P.b.b GZ02Z034771 M Ausgabe 5/23 Euro 5,50 Hyundai Kona II VW ID3 Facelift Škoda Enyaq Coupé RS iV Ford Super Van 4 Seat MO 125 Performance Championsleague GT Im Interview Lotus Emeya Wayne Griffiths Sport Quattro S1 anno 2023 ELEGEND EL1 E-MOBILITY EXTRA
Grenzenlose Möglichkeiten. Der neue Hyundai KONA. Live unlimited. Erfahren Sie mehr auf hyundai.at/modelle KONA Elektro jetzt erhältlich! Der Hyundai KONA präsentiert seine SUV-Revolution in der 2. Generation! Der brandneue KONA Elektro ermöglicht es Ihnen, mit bis zu 514 km elektrischer Reichweite, grenzenlos zu leben. Zusammen mit den zwei weiteren verfügbaren Antrieben Benzin und Hybrid bieten die KONA Modelle verbesserte Aerodynamik, mehr Ausstattung, mehr Reichweite und noch mehr Sicherheit. Machen Sie sich bereit für ein grenzenloses Leben mit den neuen KONA Modellen. Hyundai ist auf dem Weg zur CO2 Neutralität bis 2045 - bei den Produkten und in der Produktion. KONA N Line schon ab € 35.190,-* KONA Hybrid schon ab € 30.790,-* KONA Elektro schon ab € 38.490,-** KONA Benzin schon ab € 26.790,-* auch als 4 WD erhältlich KONA Smart Line (K3BS0), KONA Hybrid Smart Line (K3HS0), KONA N-Line (K3BL0) und KONA Elektro Smart Line (K4ES0). Alle Preise und Aktionen sind unverbindlich empfohlene, nicht kartellierte Richtpreise inkl. NoVA u. MwSt. Gültig nur für Privatkunden. * Aktionen / Preise beinhalten bis zu € 4.200,- Hyundai-Preisvorteil bestehend aus bis zu € 2.700,- Hyundai-Bonus, € 1.000,- Finanzierungs- und € 500,- Ver- sicherungsbonus. ** Aktion / Preis beinhaltet bis zu € 6.500,- Hyundai-Preisvorteil bestehend aus bis zu € 2.600,- Hyundai-Bonus, € 2.400,- E-Mobilitätsförderung des Herstellers, € 1.000,- Finanzierungs- und € 500,- Versicherungsbonus. Finanzierungsbonus gültig bei Finanzierung über die Denzel Leasing GmbH. Repräsentatives Beispiel für eine Leasingfinanzierung der Denzel Leasing GmbH: KONA Smart Line (K3BS0): Kaufpreis (Aktionspreis inkl. NoVA, MwSt und aller jeweils gültigen Boni): € 26.790,-, Anzahlung: € 8.037,-, Restwert: € 14.088,49, Bearbeitungsgebühr: € 267,90 (mitfinanziert), Bonitätsprüfungsgebühr: € 99,-, Laufzeit: 48 Monate, monatliche Rate: € 199,-, Sollzinssatz: 6,99% p.a. variabel, effektiver Jahreszins: 8,27% p.a., Rechtsgeschäftsgebühr: € 194,57, Gesamtfinanzierungsbetrag: € 19.020,90, Gesamtbetrag: € 31.970,81. Versicherungsbonus gültig bei Abschluss eines Hyundai-Versicherungs-Vorteilsets über GARANTA Versicherung-AG Österreich, bestehend aus KFZ-Haftpflicht-, Kasko- und Insassenunfallversicherung, Mindestlaufzeit 36 Monate. Aktionen / Preise gültig für Kaufverträge inkl. Zulassung vom 18.09. bis 30.12.2023 solange der Vorrat reicht bzw. bis auf Widerruf, bei allen teilnehmenden Hyundai-Partnern, inkl. Hersteller- und Händlerbeteiligung. KONA Benzin: CO2: 128 – 162 g/km, Verbrauch: 5,7 – 7,1 l/100 km, KONA Hybrid: CO2: 103 – 108 g/km, Verbrauch: 4,5 – 4,8 l/100 km, KONA Elektro: Stromverbrauch: 14,6 – 16,6 kWh / 100 km, elektrische Reichweite: bis zu 514 km. Alle Werte nach WLTP. Die Reichweiten und Verbräuche können abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. 1 Die Hyundai 5 Jahres-Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai-Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2 Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km Laufleistung, je nachdem was früher eintritt. Symbolabbildungen. Satz- und Druckfehler vorbehalten.
EDI TORIAL INHALT Keine einseitige Ausrichtung auf E-Autos Nur allein mit Elektromobilität werden wir dem Klimaschutz nicht gerecht“, sagte Ralf Diemer, Geschäftsführer der e-Fuel-Alliance, einer Interessengemeinschaft, die sich für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien einsetzt. Auch künftig werden sich nicht alle Menschen ein Elektroauto leisten können oder wollen, meint Diemer. Außerdem zeige der Ukraine-Krieg, dass die Fixierung auf eine einzige Option zu gefährlichen Abhängigkeiten führen könne, wenn das Wirtschaftssystem ins Wanken gerät. Diemer ist sicher, dass die Anrechnung von CO2-Emissionseinsparungen durch erneuerbare Kraftstoffe auf die EU-Flottenziele zu einem Mix klimafreundlicher Technologien führen wird. Das werde die europäischen Elektrifizierungsbemühungen ergänzen, die Dekarbonisierung des Verkehrs beschleunigen und gleichzeitig die Mobilität für alle erschwinglich halten, erläuterte er. Da e-Fuels anfangs nur in geringen Mengen konventionellen Kraftstoffen beigemischt werden, wird der Preis an der Tankstelle nur geringfügig steigen. So würde eine Beimischung von fünf Prozent e-Fuels den Kraftstoffpreis gerade mal um sieben Cent pro Liter erhöhen. Allianz drängt auf Fokussierung Die derzeitige EU-Verordnung über CO2-Normen für Pkw und Transporter beschränkt nach Meinung der e-Fuel- Alliance durch die ausschließliche Fokussierung auf die Auspuffemissionen die Optionen für die Kunden unnötig. Sie ignoriert den Beitrag, den erneuerbare Kraftstoffe in effizienten Verbrennungsmotoren oder Plug in-Hybriden leisten können. Emissionen, die in früheren oder späteren Phasen des Lebenszyklus eines Fahrzeugs entstehen, etwa bei der Herstellung des Fahrzeugs oder bei der Erzeugung und Bereitstellung des Betriebsstroms, werden mit der aktuellen Regulierungslogik nicht berücksichtigt. Der europäische Strommix ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig. Dennoch gilt ein E-Auto, das mit überwiegend aus fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom aufgeladen wird, nach der derzeitigen Verordnung immer als Null-Emissions-Fahrzeug. Dagegen wird ein Fahrzeug, dass mit e-Fuels betrieben wird, immer als fossiles Fahrzeug angesehen. „Das ergibt keinen Sinn und sollte vom EU-Parlament korrigiert werden“, fordert die eFuel-Alliance. Karl Hartner News 04 Elegend EL1 Sport Quattro S1 anno 2023 06 Sportwagen MG Cyberster Sportlicher Ehrgeiz Interview 08 Wayne Griffiths Projekt für ein elektrisches Stadtauto New Mobility 12 Hyundai Kona II Elektro geht vor Verbrenner 14 Emotionen & Adrenalin Cupra Performance Days 2023 16 STARD Technologie aus Österreich Ford Super Van 4 für Pikes Peak 20 Lotus Emeya Championsleague GT 30 Škoda Enyaq Coupé RS iV Kraft-Stromer 34 VW ID.3 Facelift Der Nächste bitte Roadbook 22 Fiat 500e Cabrio La Prima Strom macht dick 24 Subaru Solterra vs. Toyota bZ4X Brüderlein fein 2-Rad 32 Dauertest Mo 125 Performance Flott auf 2 Räder Service 38 Batterierecycling Mega-Business alte Akkus Das Prinzip der Herstellung von e-Fuels 34 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 3
