version mit der größten Lithium-Ionen-Batterie erzielt eine Reichweite von mehr als 560 Kilometern im WLTP-Zyklus und erreicht 180 km/h Höchstgeschwindigkeit. Durch die optimierte Vorkonditionierung kann die Batterie an DC-Schnelladestationen in nur 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent ihrer maximalen Kapazität aufladen. Auch er basiert auf der MEB Plattform des Konzerns. Der Neuzugang im Segment der Kompakt-SUV ermöglicht so die Wahl zwischen mehreren effizienten Antriebsvarianten und steht als Elroq 50, 60, 85 und 85x zur Wahl. Die Modellbezeichnungen weisen auf die Kapazitäten der drei verfügbaren Lithium Ionen-Hochvoltbatterien hin. Er besitzt als Einstiegsversion eine Batteriekapazität von 55 kWh brutto, die eine Reichweite von rund 370 Kilometern ermöglicht. Der an der Hinterachse verbaute Elektromotor verknüpft eine Spitzenleistung von 125 kW mit einem maximalen Drehmoment von 310 Nm. Die Batterie des ebenfalls mit Heckantrieb ausgestatteten Elroq 60 liefert mit 63 kWh genug für mehr als 400 Kilometer Reichweite. Sein Elektromotor leistet bis zu 150 kW und liefert 310 Newtonmeter Drehmoment. Beide Versionen erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Modelle & Preise Je nach Batteriegröße und Motorleistung werden also Reichweiten von bis zu 560 Kilometern versprochen. Basismodell ist zunächst der Elroq 50 Tour mit 170 PS und einer Normreichweite von mehr als 370 Kilometern. Als Elroq 85, den es zur Markteinführung auch in einer speziell ausgestatteten First Edition gibt, leistet das neue Modell 286 PS. Die Preisliste startet hier bei 43.900 Euro. Markteinführung ist im ersten Quartal 2025. hak Škoda Elroq Kompakt & vielseitig NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 10

PRODUKTE Erleichterung für Werkstätten bei Wartung und Optimierung von Hochvoltbatterien in E-Fahrzeugen. Ein HV-Lader-Modul ermöglicht präzises Laden und Entladen einzelner Batteriemodule, um Spannungsabweichungen auszugleichen und die Batterieleistung zu maximieren. Zudem kann der Zellenausgleicher Spannungen optimieren und so die Leistungsfähigkeit der Batterie verbessern. Als drittes im Bunde der Dichtheitstester, welcher die Luftdichtheit des Batteriegehäuses und des Kühlsystems überprüft, um Leckagen zu erkennen und den sicheren Betrieb nach Reparaturen zu gewährleisten. Echtzeitdiagnosen und höchster Schutz für Anwender. Kult oder nicht Kult? „Kultautos – Klassiker der 90er Jahre“ lautet der Titel eines neuen Buches, bei dem allein schon die Vielzahl an Autos verwundert: Stolze 59 Marken mit mehr als 200 Modellen listet Autor Roland Löwisch auf. Eins macht das Sammelsurium aber auf jeden Fall deutlich. Die Neunziger waren ein spannendes und buntes Kapitel Autogeschichte. Und halt, wie lautet noch einmal der Untertitel: Klassiker der 90er Jahre. Darunter muss man ja nicht unbedingt Kultfahrzeuge verstehen, oder? „Kultautos – Klassiker der 90er Jahre“ von Roland Löwisch ist im Heel-Verlag erschienen. Das Buch hat 224 Seiten mit ca. 315 Abbildungen und kostet 14,99 Euro. Volkswagen Gavia 16“ 205/55 R16 91H Conti WinterContact TS870 Für Volkswagen Golf 8 € 1.640,– mit TopCard € 1.230,– Audi 5-Arm-Design 19“ Vorne: 235/55 R19 101T Hinten: 255/50 R19 103T Bridgestone Blizzak LM005 (+) AO Für Audi Q4 e-tron € 2.000,– Škoda Crystal 19“ Vorne: 235/55 R19 101T Hinten: 255/50 R19 103T Bridgestone Blizzak LM005 (+) Für Škoda Enyaq iV € 2.920,– mit TopCard € 2.190,– CUPRA Leon 19“ 235/35 R19 91W XL Conti WinterContact TS870 Für CUPRA Leon € 3.120,– mit TopCard € 2.340,– SEAT Enjoy 15“ 185/65 R15 88T Semperit Speed Grip 5 Für SEAT Ibiza € 1.020,– mit TopCard € 765,– Weitere Winterkompletträder finden Sie auf den jeweiligen Marken-Homepages. Unverb. empf., nicht kart. Richtpreise inkl. MwSt. pro Garnitur (1 Garnitur = 4 Räder) in Euro. Gültig bei teilnehmenden Service-Betrieben und solange der Vorrat reicht bzw. längstens bis 30.4.2025. Alle gezeigten Felgenangebote sind für die jeweils aktuellen Neuwagenmodelle. Bitte beachten Sie, dass sich durch Sonderausstattungen und Zubehör relevante Fahrzeugparameter, wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und sich dadurch abweichende Verbrauchswerte und CO2-Emissionen ergeben können. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Stand 09/2024. *Nur für ausgewählte Marken. Original Winterkompletträder für Volkswagen, Audi, SEAT, Škoda und CUPRA Mit TopCard 3+1 GRATIS* Wartung für Hochvoltbatterien

