STARD Driving Camp – Wenn Elektromobilität auf Fahrdynamik trifft

STARD Driving Camp – Wenn Elektromobilität auf Fahrdynamik trifft – Elektromobilität verändert nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Anforderungen an Fahrveranstaltungen, Präsentationen und Testevents. Im STARD Driving Camp in Pachfurth bei Wien werden dafür neue Wege beschritten – mit dynamischen Strecken, professioneller Betreuung und einer speziell ausgerichteten Ladeinfrastruktur.

Elektroautos stellen bei Fahrveranstaltungen besondere Anforderungen. Das hohe Drehmoment steht praktisch unmittelbar zur Verfügung, Rekuperation verändert das Fahrgefühl und bei intensiven Testfahrten spielt auch die Ladeinfrastruktur eine entscheidende Rolle. Eine moderne Eventlocation muss daher heute mehr bieten als attraktive Strecken und ausreichend Platz für Fahrzeuge.

Das Camp in Pachfurth hat sich auf diese Entwicklung eingestellt. Auf einem mehr als 40 Hektar großen Areal stehen unterschiedliche On- und Off-Road-Strecken sowie mehrere Veranstaltungshallen zur Verfügung. Für die Erprobung moderner Elektrofahrzeuge wurden die Möglichkeiten zuletzt gezielt erweitert.

Bei einem internationalen Presseevent eines deutschen Automobilherstellers konnten Journalisten eine neue Rallyestrecke mit On- und Off-Road-Passagen erleben. Zusätzlich stand ein dynamischer Handlingparcours zur Verfügung. Beide Strecken sind jeweils mehr als einen Kilometer lang und ermöglichen unterschiedliche Formen der Fahrzeugerprobung.

Gerade auf einem engen Handlingkurs können Elektrofahrzeuge ihre besonderen Eigenschaften ausspielen. Kurvenkombinationen fordern Fahrwerk und Fahrzeugkontrolle, während auf Gefällestrecken die Wirkung der Rekuperation unmittelbar erlebbar wird. Auf längeren Geraden wiederum lässt sich die spontane Leistungsentfaltung moderner Elektroantriebe demonstrieren.

Laden wird zum Bestandteil des Eventkonzepts

Bei einem klassischen Fahrzeug-Event war die Energieversorgung der Fahrzeuge meist kein großes Thema. Bei Elektrofahrzeugen ist sie dagegen ein wesentlicher Bestandteil der Planung. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Ladepunkte, sondern auch deren Leistung, die verfügbare Anschlussleistung und die Frage, wie viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen.

Für das genannte Presseevent wurde deshalb gemeinsam mit den STARD eMobility-Experten eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorbereitet. Zum Einsatz kamen zwei batteriegepufferte Schnelllader mit jeweils bis zu 180 kW beziehungsweise zwei Ladepunkten mit jeweils 90 kW. Zusätzlich standen vier weitere Ladestationen mit 44 kW sowie mobile Wallboxen mit 22 kW zur Verfügung.

Auch die vorhandenen Starkstromanschlüsse der Veranstaltungshallen können in die Energieversorgung einbezogen werden. Damit lässt sich die Ladeplanung an die jeweilige Veranstaltung und die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge anpassen.

Das Beispiel zeigt, dass sich mit der Elektromobilität auch die Organisation von Fahrzeugpräsentationen verändert. Veranstalter müssen Ladezeiten, Energiebedarf und Fahrzeugrotation ebenso berücksichtigen wie Streckenführung, Fahrprogramm und