Piaggio MP3 – Dreirädriger Luxus und Airbag

Der Piaggio MP3, das ist dreirädrige Luxus und man entwickelt auch einen Airbag. Konkret derPiaggio MP3 530 Exclusive lässt sich selbst bei widrigen Witterungsverhältnissen schwungvoll ums Eck zirkeln. Als erster Großroller verfügt das MP3-Topmodell über umfassende Assistenzsysteme wie Spurwechselassistent, Toter-Winkel-Warner und Rückfahrkamera. Dazu kommen das vorgeschriebene ABS und eine aufmerksame Traktionskontrolle. In Summe macht ein dreirädriger Luxus den Piaggio MP3 fast so sicher wie einen modernen Kleinwagen und ein Airbag ist auch noch in Entwicklung.

Zwei Räder vorne, eines hinten, dazwischen ausreichend Platz und im Heck eine muntere Ein-Zylinder-Triebsatzschwinge. „Der MP3 verbindet mit seinem patentierten Parallelogramm-Federungs- und Lenksystem die Sicherheit eines Autos mit der Benutzerfreundlichkeit und dem Komfort eines Motorrollers sowie dem Fahrspaß und der Dynamik eines Motorrads“, so Piaggio-Sprecher Fabio Gilardenghi.

Viele Vorteile

Größter Vorteil neben der erhöhten Sicherheit ist die kostenneutrale Fahrbarkeit. Wer mindestens 21 Jahre alt und im Besitz eines Autoführerscheins (Klasse B) ist, darf sich auf die Dreiradroller schwingen. Das Umsteigen von vier auf drei Räder dürfte den meisten leicht fallen. Die für Dreiradroller vorgeschriebene Fußbremse wirkt wie beim Auto gleichzeitig auf alle Räder. On top gibt es zwei Handbremshebel. Drei-Kanal-ABS und die abschaltbare Traktionskontrolle helfen beim sicheren Anhalten und Beschleunigen.

Piaggio MP3 530 Exklusive

Das Antriebsprinzip ist simpel. Raufsetzen und Gas geben, Schalten entfällt. Das stufenlose CVT-Getriebe setzt die Triebsatzschwinge per Riemenantrieb ruckfrei und flott in Marsch. 145 km/h Spitze ruft Piaggio für den MP3 530 aus. Das sind zehn Stundenkilometer mehr als beim neuen kleinen Bruder MP3 400. Handling und Fahrwerk überzeugen auf Anhieb. Vibrationen und Nebengeräusche hat Piaggio seinem neuen Dreiradroller nahezu komplett ausgetrieben. Eine absolute Seltenheit in diesem Segment.

Das Fahrassistenzpaket ARAS funktioniert souverän.  Foto: Simon Palfrader

ARAS

Größter Fortschritt des neuen Piaggio MP3 ist das Fahrassistenzpaket ARAS. Es ist dem Topmodell MP3 530 Exclusive vorbehalten. Damit ist er das weltweit erste Personenfahrzeug ohne Dach, das mit den automobilen Sicherheitsfeatures Heckradar, Spurwechselassistent und Toter-Winkel-Warner ausgestattet ist. Das System funktioniert souverän. Es schlägt frühzeitig, aber nicht übertrieben hektisch an. Zudem nervt es nicht – im Gegensatz zu vielen Auto-Assistenten – durch irres Piepen oder Blinken. Auch die Rückfahrkamera, die jetzt die Rückfahrfunktion ergänzt, macht ihre Sache gut. Wie beim Auto helfen farbige Linien beim Rangieren und Einparken.

Foto: Simon Palfrader

Der Verbrauch beträgt offiziell vier Liter auf 100 Kilometer (MP3 400: 3,8 l/100 km). Bei den Testfahrten mit dem 530er kam das ziemlich genau hin (4,2 l/100 km). Wind- und Beinschild bieten beim Fahren ausreichend Wetterschutz. Etwas mehr als 44 PS und 50 Newtonmeter Drehmoment treiben den 530 Exclusive an, knapp über 35 PS und 38 Nm sind es beim 400er. Im Zubehör gibt es nützliche Extras wie eine wasserdichte Decke, die sich der Fahrer oder die Fahrerin vom Beinschild aus bis zur Hüfte umlegen kann. Damit verliert das Rollerfahren im Winter nahezu gänzlich seinen Schrecken. (rb/cen)

Airbag-Entwicklung

Nicht nur dreirädriger Luxus ist ein Kennzeichen des MP3, Piaggio entwickelt im Sinn weiterer Sicherheit mit Autoliv, dem weltweit führenden Anbieter von Kraftfahrzeug-Sicherheitssystemen für mehr Sicherheit am Zweiradmarkt einen Airbag für motorisierte Zweiräder. Piaggio Group und Autoliv unterzeichneten die eine Vereinbarung über die Entwicklung von Airbags. Die sollen den Fahrerinnen und Fahrern motorisierter Zweiräder noch mehr Schutz bieten. Und den Fahrspaß erhöhen. Die Airbags sind in das Chassis integriert und öffnen sich innerhalb von Millisekunden.