VW Transporter Bulli-Parade neu Volkswagen Nutzfahrzeuge enthüllte kürzlich den neuen Transporter. Mit der siebten Generation der gewerblichen Version ist das Bulli-Angebot nun wieder komplett. Den Transporter gibt es als Kastenwagen , Kastenwagen Plus, Kombi als reiner Personentransporter - sowie als Doppelkabine mit Pritschenaufbau und langem Radstand. Die Kombi- und Kastenwagen sind optional mit Hochdach und verlängertem Radstand erhältlich. Auch die neunsitzige Kleinbus-Variante Caravelle sowie eine Panamericana-Version mit Allrad sind im Angebot. Als Antriebe sind Verbrenner, Hybride und drei Elektro-Varianten vorgesehen. Damit biete VW „für jeden den richten Bulli“, sagt VWN-Chef Carsten Intra. Der Vorgänger T6.1 wird seit Ende Juni nicht mehr produziert und war seit langem ausverkauft. Der T7 bedeutet für VWN eine Zäsur. Erstmals seit vor 75 Jahren der erste Bulli vom Band lief, wird der VW Transporter nicht mehr in Hannover gebaut, sondern in einem Ford-Werk in der Türkei. Onlinehandel als Treiber Der Transporter ist vor allem für Handel, Handwerk und Gewerbe gedacht. Der wachsende Onlinehandel lässt die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen stetig steigen. Zunächst gehen die Kastenwagen-Varianten und der Kleinbus Caravelle ins Rennen. Das Modell mit offener Ladefläche soll folgen. Das Cockpit ist eine Mischung aus Touchscreen und richtigen Knöpfen für Klimaanlage und Radio. Diverse 12-Volt- und USB-Buchsen für Smartphones und Tablet-Computer stehen zur Verfügung. Beim Plug-in-Hybrid gibt es zusätzlich drei 230-Volt-Steckdosen für Werkzeuge. Das Ladevolumen des Transporters als Kastenwagen variiert je nach Radstand und Dachhöhe zwischen 5,8 und 9,0 Kubikmeter. Die maximale Zuladung erhöhte sich entsprechend um 130 Kilogramm auf bis zu 1,33 Tonnen. Auch die Anhängelast von 2,8 Tonnen ist nochmals 300 Kilogramm höher als beim Vorgänger. Beim Antrieb haben die Kunden die Wahl zwischen drei Turbodieselmotoren, einem Plug-in-Hybridantrieb - eHybrid und drei E-Antrieben. Die TDIMotoren leisten 110 PS, 150 PS und 170 PS. Der Top-TDI wird immer mit einer 8-Gang-Getriebeautomatik kombiniert, die für den 150-PS-TDI alternativ zum 6-Gang-Schaltgetriebe optional zur Verfügung steht. Außerdem können die TDI-Modelle ab 110 kW mit dem Allradantrieb 4Motion bestellt werden. PlugIn & eHybrid Eine Systemleistung von 232 PS kennzeichnet den mit einem Automatikgetriebe kombinierten Plug-in-Hybridantrieb - eHybrid. Mit 100 kW/136 PS, 218 PS und 286 PS gehen die e-Transporter und e-Caravelle an den Start. Die Kapazität ihrer Batterie beträgt 64 kWh. Die Preise hierzulande starten bei 47.744,- Euro. hak NEWS ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 12

Symbolfoto. Stand 21.08.2024. Alle angeg. Preise sind unverb., nicht kart. Richtpreise in Euro inkl. NoVA und 20% MwSt. Im genannten Preis wurde ein 4.000,– Euro Celebration-Bonus, 2.500,– Finanzierungs-, 1.000,– Versicherungs-, (bei Abschluss einer KASKO Versicherung) und 1.000,– Service-Bonus (bei Abschluss eines Service- oder Wartungsproduktes) berücksichtigt. Alle Boni gelten für Privatkunden mit Kaufvertrags-/Antragsdatum 01.07.2024 bis 31.10.2024. Verbrauch: 4,3–7,8 l/100 km. CO2-Emission: 112–178 g/km. skoda.at | facebook.com/skoda.at | youtube.com/skodaAT | instagram.com/skodaAT Der Octavia Combi schon ab 21.480,– Euro bei Finanzierung, Versicherung und Service über die Porsche Bank. Der neue Octavia: Groß, größer, großartig. Schon ab 21.480,–

NEWS Es war ein absolutes Novum im Automobildesign Mikrofaser im Wildleder-Look. Mit Sitzpolstern, Dachhimmeln und Armaturentafeln aus Alcantara setzten Nobelmarken wie Lancia und Maserati schon in den 80er-Jahren eigenständige Akzente. Damals setzten die meisten Premiumhersteller auf schwere Leder-Fauteuils, auch das längst aus Auto-Interieurs verschwundene Velours spielte noch eine wichtige Rolle. Alcantara präsentierte sich als moderne Variante, als perfektes Sinnbild italienischen Stils. Das Material trat seinen Siegeszug an. Viele weitere Hersteller kamen hinzu, vor allem Audi nutzte Look und Image der italienischen Marke, um auch im Interieur-Design seine Stellung als sportliche Alternative zu den etablierten Nobelmarken zu dokumentieren. Motorsport & Sitzmöbel Alcantara eroberte sich einen Platz im Motorsport, weil es ungemein griffig und damit für Lenkräder prädestiniert ist. Und auch wenn andere Lieferanten auf den Zug aufsprangen, gilt Alcantara als das Original unter den MikrofaserMaterialien. Die Marke ist einer der ganz wenigen Zulieferer, mit dem sich Automarken schmücken, anstatt sie zu verbergen – wie etwa Brembo oder auch Recaro.Die Erfolgsgeschichte von Alcantara begann im Möbel- und Modedesign, bevor es in der Automobilbranche angeboten wurde. Heute wird das Material in vielen Autos der Premiumklasse angeboten – zum Beispiel bei BMW, in den GSe-Spitzenmodellen von Opel, im neuen Alfa Romeo Tonale oder im Elektro-SUV Fisker Ocean. Die Studie der „Neuen Klasse“ von BMW ist umfangreich mit Alcantara ausgeschlagen. Alcantara & Echtleder Der Zulieferer profitiert vom Interesse an veganen und tierfreien Innenausstattungen, doch Firmenchef Andrea Boragno verkneift es sich, klassische Materialien schlechtzureden: „Alcantara passt auch mit Leder gut zusammen“, sagt er. Zum Beispiel bei Alpina, wo es mit dem hauseigenen „Lavalina“-Leder kombiniert wird. Innovative Materialkombinationen und Prägungen gehören zur Kernkompetenz von Alcantara. Bei einer Veranstaltung Nachhaltig & tierfrei Vegane Alternative zum Leder der Fachjury German Car of the Year konnten zahlreiche Exponate in Augenschein genommen werden.„Tierfrei“ reicht aber nicht: Die Anforderungen an umweltfreundliche Herstellung steigen weiter und in diesem Sinne hat Alcantara im Ferrari Purosangue eine neue Generation des Materials lanciert, die noch umweltschonender hergestellt wird. Seit mehr als 15 Jahren wird die Lieferkette umfassend überwacht, schon 2009 hat der TÜV Süd dem Hersteller Klimaneutralität attestiert. Ergodessen: Je elektrischer, autonomer und damit in ihren Eigenschaften gleichförmiger die automobile Flotte wird, desto wichtiger werden Luxus und Design im Interieur. Gute Voraussetzungen für Alcantara und andere Materialien, die als Alternative zu den üblichen Leder- und Flachgewebe- Bezügen auftreten. hak 14 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024

