X-Bow Battle – Saisonfinale am Red Bull Ring

Der X-Bow Battle erlebte ein spannendes Saisonfinale am Red Bull Ring. Bei besten äußeren Bedingungen gingen 19 Starter in drei Klassen – GT4, Elite, X-Bow Cup Europe in die letzten Rennen.

1. Rennen

Die Pole-Position hatte sich Ex-Champion Holger Baumgartner eindrücklich gesichert. Er war klar schnellster Mann. Und damit auch bester „Elite“ Pilot. Mit Respektabstand folgte Rallye-Ass Kris Rosenberger als bester GT4-Teilnehmer. In der X-Bow Cup Europe Wertung verwies der junge Österreicher Jan Rihs den Holländer Rick Bouthoorn auf Platz zwei.

Holger Baumgartner

Der Rennstart verlief fast problemlos. Nur Holger Baumgartner hatte in der ersten Runde eine leichte Berührung, die ihn von der Spitze zurückfallen ließ. Kris Rosenberger machte sich sofort aus dem Staub. Dahinter kämpften die Elite-Piloten Georg Silbermayr, Christian Schäfer und „BOB BAU“ um jede Zehntelsekunde. Schließlich setzte sich Schäfer durch und kam sogar noch knapp an Rosenberger heran. Dem war allerdings auch diesmal der Gesamtsieg (und der Sieg in der GT4 Wertung) nicht zu nehmen. Schäfer holte volle Elite-Punkte, Silbermayr wurde Zweiter, „BOB BAU“ Dritter.

BOB BAU

Rang vier ging an Christoph Doppler. Hinter ihm der Schweizer Martin Koch im KTM X-Bow GT4. Er holte sich so Rang zwei in der GT4 Klasse. Seine Frau Angela Koch fuhr auf Platz drei, gesamt auf Rang 14. Im X-Bow Cup Europe war der Kampf am härtesten. Bis zuletzt waren es Jan Rihs und Rick Bouthoorn, die den Sieg unter sich auszumachen schienen. In der letzten Runde kam es zu einer Berührung zwischen den beiden. Die Folge: eine 30-Sekunden-Zeitstrafe gegen Sieger Jan Rihs. Der fiel dadurch ans Ende des Feldes zurück. Volle Punkte daher für Rick Bouthoorn. Tamino Bergmeier wurde Zweiter, Newcomer Leo Pichler sensationell Dritter. Auch Leon Wassertheurer musste sich zu seinem vierten Platz durchkämpfen und hielt sich somit im Meisterschaftskampf. Der wurde dann im „Grande Finale“ des zweiten Laufes entschieden. Auf den Plätzen: Quereinsteiger Denis Liebl wurde Fünfter, Ski-Star Conny Hütter tolle Sechste.

2. Rennen

Die Startaufstellung des zweiten war zugleich das Ergebnis des ersten Rennens. Für den einen oder anderen Piloten eine besondere Herausforderung. Etwa für Holger Baumgartner und Daniel Drexel. Oder auch für den zurückversetzten Jan Rihs. Der wollte ebenso wie Tamino Bergmeier, Leon Wassertheurer und Rick Bouthoorn um den Titel im X-Bow Cup Europe kämpfen. In der Elite-Klasse ging es zwischen „BOB BAU“ und Newcomer Christian Schäfer um den Titel.

Kris Rosenberger

Von all dem unbeeindruckt: Kris Rosenberger. Er nahm den zweiten Rennlauf von der Pole-Position aus in Angriff. Und wie schon in Lauf eins wehrte er sämtliche Angriffe souverän ab. Somit war er zum zweiten Mal in Folge Doppelsieger auf dem Red Bull Ring. Die Plätze zwei und drei der GT4 Klasse gingen erneut an das Ehepaar Martin und Angela Koch aus der Schweiz.

Holger Baumgartner gewann als gesamt Zweiter die Elite-Wertung. Im Kampf um den Titelgewinn der Klasse war es schließlich TrenCar-Racing Routinier „BOB BAU“, der erfolgreich war. Sieben Punkte entschieden zu Gunsten von „BOB BAU“. Schäfer durfte allerdings auch mit dem Vize-Titel zufrieden sein. Der CCS-Racing Pilot lieferte eine tolle Debüt-Saison ab. Last but not least fand auch der harte Kampf um den Titel in der X-Bow Cup Europe Wertung ein Ende. Der Holländer Rick Bouthoorn, jubelte verdient über seinen Gesamtsieg, den er mit Platz zwei hinter Leo Pichler fixierte.

Conny Hütter

Auch wenn der Vorsprung auf seine unmittelbaren Verfolger punktemäßig relativ groß erscheint: Ganz so eindeutig war der Saisonverlauf nicht. Sowohl der gesamt zweitplatzierte Deutsche Leon Wassertheurer als auch der drittplatzierte Österreicher Jan Rihs und Tamino Bergmeier aus Deutschland auf Rang vier konnten an allen Rennwochenenden mit Speed und Talent überzeugen. Daniel Drexel war zeitweise auf Augenhöhe mit den vier Schnellsten – und wäre Laufsieger Leo Pichler bei mehr Rennen als nur beim Saisonfinale am Red Bull Ring dabei gewesen, hätte es wohl einen Fünfkampf um den Titel gegeben. Riesenpech im finalen Rennen für Ski-Ass Conny Hütter: Am Weg zu einer Top-Platzierung riss eine Antriebswelle. Dass die junge Steirerin auch am Lenkrad Talent besitzt, konnte sie dennoch unter Beweis stellen.