NEWS Elegend EL1 Elegend aus Beilngries hat für das nächste Jahr den Bau von 30 handgefertigten EL1 angekündigt. Der 4,16 Meter kurze Elektro-Supersportwagen lehnt sich optisch und von den Proportionen her bewusst am Audi Sport Quattro S1 aus den 1980er-Jahren an. Das Monocoque besteht aus Carbon, die Subframes aus Aluminium. Gegenüber der vor zwei Jahren präsentierten Studie wurde beim jetzt vorgestellten Prototyp das Design verfeinert. So gibt es neu entwickelte Griffmulden und aus Gründen der Zulassung in den USA auch Außenspiegel. Weiterhin lassen sich die beiden Seitentüren des Zweisitzers weit öffnen, ebenso wie die Heckklappe mit der integrierten C-Säule. Designerisch sticht das Glasdach in Form eines strömungsförmigen NACALufteinlasses hervor. Mit an Bord sind Klimaanlage, Rückfahrkamera und Parksensoren sowie Hartschalensitze. Einzelne Elemente des Interieurs sind aus Sichtcarbon. Motoren, Leistung & Reichweite Zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von bis zu 600 kW/816 PS übertragen die Kraft auf alle vier Räder. Von null auf 100 km/h sprintet der EL1 in rund 2,8 Sekunden, bis 200 km/h vergehen nach dem Start 7,5 Sekunden. Zum Marktstart plant Elegend eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Das Fahrwerk ist dabei dreistufig einstellbar. Die Batterie hat eine Nettokapazität von 80 kWh. Als Reichweite gibt die bayerische Manufaktur knapp 400 Kilometer an und verspricht, dass sich mit einer Akkuladung „zwei heiße Runden auf der Nürburgring-Nordschleife im Renntempo“ ohne Leistungsverlust zurücklegen lassen. Der Preis für einen Elegend EL1 beträgt 890.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Wenn alles gut geht, kann sich die Firma vorstellen, noch zwei weitere Automobilikonen desselben Baumusters im modernen Coachbuilding zu entwerfen – ebenfalls mit einer Limitierung auf 30 Fahrzeuge. aum Sport Quattro S1 anno 2023 4 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Datencheck Motor, Antrieb Front Single-E-Motor Heck Single-E-Motor Leistung 600 kW/816 PS Front 1 x 150 kW Heck 1 x 450 kW KRAFT Front 500 Nm Heck 1.100 Nm Getriebe 1-Gang-Sperrdifferential vorne und hinten Kraftübertragung Allrad max. Batteriekapazität 80 kWh Ladeleistung 22 kW Onboard-Lader DC-Schnelllader 200 kW Fahrwerk Doppelquerlenkerachse 3-fach Bremsen 360 mm Scheiben 4-Kolben-Bremssattel Räder/Reifgen Front 285/30 R19 Räder/Reifen Heck 305/30 R20 Vmax 300 km/h 0-100 km/h 2,8 s 0-200 km/h 7,5 s Reichweite (WLTP) 400 km Verbrauch 21 kW/h Karosserie Vollcarbon-Monocoque L/B/H 4.155 / 1.910 / 1.270 mm Radstand 2.445 mm Gewicht 1.790 kg Gewichtsverteilung 47 / 53 % Leistungsgewicht 2,19 kg/PS Preis ohne Mwst € 890.000 ELEGEND EL1 „Einzelne Elemente des Interieurs sind aus Sichtcarbon“ 5 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
NEWS Sportwagen MG Cyberster Sportlicher Ehrgeiz Mit der vollelektrischen Sportwagenstudie Cyberster will MG eine Brücke zwischen der traditionellen Vergangenheit und der Gegenwart schlagen. Mit dem MG Cyberster möchte man an die MG Roadster-Vergangenheit erinnern und gleichzeitig die Möglichkeiten eines zukünftigen sportlichen Modells ausloten. 2024 ist die Gründung der traditionsreichen britischen Automarke MG, die Buchstaben stehen übrigens für Morris Garages, genau 100 Jahre her. Dieses Jubiläum nahm man schon jetzt zum Anlass, um das Zusammenspiel zwischen der ursprünglichen Marke MG und der neuen Generation darzustellen. Erste Blicke auf den Roadster Der MG Cyberster wurde vom globalen MG-Designteam entworfen. Die ersten Skizzen lassen bereits deutlich erkennen, wohin die Reise gehen soll. Nämlich in Richtung einer klassischen Cabrio-Form und der dynamischen Statur des bekannten MGB Roadsters. So prägen klassisch runde Scheinwerfer die Frontpartie, gepaart mit einem schlanken Kühlergrill-Design. Die interaktiven „Magic Eye“ Scheinwerfer sind unabhängig vom Kühlergrill angeordnet. Die sehr üppig geratene Frontspoilerlippe soll, so MG, für eine äußerst selbstständige Optik sorgen und gleichzeitig die Aerodynamik verbessern. Mit Pfeil und Lasergürtel Weitere interessante Details des MG Cyberster sind die seitlichen LED-Leisten, von den Designern schlicht „Lasergürtel“ genannt. Hinzu gesellen sich ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 6
SPORTWAGEN MG CYBERSTER pfeilförmige Türen. Optisch wird das krasse, dynamische Erscheinungsbild noch durch die zweistufige Schulterlinie verstärkt, welche die Vorder- bzw. Hinterräder betont und eine tiefere und damit robuster wirkende Karosserieposition erzeugt. Am Heck bedient sich der MG Cyberster eines sogenannten Kammback-Stylings. Mit einem Kammback oder kurz auch K-Heck ist ein Styling-Merkmal gemeint, bei dem das Heck des Autos nach unten geneigt ist, bevor es abrupt mit einer vertikalen oder oft nahezu vertikalen Oberfläche abgeschnitten wird. Ein Kammback soll den Luftwiderstand minimieren und so die Effizienz und den Kraftstoffverbrauch verbessern, während das Fahrzeug seine praktische Form beibehält. Das durchgängige LED-RückleuchtenDesign ist bemüht, die Kammback-Formensprache zusätzlich zu betonen. Die pfeilartigen Blinker links und rechts setzen ebenfalls markante Akzente und betonen das flache und wie aus der digitalen Welt gesprungene Design. Mit dem durchaus spektakulären Cyberster möchte MG Performance mit smarter Technologie vermählen. Konkret bedeutet dies, dass der ConceptSportler auf einer intelligenten vollelektrischen Fahrzeugarchitektur basiert, die, so verspricht der Hersteller, eine Reichweite von rund 800 Kilometern und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden ermöglichen soll. Darüber hinaus verfügt das Modell über eine 5G-Connectivität, wodurch schier grenzenlose Möglichkeiten für die Mobilitätswelt der Zukunft zur Verfügung gestellt werden sollen. mef „Das Rückleuchten-Design ist bemüht, die Kammback-Formensprache zu betonen.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 7