PRODUKTE Ethan James Green wurde als Fotograf für den Pirelli Kalender 2025 ausgewählt, was wohl eine Rückkehr zur Sinnlichkeit verspricht. Die Ankündigung wurde in einem kurzen Video auf den Social-Media-Kanälen von Green und Pirelli veröffentlicht, in dem Tonne Goodman, die Stylistin des Projekts, betonte: „Es geht nicht darum, was sie tragen werden, sondern was sie nicht tragen werden.“ Identität & Sexualität Die Aufnahmen fanden im Mai und Juni in den Florida Keys statt und werden im November in London präsentiert. Green, der in Michigan geboren und in New York ansässig ist, kennt man für seine intimen Porträts, die die Essenz seiner Motive einfangen. Seine Werke, darunter die Bildbände „Young New York“ und „Bombshell“, erforschen Identität und Sexualität auf innovative Weise. Zusätzlich zu seiner Arbeit als Fotograf gründete Green 2022 die New York Life Gallery. Seine Arbeiten fanden auch bereits ihren Platz in bedeutenden Publikationen wie Vogue, The New Yorker und Time und er arbeitete mit namhaften Modelabels wie Dior und Louis Vuitton. Der Kalender 2025 verspricht also ein weiteres bemerkenswertes Kapitel in Greens beeindruckender Karriere zu sein. Sinnlichkeit für 2025 *Gültig für die Modelle KONA Elektro,TUCSON Plug-In,SANTA FE Plug-In,gilt für Kaufverträge bis 20.12.2024.Bei diesem Angebot handelt es sich um ein freibleibendes Leasingangebot derArval Austria GmbH.Das Angebot basiert auf einer Laufleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr und 48 Monate Laufzeit. Änderungen bei Lauf- und Kilometerleistung und Zu- bzw. Abbuchung von Services haben Einfluss auf die monatliche Leasingrate. Angebot gültig für Privat- und Gewerbekunden. Positive Bonität vorausgesetzt. Limitierte Fahrzeuganzahl. Bitte beachten Sie, dass kein Anspruch auf die Verfügbarkeit der gezeigten Modelle besteht. Die fahrzeugspezifischen Werte basieren auf Informationen externer Datenlieferanten - Irrtum vorbehalten. Die gesetzliche Vertragsgebühr ist in der Operating Leasing Rate nicht enthalten und wird bei Neuverträgen gesondert zu Vertragsbeginn verrechnet. Die angegebene Leasingrate ist jeweils monatlich vorschüssig zur Zahlung fällig. Arval verrechnet keine gesonderte Bearbeitungsgebühr. Fixe Verzinsung während der Vertragsdauer. Die gezeigten Preise gelten für die aktuell gültigen Steuer- und Zinssätze. Etwaige Änderungen bei Steuer- und Zinssätzen können Auswirkungen auf die Leasingrate haben. Es gelten die AGB in der aktuellen Fassung und der zugrundeliegende Rahmenvertrag. Eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung sind verpflichtend abzuschließen. www.arval.at/kmu/agb. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildungen. Die elektrifizierten Hyundai SUVs gibt es jetzt prompt verfügbar im kalkulierbaren Operate Leasing. Keine Anzahlung, kein Restwertrisiko, fixe monatliche Rate - nach Ihren Bedürfnissen wählen und sofort losfahren. Mehr unter hyundai.at/e-suv SANTA FE Plug-In 4WD € 866,-* inkl. MwSt./mtl. € 722,-* exkl. MwSt./mtl. KONA Elektro GO! 65,4 kWh € 499,-* inkl. MwSt./mtl. € 416,-* exkl. MwSt./mtl. TUCSON GO! Plug-In 4WD € 695,-* inkl. MwSt./mtl. € 579,-* exkl. MwSt./mtl. Die neuen elektrifizierten SUVs im exklusiven Operate Leasing. Lucky you, you have a Hyundai. Keine Anzahlung. Kein Restwertrisiko.

