Red Bull Erzbergrodeo 2027 – Der Berg aus Eisen ruft

Red Bull Erzbergrodeo 2027 – Der Berg aus Eisen ruft – Vom 27. bis 30. Mai 2027 wird der steirische Erzberg erneut zum Schauplatz eines der härtesten Motorradrennen der Welt. Beim 31. Red Bull Erzbergrodeo treffen die internationale Hard-Enduro-Elite und mehr als tausend ambitionierte Offroadfahrer aus allen Kontinenten aufeinander. Dazu kommen zehntausende Fans, die den „Berg aus Eisen“ vier Tage lang in eine der spektakulärsten Motorsportbühnen Österreichs verwandeln.
Nach der großen Jubiläumsausgabe zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2026 richtet sich der Blick bereits auf die nächste Generation des Red Bull Erzbergrodeo. Für Mastermind Karl Katoch ist klar: Stillstand gibt es am Erzberg nicht. „Stillstand bedeutet für uns Rückschritt“, lautet seine Devise. Deshalb wartet die 31. Ausgabe erneut mit Veränderungen und Weiterentwicklungen auf.
Noch mehr Action beim Rocket Ride

Den Auftakt bildet unter anderem das Rocket Ride. Das spektakuläre Steilhangrennen zählt zu den großen Publikumslieblingen und wird 2027 nochmals erweitert. Fahrer und Motorräder kämpfen dabei um maximale Traktion und Geschwindigkeit, während sich die Strecke steil nach oben zieht. Vom ersten Lauf bis zum Superfinale ist für Spannung gesorgt.
Auch der Iron Road Prolog wird weiterentwickelt. Das High-Speed-Offroadrennen am Freitag und Samstag bringt das gesamte Starterfeld auf die Rennstrecke. Mehr als 1.200 Motorräder lassen den Erzberg unter ihren Stollenreifen erzittern. Neben klassischen Einzylinder-Enduros sind auch hubraumstarke Zweizylinder-Adventure-Bikes, Elektro-Motorräder, Scooter und Quads zugelassen.
Mit der SEGWAY Quad Challenge wurde bereits 2026 eine neue Klasse etabliert. 2027 sollen insbesondere die Adventure Bikes noch stärker berücksichtigt werden. Anpassungen am Streckenprofil sollen den Iron Road Prolog für die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte noch attraktiver machen.
Lettenbichler auf Rekordkurs
Der Höhepunkt des Wochenendes bleibt das Red Bull Erzbergrodeo selbst. Wie kompromisslos die Strecke ist, zeigte sich 2026 eindrucksvoll: Von 500 gestarteten Teilnehmern erreichten nach rund vier Stunden lediglich 15 das Ziel.
Ganz vorne stand einmal mehr Manuel Lettenbichler. Der deutsche Red-Bull-KTM-Werksfahrer holte sich seinen fünften Sieg in Folge und bestätigte damit seine Ausnahmestellung im Hard-Enduro-Sport. Gleichzeitig sorgte die junge Fahrergeneration für Aufmerksamkeit. Mehrere Nachwuchsfahrer schafften es bis ins Ziel und unterstrichen damit, dass die nächste Generation bereits an die Tür zur Weltspitze klopft.
Strom statt Benzin: Elektromotorräder etablieren sich
Eine besondere Entwicklung erlebte das Erzbergrodeo 2026 mit der vollständigen Öffnung der Rennbewerbe für vollelektrische Motorräder. Die Strombikes sorgten für mehrere Überraschungen: vom Podium beim Rocket Ride über starke Platzierungen im Iron Road Prolog bis hin zum Hauptrennen, bei dem gleich drei Elektromotorräder die Zielflagge sahen.
Für Karl Katoch ist damit klar, dass elektrische Antriebskonzepte im Hard Enduro angekommen sind. 2027 soll deshalb auch das Reglement weiter modernisiert und sportlich an die unterschiedlichen Antriebskonzepte angepasst werden. Der Erzberg wird damit einmal mehr zum Testlabor für neue Technologien im Offroadsport.
Internationalisierung und neues World Ranking
Parallel zum Rennen gewinnt auch die internationale Vernetzung des Hard-Enduro-Sports an Bedeutung. Seit Februar 2026 werden Ergebnisse verschiedener Rennen im Hard Enduro World Ranking berücksichtigt. Das von den Veranstaltern des Red Bull Erzbergrodeo und der Red Bull Romaniacs initiierte System orientiert sich an den Weltranglisten im Tennis und macht die Leistungen der Fahrer über verschiedene Veranstaltungen hinweg vergleichbar.
Aktuell umfasst das Ranking 2.510 Fahrer aus 60 Nationen und 24 Rennen. Das Red Bull Erzbergrodeo gehört dabei zur höchsten Kategorie „Supreme“. Für den Sieger gibt es 2.000 Punkte.
Auch finanziell gewinnt das Ranking an Bedeutung: Für die Saison 2026 wurden insgesamt 100.000 US-Dollar Preisgeld ausgeschrieben. Die erste Vergabe erfolgt auf Basis des Rankingstandes vom 1. Februar 2027.
Anmeldung startet im November
Der Startschuss für das Rennen um die begehrten Startplätze fällt bereits deutlich vor dem eigentlichen Event. Die Fahreranmeldung für das Red Bull Erzbergrodeo 2027 beginnt am 16. November 2026 um 9:00 Uhr MEZ. Traditionell beginnt damit auch das Rennen um eine möglichst niedrige Startnummer.
2026 waren knapp 1.200 Teilnehmer aus 41 Nationen und allen Kontinenten bei den Rennbewerben am Erzberg dabei. 2027 dürfte der internationale Ansturm erneut groß sein.
Der „Berg aus Eisen“ bleibt damit, was er seit mehr als drei Jahrzehnten ist: eine einzigartige Kombination aus Motorsport, Abenteuer, Mensch und Maschine. Und ein Ort, an dem selbst die weltbesten Endurofahrer an ihre Grenzen gebracht werden.