Der Erfolg von Cupra nährt Spekulationen, die spanische Schwestermarke Seat stünde vor dem Aus. Markenchef Wayne Griffiths will davon nichts wissen. Im Gegenteil: Seat soll künftig für die elektrische Einstiegsmobilität stehen. Ein Leichtfahrzeug à la Microlino oder Opel Rocks-e soll in den Startlöchern stehen. Schon bald soll eine erste Idee präsentiert werden, wie Seat junge Kunden will. am: Wir sitzen hier in einer neuen Cupra Garage in Berlin am berühmten Tacheles. Sieht eher aus wie ein Club als wie ein Autohaus. Wie muss man sich den typischen Cupra-Kunden vorstellen, der hier reinkommt? Er oder sie ist jung, etwa 15 Jahre jünger als der Industriedurchschnitt. Das ist eine neue Generation, die eine andere Marke sucht als die der Eltern oder Großeltern. Der Cupra-Kunde braucht keine Bestätigung über Status-Symbole, Prestige, Luxus, Tradition, Heritage. Er sucht Design, Emotionen, zeitgenössische Werte wie null Emissionen und Umweltfreundlichkeit. Wie wird künftig das Verhältnis von Cupra und Seat sein? Seat sei als Automarke ein Auslaufmodell, war zu lesen. Stimmt das? Beide Marken sind für unser Unternehmen wichtig. Seat konzentriert sich auf Verbrenner und Hybrid, Cupra stärker auf die E-Mobilität. Ich bin unendlich froh, dass wir beide Marken und beide Technologien im Haus haben in diesen ungewissen Zeiten. Haben denn Verbrenner und Hybride gegenüber dem batterieelektrischen Auto noch eine Zukunft? Die E-Mobilität kommt doch ein bisschen langsamer als wir das alle geglaubt haben. Das zeigen die jüngsten Zahlen. In dieser Phase des Übergangs muss man beides haben. Wie ist denn das Verhältnis Seat Cupra geschäftlich? Hat Cupra schon überholt? Seat hat im ersten Halbjahr fast 20 Prozent mehr Autos ausgeliefert. Cupra wächst noch rasanter – um 59 Prozent. Wir haben seit 2018 schon 400.000 Cupra verkauft, sind zur schnellst wachsenden Marke im VW-Konzern geworden. Inzwischen macht Cupra fast die Hälfte des Verkaufsvolumens beider Marken aus, aber deutlich mehr vom Ergebnis. Und das brauchen wir, um die Elektrifizierung zu finanzieren. Seat hat sehr junge und weibliche Kunden. Wo ist der Unterschied zu Cupra?“ Cupra ist ganz anders als Seat positioniert, preislich höher. Die Kunden haben einen anderen Anspruch an Design, Leistung und Größe. Cupra bietet eher die größeren Autos wie Formentor oder Terramar an, der 2024 kommt. Der Schwerpunkt von Seat liegt bei den kleineren Modellen. Seat und Cupra sind zwei Marken mit unterschiedlichen Zielgruppen. Es gibt da keine Kannibalisierung. Und Seat ist immer noch die Marke mit den jüngsten Kunden im VWKonzern…“…die sich ein größeres Auto noch nicht leisten können, und wahrscheinlich auch kein elektrisches. Gibt es deshalb zurzeit keinen elektrischen Seat? Die Zeit ist noch nicht reif. Die Elektromobilität kommt von oben nach unten in den Markt, von den größeren zu den kleineren Modellen.“! Es wird also kein Elektroauto für unter 20.000 Euro geben, zum Preis eines Seat Ibiza? Das ist mit der Technologie derzeit nicht leistbar. Aber wir beobachten das, denn die Technik macht auch hier Fortschritte. Könnte Seat einen elektrischen Kleinstwagen der Fahrzeugklasse AM anbieten, wie derzeit der Opel mit dem Rocks-e oder Microlino? Ist das ein Thema für Seat? Nicht nur ein Thema, es ist ein konkretes Projekt, an dem wir derzeit arbeiten. “Der konventionelle Kleinwagen mit Benzinmotor stirbt aus. Ist das also die Lösung für den urbanen Individualverkehr? Bei Kleinwagen gibt es immer weniger Angebot, aber eine Nachfrage, vor allem in den Städten. Dort schrumpft die Zahl der Parkplätze und damit auch die der Autos. Stadtautos sollten möglichst klein sein. Die Stadt muss den Menschen gehören, die dort leben. Darauf müssen wir reagieren – aber nicht, indem man die individuelle Mobilität verbietet, sondern Lösungen anbietet. Volkswagen hat mit dem ID.2 die Studie eines elektrischen Kleinwagens gezeigt, der 2025 für unter 25.000 Euro auf den Markt kommen soll. Auch eine GTI-Version ist vorgesehen. Wäre das nicht eine gute Basis für einen Cupra oder Seat? Wir haben mit dem Cupra Urban Rebel unsere Idee von einem solchen Auto schon vorgestellt. Das Serienauto, der Raval, ist sehr sportlich und sehr designerorientiert. Wie ist denn der Dark Rebel angekommen, die Studie eines Sportwagens von Cupra? Cupra muss nicht Autos bauen, die jedem gefallen. Mit der Marke können wir auch polarisieren. Wir sind eine Challenger-Brand, ein Herausforderer. Und ich glaube, der Dark Rebel ist ein Auto – oder könnte ein Auto werden – das einige lieben würden.“ aum INTERVI EW Wayne Griffiths im Interview Projekt für ein elektrisches Stadtauto ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 8
WAYNE GRIFFITHS IM INTERVIEW 9 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Voraussichtlich ab Ende des Jahres können auch Jugendliche ab 15 Jahren das berühmte italienische Dolce Vita auf vier Rädern erleben. Mit dem Topolino bringt Fiat seine Interpretation des Opel Rocks-e und Citroën Ami. Anders als die Schwestermodelle wird es ihn auch als offene Variante mit Verdeck geben. Auch der Topolino hat eine Höchstgeschwindigkeit bei 45 km/h und kommt mit einer Batteriefüllung bis zu 75 Kilometer weit. Benötigt wird lediglich der „Moped“- Führerschein - Klasse AM. Fiat hat sich für den 2,53 Meter kurzen Zweisitzer einige Besonderheiten einfallen lassen. So soll als Extra unter anderem eine kleine Dusche erhältlich sein. Für die geschlossene Version sind Türapplikationen mit Holzeffekt verfügbar. Am Heck tragen beide Versionen eine Box zum Gepäcktransport. NEWS Dolce Vita mit 45 km/h Fiat Topolino vibe boost & Smatrix Neue Ladekarte für Abonnenten bringt einen Extraboost vibe moves you und Smatrics geben der Elektromobilität einen echten Boost – und zwar alles aus einer Hand für deren E-Auto Abonnenten. Die Zusammenarbeit bietet nun die Möglichkeit auf ein umfangreiches Netzwerk von Ladepunkten im In- und im Ausland zuzugreifen und so sämtliche Ladungen im Rahmen einer Abo-Rechnung zu begleichen. Also keine zusätzlichen Abrechnungen und Überraschungen mehr, sondern alles transparent auf einen Blick und aus einer Hand. Genau da setzen vibe und Smatrics an und präsentieren wohl mit der boost Ladekarte den letzten Puzzlestein für wirklich sorgenfreie und komfortable E-Mobilität im Alltag. Lancia baut Topmodell in Melfi Das künftige Flaggschiff der Marke Lancia soll im süditalienischen Werk Melfi gefertigt werden. Der fast 4,70 Meter lange Stromer mit Schrägheck basiert auf der rein für elektrische Fahrzeuge ausgelegten Plattform „STLA Medium“, die mit über 700 Kilometer Reichweite, kurzer Ladezeit sowie überlegener Motorleistung und hoher Effizienz glänzen soll. Im Rahmen eines 10-Jahres-Plans will Lancia drei neue Fahrzeugmodelle präsentieren. Den Anfang macht 2024 der neue Lancia Ypsilon, wahlweise mit Hybrid- oder Elektroantrieb. 2026 folgt das Topmodell der Marke, 2028 der neue Lancia Delta. Nach MG, Maxus und BYD - alle bei der Denzel-Gruppe - wird demnächst ein weiterer chinesischer Hersteller in Österreich aktiv werden: Das erst 2014 gegründete Start-up Nio wird in Wien mit rund 15 Mitarbeitern unter Geschäftsführer Martin Rieder beginnen. Produktpalette und Vertrieb werden sich an Deutschland orientieren. Nio kam 2021 nach Europa und startete in Norwegen, 2022 wurde nach Deutschland, in die Niederlande, nach Schweden und Dänemark expandiert. Neben Österreich sollen weitere europäische Märkte erschlossen werden. Next One - Nio kommt nach Österreich ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 10