RENAULT SYMBIOZ E-TECH FULL HYBRID 143 PS inkl. 4 Alu-Winterkompletträder2 € 28.990,–1 ab bei Finanzierung und Versicherung

Renault empfiehlt renault.at 1 Unverbindl. Kaufpreis inkl. USt., NoVA und Boni iHv. € 2.000,–, gültig für den Renault Symbioz für Privatkunden bei Kaufvertragsabschluss von 11.09.2024 bis 30.09.2024. Preis bezieht sich auf die Version Evolution und ist ab 11.09.2024 bestellbar. Aktionspreis beinhaltet Boni von Mobilize Financial Services (eine Marke der RCI Banque SA Niederlassung Österreich) mit folgenden Konditionen: Versicherungsbonus gültig bei Finanzierung (Mindestlaufzeit 24 Monate, Mindest-Finanzierungsbetrag 50 % vom Kaufpreis) über Mobilize Financial Services und bei Abschluss von Vollkasko- und Haftpflichtversicherung bei carplus (Wr. Städtische) – Mindestlaufzeit 36 Monate. Es gelten die Annahmerichtlinien der Versicherung. 2 Aktion 4 Alu-Winterkompletträder gilt für Privatkunden bei Kaufvertragsabschluss eines Renault Symbioz von 01.09.2024 bis 30.09.2024 oder solange der Vorrat reicht, nur in Kombination mit einem im Aktionszeitraum eingereichten und bei Auslieferung des ausgelobten Fahrzeugs abgeschlossenen Finanzierungsvertrags über Mobilize Financial Services (eine Marke der RCI Banque SA Niederlassung Österreich). Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto. Kombinierter Verbrauch: 4,9-4,7 l/100 km, CO2-Emission: 107-105 g/km, homologiert gemäß WLTP.

NEUVORSTELLUNG 18 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024

Lamborghini Temerario F1-Sound inklusive 920 PS liefert der Antrieb des Temerario an alle vier Räder. Damit soll der Sportwagen in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Erst bei 340 km/h ist beim Temerario Schluss. Mit dem Modell löst Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann sein Versprechen ein: „Jeder neue Lamborghini muss seine Vorgänger in puncto Leistung übertreffen und gleichzeitig im Hinblick auf die Emissionen nachhaltiger sein.“ Das Batteriepaket des Temerario kann entweder beim Bremsen, durch den V8-Motor oder auch extern mit bis zu 7 kW aufgeladen werden. Das drückt Verbrauch und CO2-Emissionen. Die genauen Werte stehen noch nicht endgültig fest. Hybridpalette & BEV Die Hybridisierung der Modellpalette ist damit abgeschlossen: „Wir sind die erste Luxusautomobilmarke, die eine komplett hybridisierte Baureihe anbietet“, so Winkelmann weiter. Neben den Hybriden plant Lamborghini nun auch ein Null-Emissions-Fahrzeug. Es soll eine weitere Baureihe als Zwei-plus-Zwei-Sitzer im Stil des ersten Lamborghini 350 GT aus den 60er Jahren sein und rein elektrisch angetrieben werden und 2030 auf den Markt kommen. Zunächst arbeiten die Elektromotoren des jüngsten Sportwagens aus Sant‘Agata Bolognese aber nur als Zusatz-Aggregate zum Verbrenner. Die haben es aber in sich: Der V8 dreht mit bis zu 10.000 Touren, was allein schon ein Klangerlebnis wie in der Formel 1 verspricht. Die Vibrationen des doppelt aufgeladenen Motors sollen zusätzlich zum Motorsound ein besonderes Fahrerlebnis bieten, verspricht Lamborghini-Chefentwickler Rouven Mohr. Auf Sound und Schwingungen legt man bei Lamborghini schon immer besonderen Wert. V8 mit drei E-Motoren Der Vorgänger des Temerario wurde noch von einem Zehnzylinder angetrieben, der ebenfalls seinen ganz eigenen Klang hatte. 4 Seite 22 Er wurde mit Spannung erwartet. Und die entlädt sich auch im Antrieb: Der Nachfolger des Lamborghini Huracán heißt Temerario. Das Einstiegsmodell der Marke besitzt neben einem Achtzylinder noch drei Elektromotoren, die für zusätzliche Leistung sorgen. Damit hat die Marke nach dem Urus und dem Revuelto auch seine dritte Baureihe elektrifiziert. ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 19

HI STORI E Ferruccio Lamborghini, 1916 geboren im Sternzeichen Stier, war ein Mann mit Ambitionen. 1949, im Alter von 33 Jahren, gründete er eine Traktorenfabrik; wenig später ein zweites Unternehmen, das Klimageräte herstellte. So richtig in Fahrt kam er dann im Jahr 1963: Denn da stieg Lamborghini in die Autoproduktion ein – und zwar in die Produktion besonders schneller und spektakulärer Autos. Es gibt die Legende, dass er mit seinem Ferrari unzufrieden war und deshalb bei Enzo Ferrari – sozusagen von Firmenboss zu Firmenboss – um ein Gespräch bat. Doch Ferrari ließ in abblitzen. Was Lamborghini erst verärgerte, dann jedoch dazu motivierte, der Welt und ganz besonders Enzo Ferrari zu zeigen, wie man richtige Sportwagen baut. Hier die prägnantesten Vorgänger. Der Lamborghini 350 GT von 1963 Konstrukteur des 350 GT stammte von Gian Paolo Dallara, der später Fahrgestelle und Monocoques für Formel Autos produzierte. Der 1963 vorgestellte 350 GT hatte einen 3,5-Liter-Zwölfzylindermotor mit vier obenliegenden Nockenwellen an. Die Leistung lag bei 280 PS, Vmax war mit 260 km/ angegeben und von 0 auf Tempo 100 beschleunigte er in 6,4 Sekunden. Designt wurde er von Franco Scaglione, die Karosse wurde bei Touring in Turin. Der Motor stammte von Gian Paolo Dallara, der später die Firma Dallara gründete. Insgesamt wurden 120 Exemplare des 350 GT gebaut. Der Lamborghini Miura von 1966 Designt von Marcello Gandini ist bis heute ein Mythos in der Autowelt Mit diesem Modell begann eigentlich erst die wirkliche Geschichte von Lamborghini mit einem Namen aus der Welt des Stierkampfs zu geben. Der Miura ist benannt nach Antonio Miura, der wiederum den Kampfstier Murciélago für seine Zucht einsetzte. Der Miura, designt von Gandini wurde damit zu einer Legende. Unvergesslich die Klappscheinwerfer und der quer eingebaute V12 Mittelmotor. Das erste Miura-Modell hatte 350 PS und schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 274 km/h an. Später gab es S-Versionen mit bis zu 385 PS und 296 km/h Spitze. 765 Exemplare wurden davon gebaut. Der Lamborghini Countach von 1974 Der Countach war in schweren Zeiten eine wichtige Säule bei Lamborghini und wurde auf Anhieb zum Symbol der Marke. Es war auf den ersten Blick unverkennbar und etablierte Lamborghinis Formgebung, die bis heute das Grundlayout ist. Sein Kampfjet Design begeisterte 1974 die Besucher vom Genfer Salon wo er präsentiert wurde. Lamborghini Silhouette von 1976 Die 1976 als Silhouette vorgestellte TargaVersion wurde lediglich 52 mal verkaut Der 1976 als Lamborghini Silhouette vorgestellte Targa entsprach nicht den Lamborghini Historie Einst & jetzt ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 20

