Racing-Team TU Graz – Mit Batterie-Know-how zur Pole

Racing-Team TU Graz – Mit Batterie-Know-how zur Pole – Innovation, Nachhaltigkeit und Rennsport – was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt, wird beim TU Graz Racing Team seit Jahren erfolgreich vereint. Die Studierenden der Technische Universität Graz entwickeln nicht nur leistungsstarke Elektro-Rennfahrzeuge, sondern setzen auch neue Maßstäbe im Umgang mit Batterietechnologie und Recycling. Unterstützt werden sie dabei vom steirischen Umweltunternehmen Saubermacher, das seine Expertise in einem besonders sensiblen Bereich einbringt: dem sicheren Handling von Lithium-Ionen-Batterien.

Seit 2004 konstruiert das Team jedes Jahr ein neues Rennfahrzeug für die internationale Formula Student. Was als klassisches Verbrennerprojekt begann, hat sich längst zu einer Hightech-Spielwiese für Elektromobilität entwickelt. Spätestens seit 2020 liegt der Fokus vollständig auf elektrischen Antrieben – inklusive selbst entwickelter Batteriesysteme. Der Erfolg gibt den Studierenden recht: Neben zahlreichen Einzelsiegen konnte zuletzt sogar der Gesamtsieg beim Bewerb in Kroatien gefeiert werden.

Akku & Management

Im Zentrum dieser Erfolge steht ein besonders komplexes Bauteil: der Akku. Anders als bei Serienfahrzeugen setzt das Team auf eigens entwickelte Hochleistungsbatterien. Diese bestehen aus Lithium-Ionen-Pouchzellen, die von den Studierenden selbst ausgewählt, verschweißt und in ein maßgeschneidertes Batteriemanagementsystem integriert werden. Dieses System überwacht laufend den Zustand der Zellen, erkennt kritische Entwicklungen frühzeitig und sorgt so für maximale Betriebssicherheit – ein entscheidender Faktor im Rennsport.

Doch Hochleistung hat ihren Preis. Die extremen Belastungen auf der Rennstrecke führen dazu, dass die Batterien bereits nach rund 200 Ladezyklen ersetzt werden müssen. Jedes Jahr entstehen so neue Batteriesysteme aus etwa 288 Einzelzellen. Gleichzeitig wächst die Herausforderung im Umgang mit gebrauchten oder gelagerten Akkus – insbesondere wenn es um Transport, Lagerung und internationale Wettbewerbe geht, bei denen strenge Sicherheitsvorschriften gelten.

Saubermacher als Spielmacher

Genau hier kommt Saubermacher ins Spiel. Das Unternehmen zählt zu den führenden Spezialisten für Batterierecycling in Österreich und bringt umfassendes Know-how in die Partnerschaft ein. Von der sicheren Verpackung über den Transport bis hin zur fachgerechten Entsorgung unterstützt Saubermacher das Racing-Team in allen relevanten Bereichen. Gerade bei Lithium-Ionen-Batterien, die bei unsachgemäßem Umgang ein erhebliches Risiko darstellen können, ist diese Expertise unverzichtbar.

Für Hans Roth, Eigentümer von Saubermacher, ist die Kooperation mehr als nur ein Sponsoring: „Die Zusammenarbeit mit engagierten Studierenden verbindet technologische Innovation mit nachhaltigem Denken und ist eine wichtige Investition in die Zukunft.“ Tatsächlich profitieren beide Seiten: Während das Team Zugang zu professionellen Recyclinglösungen erhält, kann Saubermacher frühzeitig Einblicke in neue Technologien und Entwicklungen gewinnen.

Partnerschaft & Nachhaltigkeit

Die Partnerschaft zeigt eindrucksvoll, wie eng Innovation und Nachhaltigkeit heute miteinander verknüpft sind. Gerade im Bereich der Elektromobilität wird deutlich, dass leistungsstarke Technik und verantwortungsvoller Ressourceneinsatz kein Widerspruch sein müssen. Vielmehr ergänzen sie sich – und schaffen so die Grundlage für zukunftsfähige Lösungen.

Dass dabei auch die Ausbildung des technischen Nachwuchses eine zentrale Rolle spielt, unterstreicht die Bedeutung des Projekts zusätzlich. Unterstützt von engagierten Professor:innen wie Cornelia Lex und Franz Haas verbindet das Racing-Team Theorie und Praxis auf höchstem Niveau.

Am Ende steht nicht nur ein schnelles Rennauto, sondern ein ganzheitlicher Ansatz für Mobilität: leistungsstark, sicher und nachhaltig. Oder wohl eine echte Pole-Position für die Zukunft.