Ihr Auto ist nicht irgendeins. Also nehmen Sie nicht irgendwas. LIQUI MOLY bietet für jedes Fahrzeug das passende Motoröl. Das richtige Motoröl ist für den optimalen Betrieb Ihres Autos ein Muss. Ölwechseln deshalb auch Sie zu Deutschlands beliebtester Schmierstoffmarke und erfahren Sie den Unterschied. www.liqui-moly.com Ich fahr besser mit LIQUI MOLY. Ausgabe 6/2023 Ausgabe 16/2023 Ausgabe 8/2023 Ausgabe 4/2023 Ausgabe 4/2023
NEW MOBILITY Hyundai Kona II Elektro geht vor Verbrenner Bei der Entwicklung des neuen Kona hat Hyundai der Elektro- variante Priorität eingeräumt. Das nach wie vor auch als Verbrenner erhältliche Modell ist spürbar gewachsen da viele Kunden ihn als Erstwagen und Familientransporter verwenden. Den Kona Elektro wird es in zwei Batteriegrößen und bis zu 514 Kilometern Reichweite geben. Geladen wird mit 400 Volt Technologie. Die kleine Batterie ist an einen 115 kW/155 PS starken Elektromotor gekoppelt, der 255 Newtonmeter auf die Vorderräder bringt. Wird die größere Batterie genommen, leistet der Kona Elektro 218 PS bei gleichem Drehmoment. Das kostet 4.000 Euro Aufpreis. Nicht ganz unwichtig: Auch die Anhängelast wächst deutlich, nämlich von ganzen 300 auf immerhin 750 Kilogramm. 12 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Batterien & Reichweiten Er wirkt futuristisch, mit schlanken Leuchten und dem neuen Hyundai- Gesicht, aber gleichzeitig verspielter als die streng geometrisch gezeichneten Ioniq-Modelle. Den Kona Elektro gibt es mit zwei Batteriegrößen und bis zu 514 Kilometern Reichweite. Geladen wird mit 400 Volt Technologie. Die kleine Batterie ist an einen 115 kW /155 PS starken Elektromotor gekoppelt, der 255 Newtonmeter auf die Vorderräder wuchtet. Fazit: Auch wenn er den CrossoverLook pflegt, der Kona Elektro ist nur mit Frontantrieb lieferbar. Immerhin 15 Zentimeter Bodenfreiheit sorgen dafür, dass er auch in leichtem Gelände gut vorankommt. Die komfortable Federung macht sogar Lust auf lange Reisen, sportliche Ambitionen sind dem Kona hingegen eher fremd. Die Bedienung ist logisch und einfach. Mit der kleinen Batterie kostet der Hyundai Kona Elektro in der Smartline Ausstattung 44.990 Euro, mit großer Batterie sind mindestens 48.990 Euro fällig. Zum Vergleich der Verbrenner ist er bereits ab 26.900 Euro zu haben. hak HYUNDAI KONA II „Hightech-Cockpit mit digitalem Display und großem Multifunktionsbildschirm“ 13 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Die junge spanische Marke Cupra stand wieder einmal ganz im Zeichen der Performance Days. Kunden, Journalisten und Händler hatten die Möglichkeit die gesamte Produktpalette auf action- reiche Art und Weise kennen zu lernen und zu testen. „Als Performance Marke möchten wir mit unseren Produkten Emotionen schaffen und einzigartige Erlebnisse bieten. Die Performance Days am Red Bull Ring sind dafür wohl die beste Bühne, um die Werte nach außen zu tragen“, so Timo Sommerauer, Markenleiter Cupra. Sie finden bereits zum 3. Mal in Spielberg statt. Race-Feeling am Rundkurs Die adrenalingeladene und geschichtsträchtige Atmosphäre des Red Bull Rings begeisterte die Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue. So gesehen ein 1-Tages- Programm in drei Stationen, worin die Teilnehmer ihr Fahrkönnen unter Beweis stellen und sich lang gehegte Träume erfüllen konnten. Es blieben keine Wünsche offen, egal ob auf der Formel 1 Rennstrecke mit dem 390 PS starken Formentor VZ5, im Dynamik Rundkurs mit Leon und Ateca oder bei der freien Fahrt mit dem rein elektrischen Born. Mit dabei beim Event auch die Zukunft von Cupra mit dem Modell Tavascan, dem zweiten rein elektrischen Modell der Marke und dem ersten rein elektrischen Coupe-SUV. Cupra & Rennsport Rennsport ist zweifelsfrei Kern der Cupra DNA und unweigerlich mit der Performance des Brand verbunden. So konnte man auch zwei aktuelle Highlights aus dem Rennsport bestaunen. Der aktuell stärkste Formentor VZ5 mit ABT Leistungssteigerung auf 450 PS - +60 PS - und 530 Newtonmeter mit aufsehenerregender Livery strotzt vor Selbstbewusstsein und ist in der DTM Rennserie als Safety Car allen voraus. Das Gen3-Fahrzeug der Formel E beweist, dass Elektrifizierung und Leistung perfekt zusammenpassen können. Mit 840 kg, 476 PS und 320 km/h Spitzengeschwindigkeit ist es ein neuer Meilenstein in einer rein elektrischen Rennserie und der Rennwagen ist leichter und schneller als je zuvor. hak NEW MOBILITY Cupra Performance Days 2023 Emotionen & Adrenalin ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 14
PRODUKTE Ferrari als Playmobil Kult-Spielzeugmarke trifft Kult-Detektiv: Playmobil hat Magnum aus der gleichnamigen Erfolgs-Fernsehserie „Magnum P.I.“ der 1980er-Jahre mit Hauptdarsteller Tom Selleck samt seines geliebten roten Ferrari 308 GTS Quattrovalvole aufgelegt. Das Spielmobil ist dem Originalfahrzeug detailgetreu nachempfunden, verfügt über ein abnehmbares Dach, die kultigen Pop-up-Scheinwerfer, Platz für zwei Figuren und ein zu öffnendes Verdeck. Der Preis 69,99 Euro. Glänzende Aussichten Drehzahl bis zum Anschlag Thrustmaster erweitert sein Racing-Ecosystem mit einer neuen Schaltung. Als direktes Nachfolgemodell des TH8A ShifterAdd-On, dem Goldstandard unter den High-End-Schaltungen, ist eine kostengünstigere Alternative, die dieselbe Leistung bietet und die wesentlichen Merkmale des Vorgängers beibehält. Es ist auf PS5™, PS4™, Xbox One und Xbox Series X|S mit Thrustmaster ForceFeedback-Rennlenkrädern und auf dem PC mit allen auf dem Markt erhältlichen Rennlenkrädern kompatibel. Tragbare Energie für Freizeitaktivitäten Die Energy Bull von Banner kam bislang vor allem im Marinebereich zur Anwendung. Nun zielt man auch auf andere Freizeitanwendungen ab. Unter der Zusatzbezeichnung „Dual Power“ wird sie sowohl als Starter- als auch als Bordnetzbatterie vermarktet. Mit Kapazitäten zwischen 60Ah und 230Ah wird dabei tragbare Energie nicht nur für Segelyachten, Motor- und Elektroboote, sondern auch für Wohnmobile, Caravans und andere Campingbereiche angeboten. Mit einem weiteren Relaunch betont Liqui Moly Kompetenz und Innovationskraft in allen Bereichen der Autochemie. „Wir sind einer der ganz wenigen Vollsortimenter. Vom Motoröl bis hin zur Autopolitur, also alles aus einer Hand. Es geht uns nicht darum, die beliebteste Marke zu werden, das ist zwar auch eine hervorragende Leistung“, weiß Günther Wengert, „sondern Produkte anzubieten, von denen die Kunden überzeugt sind. Unterm Strich wollen Werkstätten und Handel Produkte, die der Endverbraucher nachfragt.“ So gesehen nun auch mit einer überarbeiteten Pflegeserie. ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 15