LAMBORGHINI HISTORIE 1998 übernahm eine Audi Tochter das Unternehmen und hat die Produktionshallen von einfachen Fabrikshallen zu einer Energie autarken Produktionsstätte geformt. Seitdem bietet Lamborghini auch eine breitere Modellpalette und blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Vorstellungen des Klientel. Von 1976 bis 1979 entstanden lediglich 52 Exemplare. Die Fertigung von Urraco und Silhouette endete 1979 mit der Insolvenz Lamborghinis. Er verfügte über eine Motorleistung von 260 PS Der Lamborghini Diablo von 1990 Der Diablo startete mit Heckantrieb. Später kamen auch eim Allrad- und eine RoadsterModell. Der Nachfolger des Countach musste unbedingt wieder ein Supersportwagen sein. Merkmale war eine Karosserie aus Stahl, Leichtmetall und Karbon. Mit einem 5,7-Liter-V12-Motor mit einer Leistung von 492 PS bis zu 653 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Während der Wagen zunächst ausschließlich mit Heckantrieb verkauft wurde, kamen später auch Allradmodelle hinzu, ebenso eine Roadster-Variante. Insgesamt wurden in den 11 Jahren 2903 Exemplare gefertigt. Der Lamborghini von 2003 Der Gallardo war das wichtigste Modell beim Neustart der Markengeschichte Dieses Auto ist wohl nicht das Spektakulärste, dennoch aber eines der wichtigsten Modelle der bisherigen Markengeschichte. Denn mit dem Debüt 2003 hatte die Marke auch wieder ein Einstiegsmodell neben dem Murciélago. Er trat zu Beginn mit einem 5-Liter-V10Motor an, die Leistung lag bei 500 PS, ein Allradantrieb war serienmäßig und als Höchstgeschwindigkeit waren 309 km/h möglich. Noch wichtiger war allerdings der Preis mit rund 160.00 Euro im Vergleich dazu kostete der Murcielago damals schon 244.000 Euro. Vom Gallardo, der bis 2013 gefertigt wurde, entstanden insgesamt 14.022 Exemplare – so viele wie noch von keinem Lamborghini zuvor. ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 21

Die schiere Leistungsausbeute des Hochdrehzahlmotors sollen den Fans in aller Welt das kleinere Aggregat des Temerario schmackhaft machen. Das Vier-Liter-Aggregat hat eine spezifische Leistung von 200 PS pro Liter Hubraum, was allein schon ein beeindruckender Wert ist. Integriert in den Motorblock ist ein ölgekühlter Axialstrom-Elektromotor, der auch als Anlasser dient. Er füllt die Drehmomentlücken des Turbomotors und unterstützt das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieser Aggregatblock treibt die Hinterachse an. Die beiden weiteren ölgekühlten E-Maschinen treiben bei Bedarf die Vorderachse an, womit der Lamborghini Temerario zum automatisch zuschaltenden Allradler wird. Die Motoren bringen jeweils 15,5 kg auf die Waage. So entsteht ein Allradantrieb, der mittels Torque Vectoring das Drehmoment immer optimal an die vier Räder verteilt. Dennoch bleibt der Antrieb „heckbetont“, wie es heißt. Ein Drift-Modus hilft beim spektakulären Übersteuerten, dem Ausbrechen des Hecks, ohne dass es gefährlich wird. Eigengewicht & Gewichtsverteilung Die Batterie mit 3,8 kWh Energieinhalt ist im Mitteltunnel untergebracht, was für einen niedrigen Schwerpunkt des 1690 Kilogramm schweren Sportlers sorgt. Damit sich das Gewicht, anders als bei vielen Plug-in-Hybriden, in Grenzen hält, besteht der Rahmen des Autos aus Aluminiumprofilen. So kommen auf jedes PS nur 1,84 Kilogramm. Beim Huracan waren es noch 2,15 Kilogramm pro PS. Das markentypisch extrovertierte Auftreten des Lamborghini Temerario spricht weitgehend für sich. Auffällig ist jedoch die sechseckige Form der Tagfahr- und Rückleuchten, auch die Scheinwerfer sind deutlich breiter und flacher geformt als beim Vorgänger und schielen geradezu diabolisch aus der Alu-Karosserie. Außerdem ist die Heckschürze seitlich vom CarbonDiffusor dermaßen weit nach oben gezogen, dass die 325 mm breiten und 21 Zoll großen Bridgestones großflächig zum Vorschein kommen. Auch die beiden Endrohre sind auffällig weit oben auf einer horizontalen Linie mit den Rückleuchten positioniert. Mit kurzen Überhängen und nur 1,20 m Höhe rollt er mit gewohnter Silhouette vorbei, ist dabei jedoch mit 4,71 m fast 20 cm länger als sein Vorgänger der Huracán. Auch wenn die Preise des Temerario noch nicht feststehen, wird der technische Mehraufwand sicher einiges kosten. War der heckgetriebene Huracan zuletzt noch für 200.000 Euro zu haben, dürfte der Nachfolger einen großen Schritt Richtung 300.000 Euro gehen. hak „ Auf jedes PS kommen nur 1,84 Kilogramm“ Karl Hartner Herausgeber am – automagazin NEUVORSTELLUNG ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 22

