Red Bull Erzbergrodeo: KTM-Werksfahrer gewann

KTM-Werksfahrer Manuel Lettenbichler (DE) gewann das Red Bull Erzbergrodeo 2023. Bei perfekten Wetterbedingungen und mit einer extrem selektiven Rennstrecke stemmte sich der „Berg aus Eisen“ mit aller Gewalt gegen die 500 Starter. Das härteste Extreme Enduro Race der Welt bot eine spektakuläre Kulisse für die zig-tausenden Besucher, die für eine atemberaubende Stimmung sorgten.

Zum Auftakt gewann österreichischer KTM-Pilot

Beim spektakulären Auftaktbewerb dem Mitas Rocket Ride holte der Österreicher Paul Seyr den Sieg auf der spektakulären Steilhang-Rennstrecke. 300 Teilnehmer gingen an den Start.

Mitas Rocket Ride Foto: Klaus Listl

Nach dem spektakulären Qualifying gingen die schnellsten 48 Fahrer in das Superfinale. Der 24-jährige Österreicher Paul Seyr war im stark besetzten Finallauf aber nicht zu schlagen und holte sich seinen ersten Felspokal.

Das Endergebnis Mitas Rocket Ride: 1. Paul Seyr (AUT, KTM), 2. Thomas Reichhold (AUT, KTM), 3. Oskar Kaczmarczyk (POL, GASGAS), 4. Antoine Meo (FRAU, Ducati), 5. Chris Gundermann (DE, KTM)

Foto: Klaus Listl

Erzbergrodeo 2023

Unmittelbar nach dem Start setzten sich die Red Bull KTM Factory Racing Teamfahrer Mani Lettenbichler und Trystan Hart in Führung, dicht gefolgt vom 25-jährigen Husqvarna Factory Racing Werksfahrer Billy Bolt, dem polnischen Privatfahrer Dominik Olszowy auf GASGAS und Sonny Goggia (ITA, KTM). Während die Führungsgruppe zu Beginn noch dicht hintereinander durch die ersten Checkpoints fegte, setzten sich Lettenbichler und Bolt nach einer halben Stunde bereits deutlich vom Rest des Feldes ab. Was darauf folgte, war ein ungeheuer spannender Kampf der beiden Werkspiloten mit ständigen Führungswechseln.

 

Manuel Lettenbichler, Sieger beim Erzbergrodeo 2023

Wie der KTM-Werksfahrer das Red Bull Erzbergrodeo gewann

Kurz vor dem legendären Checkpoint Carl’s Dinner übernahm aber Billy Bolt die Spitze und konnte sich im wohl herausfordernsten Streckenabschnitt des Red Bull Erzbergrodeos von Lettenbichler absetzen. Für lange Zeit sah es danach aus, als ob der Vorjahressieger keine Antwort auf Bolts Vorstoß hätte. Doch das Bild änderte sich bereits beim nächsten Checkpoint Motorex Highway. Lettenbichler erkämpfte sich die Führung wieder zurück. Und er fuhr daraufhin ungefährdet bis ins Ziel. Der 25-jährige Deutsche KTM-Werksfahrer gewann mit einer Laufzeit von 2:31,15 Stunden zum zweiten Mal in Folge das Red Bull Erzbergrodeo. „Es war ein harter Kampf mit Billy und in Carl’s Dinner dachte ich, das ich mich heuer wohl mit dem zweiten Platz zufrieden geben muss. Doch dann hatte Billy einen kleinen Einbruch und ich mobilisierte alle meine Kräfte. Um ihn ein- und schließlich überholen zu können. Ich bin sehr froh über meinen zweiten Felspokal!“, so Lettenbichler.

Bolt Zweiter, KTM Factory Racing Teamfahrer Hart Dritter

Billy Bolt erreichte mit exakt 11 Minuten Rückstand auf Lettenbichler das Ziel als Zweiter und ließ sich von den tausenden Fans in der Red Bull Erzbergrodeo Zielarena feiern. „Ich bin mit meiner Leistung echt zufrieden. Mani hat eine hervorragende Performance geliefert und ich bin sehr zufrieden mit meinem Podiumsplatz“, so Bolt im Ziel.

Dritter wurde der kanadische Red Bull KTM Factory Racing Teamfahrer Trystan Hart, der wie im Vorjahr eine überzeugende Leistung zeigte und sich seinen zweiten Podiumsplatz am Berg aus Eisen holte. Hart erreichte das Ziel in der Acerbis Action Arena mit einem Rückstand von knappen 26 Minuten Rückstand auf Lettenbichler.

Der Mitfavorit und 5-fache Red Bull Erzbergrodeo Gewinner Graham Jarvis (UK, Husqvarna) ging nach einem verpatzten Blakläder Iron Road Prolog als 60ster (!) aus der zweiten Startreihe ins Rennen und entfesselte daraufhin eine sensationelle Aufholjagd. Der bereits 48-jährige Brite erreichte das Ziel schließlich als Sechster und wurde seinem Spitznamen The GOAT (Greatest of all times) mehr als gerecht.

Österreichs Hard Enduro Hoffnung Michael Walkner (GASGAS) lag zu Beginn des Rennens noch etwas abgeschlagen unter den Top-20, beendete das Red Bull Erzbergrodeo dann aber nach einer bemerkenswerten Aufholjagd auf dem hervorragenden siebten Platz.

Marcel Hirscher

Marcel Hirscher, 8-facher FIS Ski-Gesamtweltcupsieger, zeigte auch heuer eine beeindruckende Leistung. Der Salzburger startete aus der zweiten Reihe in sein zweites Red Bull Erzbergrodeo Abenteuer und beendete das Rennen nach sensationellen 19 Checkpoints. „Ich freue mich darüber, dass ich einen Teil meines Jugendtraums leben darf. Es ist wirklich verrückt, hier ein Rennen zu fahren. Ich bin sehr happy und von mir selber überrascht.“, so Marcel Hirscher im Ziel.

Endergebnis Red Bull Erzbergrodeo 2023

1. Manuel Lettenbichler (DE, KTM) 2:31:15 Stunden

2. Billy Bolt (UK, Husqvarna) 2:42:15

3. Trystan Hart (CAN, KTM) 2:57:09

4. Jonny Walker (UK, Beta) 2:59:30

5. Wade Young (RSA, Sherco) 3:04:21

6. Graham Jarvis (UK, Husqvarna) 3:13:55

7. Michael Walkner (AUT, GASGAS) 3:22:18

8. Alfredo Gomez (ESP, Rieju) 3:24:30

9. Teodor Kabakchiev (BG, KTM) 3:25:00

10. Cody Webb (USA, Sherco) 3:29:09

11. Matthew Green (RSA, KTM) 3:31:45

12. Sonny Goggia (ITA, KTM) 3:49:21

13. Dominik Olszowy (POL, GASGAS) 3:51:59

14. Jack Price (UK, GASGAS) 3:52:08

15. Dan Peace (UK, Sherco) 3:55:58

16. Mitch Brightmore (UK, GASGAS) 3:58:39

17. Will Hoare (UK, GASGAS) 3:59:13

Das detaillierte Ergebnis auf www.redbull.com/erzbergrodeo