NEW MOBILITY STARD Technologie aus Österreich Ford Super Van 4 für Pikes Peak Der Pikes Peak International Hill Climb, auch „Race to the Clouds“ genannt, ist das legendärste Bergrennen für Autos und Motorräder auf den über 4.300 Meter hohen Granitgipfel in den Rocky Mountains im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado. Der Start liegt auf 2.862 Metern Höhe. Auf einer Renndistanz von 19,99 Kilometern müssen die Piloten 156 Kurven und einen Höhenunterschied von 1.440 Metern bewältigen. Diesjähriger Termin für die 101. Auflage dieses Spektakels ist der 25. Juni. Ford Performance wird mit dem vollelektrischen Super Van 4 antreten, der eine Leistung von rund 2.000 PS entwickelt. Am Steuer: der 45-jährige Romain Dumas. Die französische Motorsportikone konnte bereits drei Siege in Le-Mans einfahren und hat zudem schon mehrere Rekorde mit Elektrofahrzeugen aufgestellt. Es wird Dumas insgesamt neunter Auftritt beim Pikes Peak International Hill Climb sein, erstmals war er dort 2012 angetreten. Power auch auf Rocky Niveau „Die neue Generation von Ford-Elektrofahrzeugen passt perfekt zu diesem Bergrennen“, so Dumas. „Die dünne Luft in größerer Höhe limitiert die Leistung von Verbrennern. Anders der vollelektrische Super Van 4, der seine Leistung weitgehend unabhängig vom Sauerstoffgehalt und den Luftdruckverhältnissen in diesen Höhen abliefert“. Bei dem Rennen, das erstmals 1916 ausgetragen wurde, um die als Touristenattraktion erbaute Straße zum Gipfel des Pikes Peak landesweit bekannt zu machen, haben in der Vergangenheit auch zahlreiche Ford-Fahrzeuge teilgenommen - angefangen beim ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 16
STARD TECHNOLOGIE AUS ÖSTERREICH Model-T, das 1916 die Ziellinie auf 4.302 Metern nach 28 Minuten und drei Sekunden erreichte, bis hin zu Ford Mustangs der aktuellen Generation - darunter ein Mustang Shelby GT500SE, der 2022 zum Einsatz kam. Weltbekannte Fahrer immer mit dabei Im Laufe der Pikes Peak-Jahrzehnte haben mehrere weltbekannte Fahrer am Steuer von Ford-Fahrzeugen gesessen - von Curtis Tanner und Parnelli Jones in den 1960er Jahren bis hin zum kürzlich verstorbenen Ken Block, der im Rahmen von Climbkhana den Pikes Peak gestürmt hat. Der Super Van 4 mit Romain Dumas am Steuer soll nun die traditionsreiche Geschichte von Ford beim PPIHC fortschreiben und einen neuen Rekord für Elektrofahrzeuge aufstellen. „Es soll auch der nächste Schritt für Ford Performance und die ideale Herausforderung für den vollelektrischen Super Van 4 sein. Sowohl das Rennen selbst als auch die Rennfahrzeuge haben eine lange Tradition, die die Fantasie von Rennsportfans auf der ganzen Welt beflügelt“, so Mark Rushbrook, Ford Performance Motorsports. „Außerdem ist es an der Zeit unsere vollelektrische Antriebstechnologie bei anspruchsvollen Wettbewerben wie diesem gegen Performance-Fahrzeuge anderer Hersteller antreten zu lassen“. Vier Elektromotoren & rund 2.000 PS Leistung Die Kölner schlagen mit dem Super Van 4 auch ein neues Kapitel in der langen und legendären Geschichte seiner Transit-Showcars auf: Vier Elektromotoren, eine flüssigkeitsgekühlte 50-kWh-Batterie und ein maßgeschneidertes Antriebs-Management ermöglichen eine maximale Spitzenleistung von rund 2.000 PS, sowie eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in zwei Sekunden. Weitere Merkmale sind eine Karosserie aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff, ein Überrollkäfig gemäß FIA-Vorgaben und ein regeneratives Bremssystem. Der Super Van 4, das erste vollelektrisch angetriebene Exemplar dieser einzig- „ Signifikant sind eine Karosserie aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff und ein Überrollkäfig FIA konform“ Mark Rushbrook Ford Performance Motorsport ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 17
„Er hat den weltweit leistungsstärksten elektrischen Antriebsstrang, der jemals entwickelt wurde“ Michael Sakowicz, CEO STARD NEW MOBILITY artigen Familie von Ultra-HochleistungsNutzfahrzeugen, feierte im vergangenen Juni beim britischen Goodwood Festival of Speed Weltpremiere. An der Entwicklung beteiligt war neben Ford auch die heimische Rallyeschmiede STARD rund um Manfred Stohl, sowie das Ford Design-Team in Köln. Der Super Van 4 reizt das Potenzial der vollelektrischen Antriebstechnologie und der erweiterten Konnektivität weit aus. Damit setzt er neue Maßstäbe für die Leistungsfähigkeit der TransporterBaureihen und unterstreicht das umfangreiche Bekenntnis der Marke zur Elektrifizierung. „Er hat einen der weltweit leistungsstärksten elektrischen Antriebsstränge, die jemals entwickelt wurden“, so Michael Sakowicz, CEO bei STARD. „Er konnte sich im britischen Goodwood und ebenso bei Erprobungen auf WRCAsphalt-Etappen bewähren. Es ist sehr spannend, den Elektrotransporter nun zu einem der kultigsten Events der Welt zu schicken.“ hak ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 18
volkswagen.at/id7 Der neue vollelektrische ¹ Alle Preise sind unverbindlich empfohlene, nicht kartellierte Richtpreise inkl. NoVA u. MwSt. ohne Berücksichtigung von eventuellen Förderungen und Boni. ² ID. SERVICE kostenlos für 5 Jahre ab Kaufvertrags-/Antragsdatum bzw. bis zum Erreichen von 100.000 km. Nur gültig bei Finanzierung über die Porsche Bank. Mindestlaufzeit 36 Monate. Mindestnettokredit 50 %. Stromverbrauch: 14,1 – 19,2 kWh/100 km. CO₂-Emission 0 g/km. Symbolbilder. Stand 10/2023. Bis zu 620 Kilometer Reichweite Für das Mehr an Freiheit. Die vollelektrische Limousine ID.7 setzt neue Premiumstandards bei Raumangebot, Komfort und Reichweite, der ID.7 Pro fährt bis zu 620 Kilometer mit nur einer Ladung. Besonders angenehm wird die Langstrecke durch das serienmäßige Augmented-Reality-Head-up-Display, das Navigationssystem „Discover Pro Max“ und die intelligente Klimaanlage. Optional ergänzen die ergoActive-Komfortsitze mit Massageprogrammen sowie das Panoramadach „Smart Glas“ das Wohlfühl-Ambiente. Zusätzlich erhalten Sie das ID. SERVICE² im Wert von € 1.632,- kostenlos dazu. Jetzt bestellbar ab € 59.990,-¹ ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 19