LAMBORGHINI TEMERARIO Datencheck Motor V8 Biturbo – Hot-V 4,0 l Hubraum (ccm) 3995 Leistung (PS) 800 bei 1/min 9000–9750 /min Systemleistung (PS) 920 Max. Drehmoment (Nm) 730 bei 4000–7000 1/min Motormanagement Direkteinspritzung – Bosch Schmierung Trockensumpf Kraftübertragung 8 Gang Automatisiertes Schaltgetriebe Batterie Hybridsystem Lithium-Ionen-mit Pouch-Zellen 3 E-Motoren Generator P1-Elektromotoren Leistung E-Achse vorne (PS) 220 V-max (km/h) 343 0–100 Km/h (s) 2,7 Bremsweg 100–0 (m) 32 Chassis Vollaluminium Karrosereie Aluminium Räder vorne 255/35 ZR20 Reifen hinten 325/30 ZR21 Bremsanlage Carbon-Keramik-mit 10 Kolben Länge/Breite/Höhe (mm) 4.706 /1.996/1201 Eigengewicht (kg) 1.690 Leistungsgewicht (kg/PS) 1,84 Gewichtsverteilung vo/hi (%) 43,4 % – 56,6 ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 23

N E W SM O B I L I T Y Der in Kalifornien ansässige Hersteller von Elektrofahrzeugen Fisker meldete Insolvenz an und ist damit das fünfte Unternehmen in diesem Sektor – neben Lordstown, Proterra, Arrival und Arcimoto – das mit Konkurrenz, Produktionszyklen, regulatorischen Herausforderungen und veränderten Verbraucherpräferenzen nicht zurechtkommt. Die Probleme der Elektrofahrzeugbranche betreffen nicht nur neue Akteure, sondern auch die Säulen der Autoindustrie: Ford, General Motors und Stellantis. Alle drei Auto-Riesen haben in den letzten sechs Monaten aktiv ihre eigenen Prognosen gesenkt. Die Lage beim Verkauf von Elektroautos der Volkswagen-Gruppe (neben der gleichnamigen Marke produzieren sie Audi, Porsche, Skoda), Mercedes-Benz und der BMW-Gruppe ist uneindeutig. Hintergründe & Probleme Der Grund für die Insolvenzen der neuen US-Elektroautohersteller ist, dass sie versuchen, das Geschäftsmodell der Smartphone-Branche in ihrem Sektor umzusetzen, das bedeutet die Entwicklung der Technik und des Designs, während die Montage an Drittanbieter ausgelagert wird. Dieses Modell funktioniert jedoch im Automobilsektor nicht, da die Geschäftsmargen durch den Produktionszyklus und Skaleneffekte bestimmt werden. Tesla führt die Elektroautoindustrie genau deshalb an, weil das Unternehmen weltweit mehrere Fabriken besitzt. Wettbewerber, die sich als Teslas „Killer“ positionierten, konkurrieren in diesem Segment nicht mehr. Auch Autoindustrie-Akteure wie Rivian durchleben schwierige Zeiten, kämpfen jedoch weiterhin ums Überleben, indem sie eigene Produktionsanlagen entwickeln. Das Unternehmen hat eine strategische Vereinbarung mit Volkswagen getroffen, um ein Joint Venture zur Entwicklung von Software für seine Elektroautos zu gründen. Rivian plant, aus diesem Projekt in den nächsten Jahren fünf Milliarden Dollar zu beschaffen, um sein Finanzierungsdefizit zu decken. Die neuen Top 5 Der Sektor der Elektrofahrzeuge hat in den letzten zehn Jahren einen massiven Sprung gemacht, aber der Kampf um Marktanteile - eine der schwierigsten Phasen für jede neue Branche beginnt jetzt. Für einen Investor könnte dies eine der interessantesten Gelegenheiten sein, den neuen Branchenführer oder die Top-Fünf zu identifizieren. Vertreter der alten Garde – Ford, General Motors, Stellantis, Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW – haben enorme Erfahrung im Management von Produktionskapazitäten angesammelt. Dies gibt ihnen die Fähigkeit, Geschäftsmargen effektiver anzupassen als jüngere Unternehmen. Allerdings haben die Neulinge große technologische Vorteile, daher haben Tesla, Rivian, NIO, Li Auto, Xpeng und Zeekr gute Chancen, die alten schwerfälligen Unternehmen zu überholen, die sich nicht besonders erfolgreich an neue Trends angepasst haben. Wir hatten zwar nicht immer eine positive Meinung über Tesla. In den letzten zehn Jahren haben wir aber gesehen, wie ein neuer Akteur in einem der am stärksten konsolidierten Märkte auftauchte und den Spitzenplatz in seiner Nische einnahm. Dieser Erfolg wird vielleicht nicht von allen wiederholt. Aber wichtig ist die Fähigkeit, sich anzupassen und neue Geschäftsbedingungen zu akzeptieren. Den neuesten Nachrichten nach zu urteilen, hat Rivian begonnen, sich in diese Richtung zu bewegen. Solche strategischen Entscheidungen signalisieren die Flexibilität eines Unternehmens und die Fähigkeit, sich anzupassen. Es ist wichtig für Investoren, solche Signale zu erkennen, um den echten Tesla „Killer“ zu finden und profitabel in dieses Unternehmen zu investieren. E-Mobilitätsbranche Die Route wurde neu geordnet Kommentar von Timur Turlov, CEO und Gründer der Freedom Holding Corp. ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 24