NEW MOBILITY Lotus Emeya Championsleague GT Lotus ist auf dem Weg, ein ernstzunehmender Wettbewerber von Porsche zu werden. Die englische Sportwagenmarke schickt mit dem Emeya bereits das dritte vollelektrische Modell ins Rennen. Maße, Leistung und Qualität des viertürigen Coupés zielen ganz offensichtlich auf den Taycan, den ersten Batterie-Porsche. Neben dem Sportwagen Emira, der als einziger Lotus noch einen Benziner hat und dem SUV Eletre ist der Emeya nun der dritte im Bunde – wenn man den in Kleinserie gebauten elektrischen 2000-PS-Sportwagen Evija nicht mitzählt. Der spielt eher in der Ferrari- Liga. Wie Porsches Taycan besitzt der Emeya einen 800-Volt-Antrieb und lädt entsprechend schnell: 350 kW Leistungsaufnahme bedeuten, die Batterie ist in nur 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen. Leistung & Reichweite Die damit mögliche Reichweite gibt Lotus noch nicht an, verspricht aber ähnliche Werte wie beim Eletre, also bis zu 600 Kilometer und eine Batteriegröße von rund 100 kWh. Die Fahrleistung des Emeya hat SupersportwagenNiveau: Die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse liefern zusammen 666 kW/905 PS und sollen das Coupé in unter 2,8 Sekunden von null auf 100 beschleunigen. 256 km/h Höchstgeschwindigkeit verspricht Lotus. Elektronisch wird bei höherem Tempo die Karosserie abgesenkt, um dem Wind weniger Stirn zu bieten. Beim Infotainment merkt man, dass der chinesische Lotus-Mutter Geely Zugriff hat auf die neueste Computertechnologie fürs Auto. Auf einem 15 Zoll großen Bildschirm lassen sich nicht nur Türen, Hauben und Spoiler wie von Geisterhand öffnen, schließen oder ausfahren. Weiter Bildschirme sitzen vor Fahrer und Beifahrer. Ein Head-up-Display zeigt wichtige Infomationen so großflächig an, als schwebe ein 55-Zoll-Bildschirm vor dem Auto. Ausstattung & Preise Den Emeya gibt es als Vier- oder Fünfsitzer und in drei Ausstattungsvarianten. Einen genauen Preis nennt Lotus noch nicht, mehr als 100.000 Euro werden aber bestimmt aufgerufen, wenn das Auto im nächsten Jahr in den Handel kommt. Reservierungen sind schon jetzt möglich. Lotus-Eigner Geely besitzt auch die schwedischen Marken 20 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Volvo und Polestar sowie die ehemalige Mercedes-Marke Smart. Das spielt bei Lotus aber keine Rolle: Gleichteile mit anderen Geely-Marken sucht man vergebens. Das Designzentrum ist in London, die Produktion erfolgt im englischen Hethel, wo die Marke traditionell ihren Sitz hat. Eletre und Emeya werden allerdings im chinesischen Wuhan gebaut. Das technische Entwicklungszentrum ist in Frankfurt, die Geschäftszentrale bei Amsterdam in Holland. „Wir sind eine globale Marke“, sagt Niels de Gruijter, Chef von Lotus Cars in Europa. Und so werden die Autos auch global vermarktet. Gegründet wurde Lotus 1952 von Colin Chapman. In den 60er und 70er Jahren wurden neben Straßensportwagen auch erfolgreiche Formel-1-Rennwagen gebaut. Chapman war bekannt für seine leichten, aber nicht ungefährlichen Konstruktionen. Nach dem Tod des Gründers 1982 ging Lotus durch einige Hände, unter anderem General Motors und Proton in Malaysia. Zum 80. Geburtstag der Marke soll die Produktion in Wuhan mit den neuen Modellen „ Wir vermarkten global, da wir eine globale Marke sind.“ Niels de Gruijter Chef von Lotus Cars Europa LOTUS EMEYA voll ausgelastet werden: Das heißt, mindestens 150.000 Autos müssten dann weltweit verkauft werden. Hinzu kommen die Sportwagen aus Hethel. So steht es in der „Vision 80“ der Marke. Dann hätte Lotus zwar noch nicht die Größe von Porsche – vergangenes Jahr verkauften die Stuttgarter über 300.000 Autos – spielte aber zumindest in derselben Liga. Head-up-Display zeigt wichtige Informationen großflächig an cen/gr 21 ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023
Der Cinquecento führt ein Parallel-Leben. Aus der Kleinwagen-Ikone hat Fiat - auch - einen Vollelektriker gemacht. Genauso stylisch, genauso herzig, mindestens genauso munter, nur beträchtlich schwerer. Einer schaut aus wie der andere. Und auch wieder nicht. Das Design des vollelektrifizierten Cinquecento wirkt stimmig. Dass die Leuchten digitaler sind, fällt schon auf, doch nicht stilbrechend. Stellt man den Elektriker jedoch direkt neben den Verbrenner fällt der Größenunterschied ins Auge. Der Stromer ist ein wenig länger, höher und breiter, bleibt jedoch noch locker im Kleinstwagen-Maß. Die größte Diskrepanz liegt im Gewicht. 350 Kilo mehr sind es gegenüber dem FireFly Hybrid. Womit sich der 118-PS-e aber nicht abmühen muss. Stromantrieb eben. Im Kreisverkehr hängen sich die Kilos aber spübar an, im Vergleich zum 980-Kilo-Floh mit 70 PS aus einem 1,0-Liter DreizylnderTurbo - trotz rigoroser elektronischer Zähmung. City-Kurzstrecke Die Implantierung eines Elektroantriebs trägt dick auf. Ein Faktum, das sich auch nicht mit einer Reihe von netten Gimmicks überspielen lässt. Tür-Öffnen auf Tastendruck zum Beispiel. Die Evolution zum Stromer kann jedoch auch für Fahrer zur Gewichtszunahme führen. Grundsätzlich ist der Kleine ja für die Stadt und für den Kurzstreckeneinsatz gedacht. Viersitzigkeit Dass in den frühen Tagen ganze Großfamilien in den Italiener gequetscht wurden, um auf Urlaubsfahrt zu gehen, sei hier einmal beiseite gelassen. Aber schon vor der Elektrifizierung sorgte die Viersitzigkeits-Vorschrift doch für einigermaßen kommodere Platzverhältnisse im Interieur. Was, dank Zugabe von ein paar Zentimetern, auf den 500e erst recht zutrifft. 299 Kilometer Reichweite sind für einen 100-Kilometer-Radius vielversprechend. Das geht sich bei einigermaßen Zurückhaltung am Beschleunigungspedal auch dann ganz gut aus, wenn der Stromvorrat für reale 200 bis 230 Kilometer reicht. Jausen-Pausen Doch wenn‘s weiter weg gehen soll, ist, penible Vorplanung gefragt. Und die Kalkulation von Wartezeiten, entweder bis der Lader frei ist oder bis der Akku Strom macht dick Fiat 500e Cabrio La Prima ROADBOOK Datencheck Motor, Antrieb Perm. err. Synchr.-E-Aggregat, 87 kW/118 PS, 220 Nm, 1-Gang-Automatik Maße, Gewichte, Ladevolumen LxBxH (mm) 3.632/1.748/1.527 Radstand (mm) 2.322 Leer Gew./Zul. Ges. Gew. (kg) 1.330/1.730 Ladevolumen (l) 185 - 550 Akku-Kapazität (kWh) 42 AC-Laden (kW) bis zu 11, 4 15 Std (auf 100 %) DC-Laden (kW) bis zu 85 35 Min. (auf 80 %) Innengeräuschpegel (db) bei 100 km/h 69,3 bei 130 km/h 74,1 Beschleunigung, Spitze, Elastizität 0-80 km/h (s) 6,32 60-100 km/h (s) 4,76 80-120 km/h (s) 5,73 0-100 km/h (s) 9,0/ (tech. Dat.) 9,34 Spitze (km/h) 150 Verbrauch (l/100 km) Normverbrauch WLTP (kWh) 13,6 - 14,8 Testverbrauch (kWh) 15,1 Reichweite (km) 299 (tech. Dat)/217 CO2-Emission WLTP (g/km) 0 Preis Testfahrzeug (€) 42.700 Plus: stimmiges Design Minus: Preis aufgefüllt ist oder beides. Und zum Frühstück eine Jause am Vormittag und noch eine am Nachmittag addieren. Egal, ob aus Mitnehm-Proviant oder Fast-Food-Lokal - so eines vorhanden -, kann das auf Dauer möglicherweise wirklich dick machen. keckx „ Die größte Diskrepanz liegt im Gewicht“ ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 22