Ford Explorer: Stromverbrauch: 13,9 – 17,9 kWh/100 km (kombiniert) | CO₂-Emissionen: 0 g/km (kombiniert) | Elektrische Reichweite: je nach Batterie bis zu 325–602km* (Prüfverfahren: WLTP) Der neue Ford Explorer® – mit bis zu 602km* Reichweite. Weit. Weiter. Explorer®. Symbolfoto | *Basierend auf einem voll aufgeladenen vollelektrischen Ford Explorer mit Extended Range ohne Optionen. Geschätzte Reichweite gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP). Es können bis zu 602km Reichweite (beabsichtigter Zielwert nach WLTP) bei voll aufgeladener Batterie erreicht werden – je nach vorhandener Serien- und Batterie-Konfiguration. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z.B. Wetterbedingungen, Fahrverhalten, Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter und Zustand der Lithium-Ionen-Batterie) variieren. 1) Unverbindlich empfohlener, nicht kartellierter Richtpreis inkl. NoVA und USt. für Privatkunden. Richtpreis beinhaltet bereits Importeursbeteiligung sowie €2.400,– Ford Credit Bonus und €576,– Versicherungsbonus. Leasing über Ford Credit (Ein Service der Santander Consumer Bank. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt), Abschluss eines Vorteilssets der Ford Auto-Versicherung (Versicherer: GARANTA Versicherungs-AG Österreich) vorausgesetzt sowie €2.400,– E-Mobilitätsbonus inkl. MwSt und €3.000,– Förderung seitens Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, weitere Details dazu finden Sie unter www.umweltfoerderung.at. E-Mobilitätsbonus gültig für E-PKW mit reinem Elektroantrieb (BEV). Freibleibendes unverbindliches Angebot, gültig bis auf Widerruf, vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem teilnehmenden Ford-Partner. Hier geht’s zur Probefahrt Jetzt ab € 35.590,– bei Leasing1 Jetzt Probefahrt buchen!

ROADBOOK Dacia Duster TCe 130 4x4 In 2 Minuten zum Camper Wenn die Reiselust ruft, steigt der „Homo Mobilus“ gerne in sein Wohnmobil und folgt seinem Ruf – vorausgesetzt die Finanzen ermöglichen es, ihm zu folgen. Da müsste es doch eine preiswertere Lösung geben, haben sich die Kreativen bei Dacia gedacht und eine Möglichkeit entwickelt, die nun auch den Duster in eine Kombination aus Alltags-Fahrzeug und Camper verwandelt. Das Ergebnis ist das „In Nature Sleep Pack“, mit dem die beiden Modelle nicht direkt zu einem Reisemobil mutieren, aber Übernachtungen zu zweit abseits der Infrastruktur durchaus ermöglichen. Der Einbausatz dafür kostet 1600 Euro und kann beim Händler bestellt werden. Im Heckabteil des neuen Duster wird dann eine so genannte 3-in1-Box montiert, die, wenn nicht benötigt, leicht ausgebaut werden kann. Nachdem die Rücksitze umgeklappt sind, lässt sich ein Doppelbett - 1,90 Meter lang und bis 1,35 Meter breit - in weniger als zwei Minuten aufbauen. Raum & Flexibilität Natürlich erreicht der so umgerüstete Duster nicht die Raumverhältnisse eines klassischen Reisemobils, und der Weg auf die Matratze verlangt eine gewisse körperliche Flexibilität, doch gleichzeitig können Camper an Stellen parken, die für Wohnmobile verboten sind. Und nach dem Rückbau der „Camping-Kiste“ übernimmt der Duster wieder seine Rolle als Familienauto. Seit 14 Jahren rollt er in der Dacia-Modellpalette als preiswertes SUV und hat sich seitdem rund 2,5 Millionen Mal weltweit verkauft. Auf einigen Märkten steht das Modell sogar als „Renault“ bei den Händlern. Die komplett neu entwickelte dritte Generation des Bestsellers rollte heuer auf den Markt und wie bisher gehört der Duster zu den preiswerten Vertretern seiner Art. Der Grundpreis unseres „Extreme“ Modells war mit 26.290 Euro ausgepreist, so dass er zusammen mit dem „Sleep Pack“ knapp 28.000 Euro kommt. Ausstattung & Helferlein Bei der neuen Modellgeneration wurde die Konnektivität gründlich überarbeitet und ermöglicht nun Updates aus der Ferne. Alle Varianten haben eine Klimaanlage an Bord, die von der Ausstattung Journey an als Automatik arbeitet. Bereits in der Basisvariante ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 26

ROADBOOK gehört ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer zur Ausstattung. Auch die Lichtautomatik ist bei allen Varianten Serie, und ein Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Einparkhilfe, ein Spurhalteassistent sowie Müdigkeitserkennung sind verfügbar. Um den Eingriff der verschiedenen Assistenten auszuschalten, kann der Duster-Fahrer entscheiden, welche elektronischen Helfer akzeptiert werden und die Einstellung über eine Taste speichern. Das Topmodell wäre die Variante mit Hybridantrieb, die die Technik aus dem Jogger nutzt. Dank der Plattform CMF-B wurde der Einsatz der Elektrifizierung möglich. Die Kombination von Elektro- und Verbrennerantrieb summiert sich auf 140 PS. Dazu verbündet sich der 94 PS (69 kW) leistende 1,6-Liter-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren – einem 42 PS starken E-Aggregat und einem Hochspannungs-Startergenerator. Der Kraftschluss erfolgt über ein nahtlos schaltendes kupplungsloses Multi-Mode-Automatikgetriebe. Die elektrische Energie speichert eine 1,2-kWh-Batterie. Dieses Zusammenspiel ermöglicht in der Stadt einen elektrischen Anteil von bis zu 80 Prozent. Dacia verspricht einen Normdurchschnittsverbrauch von fünf Litern. Nach einer ersten Runde über Landstraßen und Autobahn meldete der Computer 6,4 Liter. Das Hybridmodell kostet mindestens 25.850 Euro. Auch im Gelände zeigt der Duster seine robusten Qualitäten und unterstützt den Menschen hinter dem Lenkrad mit den Einstellungen der Terrain Control Auto, Snow, Mud/Sand und Off-Road. Bei Auto verteilt das Getriebe die Leistung automatisch auf die Vorder- und Hinterachse, bei Snow greifen ESP- und Antriebsschlupfeinstellungen schneller, und Mud/Sand ist für wechselndes Gelände gedacht. Zusätzlich unterstützt die Bergabfahrhilfe den Menschen hinter dem Lenkrad. Zusammen mit dem „In Nature Sleep Pack“ stehen dann dem Ausflug abseits der asphaltierten Straßen höchstens der Förster im Weg. hak „ Flexibilität und Wartung aus der Ferne“ Die 3 in 1 Box wird im Heck montiert Aufgeräumt und klar der Innenraum unseres TCe Modells. ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 27

Sollten Sie sich für einen der zahlreichen neuen kleinen SUV‘s interessieren, hier eine Probefahrt mit dem neuen VW T-Cross. Von den Abmessungen etwa PoloGröße, doch vom Fahren & Fühlen und den ersten Fahreindrücken eine Klasse höher. Umso mehr freut es uns auch, dass er bereits bei den Händlern steht und für Probefahrten zur Verfügung steht. Optisch aufgewertet mit neuer Front- und Heckpartie, neuen LED-Scheinwerfern und ebensolchen Heckleuchten. Optional sogar mit 18-Zoll-Räder, die wahrscheinlich den einen oder andren Liter mehr an Benzin verursachen, aber im Zusammenspiel mit der von uns gefahrenen Style Version noch einen Tikk schicker aussehen würden und dem T-Cross einmal mehr einen ganz anderen Stand auf der Straße geben. Innen & außen Komplett neu ist auch die Armaturentafel im Inneren des Youngsters. Egal bei welcher Ausstattung, der Fahrer entnimmt die Fahrdaten immer einer gut ablesbaren und übersichtlichen Digitalanzeige. Das Zentraldisplay, mit neuer ansprechender Grafik ist aus dem Dashboard nach oben gewandert und steht jetzt frei. Ein Kritikpunkt beim Vorgänger waren die im Innenraum verwendeten Materialien. Hier hat man auch deutlich nachgebessert. Soft gepolstert und weit weg von asiatischen Plastik-Look. Was gibt es sonst noch? Ist der T-Cross geblieben, was er war? Ganz klar ja: ein geräumiges und vielseitiges Kompakt-SUV, das fünf Personen Platz bietet und über ein Kofferraumvolumen von 385 bis 1281 Liter verfügt womit auch Sportgeräte oder Übergepäck Platz finden, wurde auch die maximale Stützlast von 55 auf 75 Kilogramm für Radträger oder ähnliches erhöht. Motorisierung & Messdaten Die von uns gefahrene Motorisierung 1.0 TSI mit 115 PS hatte auch mit der 1,3 Tonnen schweren Karosse keine Probleme und ist auf keinem Fall untermotorisiert. Kombiniert mit dem 7-Gang-DSG verteilt das 200 Newtonmeter Drehmoment sportlich an die Vorderräder und beschleunigt die Fuhre auf Wunsch in etwas mehr als 10 Sekunden auf Tempo 100. Wer will, wird bis zu 192 km/h schnell und wer es lässt, freut sich über einen geringen Youngster Touareg VW T-Cross TSI ROADBOOK Datencheck Motor, Antrieb 3-Zyl.-Benziner, 999 ccm, 110 kW / 150 PS, max. Drehmoment 200 Nm bei 2.000-3500 U/min, Frontantrieb, 7-Gang-DSG Maße, Gewichte, Ladevolumen LxBxH (mm) 4.236 x 1.890 x 1.584 Leergew./Zuladung (kg) 1.279/585 Ladevolumen (l) 455 - 1290 Tankinhalt (l) 50 Beschleunigung, Spitze, Elastizität 0-100 km/h (s) 10,7 Spitze (km/h) 192 60-100 km/h (s) 5,9 80-120 km/h (s) 7,1 Verbrauch (l/100 km) Normverbrauch WLTP (l/100 km) 5,2 Testverbrauch (l/100km) 5,2 – 6,7 CO2-Emission WLTP (g/km) 119 Preis ab € 35.114 Testwagenpreis € 38.189 Plus: Design, Platz, Fahrverhalten Minus: stolzer Grundpreis Durst von 5,2 Litern. Flotte Fahrweise quittiert er mit bis zu 6,7 Litern. Fazit: Mit neuer Optik und besseren Materialien im Innenraum wird der T-Cross wohl weiterhin ein Liebling der Nation werden. Einziger Stolperstein könnte lediglich der Einstiegspreis von 35.114 Euro sein. hak ALL MOBILITY – automagazin.at 04|2024 28

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2NDc=