RENAULT CLIO DER NEUE 1 Aktion gratis Alu-Winterkompletträder gilt für Verbraucher bei Kaufvertragsabschluss eines neuen Renault PKW von 01.10.2023– 31.10.2023, ausgenommen Megane E-Tech Electric, Kangoo E-Tech Electric, Trafic PKW, Espace V, Grand Scenic. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto. Kombinierter Verbrauch: 6–4,2 l/100 km, CO2-Emission von 136–96 g/km, homologiert gemäß WLTP. inkl. 4 Alu-Winterkompletträder1 Premieretage von 19. bis 21. Oktober Renault empfiehlt renault.at
Es gibt Sie noch, die unabhängigen Automobilhersteller, jene selten gewordene Spezies, die nicht bloß eine Marke von vielen in einem ganzen Konzerngeflecht darstellen, sondern ihren Weg eigenständig gehen. Ist es deshalb überraschend, dass eine Marke wie Subaru in Sachen Elektromobilität ihr Heil in der Kooperation mit Toyota sucht? Und, davon einmal abgesehen, welches Modell soll der Kunde kaufen? Natürlich darf es nicht verwundern, dass der erste Vollstromer von Subaru in Zusammenarbeit mit Toyota entstand. Nicht alleine deshalb, weil Toyota bereits seit 2005 als Minderheitsteilhaber an Subaru beteiligt ist und auch nicht deshalb, weil bereits im Jahre 2010 ein erstes gemeinsames Modell – Toyota Verso-S und Subaru Trezia – auf den Markt kam. Denn die Kooperation in Sachen Elektrofahrzeug lief gänzlich anders ab, als das damalige „Badge-Engineering“, bei dem mehr oder weniger das Logo von Subaru an Stelle des Toyota-Zeichens aufgeklebt wurde. Vielmehr gab es ein gemeinsames Entwicklungs-Team und engste Kooperation der bieden Marken, um Solterra und bZ4X zur Serienreife zu bringen. Subaru Solterra vs. Toyota bZ4X Brüderlein fein NEW MOBILITY ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 24
Serien-reife Leistung Eineiige Zwillinge kommen ja in der Regel gleichzeitig auf die Welt. In diesem Fall gab’s jedoch einen Vorschnellen - Toyota bZ4X - und einen Nachzügler - Subaru Solterra -, was ja per se noch nichts über deren jeweilige Talente aussagt. Vielleicht schauen sie aufgrund der doch stark abweichenden Geburtszeiten ein bissl anders aus, in erster Linie außen, versteht sich. Das Blech ist an bestimmten Stellen anders, die Lichter vorne, der Grill, auch die Lichtgrafik am Heck zeigt einen feinen Unterschied. Aber die Naheverwandschaft ist unbestreitbar, besonders innen, da gleicht ein E(i) dem anderen. Generell gut für beide, dass sie sind, wie sie sind. Ein markanter Auftritt außen, viel Platz und Komfort innen, passt doch! Frontantrieb oder Allrad? Wer auf Vierradantrieb verzichten möchte, fällt als künftiger Solterra-Besitzer aus: während Toyota seinen Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen Front- und Allradantrieb lässt, setzt Subaru markentypisch auf einen adaptiven Antrieb aller vier Räder. Beim bZ4x kann neben dem 4x4 mit 218 PS - 160 kW - auch die 2WD-Variante mit „nur“ 204 PS - 150 kW - gewählt werden, was zwar Schlechtwegekompetenz kostet, aber etwas Reichweite bringt – klar, lediglich zwei angetriebene Räder, das spart Energie. Bei Subaru vertraut man hingegen auf die eigene Kundschaft, und die wünscht sich in der Regel Allrad. Das war und ist auch bei den konventionell angetriebenen Fahrzeugen so. Ob der typische SubaruKäufer bereit ist, eine stolze Summe SUBARU SOLTERRA VS. TOYOTA bZ4X ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 25
für einen Stromer hinzulegen, steht auf einem anderen Blatt. Dass der Solterra auch wirklich die Offroad-Eigenschaften besitzt, um diesen zufriedenzustellen, darf mit einem klaren ja beantwortet werden. Erstaunlich, was der adaptive Allradantrieb im Gelände zustande bringt, nicht zuletzt dank vollem Drehmoment ab der ersten Umdrehung und feinfühliger elektronischer Regelung. Selbiges gilt natürlich auch für den Toyota, wird dort aber wohl eher selten erwartet werden. Fahrspaß und Ladepausen Doch nicht nur Offroad glänzen die beiden Japaner. Auch auf der Straße können Sie mit sattem Fahrgefühl, feinfühligen Bremsen überzeugen, die etwas gefühllose Lenkung geht auch noch in Ordnung. Der Komfort ist dank toller Geräuschdämmung, super Sitzen und guter Übersicht ebenfalls bestens. Wirklich gelungen ist das Raumgefühl in beiden Modellen. Hier lassen sich auch Langstrecken ermüdungsfrei bewältigen. Stichwort Langstrecke: In unserem Referenztest des Toyota bZ4X gab sich dieser bei Benutzung der Klimaanlage leicht überempfindlich und zog gleich massig Reichweite ab. Das hat sich gebessert, ist aber im Falle des Toyota sowie auch des Subaru immer noch etwas mehr, als bei anderen Herstellern. Davon abgesehen gibt’s aber nichts zu meckern. Dank 71,4 kWh Batteriekapazität liegt das Reichweitenversprechen bei bis zu 469 Kilometern - Toyota - beziehungsweise bei bis zu 465 Kilometern - Subaru. Diese Werte sind allerdings ausstattungsabhängig und können – kurios, aber wahr – bei besserer Ausstattung gleich mal um einige Kilometer weniger ➤ Seite 28 NEW MOBILITY „ Langstrecken lassen sich ermüdungsfrei bewältigen.“ ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 26
Wegstrecke Tour-km Bordanzeige Reichweite +/- Temperatur Straßenprofil * Verbrauch kWh Hinfahrt Start Söding 0 358 - 20° 1 - Ri. Rosental/Köflach 10 348 - 18° 1 18,2 Ri. Maria Lankowitz 20 337 -1 20° 2 18,0 Krenhof-Salla 30 318 -10 17° 3 23,6 Salla-Gaberl 40 282 -36 13° 4 31,4 Gaberl 42 281 -35 11° 3 32,7 Rückfahrt Kehre Puffingreihe 47 285 -26 11° 4 28,3 Salla 52 290 -16 14° 3 23,8 Krenhof 62 294 -2 17° 2 15,2 Ri. Köflach 72 289 +3 20° 1 14,9 Ziel Söding 83 281 +6 20° 1 15,5 Subaru Solterra Wegstrecke Tour-km Bordanzeige Reichweite +/- Temperatur Straßenprofil * Verbrauch kWh Hinfahrt Start Söding 0 381 - 19° 1 - Ri. Rosental/Köflach 10 370 -1 19° 1 20,1 Ri. Maria Lankowitz 20 359 -2 19° 2 19,6 Krenhof-Salla 30 340 -11 16° 3 23,7 Salla-Gaberl 40 306 -35 13° 4 32,0 Gaberl 42 298 -41 11° 3 33,3 Rückfahrt Kehre Puffingreihe 47 304 -30 12° 4 27,3 Salla 52 310 -19 14° 3 22,6 Krenhof 62 312 -7 17° 2 18,0 Ri. Köflach 72 306 -3 21° 1 16,7 Ziel Söding 83 298 - 20° 1 15,9 Toyota bZ4X SUBARU SOLTERRA VS. TOYOTA bZ4X Bestes Wetter, die beiden Allradgeschwister sind zu 100 Prozent geladen, so kann unsere Testfahrt auf das Gaberl beginnen. Auffällig dabei: Der Solterra gibt bei vollem Akku nur 358 Kilometer Reichweite von 414 laut WLTP an, beim bZ4X sind es immerhin 381 von 419, Vorteil Toyota. Dafür verbraucht der Subaru zu Beginn der Fahrt etwas weniger, ehe sich die beiden Stromer bei der 30-Kilometer-Marke annähern. Bergauf ist dann erneut der Subaru Solterra im Vorteil, wenn auch nur leicht: 0,6 kWh mehr Schnittverbrauch für den Toyota bZ4X stehen bei der obligatorischen Rast am Wendepunkt zu Buche. Zügig geht es bergab, hier ist möglichst gute Energierückgewinnung gefragt. Leider bieten beide Modelle keine per Lenkrad-Paddle steuerbare Rekuperation, dabei würde gerade das auf solchen Strecken enorm viel bringen. Trotzdem rekuperieren sowohl Subaru als auch Toyota recht brav, die Verbrauchswerte sinken zusehends in Richtung WLTP-Werte. Bei der Redaktion in Söding angekommen gibt es einen knappen, doch etwas überraschenden Sieg für den Subaru Solterra. Mit 15,5 kWh unterbietet er nicht nur die WLTPAngabe deutlich, er kann auf der 83 Kilometer langen Strecke sogar sechs Kilometer Reichweite hinzugewinnen. Was nicht heißt, dass sich der Toyota bZ4X schlecht präsentiert hätte: 15,9 kWh entsprechen exakt dem WLTP-Wert, gleiches gilt auch in Sachen Reichweite. Fazit: Die eineiigen Zwillinge sind beide äußerst sparsam zu bewegen, am Ende wird die Kundschaft nach persönlicher Marken-Vorliebe und eventuell auch Geldbörse entscheiden. Subaru Solterra und Toyota bZ4X im Referenztest ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 27
werden. Um wie viel, das zeigt unser Referenztest im Anschluss. Geladen wird bei beiden Modellen mit bis zu 150 kW am DC-Charger oder mit 11 kW an der Wallbox zu Hause. Das ist nicht berauschend, aber auch nicht schlecht. Gleiches Fahrzeug & gleicher Preis? Beide Modelle sind mit einer Fülle von Komfort-Features sowie Fahrhilfen und Sicherheitsausstattungen ausgerüstet, da leisten sich die Japaner keine Schwächen. Dass aber beide Vollstromer ohne praktischen Frunk, Handschuhfach und mit doch etwas altbackener Navi-Software daherkommen, ist schon eine kleine Enttäuschung. Zumal die Modelle nicht gerade billig sind. Der – schlechter ausgestattete – Einstieg bei Toyota kostet ab € 54.170,-, den Subaru Solterra gibt es überhaupt erst ab € 65.400,-. Viel Kohle für ein bisschen Strom. mw Datencheck SUBARU SOLTERRA E-xperience+ Motor(en): 2 x Permanent-Synchronmaschine (System-)Motorleistung (kW/PS): 160/218 Max. Drehmoment (Nm): 338 Batterie netto (kWh): 71,4 E-Technologie: 400 V Max. Ladeleistung: 150 kW (DC) Antrieb: Front Abmessungen L/B/H (mm): 4.690/1.860/1.650 Kofferraumvolumen (l): 452 Leergewicht (kg): 2.065 Anhängelast gebr./ungebr. (kg): 750/750 Werksangabe 0-100 km/h (s): 6,9 Messwert 0-100 km/h (s): 6,8 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 160 Verbrauch nach WLTP (kWh/100 km): 17,9 Verbrauch im Test (kWh/100 km): 15,5-23,6 Reichweite nach WLTP (km): 414 Reichweite im Test (km): 358 Preis ab: € 65.400 Preis Testwagen: € 68.900 Datencheck TOYOTA bZ4x 4WD Motor(en): 2 x Permanent-Synchronmaschine (System-)Motorleistung (kW/PS): 160/218 Max. Drehmoment (Nm): 338 Batterie netto (kWh): 71,4 E-Technologie: 400 V Max. Ladeleistung: 150 kW (DC) Antrieb: Allrad Abmessungen L/B/H (mm): 4.690/1.860/1.600 Kofferraumvolumen (l): 452 Leergewicht (kg): 2.065 Anhängelast gebr./ungebr. (kg): 750/750 Werksangabe 0-100 km/h (s): 6,9 Messwert 0-100 km/h (s): 6,8 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 160 Verbrauch nach WLTP (kWh/100 km): 15,9-18,1 Verbrauch im Test (kWh/100 km): 15,9-23,7 Reichweite nach WLTP (km): 419 Reichweite im Test (km): 381 Preis ab: € 54.170 Preis Testwagen: € 62.810 NEW MOBILITY Der Ladeboden liegt etwas hoch, 452 Liter Volumen zum Beladen gibt es trotzdem. ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 28
AM – ALL MOBILITY MAGAZIN AUF JEDEN MONTAG UM 17:55 Uhr
NEW MOBILITY Škoda Enyaq Coupé RS iV Kraft-Stromer Mit der RS-Version des Enyaq Coupé bringen die Tschechen ihr leistungsstärkstes E-Modell zum Konsumenten. Der mambagrüne Kraft-Stromer fällt nicht nur ob seiner Lackfarbe auf. Seine kraftvolle, elegante Linienführung überzeugt. Aber überzeugen auch Fahrverhalten, Verbrauch, Reichweite und Insassenkomfort? Eine Bestandsaufnahme. Gleich an den Anfang gestellt: Fahrdynamik und Abstimmung verdienen ein Extralob. Selten so überzeugend gecurved. Aber alles der Reihe nach. „Imposant“ ist die perfekte Beschreibung für die Optik des SUV-Coupé. Gefühlt mächtiger als in den tatsächlichen Außenmaßen und dennoch elegante Leichtigkeit vermittelnd, wofür wohl seine Silhouette und ein Radstand von 2,77 Metern verantwortlich zeichnen. Die strecken das Gesamtbild. Die 21-ZollAlus besorgen wiederum sein kraftvolles Standing. Neben der Optik tun Außenhaut, die im Unterboden verbauten Batterieeinheiten des 82 kWh-Akkus und die optimierte Unterbodenabdeckung das Ihre für die sportliche Fahrdynamik. Sie sichern einen cW-Wert 0,248. Davon kann so mancher Edel-Sportler nur träumen. Fahreindrücke positiv Beim Fahren überwiegen positive Eindrücke. Das Enyaq Coupé übt sich in akustischer Zurückhaltung. Wind- und Abrollgeräusche bleiben draußen, was den ohnehin schon geringen Geräuschpegel eines E-Autos quasi in eine Ruhezone verwandelt. Nicht so die Performance. Stilvoll-akkurat im Antritt gibt sich der Enyaq keine Blößen, die Lenkung ist präzise-gefühlvoll, das Fahrwerk perfekt abgestimmt. Nie hat man das Gefühl, dass es mit den 2,3 Tonnen Lebendgewicht des SUV-Coupé überfordert ist. Fahrkomfort und Sportlichkeit halten sich die Waage. Was beim Start zu unserem Referenztest etwas befremdlich wirkte, war die Tatsache, dass die Reichweitenanzeige bei 97% Füllstand nur recht schmale 314 Kilometer verkündete. Aber uns ging es in erster Linie um Verbrauchswerte und eine realistische Verlust- /Gewinnrechnung des Algorithmus bei der Restreichweitenprognose. Die sich dann auch einstellte. Dazu später mehr. Allrad on Demand Den Antrieb des Enyaq übernehmen ein Synchronmotor an der Hinterachse und ein Asynchronmotor vorne. Allrad on Demand, denn generell schiebt ihn der ALL MOBILITY – automagazin.at 05|2023 30
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